Hausherr eine Klasse für sich
Die BMX-Racing-Bewerbe feierten im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien ihre Premiere – und lieferten auf der Anlage in Vösendorf sofort spektakulären Sport. Den Zuschauer:innen wurden packende Duelle geboten, enge Entscheidungen und vier hochspannende Läufe. Am Ende setzte sich Lokalmatador Nico Gössl vor Fabian Kogler und Valentin Muther durch.
Trotz schwieriger Bedingungen mit teils starkem Wind bekamen die Fans rasanten BMX-Sport geboten. Referatsleiter Karl Kager zeigte sich entsprechend zufrieden: „Wir haben ein echtes BMX-Spektakel erlebt. Es gab viele spannende Rennen und coole Duelle. Natürlich hatten wir im Training einige Stürze und leider auch einige Ausfälle, aber die Stimmung war großartig. Für uns ist es etwas ganz Besonderes, erstmals Teil der Sport Austria Finals zu sein. BMX ist eine olympische Disziplin, das wissen viele Menschen gar nicht. Diese Plattform hilft uns enorm, unseren Sport sichtbarer zu machen.“
Neue Anlage als Meilenstein
Für den BMX Club Vösendorf war die Austragung der Bewerbe zudem ein besonderer Meilenstein. Die Anlage, die über viele Jahre Heimat zahlreicher nationaler und internationaler Rennen war, wird in wenigen Wochen rückgebaut und bis Ende 2027 komplett neu errichtet. Mit dem Neubau soll einer der modernsten BMX-Standorte Österreichs entstehen, der künftig auch als wichtiger Trainings- und Entwicklungsstützpunkt dienen wird. „Dass wir die Sport Austria Finals noch einmal auf dieser Anlage austragen durften, ist für uns etwas ganz Besonderes. Gleichzeitig ist es ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Mit dem Neubau schaffen wir die Voraussetzungen, um den BMX-Sport nachhaltig weiterzuentwickeln, den Nachwuchs gezielt zu fördern und Vösendorf als zentralen BMX-Standort in Österreich zu etablieren“, betonte Kager.
Gössl behält die Nerven
Sportlich entwickelte sich ein spannendes Duell zwischen Nico Gössl und Fabian Kogler. Während Gössl die ersten drei Läufe für sich entscheiden konnte, schlug Kogler im vierten und letzten Rennen zurück und sorgte damit für zusätzliche Spannung. Am Gesamtsieg des Hausherrn änderte das jedoch nichts.
„Auf der Heimbahn zu gewinnen, ist natürlich etwas Besonderes. Die Bedingungen waren mit dem Wind nicht einfach, deshalb freue ich mich umso mehr, dass ich die ersten drei Läufe für mich entscheiden konnte. Die Rennen gegen Fabian waren extrem knapp und haben richtig Spaß gemacht“, erklärte Gössl nach seinem Erfolg.
Auch Kogler zeigte sich mit seinem Auftritt zufrieden: „Der Start entscheidet auf dieser Strecke extrem viel. Nico hat das heute richtig stark gemacht. Ich habe versucht, ihn in jedem Lauf unter Druck zu setzen und konnte zumindest das letzte Rennen gewinnen. Solche Duelle machen BMX aus und genau deshalb macht dieser Sport so viel Spaß.“
Neben der Eliteklasse sorgten auch die Nachwuchsbewerbe für starke Leistungen und unterstrichen das Potenzial der österreichischen BMX-Szene.
Talent Svendsen muss zuschauen
Einer fehlte allerdings schmerzlich im Starterfeld (Kategorie Boys 15-16): Nachwuchshoffnung Max Svendsen. Der junge BMX-Fahrer, der als eines der größten Talente des Landes gilt, war am Freitag im Training gestürzt und musste mit einer Bänderverletzung im Sprunggelenk auf einen Start verzichten.
„Natürlich ist es sehr schade, nicht fahren zu können. Aber in wenigen Wochen steht die Europameisterschaft an und darauf liegt jetzt der Fokus. Da möchte ich unbedingt dabei sein“, sagte Svendsen, der die Rennen diesmal von der Seitenlinie aus verfolgte. Trotz der Enttäuschung blickt der Nachwuchsfahrer optimistisch nach vorne und hofft, rechtzeitig für seine kommenden internationalen Einsätze wieder fit zu werden.
