„Haltet den Dieb!“, hieß es vergangene Woche in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße. In der belebten Prachtstraße war einem Passanten direkt vor der Spitalskirche ein Stück Stoff vom Gürtel gezupft worden.
Allzu weit ist der Langfinger aber schlussendlich nicht gekommen, rannte er doch schnurstracks in die sich vor ihm aufbauende Formation der Raiders. Die Flag-Football-Aushängeschilder aus der Tiroler Landeshauptstadt lösten die (für einen Videodreh inszenierte) Szenerie – ebenso rasch, wie launig und spektakulär – wieder auf. Fourth Down für den vermeintlichen Dieb!
Flag-Football-Match in der Innenstadt zog Blicke auf sich – und auf die Finals
„Es hat Spaß gemacht“, sagte Ileana Filz, die mit ihrem Team im Rahmen eines PR-Stunts für die bevorstehenden Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (18. bis 22. Juni) warb.
Zur Überraschung der zahlreichen Passant:innen gab’s unweit des Goldenen Dachls dann kurzerhand noch ein Showmatch. Runs, Interceptions und Touchdowns auf der Maria-Theresien-Straße? Da staunten Einheimische und Tourist:innen nicht schlecht!
„Das Besondere am Flag Football ist, dass es aus dem Nichts gekommen ist, rasant wächst und so viele Menschen erst jetzt davon erfahren.“ Treffender hätte es Filz nicht formulieren können. Es ist jedenfalls nicht auszuschließen, dass einige Schaulustige aus der Maria-Theresien-Straße am 22. Juni den Weg ins American Football Zentrum finden. Dann fallen im Rahmen der Sport Austria Finals die Meisterschaftsentscheidung in der Flag Liga Ladies (FLL).
Was die Fans erwartet? „Der Sport ist spektakulär und schnell“, unterstreicht die 18-Jährige. „Und außerdem höchst inklusiv. Alle haben die Chance, mitzumachen und ihre Talente für den Teamerfolg einzusetzen. Egal ob groß, klein, schmal oder breit, es gibt für jede und jeden die passende Position.“
Österreichs beste Flag Footballerinnen sind 2025 erstmals Teil der größten heimischen Multi-Sportveranstaltung. Sehr zur Freude von Filz. „Es wird eine tolle Erfahrung, andere Sportler:innen kennenzulernen. Jede und jeder hat eine eigene Mentality, davon können wir lernen.“
Die Finals-Bühne sei aber auch für die Disziplin wichtig. „Wir wollen den Sport attraktiveren und uns als weibliche Athletinnen in einer männerdominierten Sportart durchsetzen“, macht die Receiverin deutlich. In einer erklärten Sportstadt sollte das umso leichter fallen. „Innsbruck ist der perfekte Austragungsort für die Sport Austria Finals. In unserer Stadt ist es möglich, jeden Sport auszuüben – und zwar auf jedem Level.“
Die „Finals dahoam“ haben die Raiders zuletzt noch stärker ins Auge gefasst. Beim Heim-Spieltag Anfang Mai brachten sich die Tirolerinnen mit zwei Siegen aus drei Spielen in Stellung für das Playoff-Rennen. „Wir müssen unsere Ziele realistisch, aber hoch, stecken. Wenn wir so weitermachen, können wir als Team viel erreichen.“ Auch die Sport Austria Finals…
Wenn Disc-Golf-Lokalmatador Florian Lingenhel mit seinen Flugscheiben auf der ehrwürdigen Bergisel-Schanze aufkreuzt, dann kann das nur eines bedeuten: Die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien sind wieder in der Stadt!
2025 kehrt Österreichs größte Multi-Sportveranstaltung von 18. bis 22. Juni bekanntlich wieder in die Tiroler Landeshaupstadt zurück. Anlässlich der bereits fünften Finals-Ausgabe gab’s vergangene Woche einen streng geheimen PR-Stunt mit dem amtierenden Disc-Golf-Staatsmeister im Einzel an der legendären Olympia-Stätte.
Für den streng geheimen Videodreh mit Sport Austria öffneten sich für Florian Lingehel die Tore zum legendären Bergisel.
Lingenhel nimmt die Finals – selbstverständlich – auch in diesem Jahr wieder in Angriff. „Ich merke immer, wie besonders es ist, dass viele Sportarten zur gleichen Zeit in und rund um Innsbruck stattfinden. Die Sport Austria Finals versprühen eine ganz eigene Energie“, betont der Kranebittener.
Seinen Einzel-Titel kann Lingenhel nächsten Monat in Seefeld, wo sich die Flugscheiben-Asse wieder durch 18 anspruchsvolle Bahnen „werfen“, aber nicht verteidigen. Das liegt aber nur daran, dass im Rahmen der Finals diesmal die Doubles-Meisterschaften ausgetragen werden.
Doppel-Bewerb spannender – und lustiger
„Im Doppel gilt es, den Kurs in verschiedenen Spielmodi zusammen zu bewältigen. Man muss das Skillset aufeinander abstimmen, das kann sehr komplex sein. Es ist ein völlig anderes Spiel“, erklärt der derzeit mit einem Rating von 985 bewertete Disc Golfer. Nachsatz: „Es wird viel spannender und es ist jedenfalls auch eine gute Portion Spaß mit dabei.“
Bei der Tirol-Premiere der Finals im Vorjahr konnten aufgrund des Starkregens nur zwei der drei geplanten Runden stattfinden. Lingenhel hofft 2025 auf besseres Wetter – im Sinne der Fans und im Sinne der Sportler:innen.
„Der Kurs ist spektakulär, liegt noch einmal ein gutes Stück höher als Innsbruck und bietet mit der Sprungschanze inmitten der Sports Arena ein unvergleichliches Ambiente.“ Aber die 18 Bahnen hätten auch ihre Tücken. „Der Tiroler Wald besteht zu großen Teilen aus Nadelbäumen. Die Spieler:innen dürfen sich auf viel Dickicht einstellen. Es ist wichtig, auf Linie zu bleiben und die Würfe so zu treffen, wie man sie geplant hat“, erklärt der Athlet des Tiroler Vereins „ScheibenWG“ vor allem das Spiel vom Tee zum Erfolgsrezept.
Was macht ein Disc-Golf-Korb am Fuße der Bergisel-Schanze?
Für das Senior-Coed-Nationalteam bleibt zum WM-Abschluss nur der bei Großereignissen so „undankbare“ vierte Platz. Nach einer soliden aber nicht perfekten Routine im Semifinale ist das gemischte Team aus männlichen und weiblichen Athlet:innen auch im Finale am Freitag (Ortszeit) nicht ganz an seine Bestleistung herangekommen.
