Kumite-Ladies lösen WM-Ticket
Mit zwei großartigen fünften Rängen beendet das Karate Austria-Team die Europameisterschaften in Frankfurt: Österreichs Kumite-Team unterlag im kleinen Finale Kroatien mit 1:2, tags zuvor hatte Tamara Lehner ihren Bronze-Kampf in der Kata gegen die Portugiesin Ana Cruz mit 1:6 verloren. Herausragend war Hanna Devigili, die nach Platz neun im -68-kg-Einzel all ihre fünf Team-Kämpfe gewinnen konnte und damit die Basis für das WM-Ticket legte.
Leider platzte der Medaillen-Traum von Österreichs Kumite-Auswahl der Damen: Beim 1:2 im kleinen Finale gegen Kroatien konnte Hanna Devigili durch einen souveränen 5:1-Erfolg über die frischgebackene 50-kg-Europameisterin Ema Sgardelli zwischenzeitlich auf 1:1 ausgleichen. Aber im Schluss-Fight blieb Emma Schütze gegen die -68-kg-Europameisterin Sadea Becirovic mit 0:2 chancenlos. Zuvor hatte Lejla Topalovic gegen die -61-kg-Vize-Europameisterin Greta Zorko eine 1:5-Niederlage hinnehmen müssen.
„Wir hatten sieben Athleten bei der EM im Einsatz, fünf davon kämpften um Medaillen – das ist ein sehr gutes Ergebnis für den ÖKB. Es ist natürlich schade, wenn man im Bronze-Finale steht und nicht gewinnt, aber auf diesen Leistungen können wir aufbauen. Außerdem dürfen wir uns, da unser Halbfinal-Gegner Deutschland Europameister wurde, über das Team-WM-Ticket freuen“, resümiert ÖKB-Sportdirektor Christian Grüner.
Lehner als jüngste Kata-Athletin Fünfte
Auch Kata-Sensation Tamara Lehner verlässt Frankfurt erhobenen Hauptes. Die jüngste Athletin des Kata-Bewerbs unterlag im kleinen Finale der 31-jährigen Portugiesin Ana Cruz mit 1:6. Die große Sensation war schon der Einzug der 17-Jährigen ins Bronze-Match: Der 6:1-Erfolg über Alice Kirschnerova (CZE) in der Hoffnungsrunde bedeutete den Aufstieg. Es war das erste EM-Medaillen-Match für Österreich im Kata-Einzel.
„Natürlich bin ich enttäuscht nach der Niederlage im kleinen Finale, aber gleichzeitig auch stolz, als 17-Jährige so weit gekommen zu sein. Das motiviert mich für die Zukunft“, bilanzierte die Burgenländerin.
„Wir arbeiten weiter und kommen zurück, um eine Medaille zu erobern“, ergänzt Kata-Teamchef Balasz Lakner.
