Spannung, Schuss, Treffer
Schuss ins Schwarze: Im Tivoli-Stadion gab es viele “Zehner” – und viel Begeisterung.
Schuss ins Schwarze: Im Tivoli-Stadion gab es viele “Zehner” – und viel Begeisterung.
Slowpitch-Softball ist der Finals-“Hit” schlechthin! Und die Bandits & Witches bleiben das Maß aller Dinge.
Sportaerobic begeistert Innsbruck, Tirol – und ganz Österreich! Und die Niederösterreicherin Katharina Wild feiert Titel-Premiere.
Schnell, schneller, Squash! Am Samstag sind bei den Sport Austria Finals die letzten Entscheidungen im Squash-Court gefallen!
Beim Crosstriathlon-Bewerb im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien setzen sich die Favorit:innen durch. Marcel Spandl verteidigt seinen Titel aus dem Vorjahr und liegt am Ende über eine Minute vor dem Zweitplatzierten Dominik Wychera. Dritter wird Noah Künz.
Bei den Damen ist die Angelegenheit sogar noch klarer. Dominatorin und Titelverteidigerin Carina Wasle gewinnt bei ihrem Heimspiel auf der Innsbrucker Freizeitanlage Rossau (Baggersee) mit einem Vorsprung von über sechs Minuten auf Katja Krenn und holt damit ihren siebenten Staatsmeistertitel. Auf Platz drei landet Lena-Maria Aichner.
“Ich habe schon sehr auf das Rennen hingefiebert. Staatsmeisterschaften zu Hause sind doch total besonders. Es war auch ein gewisser Druck da, deswegen bin ich jetzt super glücklich, dass es mit dem Titel geklappt hat”, jubelt die Tirolerin. Dabei hatte die 39-Jährige fast mehr Probleme mit den schwierigen Bedingungen, als mit ihren Gegnerinnen. Der Dauerregen der vergangenen Tage setzte der Rad- und Laufstrecke ziemlich zu, dazu kamen am Samstag noch niedrige Temperaturen von neun Grad. “Ich hatte beim Radfahren so kalte Finger und Zehen, dass ich für das Laufen Probleme befürchtet habe. Aber zum Glück sind Finger und Zehen dann beim Laufen wärmer geworden”, so Wasle.
Auch Herren-Sieger Spandl hatte mit den Bedingungen so seine Schwierigkeiten. “Die Bedingungen waren heute extrem hart. Das Laufen war einfach nur die Hölle! Dass man beim Stieg in diesem Matsch Grip findet, war fast schon eine Kunst. Und beim Radfahren war auch so viel Matsch, dass sich Kette und Schaltung verlegt haben. Gott sei Dank hatte ich keinen Defekt”, sagt der Steirer, der sein Rennen im Gegensatz zu Andreas Silberbauer erfolgreich beenden konnte.
Der Mitfavorit, der vergangenes Jahr den Staatsmeistertitel unglücklich verpasste, weil er zu früh vom Rad stieg, muss in Innsbruck aufgrund eines Reifendefekts vorzeitig aussteigen. Nach Silberbauers Aufgabe war der Weg frei für Spandls Titelverteidigung. “Ich hätte mir nicht gedacht, dass ich meinen Staatsmeistertitel verteidigen kann, weil ich dieses Jahr mehr auf der Langdistanz und Straße trainiere. Umso glücklicher bin ich jetzt, dass es gereicht hat.”
Die Formationstanz-Staatsmeisterschaften, die seit über 20 Jahren wieder einmal in Tirol stattfanden, wurden bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien zum vollen Erfolg. In einem fast ausverkauften Sportzentrum Telfs lieferten Österreichs beste Standard- und Latein-Formationen eine tolle Show ab und begeisterten die Zuschauer:innen.
Vizeweltmeister HSV-Zwölfaxing wurde dabei seiner Favoritenrolle in der Latein-Formation voll gerecht und holte den Staatsmeistertitel. “Sicher kann man sich nie sein, aber wir haben eine sehr gute Leistung abgeliefert. Ich war direkt nach dem Durchgang am emotionalsten, weil die Performance wirklich gut war”, sagte Zwölfaxing-Trainer Stefan Herzog. Zweiter hinter dem Top-Favoriten wurde UFTSC Perchtoldsdorf vor dem B-Team des HSV Zwölfaxing.