„Leider ist es uns heute nicht gelungen, unsere Routine fehlerfrei auf die Matte zu bringen – damit haben wir die Medaille ganz knapp verpasst“, analysiert Coach Saskia Luksch.
In der Vorausscheidung am Donnerstag hatte Team Austria mit seiner Professionalität für Aufsehen gesorgt, als es sich von gröberen technischen Problemen an der Soundanlage nicht aus dem Konzept bringen ließ. Mit der „Blechernen“ ist die Belohnung im Finale aber dann ausgeblieben. Auch für das hochgesteckte Ziel des Aufstiegs ins höchste internationale Level – dafür wäre der WM-Titel notwendig gewesen – hat es am Ende nicht gereicht. WM-Gold holte Puerto Rico vor Belgien und Spanien.
„Werden stärker zurückkommen“
Coach Luksch stellt einen weiteren Anlauf in Aussicht: „Unsere Trainingsleistungen zeigen, was in uns steckt – und genau das wollen wir bei der nächsten Weltmeisterschaft auf die Matte bringen. Wir sind bereit, weiter an uns zu arbeiten und als Team noch stärker zurückzukommen!“
Geht es rein nach der Platzierung, ist die Coed-Nationalteam dennoch die zweiterfolgreichste Formation der Cheersport-Sparte. Neben dem WM-Bronzenen Youth-All-Girl-Team belegte das Junior-All-Girl-Team (15 bis 18 Jahre) Rang sechs. In der „Königsklasse“ (Senior All Girl Premier) bewies Team Austria nach einer schweren Verletzung einer Athletin Moral und holte Platz 13.
Mit Ausnahme des Coed-Teams ist Österreich in allen übrigen Kategorien ausschließlich in den allerhöchsten internationalen Levels vertreten. Auch deshalb fällt die WM-Bilanz der für die Cheersport-Nationalteams verantwortlichen Vizepräsidentin insgesamt positiv aus. „Wir haben gesehen, dass wir im Nachwuchs sehr starke Platzierungen holen und mit den stärksten Ländern der Welt mithalten können. Das ist ein gutes Zeichen, dass unser Weg der richtige ist“, ist Petra Gruber überzeugt. Nach den beiden B-WM-Titeln 2023 (Youth, Junior) – und den damit verbundenen Aufstiegen – entschied sich der Österreichische Cheersport Verband (Cheersport Austria) 2024 dafür, in den Aufbau zu gehen und die WM (mit allen rein-weiblichen Teams) auszulassen. Die kontinuierliche Entwicklungsarbeit mit den besten Talenten des Landes habe man nun ein weiteres Mal in eine WM-Medaille ummünzen können.
Gleichzeitig sieht Gruber aber noch immer ungenutzte Potenziale: „Allen voran in den höheren Altersklassen haben wir noch Arbeit vor uns. Dazu braucht es aber auch im Bereich der Trainingsinfrastruktur, wo wir nach wie vor uns nach wie vor für bessere Bedingungen für unsere Athlet:innen einsetzen, den nächsten Schritt. Für einen gezielten Aufbau von Kraft, aber auch für die idealen Regenerationszeiten, fehlen uns nach wie vor eigene Infrastrukturen und Möglichkeiten“, so die Vizepräsidentin. Auch die Arbeit im mentalen Bereich könne man noch professioneller aufstellen.
Die letzte ro-weiß-rote Pyramide dieser WM baute das Coed-Team.
Performance-Cheer-Nationalteams holen zwei weitere Top-10-Plätze
Nicht nur in der Cheersport-Sparte sondern auch mit seinen Performance-Cheersport-Teams gehört Österreich zur absoluten Weltspitze. Das haben am abschließenden WM-Wettkampftag auch die beiden Senioren-Teams bewiesen.
Nach dem sechsten Platz im Junior Pom und dem achten Platz im Junior Hip Hop, die beide bereits am Donnerstag fixiert worden waren, legten die Nationalteams der Kategorien Senior Jazz (9.) und Senior Pom (9.) zum WM-Abschluss noch zwei Top-10-Platzierungen nach.
„Am Finaltag haben unsere Seniors ihre Leistung noch einmal steigern können und damit eindrucksvoll unterstrichen, dass sie zu den Top-10-Teams der Welt gehören. Wir sind unheimlich stolz auf das gesamte Team“, freute sich Katharina Horky, die Trainerin beider Units.
Ein starkes WM-Ergebnis für die Performance-Cheer-Sparte komplettierte das Pom-Double mit Lena Satorina und Anastasiia Rubtsova, das schon am ersten Wettkampftag (Mittwoch) Platz 15 unter 33 Duos belegt hatte. “Ich bin mit den Leistungen aller Performance-Cheer-Teams sehr zufrieden. Wir haben es in allen Team-Kategorien ins Finale geschafft und das war auch unser Ziel. Mit den immer stärker werdenden Teams Jahr für Jahr mitzuhalten, ist nicht einfach. Mit viel Training, Fleiß und Einsatz haben es die Tänzerinnen zusammen mit ihren Coaches geschafft und gezeigt, dass sie zu den Top-10 der Welt gehören“, unterstreicht Theresia Maurer-Lelard, sportliche Leiterin der Performance-Cheer-Sparte.
Das Senior-Pom-Team holte den vierten Top-10-Platz für die Performance-Cheer-Sparte.
“Österreich gehört zu den besten Nationen der Welt” – Nach der WM ist vor der EM
Für die insgesamt neun rot-weiß-roten Nationalteams endet mehr als eine Woche nach der Ankunft in Orlando ein ebenso erfolgreiches wie lehrreiches WM-Abenteuer.
Cheersport-Austria-Präsidentin Julia Harrer, die alle Auftritte live vor Ort mitverfolgte, zeigte sich mit den Leistungen der insgesamt 182 heimischen Athlet:innen auf der „größten Matte der Welt“ zufrieden. “Österreich kann auf seine Cheersportler:innen mehr als stolz sein. Die Athlet:innen haben die harte Arbeit und die unverkennbare Leidenschaft für den Cheersport in ihren Routines zum Ausdruck gebracht und bewiesen, dass Österreich zu den Top-Nationen der Welt gehört.”
