Moderner Kampfsportart mit klaren Werten im Aufwind
Thai- und Kickboxen präsentiert sich bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (3. bis 7. Juni 2026) nicht nur sportlich dynamisch, sondern auch als moderne und verantwortungsbewusste Kampfsportart. Während Österreichs Athlet:innen um Medaillen kämpfen, setzt der Österreichische Bundesfachverband für Kick- und Thaiboxen (ÖBFK) verstärkt auf Themen wie Compliance, Inklusion, Gendergerechtigkeit und Nachhaltigkeit – und grenzt sich damit bewusst von manchen Entwicklungen im internationalen und nationalen Kampfsport ab.
„Kampfsport hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt. Es geht längst nicht mehr nur um sportlichen Erfolg, sondern auch um Werte, Verantwortung und Qualität“, betont ÖBFK-Präsident Nikolaus Gstättner. „Gerade in einer Zeit, in der es immer mehr fragwürdige Formate und Sensationsgeschichten im Kampfsport gibt, ist unser Verband ein klares Gütesiegel für seriösen und sicheren Sport.“
Besonders stolz zeigt sich der Verband über die Entwicklung im Para-Kickboxen. Obwohl die Sparte in Österreich noch klein ist, durfte sich der ÖBFK zuletzt über einen Weltmeistertitel freuen: Der Tiroler Helmut Oberhofer-Bucher holte 2025 bei der WM in Abu Dhabi Gold.
Auch gesellschaftlich möchte der Verband neue Maßstäbe setzen. Erstmals wurde eine eigene Nachhaltigkeitsagenda entwickelt, gleichzeitig spielen Anti-Doping, Jugendschutz und klare Compliance-Regeln eine zentrale Rolle. „Diese Standards unterscheiden uns von vielen anderen Organisationen im Kampfsportbereich. Wer bei uns trainiert oder kämpft, soll wissen: Hier stehen Fairness, Sicherheit und Respekt im Mittelpunkt“, so Gstättner.
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der heimische Kickboxsport aktuell durch Ausnahmeathletin Stella Hemetsberger, die mittlerweile auch international im Profibereich große Erfolge feiert. Neben ihrem Triumph bei den World Games 2022 in Birmingham hält die Salzburgerin aktuell bei zwei Profi-WM-Titeln. Besonders bemerkenswert: Hemetsberger gehört zu den wenigen Athletinnen weltweit, die sowohl im klassischen Kickboxen als auch im Muay Thai auf höchstem Niveau erfolgreich sind. Für Gstättner ist sie deshalb ein wichtiges Aushängeschild: „Stella zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial im österreichischen Kickboxen steckt. Dass sie sich gleich in zwei eng verwandten, aber dennoch sehr unterschiedlichen Disziplinen an der Weltspitze etabliert hat, ist absolut außergewöhnlich. Sie begeistert weit über die Kampfsport-Community hinaus und ist eine enorme Bereicherung für unseren Sport.“
Mit sportlichen Höchstleistungen und einem klaren Werteverständnis möchte sich Kickboxen bei Österreichs größtem Multisport-Event einmal mehr als moderne Kampfsportart mit Zukunft präsentieren.