Gleich nach dem Titel hatte Herzog bereits die Heim-WM, die im Dezember in Schwechat stattfindet, im Kopf. “Die Heim-WM ist definitiv unser Hauptziel. Die Staatsmeisterschaften waren jetzt ein Zwischenziel, das wir bravourös erreicht haben. Da es bis zur WM keine internationalen Bewerbe mehr gibt, müssen wir nun im stillen Kämmerchen weiter trainieren. Wir wollen bei der WM ganz hoch hinaus und nach den Sternen greifen. Der Sprung ist nicht mehr groß – wir sind ja bereits Vizeweltmeister.”
Bei den Standard-Formationen kürt sich das A-Team des TSC Schwarz Gold vor TSK Apollo Mödling und dem B-Team des TSC Schwarz Gold zum Staatsmeister. “Es ist schon ein sehr schönes Gefühl, zum zweiten Mal Staatsmeister zu werden und eine tolle Bestätigung für die ganze Arbeit, die wir das ganze Jahr über hineingesteckt haben”, freute sich Schwarz-Gold-Trainer Markus Hackl.
Obwohl das nasskalte Wetter in Innsbruck am Samstag einige Tourist:innen von einem Ausflug auf die Hungerburg abhielt, herrschte dennoch reger Betrieb.Hunderte Orientierungsläufer:innen trafen sich für die Österreichischen Mannschafts-Meisterschaften.
Bei diesem Bewerb können sich die Dreierteams jeweils teamintern absprechen, wer welchen Kontrollposten anläuft und wo man den elektronischen Stempelchip übergibt, denn je Mannschaft hat man nur einen Chip bei sich.
In der Herren Eliteklasse setzte sich der HSV Pinkafeld durch. Ymsén, Simon Tobler und Lukas Wieser absolvierten die 11,1 Kilometer und 690 Höhenmetern in 1:15:56 Stunden am schnellsten. Damit gelang den Burgenländern die erfolgreiche Titelverteidigung.
OLC Graz (Philipp Schiel, Georg Gröll, Paul Reicher) belegten in 1:19:30 Stunden Rang zwei.
Bei den Damen mussten 9,7 Kilometer und 565 Höhenmeter absolviert werden. Die Naturfreunde Wien (Obermüller/Buchberger/Gassner) gewannen in 1:21:39 Stunden vor SU Klagenfurt (Angermann/Binder/Polzer) in 1:26:39 Stunden.
Innsbruck ist Orange! Zumindest am Super-Samstag der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien. Die Tigers Stegersbach-Damen komplettieren ein perfektes Turnier und verteidigen vor den Augen von Weltverband-Präsident Andrea Fonzari ihren Titel aus dem Vorjahr.
„Einen Titel zu gewinnen, ist hart – einen Titel zu verteidigen ist Weltklasse!“, so das Resümee von Rollsport Austria Präsident und Stegersbach-Trainer Andreas Freiberger. Stichwort Weltklasse: Genau wie im Vorjahr stattete Fonzari den Inlinehockey-Bewerben im Rahmen der Finals einen Besuch ab und überzeugte sich von der rot-weiß-roten Qualität am Schläger: „Was für eine Veranstaltung! Die geleistete Arbeit von Rollsport Austria zahlt sich aus – in diesem Jahr waren die Spiele noch hochklassiger als im Vorjahr!“
Mit einem 2:0-Sieg über die Streetgirls Linz starteten die Burgenländerinnen in den zweiten Veranstaltungstag. Auch gegen die Spielgemeinschaft Vipers/Lion Queens lieferten die Tigers ein 3:1 ab, bevor sie mit einem 6:2 gegen die Wolfurt Walkers den goldenen Schlusspunkt unter ein hochklassig besetztes Turnier setzten. Mit insgesamt 12 Punkten aus vier Spielen sicherten sie sich den Titel bei den Damen souverän: „Ich bin sehr stolz auf mein Team! Sogar der Bürgermeister aus Stegersbach hat uns schon gratuliert – ich kann gar nicht in Worte fasse, welche Emotionen wir spüren“, so ein euphorischer Freiberger.