Neben den Sportler:innen bedankte sich Harrer auch bei allen Coaches, Staffmitgliedern und der sportlichen Führung. “Das gesamte Team von Cheersport Austria unter unseren Nationalteam-Leitungen Jannine Körber und Theresia Maurer-Lelard hat außerordentlich gute Arbeit geleistet. Wir kommen mit einer Medaille und vielen Top-Platzierungen im Gepäck zurück nach Österreich. Jetzt gilt es, die guten Punkte unserer Routines herauszuziehen und die nächsten Schritte zu gehen, um eine nachhaltige Entwicklung für alle Teams sicherzustellen”, so die Präsidentin.
Team Austria wird spätestens 2027 nach Orlando zurückkehren. Bevor die Saison 2025 zu Ende geht, gibt es aber noch eine Premiere. Bei den ICU European Cheerleading Championships, die von 27. bis 29. Juni in Ljubljana (Slowenien) stattfinden, ist Österreich erstmals mit seinen Nationalteams am Start. Medaillen? Höchstwahrscheinlich!
Das Youth-Nationalteam (11 bis 14 Jahre) holt sich am zweiten Wettkampftag der ICU World Cheerleading Championships in Orlando (USA) sensationell den dritten Platz in der Cheersport-Kategorie Youth All Girl Advanced. Der bislang größte Erfolg der rot-weiß-roten Youngsters, die sich nur den USA und England geschlagen geben müssen, kommt damit nur zwei Jahre nach dem Aufstieg ins höchste internationale Youth-Level. Das starke Nachwuchs-Ergebnis rundet die Junior-Formation (15 bis 18 Jahre) mit dem sechsten Platz – ebenfalls auf höchstem Level – ab.
Top-10-Platzierungen schaffen auch beide Nachwuchs-Teams der Performance-Cheersport-Sparte, den Seniors gelingt in Pom und Jazz der Final-Einzug. Indes wahrt das Coed-Nationalteam, in dem Männer und Frauen gemeinsam antreten, die Chance auf den WM-Titel – trotz Musikpanne. Dramatische Szenen spielen sich hingegen in der Cheersport-Königsklasse (Senior All Girl Premier) ab, wo Team Austria verletzungsbedingt seine Routine abbrechen muss, aber „weltmeisterliche“ Moral beweist.
Freud‘ beim Youth-Team: WM-Bronze im ersten Anlauf
Am Donnerstag-Abend (Ortszeit) kam der lauteste rot-weiß-rote Jubel im Wide World of Sports Complex in Orlando aus dem Lager des Youth-Nationalteams. Die Österreicherinnen holten sich in der Kategorie Youth All Girl Advanced – dem höchsten Level in der Altersklasse der 11- bis 14-Jährigen – sensationell WM-Bronze hinter den USA (1.) und England (2.). Nachdem die Youngsters am Mittwoch mit einer soliden Performance den Final-Durchgang erreichten, zeigten sie auch beim entscheidenden Auftritt auf der „größten Matte der Welt“ keine Nerven.
„Wir sind das drittbeste Team der Welt! Das ist einfach unglaublich, wir sind unfassbar stolz, so eine emotionale Valentina Mahr. „Heute ist ein Tag, der uns für immer in Erinnerung bleiben wird und für den wir unseren Trainerinnen unfassbar dankbar sind.“ Teamkollegin Sara Strohmayer ergänzt: „Wir hatten im gestrigen Semifinale zwei Verletzungen. Keiner dachte, dass wir im Finale so einen Auftritt auf die Matte bringen können, aber wir sind zurückgekommen und haben es gerockt. Wir kommen voller Stolz und mit der WM-Medaille nach Hause.“
Bronze für diesen Auftritt des Youth-Nationalteams.
Für den Österreichischen Cheersport Verband (Cheersport Austria) ist es nach mehreren WM-Titeln auf den zweithöchsten Levels aller Altersklassen die erste WM-Medaille auf höchstem internationalem Niveau überhaupt. Der Verband freut sich neben Youth-Edelmetall zudem über einen starken sechsten Platz im höchsten Juniorinnen-Level (Junior All Girl Elite). „Unsere Strategie, nach den Youth- und Junior-B-WM-Titeln vor zwei Jahren in den Aufbau zu gehen und erst 2025 auf die WM-Bühne zurückzukehren, war der richtige Schritt. Wir sind auf einem guten Weg. Die Juniors waren in den Semifinals sogar auf Rang vier, das Youth-Team hat Bronze geholt“, sagt Vizepräsidentin Petra Gruber.
Für die Funktionärin, die für die Entwicklung der Nationalteams verantwortlich ist, ist das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht. „Beide Routines waren nicht fehlerfrei, es ist also sogar noch Luft nach oben. Wir werden mit all dem Stolz von diesem Jahr eine weitere Entwicklung vorantreiben und nach weiteren Erfolgen streben“, so Gruber.
Leid in „Königsklasse“: Verletzungsdrama kostet Final-Ticket
Wenige Stunden vor der großen „Jubelparty“ war es in der Arena allerdings kurzzeitig mucksmäuschenstill gewesen. Der Auftritt von Team Austria in der Cheersport-Königsklasse Senior All Girl Premier musste nach einer schweren Knieverletzung von Marina Holzmann abgebrochen werden. Beim anschließenden „Re-Start“ bewiesen die Österreicherinnen zwar “weltmeisterliche” Moral, das Finale der besten zehn Teams der Welt war aber mit einer Athletin auf der wichtigen „Base“-Position außer Reichweite. „Eine Verletzung direkt auf der Worlds-Matte hinnehmen zu müssen, ist besonders hart. Für mich, aber allen voran auch für das Team. Die Mädels haben dennoch bis zum Schluss gekämpft. Auch wenn es für die Finals nicht gereicht hat, haben wir unser Herz auf dieser Matte gelassen“, sagt Holzmann.
Coach Jannine Körber nach dem 13. Rang: „Es ist unglaublich, wie sehr das Team zusammengehalten hat und nach dem verletzungsbedingten Abbruch erneut auf die Matte gegangen ist. Das Team hat alles gegeben, um den kurzfristigen Ausfall zu kompensieren, leider hat es nicht für die Finals gereicht. Das Team hat unseren größten Respekt.“
Coed-Team wahrt Aufstiegschance trotz Musik-Panne
Insgesamt waren am zweiten Wettkampftag acht der neun entwendeten Nationalteams im WM-Einsatz. Das Senior-Coed-Team, in dem männliche und weibliche Athlet:innen gemeinsam antreten, strebt als letztes rot-weiß-rotes Cheersport-Nationalteam den Aufstieg auf das höchste Level an. Dazu ist allerdings in der Kategorie Senior Coed Elite der Weltmeister-Titel notwendig.
