Ally-Pally-Flair in Wien: Pasa und Gödl jubeln
Der Österreichische Dartsverband (ÖDV) machte seine Staatsmeisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien zum Flagship-Event des heimischen Dartssports. Im Haus des Sports sorgten erstmals Walk-ons, eine stimmungsvolle Inszenierung und der prächtige Spiegelsaal als Finalbühne für echtes Ally-Pally-Feeling. Sportlich jubelten Catalina Pasa bei den Damen und Christian Gödl bei den Herren über die Staatsmeistertitel.
„Wir wollten Ally-Pally-Stimmung nach Wien bringen – und ich denke, das ist uns gelungen. Wir haben Darts auf sehr hohem Niveau gesehen, viele Zuschauer gehabt und den Spieler:innen eine Bühne geboten, die sie sich verdient haben. Für uns ist das eine Belohnung für ihre Leistungen und eine wichtige Plattform für die Zukunft unseres Sports“, resümierte ÖDV-Präsident Dietmar Schuhmann.
Pasa meldet sich eindrucksvoll zurück
Im Damenbewerb ließ Catalina Pasa nichts anbrennen. Die mehrfache Staatsmeisterin gewann das Finale gegen Zita Kayser souverän in zwei Sätzen und sicherte sich damit ihren dritten nationalen Titel. „Es ist schwer, diese Gefühle zu beschreiben. Nach den letzten Jahren wieder ganz oben zu stehen, bedeutet mir unglaublich viel. Allein der Gedanke, auf dieser Bühne mit Walk-on spielen zu dürfen, war eine riesige Motivation. Umso schöner ist es, dass es am Ende mit dem Titel geklappt hat“, freute sich Pasa.
Die besondere Atmosphäre im Spiegelsaal war für viele Spielerinnen ein zusätzlicher Anreiz. Entsprechend emotional fiel auch die Entscheidung bei den Damen aus, bei der sich Pasa von Beginn an äußerst konzentriert präsentierte und ihrer Gegnerin kaum Chancen ließ.
Gödl dreht Finale gegen 15-jährigen Herausforderer
Für das dramatischste Match des Tages sorgte das Herrenfinale. Der erst 15-jährige Alexander Lukic hatte auf dem Weg ins Endspiel mehrere Mitfavoriten ausgeschaltet und startete furios. Nach zwei gewonnenen Sätzen schien die Sensation greifbar. Doch Christian Gödl kämpfte sich zurück, fand zunehmend sein Scoring und drehte die Partie noch zum 3:2-Erfolg. Mehrere 180er unterstrichen dabei seine starke Leistung.
„Nach dem 0:2-Rückstand habe ich schon gezweifelt. Aber ich habe versucht, mein Spiel zu finden und dranzubleiben. Als ich den vierten Satz gewonnen habe, habe ich gespürt, dass das Momentum auf meine Seite kippen könnte“, erklärte Gödl nach seinem ersten Staatsmeistertitel. Trotz der Finalniederlage durfte auch Lukic zufrieden sein: „Ich bin unglaublich stolz auf das, was ich hier geschafft habe. Anfangs ist alles genau so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Dann wurde ich nervös und konnte nicht mehr so konsequent spielen. Aber diese Erfahrung nehme ich mit.“
In den Doppelbewerben setzten sich bei den Damen Claudia Rottmann und Stefanie Telsnig durch. Bei den Herren holten Franko Giuliani und Philipp Manhart den Titel.
