Wakeboard-Talent Berg setzt alles auf eine Karte
Es gibt diesen einen Satz, der viel über Luca Berg aussagt. Über seine Haltung. Über seine Konsequenz. Und darüber, wie ernst er es mit seinem Sport meint.
„Einen Plan B gibt es nicht wirklich“, sagt der 17-Jährige. „Wenn es mit der Profikarriere nicht klappen sollte, würde ich trotzdem gerne im Wakeboard-Bereich bleiben, zum Beispiel als Coach. Wakeboarden ist einfach mein Leben!“
Wie ernst es Berg wirklich meint, zeigt eine weitere Entscheidung des Youngsters: Während andere in seinem Alter ihren Alltag zwischen Schule, Freizeit, Freunden und Sport aufteilen, hat Berg vieles neu sortiert. Er hat die Schule gewechselt, ist mittlerweile Externist und hat dem Wakeboarden alles untergeordnet.
Voller Fokus auf das Wakeboarden
Nicht, weil ihm Ausbildung egal wäre. Sondern weil er einen Weg gesucht hat, um beides unterzubringen: Schule und Spitzensport. „Ich bin davor in die HTL gegangen und hatte nicht so viel Zeit. Dann habe ich durch einen Freund diese Art von Schule kennengelernt und beschlossen zu wechseln. Dadurch konnte ich das Wakeboarden in den Vordergrund stellen.“
Berg möchte nicht irgendwann einmal schauen, was im Wakeboarden möglich ist. Er will es wissen. Jetzt. Mit voller Konsequenz. Die neue schulische Struktur gibt ihm jene Freiheit, die in einer Sportart wie Wakeboarden entscheidend sein kann: mehr Zeit am Wasser, mehr Zeit im Kraftraum, mehr Zeit für Reisen, mehr Zeit für Entwicklung. „Ich kann jetzt auch oft in der Früh trainieren und gehe mehr ins Gym. Außerdem kann ich mehr herumreisen, wie zum Beispiel im Winter in Thailand.“
Erster Staatsmeistertitel im Visier
Dort hat sich das Wakeboard-Talent akribisch auf die neue Saison vorbereitet und in den vergangenen Monaten große Fortschritte gemacht. „Es ist einiges weitergegangen“, freut sich Berg, „die Tricks steigern sich stetig – ich bin ziemlich zufrieden mit meiner Entwicklung.“
Nun will der Steirer bei den Sport Austria Finals 2026 powered by Österreichische Lotterien zeigen, was er draufhat. Vergangenes Jahr wurde er schon starker Dritter, heuer soll es ganz nach oben gehen. „Wenn Luca seine Leistung abruft, kann er sich im Prinzip nur selbst schlagen“, schwärmt Wakeboard-Sportdirektor Michael Krikula.
„Das ist ein sehr großes Kompliment“, schmunzelt Berg. „Ich bin auch sehr zuversichtlich, dass einiges drin ist, wenn ich meine Leistung abrufen kann. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr den Titel holen kann. Die Vorfreude auf die Sport Austria Finals ist jedenfalls schon sehr, sehr groß.“
Danach geht der Fokus schon wieder in die mittelfristige Zukunft: „Ich will jetzt noch mehr Erfahrung sammeln und die großen Contests mitfahren. Außerdem will ich die Schule fertigmachen. Danach hoffe ich, dass ich in den Heeressport komme.“