Die Leistung im Semifinale am Donnerstag samt souveränem Final-Einzug stimmte positiv. Herausforderungen, wie ein technisches Gebrechen bei der Musik-Anlage, wurden weggesteckt. „Unsere Semi-Finals waren voller Überraschungen – leider auch voller technischer Herausforderungen, die uns auf der Matte musikalisch einiges abverlangt haben. Doch wir haben das als Team stark gemeistert und gehen nun mit einer großartigen Platzierung und viel Selbstvertrauen in die Finals“, so Nico Galanos. „Als Nationalteamathlet auf der Weltmeisterschaft zu stehen, erfüllt mich mit unglaublichem Stolz. Es ist eine große Chance, ein Zeichen für Coed in Österreich zu setzen“, so der Athlet.
Machte auf sich aufmerksam: das Coed-Nationalteam.
Performance-Cheer-Nationalteams geschlossen stark im Spitzenfeld
Zum Kreis der besten Teams der Welt gehören die Performance-Cheer-Nationalteams. In der Sparte, in der Tanzsport-Elemente im Vordergrund stehen, waren am Donnerstag ebenfalls vier Nationalteams im Einsatz. Im Nachwuchs-Bereich gab’s in den Kategorien Junior Pom (6.) und Junior Hip Hop (8.) die angestrebten Top-Ten-Platzierungen. Die Titel gingen an Japan beziehungsweise die USA.
„Wir sind sehr stolz auf unsere Leistung, konnten uns in den Finals enorm verbessern und unsere Punkte steigern. Nach den beiden Auftritten bei der Weltmeisterschaft freuen wir uns umso mehr auf die kommende Europameisterschaft mit diesem Team“, sagt Hip-Hop-Tänzerin Hannah Pemp.
Bei den Erwachsenen gab’s ebenfalls Grund zur Freude. Das Jazz- und das Pom-Team buchten mit Top-10-Platzierungen in den Semifinals ihre Tickets für die Finalrunden am Freitag.
Sophie Gneist: „Es war wahnsinnig aufregend und wirklich ein einzigartiges Gefühl heute auf der Fläche zu stehen und das zu zeigen für das wir Monate lang trainiert haben. Wir sind unheimlich stolz auf den Finaleinzug und werden morgen mit noch mehr Energie überzeugen!“ Teamkollegin Florentina Marchart erinnert sich vor allem an den entscheidenden Moment der Ergebnis-Verkündung. „Als wir erfahren haben, dass wir im Finale sind, war das Gefühl unbeschreiblich. Ich freue mich sehr, am Freitag noch einmal alles geben zu können.“
Coach Theresia Maurer-Lelard zieht zufrieden Zwischenbilanz: „Ich bin unheimlich stolz auf alle Tänzerinnen. Sie haben heute zwei technisch schwierige Programme gezeigt und es damit geschafft, ins Finale einzuziehen. Die Konkurrenz wird jedes Jahr stärker. Umso glücklicher sind wir, dass sich die harte Arbeit gelohnt hat und wir uns am Finaltag noch einmal mit den besten der Welt messen dürfen.“
Für die Performance-Cheer-Teams heißt es früh aufstehen. Die Auftritte sind für 09:22 Uhr Ortszeit (15:22 Uhr MESZ) bzw. 11:15 Uhr Ortszeit (17:15 Uhr MESZ) angesetzt. Für das Coed-Team der Cheersportler:innen wir es um 13:30 Uhr Ortszeit (19:30 Uhr MESZ) ernst.
Performance-Cheersport-Teams im Hoch: Top-10-Plätze am Fließband.
Nach monatelanger Vorbereitung in Österreich und rund einwöchigem Feinschliff vor Ort in den USA war es am Mittwoch-Nachmittag (Ortszeit) endlich soweit.
Die ersten fünf von insgesamt neun Nationalteams des Österreichischen Cheersport Verbandes (Cheersport Austria) starteten mit ihren Semifinal-Auftritten in die ICU World Cheerleading Championships 2025.
Cheersport-Nachwuchs bei Premiere auf höchstem Level mit Medaillen-Chancen
Erstmals überhaupt auf dem höchsten Level ihrer jeweiligen Altersklassen im Einsatz waren die beiden besten Cheersport-Nachwuchs-Nationalteams Österreichs, die durch ihre vielbeachteten WM-Goldmedaillen 2023 den Aufstieg fixierten. Die rot-weiß-roten Youngsters zeigten bei der “Premiere” keine Nerven und unterstrichen eindrucksvoll, dass sie zu den besten Cheersport-Formationen der Welt gehören.
In der Kategorie Youth All Girl Advanced (12 bis 14 Jahre) und Junior All Girl Elite (15 bis 18 Jahre) stand nach im Grunde spektakulären Performances am Ende jeweils der souveräne Final-Einzug für Team Austria zu Buche. Wenn in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (Juniors ab 21:00 Uhr/MESZ; Youth ab 01:44 Uhr/MESZ) die Medaillen vergeben werden, sind die Österreicherinnen jedenfalls in Lauerstellung.
„Wir sind überwältigt, Österreich zum ersten Mal im Elite-Level auf diesem Niveau repräsentiert zu haben. Wir sind mehr als bereit fürs Finale!“, sagt Junior-Athletin Chiara Walouch.
Youth-Coach Larissa Lemak zeigt sich ebenfalls zufrieden: „Wir konnten eine sehr starke Leistung auf die Matte bringen. Allein mit den stärksten Ländern der Welt mithalten zu können, erfüllt uns mit Stolz. Wir hoffen, dass wir der Welt in den Finals zeigen können, welch starke Cheersportlerinnen Österreich hat.“
Hoch fliegen, laut cheeren. So oder so ähnlich lautet wohl das Motto des Youth-Teams.
Performance-Cheersport: Juniorinnen im Finale, Seniors-Double auf Rang 15
Ihre Chancen auf Edelmetall wahren am Mittwoch-Abend (Ortszeit) auch die Nachwuchs-Nationalteams der Performance-Cheersport-Sparte. Die Formationen Junior Pom und Junior Hip Hop bleiben in ihren Semifinals cool und schaffen souverän den Sprung ins Finale der besten zehn Nationen.
