Die größte Bühne aller Zeiten für Laser Run
Der Rathausplatz wird bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien einmal mehr zur Bühne für österreichischen Spitzensport. Mittendrin: der Laser Run. Die Österreichischen Meisterschaften der Damen und Herren werden am Donnerstag (4. Juni) im Herzen Wiens ausgetragen – und sorgen für einen besonderen Moment im Österreichischen Verband Moderner Fünfkampf.
Denn eine größere Bühne hat die Sportart in Österreich bislang kaum bekommen. Erstmals werden die Entscheidungen live im ORF übertragen, dazu kommt die einzigartige Kulisse vor dem Wiener Rathaus. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei den Verantwortlichen.
„Für uns sind die Sport Austria Finals eine riesige Chance. Wir sind ein kleiner Verband und stehen normalerweise nur dann im Fokus, wenn jemand von uns bei Olympischen Spielen dabei ist. Dass wir unsere Entscheidungen am Rathausplatz austragen dürfen, davon träumt man eigentlich“, sagt Ulrike Gruber, Leiterin Sport im Österreichischen Verband Moderner Fünfkampf.
Die Vorbereitungen auf das Großereignis sind abgeschlossen. „Am Wochenende hatten wir noch andere Wettkämpfe, jetzt konzentrieren wir uns voll auf die Finals. Wenn das Wetter noch passt, dann ist alles perfekt“, so Gruber.
Eine Disziplin mit Tempo und Präzision
Laser Run verbindet Laufen und Schießen und bildet im Modernen Fünfkampf den Abschluss nach Schwimmen, Fechten und Obstacle Course Racing. Seit 2015 wird Laser Run aber auch als eigenständige Disziplin mit Weltmeisterschaften und nationalen Titelkämpfen ausgetragen.
In der Allgemeinen Klasse stehen fünf Laufrunden zu je 600 Metern auf dem Programm. Dazwischen müssen die Athlet:innen viermal an den Schießstand. Dort gilt es, mit der Laserpistole auf zehn Meter Entfernung fünf Treffer zu erzielen. Wer dafür länger als 50 Sekunden benötigt, muss trotzdem wieder auf die Strecke. Genau diese Kombination aus Belastung und Konzentration macht den Reiz der Sportart aus.
Axmann führt die Favoritinnenliste an
Bei den Damen gilt Lisa Axmann als erste Anwärterin auf den Titel. Die Niederösterreicherin zählt seit Jahren zu den stärksten heimischen Athletinnen im Modernen Fünfkampf und erreichte im Vorjahr sogar ein Weltcup-Finale.
Ihr großes Ziel sind die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Dafür investiert die Heeressportlerin Woche für Woche bis zu 30 Trainingsstunden. Neben Laufen und Schießen stehen auch Schwimmen, Fechten, Obstacle Course Racing sowie Kraft- und Regenerationseinheiten auf dem Programm.
Bärenthaler-Brüder mit WM-Bronze im Gepäck
Bei den Herren richtet sich der Blick vor allem auf Florian und Stefan Bärenthaler. Die Brüder aus der Steiermark hatten heuer zwar immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, zählen im Laser Run aber trotzdem zu den stärksten Athleten des Landes.
Erst bei der vergangenen Laser-Run-Weltmeisterschaft in Südafrika sorgten beide für starke Ergebnisse. Florian Bärenthaler gewann Bronze in der Allgemeinen Klasse, Stefan Bärenthaler holte Bronze bei den Junioren.
Auch sie haben Los Angeles 2028 fest im Visier. Im Männerbereich ist der Weg dorthin allerdings besonders anspruchsvoll, die internationale Konkurrenz groß und die Zahl der verfügbaren Olympia-Startplätze gering.
Aufmerksamkeit für eine Randsportart
Neben den Medaillen geht es für den Verband in Wien aber auch um Sichtbarkeit. Die zahlreichen Meldungen für die Bewerbe zeigen, dass die Sport Austria Finals innerhalb der Szene längst einen besonderen Stellenwert besitzen.
„ORF-Live hat es für uns noch nie gegeben. Diese Chance wollen wir nutzen. Wir hauen uns ins Zeug und wollen zeigen, was unseren Sport ausmacht“, sagt Gruber.
Genau dafür könnte der Rathausplatz der ideale Ort sein. Wo sonst Tourist:innen flanieren und Veranstaltungen stattfinden, kämpfen diesmal Österreichs beste Laser-Run-Athlet:innen um Meistertitel – vor Publikum, vor TV-Kameras und auf einer Bühne, die dem Sport neue Aufmerksamkeit bringen könnte.
