Ernhofer schreibt mit Weltrekord Finals-Geschichte
Erster Weltrekord in der Geschichte der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien! Para-Schwimmer Andreas Ernhofer schrieb am Sonntag in Floridsdorf ein ganz besonderes Kapitel seiner außergewöhnlichen Karriere. Ausgerechnet an jenem Ort, an dem einst alles begann, pulverisierte der Niederösterreicher seine bisherige Bestmarke über 100 Meter Rücken um knapp vier Zehntelsekunden und zauberte mit 1:43,91 Minuten eine neue (inoffizielle) Weltrekordzeit ins Wasser.
„Für mich geht ein Traum in Erfüllung. Es war ein perfektes Rennen an einem perfekten Wochenende“, freute sich der 29-Jährige. Bereits am Samstag hatte Ernhofer drei Staatsmeistertitel gewonnen, am Sonntag setzte er dem ohnehin schon emotionalen Wochenende die Krone auf. Angetrieben von der lautstarken Unterstützung seiner Familie, seiner Freunde und seiner Frau Lena auf den voll besetzten Tribünen schwamm der zweifache Paralympics-Teilnehmer „eines der besten Rennen meines Lebens“.
Es schließt sich ein Kreis
Als die Zeit auf der Anzeigetafel aufleuchtete, kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Umarmungen, Freudentränen und pure Erleichterung prägten jene Momente, in denen ein jahrelanger Traum Wirklichkeit wurde. Vielleicht auch deshalb, weil sich für Ernhofer an diesem Tag ein Kreis schloss. Vor zwölf Jahren erhielt er die Diagnose, dass er von den Schultern abwärts nie wieder etwas bewegen oder spüren werde. Nun schwamm er einen Weltrekord. Ausgerechnet dort, wo seine Schwimmreise einst begonnen hatte.
„Genau hier in Floridsdorf habe ich meinen ersten Wettkampf geschwommen. Dass ich hier in meiner schwimmerischen Heimat nun einen Weltrekord schaffe, ist einfach nur unglaublich“, sagte Ernhofer.
Schwimmbecken am Hochzeitstag
Besonders war das Wochenende für den Niederösterreicher aber nicht nur in sportlicher Hinsicht. Am Samstag feierte er gemeinsam mit seiner Frau Lena den ersten Hochzeitstag. Statt Candle-Light-Dinner stand Wettkampfmodus auf dem Programm. „Sie akzeptiert meinen Sport nicht nur, sondern unterstützt mich wahnsinnig. Irgendwie ist es stimmig, dass wir den Hochzeitstag gemeinsam in der Schwimmhalle verbringen“, sagte Ernhofer. „Ohne Lena wären Rekorde und Titel nicht möglich.“
Nach den drei Staatsmeistertiteln am Samstag wurde zunächst bei einem gemeinsamen Steakessen der Hochzeitstag gefeiert. Wie die Feierlichkeiten nach dem Weltrekord ausfallen, steht noch nicht fest. „Ich will eines der schönsten Wochenenden meines Lebens jetzt einfach genießen und natürlich auch ein bisschen feiern.“