Athletin Ella Lins (Junior Pom) berichtet: „Trotz aller Aufregung war der Moment auf der Fläche einzigartig, besonders und überwältigend. Mit einem Platz im Finale belohnt zu werden, macht uns sehr stolz. Wir freuen uns schon sehr auf morgen.“
Coach Viktoria Schellenbauer unterstreicht: „Die Athletinnen haben eine unglaubliche Leistung auf die Fläche gebracht. Mit Engerie und Technik konnten wir uns einen Spot im Finale sichern und starten nun sofort in die Vorbereitungen für morgen.“ Die Taktik für den Final-Durchgang (00:30 Uhr/MESZ)? „Wir müssen einen kühlen Kopf bewahren. Die Karten werden im Finale neu gemischt und Österreich ist bereit mitzumischen!“
Für die Junior-Hip-Hop-Formation um Anesa Zimic geht es schon ab 23:04 Uhr (MESZ) um eine mögliche Medaille. Die Semifinal-Performance habe die Erwartungen übertroffen. „Es war eine so tolle Erfahrung und wir sind durch dieses Erlebnis noch stärker als Team zusammengewachsen“, so Zimic.
Für das Senior Pom DoubleLena Satorina und Anastasiia Rubtsova endete die WM-Reise am Mittwoch. Das Duo verpasst in einer starken Konkurrenz unter den 33 besten Teams der Welt den Final-Einzug mit Rang 15 knapp. Dennoch herrscht bei den Athletinnen Zufriedenheit. „Nach den ersten nervösen Sekunden auf der Matte habe ich den Moment der Performance komplett genossen. Ich bin so stolz, Österreich vertreten zu haben“, sagt Satorina.
Souverän im WM-Finale: Das Junior-Pom-Team von Cheersport Austria.
Medaillen-Chancen für Nachwuchs und Erstauftritte der Seniors an Tag zwei
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag geht es somit noch für vier Nationalteams von Cheersport Austria um Medaillen. Außerdem greifen die vier verbleibenden Formationen ins WM-Geschehen ein, darunter das Senior-All-Girl-Team der Cheersportlerinnen, die in der „Königsklasse“ (Senior All Girl Premier) gegen die Top-Teams aus den USA und Skandinavien einen Platz im Finale fixieren wollen, sowie die Performance-Cheersport-Teams Senior Jazz und Senior Pom.
Besonderes Augenmerk liegt auch in diesem Jahr auf dem Semifinal-Auftritt der Senior-Coed-Unit. Das gemischte Team aus männlichen und weiblichen Athlet:innen versucht sich als letztes verbleibendes Cheersport-Nationalteam am Aufstieg ins höchste Level. Dafür ist der WM-Titel in der Kategorie Senior Coed Elite notwendig.
Drei Schwestern? Auf allerhöchstem Niveau? In derselben Sportart? Nein, es handelt sich ausnahmsweise nicht um die Synchronschwimmerinnen Anna Maria, Eirini-Marina und Vasiliki Alexandri. Denn auch die Softballerinnen Lisa, Stefanie und Paula Rachbauer sind ein absolutes Erfolgstrio. Nicht nur für die Witches, Oberösterreichs Vorzeigeklub in der Bundesliga, und das Slowpitch-Nationalteam landen die jungen Linzerinnen jede Menge Hits – DJane Paula lässt es auch an den Turntables „krachen“. Bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien sind die Rachbauers Fixstarterinnen.
Über ihre damalige Jungscharr-Leiterin, die selbst passionierte Softballerin war, fanden die Zwillingsschwestern Lisa und Stefanie im Alter von nur 14 Jahren den Weg zum damals noch fremden US-Sport-Klassiker. „Bis dahin hatten wir noch nie etwas von Softball gehört“, erinnert sich Lisa im Sport-Austria-Interview an das erste Training bei den Linz Witches.
Erste Liebe: Softball
In den 13 Jahren seither hat die Liebe zum gelben Ball die Rachbauers nicht mehr losgelassen – im Gegenteil, sie hat sich im wahrsten Sinne des Wortes sogar vermehrt. Die rund acht Jahre jüngere Paula (18) fieberte schon ab dem frühen Kindesalter am „Zaun“ mit und teilte rasch die Softball-Leidenschaft ihrer großen Schwestern. „Paula war immer unser größter Fan, hat uns mit selbstgebastelten Plakaten unterstützt“, berichtet Lisa von der Zeit, in der die Rachbauers bei den Witches noch zu zweit am Feld standen. Mittlerweile ist längst auch Paula Teil des Teams.
Die Schwestern sind vielseitig, können die unterschiedlichsten Positionen eingesetzt werden, und stehen auch in Spielen häufig zur gleichen Zeit auf dem Spielfeld. Das freut dann vor allem Mama Rachbauer, die bei an Spieltagen von der Tribüne aus anfeuert und die Spielerinnen schon mal mit Selbstgekochtem versorgt. „Die Zeit auf dem Softball-Feld ist immer auch Familien-Zeit, das hält uns umso mehr beim Sport“, erklärt Lisa. So richtig ans Aufhören habe sie aber ohnehin nie gedacht. „Vielleicht einmal kurz im Maturajahr, das war schon zäh“, lacht die 27-Jährige.
Die Faszination Softball sei schnell erklärt: „Es ist ein Teamsport, der sehr fordernd ist und Vielseitigkeit verlangt. Man muss reaktionsschnell sein, Sprinten, Schlagen, Werfen und Fangen können – und man kann sich ständig verbessern.“ Auf dem Feld sind die Schwestern in erster Linie ehrgeizig und ambitioniert. Vor einem harten Slide oder einem toughen Tag-Play schreckt das Trio nicht zurück. „Wir hauen uns immer voll rein!“ Aber: „Der Spaß darf nie zu kurz kommen. Wir spielen immer mit einem Lächeln auf den Lippen“, betont Lisa.
Wie immer bei den Finals jubelten auch 2024 wieder die Witches & Bandits mit des Rachbauer-Sisters Stefanie (sitzend, 4.v.r.), Paula (sitzend, 3.v.r.) und Lisa (sitzend, 2.v.r.).
Zweite Liebe: Slowpitch
In den vergangenen Jahren hat es die Schwestern vermehrt auch zum Slowpitch „verschlagen“. Die breitensporttaugliche Softball-Variante mit leicht verändertem Regelwerk, bei der Damen und Herren zumeist in gemischten Teams antreten, steht seit der Erstausgabe der Sport Austria Finals 2021 in Graz im Programm von Österreichs größter Multi-Sportveranstaltung – und bei den Rachbauers hoch im Kurs. Alle drei Spielen auch für das ABF-Nationalteam. „Wir genießen vor allem die Atmosphäre. Es geht etwas lockerer zu als beim ‚Fastpitch‘, aber es herrscht trotzdem immer eine starke Competition.“ Mit den ebenfalls in Linz beheimateten Herren von den Linz Bandits formen die Witches bei Slowpitch-Turnieren die „Witches & Bandits“.
