Faerrer verteidigt Para-Badminton-Titel
Packendes Rollstuhl-Finale in Wien: Hans Faerrer krönt sich erneut zum Para-Badminton-Staatsmeister.
Der Steirer setzte sich bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in der Sporthalle Mollardgasse gegen seinen Doppelpartner Daniel Kontsch in zwei Sätzen durch und sorgte damit für den Höhepunkt der Österreichischen Para-Badminton-Staatsmeisterschaften 2026.
Weichen früh auf Sieg
Nach dem gemeinsamen Titelgewinn im Doppel trafen Hans Faerrer und Daniel Kontsch am Samstagabend im Endspiel der Rollstuhlklasse aufeinander.
Dabei erwischte Titelverteidiger Faerrer den besseren Start, zog rasch auf 4:1 davon und kontrollierte den ersten Satz lange Zeit souverän.
Mit einer komfortablen 17:9-Führung stellte der 58-Jährige früh die Weichen auf Sieg und sicherte sich den Durchgang schließlich mit 21:15.
Para-Badminton-Sport macht große Schritte
Im zweiten Satz schien die Partie zunächst zu kippen. Kontsch startete furios, führte schnell mit 7:0 und lag zur ersten Trinkpause bereits mit 11:3 voran. Doch Faerrer bewies einmal mehr seine Klasse und kämpfte sich Punkt für Punkt zurück.
Beim Stand von 16:16 war der Rückstand egalisiert, wenig später verwertete der Titelverteidiger seinen ersten Matchball zum 21:18 und damit zur erfolgreichen Titelverteidigung.
„Ich bin überglücklich. Entweder der Dani oder ich, einer von uns zwei soll es machen und dann ist die Welt in Ordnung“, sagte Faerrer nach seinem Triumph. Gleichzeitig betonte er die positive Entwicklung im heimischen Para-Badminton: „Der österreichische Para-Badminton-Sport macht große Schritte.“
“Diese Aufmerksamkeit würden wir sonst nie bekommen”
Auch Kontsch zog trotz der Finalniederlage ein positives Fazit. „Ich bin happy. Es passt so, wie es ist. Man sieht, dass ich im Vergleich zum Vorjahr wirklich deutliche Schritte nach vorne gemacht habe“, sagte der 40-Jährige, der sich nach dem Semifinal-Aus 2025 diesmal bis ins Endspiel spielte.
Die beiden Steirer, die in der Doppel-Weltrangliste schon auf Platz 11 lagen, fahren schon nächste Woche gemeinsam mit Semifinalist Cedric Kapfenberger und Para-Badminton-Nationalteamtrainerin Britta Rudolf zum nächsten Weltranglistenturnier nach Frankreich.
Dass die Para-Badminton-Staatsmeisterschaften zum zweiten Mal Teil der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien waren, wertet auch ÖBV-Generalsekretärin Tina Riedl als wichtigen Entwicklungsschritt. „Diese Aufmerksamkeit würden wir sonst nie bekommen. Die Sichtbarkeit wirkt nach außen und nach innen“, erklärte Riedl. Die positiven Erfahrungen aus Innsbruck hätten viele Athletinnen und Athleten zusätzlich motiviert, diesmal in Wien an den Start zu gehen.
Neben der Rollstuhlklasse wurde bei den Sport Austria Finals erstmals auch eine stehende Klasse ausgetragen. Dort setzte sich Manuel Wieser im Finale gegen Gerald Steininger mit 21:18, 21:9 durch. Bronze ging an Magdalena Schweiger, die als einzige Frau im zwölfköpfigen Teilnehmerfeld an den Start ging.
