Flag-Finali begeistern hunderte Football-Fans
Am Final-Tag der Flag League Austria verwandelte sich die Union Trendsportanlage in einen Hexenkessel. Da staunten auch die Padel-Spieler nebenan nicht schlecht. Rund 1.000 Football-Fans erlebten hochklassige Flag-Action und spektakuläre Medaillenentscheidungen bei Damen und Herren.
„Das war beste Werbung für unseren Sport, ich denke, wir haben die Bühne Sport Austria Finals richtig gut genützt“, freute sich AFBÖ-Präsident Michael Eschlböck. Auch über die Live-Übertragung des Herren-Endspiels im ORF: „Sichtbarkeit trägt maßgeblich zur Entwicklung einer jungen Sportart bei.“ Und die Spieler der Vienna Vipers und der St. Valentin Veterans wussten die „Air Time“ gut zu nützen, lieferten sich über weite Strecken ein packendes, intensives Duell.
In dem die Titelverteidiger sich früh absetzen konnten und nach zwei Mal 20 Minuten mit 49:22 über den bereits fünften Titel in Serie jubelten. „Das zeigt die Konstanz, die wir als Team nun schon über Jahre hinweg auf den – in diesem Fall – Kunstrasen bringen. Wir waren in dieser Saison wieder die Gejagten, aber der Titel-Hunger und der Zusammenhalt im Team sind einfach einzigartig. Wir haben wieder geliefert“, freute sich Wide Receiver Valentin Ehrenfried. Und Teamkollege Sebastian Wolf ergänzte: „Heute wird gefeiert! Wir freuen uns darauf, dass wir uns die Medaillen am Rathausplatz abholen dürfen – das macht diesen Titel noch spezieller.“ Im Spiel um Platz drei setzten sich die ASKÖ Honeybees aus Wien gegen DeLaSalle Saints mit 41:12 durch.
Bei den Damen standen die DeLaSalle Saints bereits vor dem Finale als Staatsmeisterinnen fest, ging es doch im Endspiel gegen die Domzale Tigers aus Slowenien, die ihren Titel aus dem Vorjahr – errungen bei der Finals-Premiere von Flag-Football in Innsbruck – unbedingt verteidigen wollten. Dementsprechend legten die slowenischen Nachbarinnen, die so auch als Nationalteam auflaufen, los und zogen früh davon. Nach der Pause kamen die Saints um die Nationalspielerinnen Sophie Spitzer (Defense) und Karoline Kugler (Offense) besser ins Spiel, konnten den Rückstand aber nicht mehr verkürzen. Die 19:47-Niederlage tat nur im ersten Moment weh, schnell überwog bei den Wienerinnen die Freude über den nationalen Titel.
„Letztes Jahr haben wir das Finale nur als Zuschauerinnen erlebt, das wollten wir heuer nicht noch einmal erleben. Dritter Titel in vier Jahren – das ist nicht die schlechteste Bilanz“, jubelte Kugler. Und Spitzer, die wie ihre Teamkolleginnen mit vergoldeter Frisur auflief („Unser Motto für diese Saison war: Paint it Gold!“), schickte sogleich eine Kampfansage an die Tigers: „Heute wird gefeiert, morgen erholen wir uns und dann starten wir wieder neu durch.“
Zunächst mit dem Nationalteam, für das es im Sommer um die erste Chance auf ein Olympia-Ticket geht. Bereits am nächsten Samstag wartet der erste Härtetest: beim Invitational-Turnier im AFBÖ-Zentrum in Wien-Simmering warten Mexiko und Deutschland als Gegnerinnen. Die Herren bekommen es zusätzlich auch noch mit Großbritannien zu tun.