Wie der Name vermuten lässt, sind die „Hexen und Banditen“ bei der Konkurrenz „gefürchtet“ – nur aufgrund ihrer Erfolge versteht sich. Die Oberösterreicher:innen haben in der Geschichte der Finals immer den Österreichischen Meistertitel im Mixed-Slowpitch-Softball erobert und überhaupt erst ein Spiel verloren. Das Erfolgsrezept? „Gute Frage! Wir sind locker drauf, haben Spaß, aber nehmen das Spiel gleichzeitig sehr ernst. Wir performen, wenn es darauf ankommt. Ich bin positiv gestimmt, dass unser Streak ein weiteres Jahr anhält.“ Die Vorfreude auf die Finals – der Bewerb wird in Schwaz ausgetragen – sei jedenfalls groß. Die Hoffnung auf gutes Wetter auch, 2024 drückte der Dauerregen ein wenig auf den „Slowpitch-Flair“. Apropos Flair…
„Wir spielen immer mit einem Lächeln auf den Lippen!“ – Stimmt.
Lateinamerika-Vibes im Dugout und im Tanzcafe
Wo die Rachbauers aufkreuzen, darf ein bisschen lateinamerikanisches Flair nie fehlen. Das haben die drei ambitionierten Softballerinnen von ihrer aus Chile stammenden Mama sprichwörtlich mit der Muttermilch mitbekommen. Kommandos auf dem Spielfeld – vor allem Anfeuerungsrufe – zwischen Lisa, Stefanie und Paula hört man deshalb auch hin und wieder einmal auf spanisch.
Lateinamerika-Vibes auf die Ohren gibt’s in regelmäßigen Abständen im Cultur Cafe Smaragd. Im von Papa Rachbauer geführten Altstadt-Lokal zählt die „Fiesta Latina“ zum Fixprogramm. Dort startete auch die noch junge DJane-Karriere von Paula Rachbauer. „Stefanie und ich haben oft als Kellnerinnen ausgeholfen, unsere Schwester hat es an die Turntables gezogen“, berichtet Lisa von den überraschenden Talenten der „Jüngsten“.
Überraschen müssen am nächsten Wochenende (26. April) auch die Witches. Gleich zum Auftakt der neuen Softball-Bundesliga-Saison kommt es auswärts zu zwei Duellen mit den amtierenden Meisterinnen aus Wiener Neustadt. Die Crazy Chicklets haben sich nach ihrem Premieren-Titel mit Top-Spielerinnen aus dem Ausland verstärkt. Die Vorjahres-Fünften setzen auf Spielerinnen aus den eigenen Reihen und haben neue „Rookies“ an Land gezogen, die in der Off-Season den Weg zum Verein gefunden haben. „Wir freuen uns, die neuen Teamkolleginnen zu integrieren. Wir wollen insgesamt besser werden, weniger Fehler in der Defense machen und die Plays machen, wenn es zählt“, zeigt sich Lisa vor den ersten Games der Saison zuversichtlich. Großes Ziel ist die Rückkehr in die Playoffs. Die Linzerinnen um Pitching-Routinier Martina Lackner-Keil verpassten 2024 den Einzug ins Halbfinale nur hauchdünn.
Dass die Liga für die Witches eine Woche später startet als für die übrigen Teams, ist sicher kein Nachteil. Nach ihrem erfolgreichen Antreten beim Linz-Halbmarathon nehmen Lisa und Stefanie die zusätzliche Regenerationszeit gerne mit. Metaphorisch gesprochen war das Lauf-Event aber sicher nicht die schlechteste Vorbereitung, denn die Saison 2025 wird eher wieder ein Marathon als ein Sprint…
Rund eine Woche bevor die rot-weiß-roten Cheersport-Nationalteams bei den ICU World Cheerleading Championships 2025 (23. bis 25. April) in Orlando (USA) ihre Höhenflüge starten wollen, hoben in den vergangenen Tagen erst einmal die Flugzeuge ab. Für über 200 Sportler:innen, Coaches und Funktionär:innen ging’s mit Austrian Airlines in Richtung Florida.
Wie in den vergangenen Jahren bietet der ESPN Wide World of Sports Complex im Disney World Resort der wichtigsten Cheersport-Veranstaltung der Welt die Bühne. In den beiden Sparten Cheersport und Performance Cheersport kämpfen Teams aus über 70 Nationen um die Medaillen.
Medaillenchancen für Cheersport-Nationalteams
„Wir freuen uns sehr, dass es endlich nach Orlando geht. Die Aufregung steigt von Minute zu Minute“, sagte Nina Ringl vor dem Abflug im Ö3-Interview. Die Nationalteam-Athletin der Danube Dragons greift mit ihren Teamkolleginnen am Donnerstag (19:15 Uhr, MESZ) in der Cheersport-„Königsklasse“ Senior All Girl Premier an. Die Österreicherinnen streben mit ihrer Halbfinal-Routine zumindest den Einzug in den Finaldurchgang der besten 10 Teams (Freitag, ab 23:00 Uhr) an. Beim bislang letzten Auftritt auf der „größten Matte der Welt“ gab’s 2023 sensationell Rang sechs. „Wir freuen uns sehr, wieder mit der Cheersport-Welt zusammenzutreffen und uns mit den besten Nationen messen zu dürfen“, so Ringl, die trotz kleinerer Rückschläge zuversichtlich ist. „Wir hatten mit Verletzungen zu kämpfen, mussten deshalb kurzfristig noch an unserem Auftritt feilen, aber so ist das im Cheersport. Wir werden alles geben!“
Rot-weiß-rotes Hangar-Shooting vor dem Abflug von Team Austria.
Ebenfalls am Donnerstag (15:30 Uhr) wird es für das Senior-Coed-Team ernst. Die gemischte Formation aus männlichen und weiblichen Athlet:innen kämpft in der „Elite“-Kategorie als letztes rot-weiß-rotes-Nationalteam um den Aufstieg ins höchste Level („Level 6“), braucht dazu zunächst den Final-Einzug und dann am Freitag (ab 19:30 Uhr) WM-Gold in seiner Leistungssufe („Level 5“).
