Wien, die Stadt der starken Männer
Für ein Highlight der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien sorgen in diesem Jahr die Gewichtheber:innen. Die Österreichischen Staatsmeisterschaften werden am Rathausplatz ausgetragen.
Letztmals fanden Staatsmeisterschaften im Gewichtheben 2015 in Wien statt. Nach Ende der Nachmeldungsfrist steht fest: 128 Teilnehmer:innen werden an den Start gehen. Die letzte Änderung der Gewichtsklasse ist bis Dienstag, 2. Juni, um 12 Uhr möglich. Die Entscheidungen der Herren auf einen Blick:
Die ersten Entscheidungen
Los geht’s am Donnerstag, 4. Juni, um 9:45 Uhr mit den Entscheidungen in den Männer-Gewichtsklassen bis 60 kg, 65 kg und 71 kg. Die 60-kg-Klasse ist mit fünf Teilnehmern besetzt. Favorit sollte der Vorjahresmeister Michael Baumgartner von der Eiche Wien sein, doch Nico Schinko von der DSG Steiermark will ebenfalls ein Wörtchen mitreden.
Der Niederösterreicher Siegfried Neuhauser aus Loosdorf war im Vorjahr Titelträger bis 65 kg. 2026 bekommt er mit Michael Moderbacher vom SC Harland einen starken Gegner, der in diesem Jahr eine etwas höhere Zweikampfleistung ablieferte.
In der 71-kg-Klasse ist Vorjahresmeister Bernhard Legel vom AKH Vösendorf erneut der logische Favorit. Dahinter lauern Mario Kanyka vom KSV Mödling und Simon Müller von der AK Nord Wien.
Um 12:15 Uhr soll laut Zeitplan die „B-Gruppe“ mit elf Teilnehmern der Klasse bis 79 kg stattfinden. Drei Athleten der 79-kg-Klasse starten bekanntlich in der A-Gruppe am Freitag um 11:30 Uhr.
Zwölf Teilnehmer sind in der „B-Gruppe“ der Klasse bis 88 kg um 14 Uhr am Start. Die letzte Gruppe startet am Donnerstag um 16 Uhr mit der „B-Gruppe“ bis 94 kg.
Von der B-Gruppe aufs Podest
Die erste Gruppe am Freitag, 5. Juni, wird um 9:45 Uhr die B-Gruppe der Gewichtsklassen bis 110 kg und +110 kg sein. Da in der Klasse bis 110 kg zwar offiziell drei Heber in der anschließenden A-Gruppe gemeldet sind, Milos Zivkovic aber wahrscheinlich nicht antreten wird, besteht für Christian Landlinger (Union Lochen) die Chance auf eine Medaille.
In der A-Gruppe der Klasse +110 kg startet mit Österreichs zweifachem Olympiateilnehmer Sargis Martirosjan nur ein Athlet. Damit werden zwei Medaillenplätze frei, die an Michael Maierhofer aus Salzburg und Bernhard Breitner von der Goliath Wien gehen könnten.
Die A-Gruppe mit den Besten der Besten
Die A-Gruppen der Gewichtsklassen bis 79 kg, 88 kg, 94 kg, 110 kg und +110 kg werden live auf ORF Sport+ übertragen. Zwölf Athleten stehen auf der Starterliste.
In der Klasse bis 79 kg ist der 20-jährige Staatsmeister von 2025 und Junioren-WM-Teilnehmer 2026, Paul Majer vom Badener AC, der logische Favorit. Um die weiteren Medaillenplätze werden der zweifache Staatsmeister 2023 und 2024 in der 73-kg-Klasse, Jakob Weber von der Union Lochen, sowie der mehrfache Medaillengewinner Phillip Boresch vom ATSV Ranshofen kämpfen.
Der fünffache Staatsmeister und fünffache Medaillengewinner bei Europameisterschaften, Hmayak Misakyan (SK VÖEST Linz), wird nicht wie bei seinen internationalen Starts in der 79-kg-Klasse, sondern diesmal in der 88-kg-Klasse an den Start gehen. Sein schärfster Konkurrent: Justiz-Athleta-Sportler Dominik Certov vom AKH Vösendorf. Auf Platz drei wird Junioren-WM-Teilnehmer Jonas Klinger vom SK VÖEST Linz erwartet.
Die A-Gruppe der Klasse bis 94 kg umfasst zwei Sportler: U20-Medaillengewinner im Stoßen Elias Simbürger sowie Luca Modrey, seines Zeichens mehrfacher U17- und U20-EM-Teilnehmer.
Die 110-kg-Klasse wird heiß umkämpft sein, denn dort treffen der Staatsmeister von 2025, Julian Heidenbauer (Athletik Union DSG Graz), und Philipp Forster (Gitti City Stockerau), Staatsmeister 2024, aufeinander. Die Tagesverfassung wird entscheidend sein.
Im September wird er 40 Jahre alt: die Rede ist vom zweifachen Olympiateilnehmer, sechsfachen Medaillengewinner bei Europameisterschaften und elffachen Staatsmeister der Allgemeinen Klasse, Sargis Martirosjan. Beruflich ist er als Nationaltrainer tätig, wodurch sein eigenes Training naturgemäß eingeschränkt ist – trainiert wird immer dann, wenn seine Athleten ihr Training beendet haben. Der ÖM-Titel in der Klasse +110 kg ist ihm aber auch 2026 wohl nicht zu nehmen.
ÖGV-Präsident Gerhard Peya: “Aus meiner Sicht wird die Staatsmeisterschaft 2026 und auch die ÖM für den Nachwuchs (U15, U17, U20, U23) am Rathausplatz in Wien sehr spektakulär. Quasi Open Air wird unter einem riesigen Domzeltdach auf großer Bühne gehoben. Tausende Zuschauer:innen werden Gewichtheben wahrnehmen und sich der Faszination der Hantel nicht entziehen können. Die Überwindung der Schwerkraft im olympischen Gewichtheben von Frauen und Männern ist und bleibt Kraftsport in höchster Evolution. Es braucht Kraft, Technik, Beweglichkeit, Koordination und kognitive Fähigkeiten.”
“Die Europameisterschafts- und Junioren-WM-Starter:innen sowie die Kaderathlet:innen sind in toller Form, und in einzelnen Gewichtsklassen ist mit neuen österreichischen Rekorden zu rechnen. In der Historie heißt es: ‚Wien, die Stadt der starken Männer‘. Der Österreichische Gewichtheberverband war 1890 weltweit der erste Verband mit Anerkennung durch die damalige k.u.k. Statthalterei. Was mich besonders freut: Der Präsident des Europaverbandes EWF, Dr. Astrit Hasani, wird kommen und kann es schon kaum mehr erwarten, wie er mir wissen ließ. Der österreichische Verband genießt beim Europa- und Weltverband hohes Ansehen.”