Auch bei den Herren flogen die Scheiben in der TIWAG Arena – und es kam zum Top-Duell der KSV Kängarus und den Crocodiles Innsbruck. Dort war Florian Iberer von den Titelverteidigern aus Kärnten der überragende Mann der Partie. Mit zwei Toren legte er den Grundstein für den KSV-Erfolg und schoss die Kängarus zum 2:1-Sieg über die Crocodiles, die nach sechs absolvierten Spielen immer noch an der Spitze des Klassements stehen. Auch die Dark Vipers aus Salzburg sind mit 13 Punkten und Tabellenplatz drei noch im Rennen um den Finals Titel. Am Sonntag dürfen also spannende Partien erwartet werden – die Finalspiele gibt’s im Livestream auf sportaustriafinals.tv und in ORF Sport+.
Es war am Samstag die wohl spektakulärste Stockbahn des Landes. Vor beeindruckender Kulisse, direkt vor dem Landestheater und nur einen Wimpernschlag von Innsbrucks Wahrzeichen, dem Goldenen Dachl entfernt, wurde die Weitenbahn errichtet. Dort ermittelte der Bund Österreichischer Eis- und Stocksportler (BÖE) im Rahmen der Sport Austria Finals 2024 powered by Österreichische Lotterien seine diesjährigen Meister im Weitenwettbewerb.
Bei den Herren ging der Titel wie im Vorjahr an Peter Neubauer. Der Steirer “wabbelte” im letzten der fünf Durchgänge die Höchstweite von 85,68 Meter und blieb damit knapp vor dem Niederösterreicher Markus Weichinger (83,53 m). Dritter wird Andreas Knaus (81,10 m). “Ich freue mich voll über diesen Titel. Ich habe zwar schon einige Titel geholt, aber hier in Innsbruck war es schon sehr speziell”, so Neubauer.
Im Damen-Bewerb legte Lisa-Marie Stampfl bereits im ersten Durchgang mit 70,86 Metern ordentlich vor und kann letztlich nicht mehr abgefangen werden. Titelverteidigerin Evelyn Perhab schaffte im dritten Versuch 67,28 Meter und wird Zweite. Auf Rang drei landet Melanie Kleinberger mit 65,71 Metern. “Es war wieder eine tolle Erfahrung, bei den Sport Austria Finals dabei zu sein. Hier zu gewinnen, ist doppelt schön”, jubelte Stampfl.
Drei Favorit:innensiege und eine Überraschung im Bogensport bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck. Im Compound wurden Nico Wiener und Ricarda Lukancic ihren Favorit:innenrollengerecht, im Olympic Recurve gelang dies Elisabeth Straka bei den Damen ebenfalls. Bei den Herren kam es in der olympischen Disziplin zu einer Sensation.
Qualifikationssieger Wiener war auch in den K.o.-Duellen im Tivoli-Stadion eine Klasse für sich. Der Burgenländer, der zuletzt in Shanghai (CHN) den ersten österreichischen Weltcupsieg feiern konnte, bezwang Thomas Preisser im Finale mit 147:145.

„Die letzten Wochen waren sehr anstrengend, ich merke schon, dass es viel war“, so Wiener. „Deswegen freue ich mich umso mehr, dass es gereicht hat. Wenn man als großer Favorit hierherkommt, ist schon ein gewisser Druck da.“
Inzwischen hält der Burgenländer bei „ungefähr 30 Staatsmeistertiteln. Bis vor ein paar Jahren hat meine Mutter eine Liste geführt, jetzt wissen wir es nicht genau.“ Jener in Innsbruck wird länger in Erinnerung bleiben: „Es war schon sehr speziell, den ‚heiligen Rasen’ zu betreten. Wenn man weiß, dass hier Spiele bei der Fußball-EM 2008 stattgefunden haben, ist das schon cool.“
Bei den Damen setzte sich Ricarda Lukancic im Compound-Finale mit 144:137 gegen Andrea Ratzer durch.