Schon am Mittwoch, dem ersten WM-Wettkampftag, starten die besten Nachwuchs-Athletinnen ihr Halbfinale. In den All-Girl-Altersklassen Junior (15 bis 18 Jahre/19:13 Uhr) und Youth (12 bis 14 Jahre/22:35 Uhr) gehören die Cheersport-Austria-Formationen nach ihrem „WM-goldenen“ Aufstieg vor zwei Jahren nun auch bereits in den jeweiligen Top-Kategorien wieder zum Kreis der Medaillen-Anwärter. Die Finals sind für Donnerstag (ab 19:04 Uhr) bzw. Freitag (ab 01:44 Uhr) angesetzt.
Performance-Cheer-Teams nehmen Top-10 ins Visier
Neben den vier Cheersport-Nationalteams sind auch die fünf Performance-Cheersport-Formationen heiß auf ihre WM-Auftritte. Am Mittwoch bestreiten die Units in den Kategorien Senior Pom Double (18:25 Uhr), Junior Hip Hop (19:18 Uhr) und Junior Pom (22:03 Uhr) ihre Semifinals. Am Donnerstag sind dann noch die Nationalteams Senior Jazz (19:31 Uhr) und Senior Pom (20:27 Uhr) an der Reihe.
„Unser Ziel ist ganz klar eine Top-10-Platzierung, wir wollen ins Finale! Wir sind sehr optimistisch und arbeiten seit Wochen hart daran, dass wir das auch schaffen“, sagte zuletzt Sophie Gneist, Athletin der Perfomance-Cheersport-Senior-Teams.
Ab Freitag starten alle neun Nationalteams mit ihren 182 Athlet:innen mit Trainings vor Ort in die finalen WM-Vorbereitungen. Die Cheersport-Austria-Delegation beim Mega-Event in den USA wird angeführt von Präsidentin Julia Harrer, der für sportliche Belange zuständigen Vizepräsidentin Petra Gruber, sowie Theresia Maurer-Lelard (Sportdirektorin Performance Cheersport) und Karin Reitbauer (Vizepräsidentin Finanz). Der Vorstand wünscht allen Athlet:innen eine erfolgreiche und vor allem verletzungsfreie letzte Trainingswoche vor Ort.
Halbfinale bei den World Games 2022, Halbfinale bei der Weltmeisterschaft 2024, Platz vier in der Weltrangliste. Wenige Jahre bevor Flag Football bei den Olympischen Spielen Los Angeles 2028 erstmals im olympischen Programm steht, ist das Damen-Nationalteam des American Football Bundes Österreich (AFBÖ) Teil der absoluten Weltspitze.
Für den Erfolg der Frauen maßgeblich mitverantwortlich ist Head Coach Robert Riedl. Von 2008 bis 2016 betreute die Flag-Football-Legende die AFBÖ-Auswahl. Nach einer notwendigen Pause kehrte der 49-Jährige – auch angetrieben von der Olympia-Chance – im Vorjahr auf seinen alten Posten zurück. „Der Olympia-Traum ist absolut präsent. Unser langfristiges Ziel ist die Qualifikation für Los Angeles“, betont der Wiener, der dem Flag Football schon seit fast 30 Jahren verbunden ist.
Der ehemalige Quarterback der Vienna Constables erlebt den aktuellen Aufschwung „seiner“ Sportart nun also wieder aus nächster Nähe mit. „Flag Football boomt auf der ganzen Welt, die internationale Spitze wird immer dichter, gleichzeitig werden die traditionellen Football-Nationen immer stärker“, beobachtet Riedl. Im Idealfall halten die Österreicherinnen bis 2028 den Anschluss ans Spitzenfeld, denn nur sechs Teams bestreiten in Los Angeles die Olympia-Premiere.
Olympia-Traum: Weltmeisterschaft als „best shot“
Die ersten drei Startplätze werden bei der Flag-Football-Weltmeisterschaft 2026 vergeben – der zweite „Pfad“ führt über ein äußerst exklusives Qualifikationsturnier im Vorfeld der Spiele. Die Rechnung ist ebenso einfach wie hart: nur die drei WM-Medaillen-Gewinner qualifizieren sich für die Olympischen Spiele. Dennoch ist der Head Coach überzeugt: „Das ist die erste und gleichzeitig wahrscheinlich auch unsere beste Chance. Wir sind eingespielt, spielen seit Jahren auf höchstem Level.“
Nicht außer Acht zu lassen ist, dass schon der Weg zur Weltmeisterschaft mit dem ein oder anderen Stolperstein gepflastert sein könnte, denn nur die besten sechs Teams der Europameisterschaft (25. bis 27. September 2025 in Paris) dürfen überhaupt an der WM teilnehmen. Österreich zählt bei der EM zwar zum Favoritenkreis, Riedl und sein Coaching Staff überlassen aber natürlich in der Vorbereitung nichts dem Zufall.
Insgesamt sechs Camps – und die neuerliche Teilnahme an den World Games (7. bis 17. August in Chengdu) – stehen bis zur EM auf dem Programm. Den Nationalteam-Kader beim ersten Camp, das am vergangenen Wochenende in Salzburg stattfand, bildeten 28 Spielerinnen, 16 davon schafften es über die Tryouts ins vorläufige Aufgebot. Die übrigen zwölf sind teils langjährige Routiniers.
„Die Konkurrenz wird immer stärker, deshalb brauchen wir die Besten“, unterstreicht Riedl und meint damit nicht nur die Spielerinnen. Mindestens genauso wichtig sei das mittlerweile große Team an Trainer:innen, das aus Offense- und Defense-Koordinatoren mit ihren jeweiligen Assistentinnen, Physiotherapeuten und einem Mentaltrainer besteht. „Ich kann mich glücklich schätzen, so gute Betreuerinnen und Betreuer im Staff zu haben“, streut Riedl seinen Kolleg:innen Rosen.
Im Hinblick auf die WM 2026 und den Olympia-Traum gilt es in der laufenden Saison vor allem für die „Rookies“, Turniererfahrung zu sammeln. Die World Games und die Europameisterschaft bilden – bei allem Ergebnisdruck – für einige von ihnen die perfekte Gelegenheit. Allerdings schaffen es nur zwölf Spielerinnen aus dem aktuell noch 28-köpfigen Aufgebot in den finalen Kader. Riedl wird es sich die Entscheidung angesichts der Qualität im Nationalteam nicht leicht machen.
Ausdünnen wird sich in Bälde auch das Feld der heimischen Flag-Football-Liga der Damen, in der so gut wie alle Nationalspielerinnen mit ihren Vereinen im Einsatz sind. Nach zwei Spieltagen kristallisieren sich bereits die Favoriten heraus.
Die SU DeLaSalle Saints (5-0) und die ebenfalls von Riedl betreuten Vienna Constables (4-0) führen das Feld nach den ersten zwei Liga-Stopps in Wien und Wiener Neustadt ungeschlagen an. Derzeit können nur die Domzale Tigers (4-1) und die SG Amstetten Thunder/St. Valentin Veterans (3-2) mithalten. Am 11. Mai in Innsbruck und am 24. Mai in Schwechat fällt die Entscheidung, wer es in die „Top-4“ – und damit fix in die Playoffs – schafft und wer in den „Bottom-5“ um zwei Wildcards kämpft.
Das ultimative Ziel für alle Teams lautet in dieser Saison (erstmals) Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien. Das Liga-Finale und das Bronze-Medal-Game steigen nämlich am 22. Juni im Rahmen von Österreichs größter Multi-Sportveranstaltung.
Die fast schon „unheimliche“ Erfolgsserie von Disc-Golf-Profi Stanislaus Amann ist gerissen. Nach sieben Siegen in den ersten sieben Turnieren der Saison musste sich der Niederösterreicher am vergangenen Wochenende bei den Lava Open im steirischen Feldbach Lokalmatador Niklas Schaffer geschlagen geben.
Entscheidend für den Triumph des Grazers war eine Fabel-Runde zum Abschluss des PDGA-C-Tier-Events, das vom DGC dieWies’n (Sportunion Auersbach) veranstaltet wurde. Schaffer (-3), der mit sieben Würfen Rückstand auf den in Führung liegenden Amann (-10) auf die letzten 18 Bahnen gegangen war, zirkelte seine Scheibe(n) mit insgesamt nur 45 Würfen durch den anspruchsvollen Kurs. Am Ende standen bei beiden Konkurrenten nach einem langen Wochenende 154 Würfe (-14) auf der Scorecard. Schaffer nahm das Momentum mit ins Stechen und sicherte sich auf der ersten Extra-Bahn den nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg.
Die Scheibe mit möglichst wenigen Versuchen in den Korb werfen – darum geht’s beim Disc Golf.
Sensationelle 45er-Runde blieb unerreicht
Wie stark die dritte und letzte Runde des Steirers wirklich war, zeigt ein Blick auf die Statistik. Nicht nur, dass die Leistung mit einem Rating von 1.054 bewertet worden ist, Schaffer war auch der einzige Disc-Golfer des Wochenendes, der den Par-56-Kurs in weniger als 50 Versuchen bewältigte. Dritter bei den Herren wurde Christian Egger (159/-9).
Den Damen-Bewerb holte sich Raphaela Narath (+21) vor Julia Hauch (+23) und Susanne Giendl (+43).
Auch für den nächsten Stopp auf der Austrian Tour zieht es die heimische Flugscheiben-Elite wieder in die Steiermark. Am 3./4. Mai gehen in St. Radegund die Schöckl Open über die Bühne. Bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien sind viele Disc-Golf-Asse ebenfalls zu sehen, nämlich im Rahmen der Österreichischen Doubles-Meisterschaften am 21. und 22. Juni in Seefeld.
Am 1. April starteten einige Athlet:innen der österreichischen Cheersport-Nationalteams am Flughafen Wien-Schwechat bei einem PR-Stunt mit den Austrian Airlines schwungvoll und spektakulär ins WM-Monat. Kein Scherz: Austrian fliegt am 16. April die ersten von insgesamt 182 Athlet:innen zu den ICU World Cheerleading Championships 2025 nach Orlando. Von 23. bis 25. April gehen diesmal gleich neun Nationalteams von Cheersport Austria auf Medaillenjagd.
Nationalteam-Showcase vor vollem Haus
Damit auf der „größten Matte der Welt“ alles nach Plan läuft, probt Rot-Weiß-Rot an diesem Sonntag (6. April) in der Wiener Postsporthalle den „Ernstfall“. Und weil sich Cheersport Austria auf seine Fans verlassen kann, schreckten die Organisatoren auch nicht davor zurück, dass zeitgleich der Vienna City Marathon „läuft“. Die rund 1.000 Tickets waren schnell vergriffen. Warum ist klar: die Performances der vier Cheersport und fünf Performance-Cheersport-Nationalteams werden mt Spannung erwartet. Nicht nur weil sie nur ein einziges Mal vor Publikum präsentiert werden, sondern vor allem deshalb, weil sie nur für jene 2.000 Augen gedacht sind, die von der Tribüne der Postsporthalle blicken. Abgesehen davon herrscht hinsichtlich der WM-Routines wie in jedem Jahr strengste Geheimhaltung. Von der WM-Konkurrenz, die in vielen Kategorien und Altersklassen allem aus Skandinavien und den USA kommt, wollen sich die Österreicher:innen vor der WM bloß nicht in die Karten blicken lassen!
Im WM-Monat ist auch für Petra Gruber einiges zu tun. Die Vizepräsidentin ist im Vorstand von Cheersport Austria für die vier Cheersport-Nationalteams verantwortlich. „Cheersport ist so groß und erfolgreich wie nie zuvor. Das spiegelt sich in den Leistungen der Teams wieder. Unser Ziel ist und bleibt es, nach Medaillen zu greifen. Zum einen, um unser Land gut zu repräsentieren und zum anderen, um unserer Sportart die Motivation zu verleihen, weiter wachsen zu können“, sagt Gruber.
9 Nationalteams fahren für Österreich zur Cheer-WM in die USA.
Österreichs Cheersport in den höchsten Kategorien
Das All-Girl-Team tritt seit dem Weltmeistertitel 2022 in der „Königsklasse“ an, auch die beiden weiblichen Nachwuchs-Teams (Youth, Junior) sind nach ihren WM-Goldmedaillen 2023 in den höchsten Levels am Start. Das COED-Nationalteam, in dem Frauen und Männer gemischt antreten, hofft in diesem Jahr ebenfalls auf den Titel und den Aufstieg unter die besten Nationen der Welt.
Im Performance Cheersport entsendet Österreich vier Nationalteams in den Kategorien Junior Pom, Double Pom, Senior Jazz und Junior Hip Hop. „Wir freuen uns, am Sonntag beim Showcase unseren Freunden, Familien und Supportern unsere mitreißenden und schwierigen WM Programme zu zeigen. Jede Unit hat sich ein ganzes Jahr lang intensiv vorbereitet und möchte – sowohl in Wien als auch dann in Amerika bei der WM – fehlerfreie Routines präsentieren und das Publikum und die Judges damit überzeugen und top Platzierungen erreichen“, so Theresia Maurer Lelard, die sportliche Leiterin der Performance-Cheer-Sparte.
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