Gute Vorbereitung für Olympia
Im Olympic Recurve spricht derzeit ganz Österreich von Elisabeth Straka. Die 24-jährige Niederösterreicherin, die sich vor kurzem für die Olympischen Spiele in Paris qualifizieren konnte und bereits in der Qualifikation die Nummer eins, zog mit 6:0-Siegen gegen Anna Kienzler und Lisa Rohregger ins Finale ein. Dort setzte sie sich gegen Elisa Maier mit 6:2 durch.
„Der Titel freut mich sehr, vor allem aber die Leistung. Ich konnte in allen Runden konstant gut schießen“, so Straka. „Es war national sicher der bislang größte Bewerb, in dem Stadion zu schießen und sogar im ORF zu sein. Für die kommenden, internationalen Bewerbe war das sicher eine gute Vorbereitung.“
Denn im Sommer geht es für Straka zu den Olympischen Spielen nach Paris. „Der Moment, als ich in Essen das Olympia-Ticket gelöst habe, war surreal. Ich habe zweimal zum Judge geschaut, bis ich es glauben konnte. Ich freue mich auf die Olympischen Spiele, ich werde mich bestmöglich vorbereiten und es genießen.“
Youngster jubelt! “Will zu den Olympischen Spielen”
Bei den Herren sorgte Jonas Molnar für eine faustdicke Sensation. Der erst 17-jährige Niederösterreicher zog mit Siegen gegen Oliver Brandstetter und Christian Leitgeb ins Finale ein, dort kam es zum Duell mit Lukas Kurz. Lokalmatador Kurz, der mit dem Herren-Team noch um eine Olympia-Teilnahme kämpft, ging mit 2:0 in Führung, Molnar kämpfte sich zurück und holte mit 6:4 tatsächlich den Sieg.

„Nach dem letzten Schuss habe ich einen Freudenschrei rausgelassen, weil ich einfach so überrascht und überwältigt war. Österreichischer Staatsmeister zu sein, ist unglaublich“, jubelte der Schüler. „Ins Finale bin ich befreit gegangen, ich hatte nichts zu verlieren.“
Seine persönliche Reise im Bogensport hat erst begonnen. Wohin sie gehen soll, weiß Molnar ganz genau. „Zu den Olympischen Spielen! Das ist mein großes Ziel. Paris ist noch kein Thema, aber in Los Angeles will ich dabei sein“, erklärt der Guntramsdorfer. „Ich weiß, dass ich dafür noch viel arbeiten muss.“
“Grandiose Werbung für unseren Sport”
Im Mixed-Team holten Straka/Molnar für Niederösterreich Silber, der Sieg ging an Wien (Jasmin Hye und David Macher). Im Herren-Teambewerb Olympic Recurve gewann Tirol (Philipp Bergauer, Lukas Kurz, Manfred Renner) vor Steiermark (Wilhelm Bieler, Lukas Hasenberger, Christian Zwetti).
In den Compound-Teambewerben räumte Tirol ab: Bei den Herren siegte das Trio Gerhard Gritsch/Markus Gritsch/Florian Pfefferle vor Burgenland (Michael Meier, Nico Wiener, Wolfgang Wiener), bei den Damen triumphierten Silvia Barckholt, Daniela Kranabeter und Ricarda Lukancic vor Oberösterreich (Renate Kerbl, Eva-Maria Seidel, Irene Sumper), im Mixed-Team jubelten Ricarda Lukancic/Markus Gritsch vor Eva-Maria Seidel/Klaus Bittermann (OÖ) über die Goldmedaille.
Herwig Haunschmid, Präsident des Österreichischen Bogensportverbandes, zeigte sich mit der Premiere bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien hochzufrieden: „Die letzten beiden Tage waren grandiose Werbung für unseren Sport. Danke an alle Beteiligten, von den Veranstaltern über die freiwilligen Helfer:innen über die Schiedsrichter:innen und natürlich unsere Athlet:innen. Euch gebührt ein riesengroßes Lob.“





