Bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (18. bis 22. Juni) feiert Boccia seine Premiere bei der „Woche der Entscheidungen“.
Für Günther Baur, Präsident des Österreichischen Boccia-Verbandes, ist die Teilnahme eine große Chance. „Wir sind in Österreich Amateursport und wollen bekannter werden. Die Sport Austria Finals sind eine große Bühne für uns“, so der Vorarlberger, der auch selbst zur Kugel greift.
In Innsbruck, genauer gesagt beim ESK Tivoli, wird auf vier Bahnen gespielt. Die Staatsmeisterschaften im Doppel werden ausgetragen – dabei können Damen und Herren gemeinsam antreten. Wir haben uns die neue Finals-Sportart genauer angesehen, eines ist klar: Boccia ist weit mehr als Freizeitspaß am Strand.
Was genau ist Boccia?
Boccia ist ein weltweit verbreitetes Phänomen, das über alle Altersgruppen hinweg gespielt wird. Als Kugelsportart ist Boccia neben dem französischen Petanque und dem britischen Lawn Bowls die wohl bekannteste Disziplin, nicht zuletzt auch wegen dem vereinfachten Strandspiel aus Italien.
Wie spielt man Boccia?
Bei diesem Sport ist es das Ziel, die eigenen Kugeln möglichst nahe an die kleinere „Zielkugel“ (Pallino) zu setzen. Dabei werden die drei Wurfarten Punto, Raffa und Volo verwendet, wobei erstere vor allem zum Platzieren bzw. Legen der eigenen Kugel dient und die beiden letztgenannten zum Wegschießen der gegnerischen Kugeln. Gespielt werden kann sowohl im Einzel, im Doppel oder in einem Dreier Team.
Was ist der Unterschied zum Strandsport?
Anders als in der Freizeitvariante (wie das Boule-Spiel) wird Boccia nicht auf Rasen, sondern auf ebenem und perfekt nivellierten Boden gespielt, eingeteilt in vorschriftsmäßigen Bahnen, abgegrenzt durch Umfassungsbretter aus Holz oder andere nicht metallische Materialien. Die Bahn hat eine Länge von 24 bis 26,5m und eine Breite von 3,6 bis 4,5m. Sie ist in verschiedene Abschnitte unterteilt. Die Boccia-Kugeln bestehen aus einer besonderen Kunsstein-Mischung und sind zur besseren Unterscheidung unterschiedlich eingefärbt. Sie haben einen Durchmesser von 10 bis 12 cm und wiegen zwischen 800 und 1100 g. Die Setzkugel (Pallino), also das Ziel, besteht ebenfalls aus einer Kunststein-Mischung, ist 4 cm groß und wiegt 60 – 90 g.
Wo wird Boccia gespielt?
In Österreich wird Boccia schon seit über 50 Jahren vor allem in den westlichen Bundesländern gespielt. Die dort ansässigen Vereine und Spieler sind durchaus auch international konkurrenzfähig, was unter anderem der Weltmeistertitel 2010 und der Europameistertitel 2019 gezeigt haben.
Noel Salzburger ist kein Unbekannter in der Kickbox-Szene. Der österreichische Athlet kämpft seit Jahren auf internationalem Top-Niveau und hat den Übergang im Pointfighting in der Klasse bis 79 Kilogramm vom Nachwuchs in die Allgemeine Klasse bravourös gemeistert. Doch auch wenn er sich unter den Besten der Welt bereits behaupten kann, bleibt er bodenständig und hat eine klare Idee, wie es zukünftig laufen soll.
Von Turnier zu Turnier
Aktuell springt Noel Salzburger von einem Turnier zum nächsten. Die Saison ist in vollem Gange, und die ersten Erfolge lassen nicht lange auf sich warten. „Im ersten Turnier hat es gut gepasst. Ich habe gute Kämpfe gehabt und gute Punkte gemacht“, erzählt er zufrieden. Doch nicht immer läuft alles ganz nach Plan: „Im zweiten Turnier, in dem ich in meiner Hauptklasse gekämpft habe, ist im ersten Kampf in der letzten Sekunde ein Punkt nicht aufgegangen. Das war ein bisschen blöd und hat mich geärgert.“
Trotz dieses kleinen Rückschlags hat sich der 20-Jährige im Grand Champion bis ins Halbfinale gekämpft und dort eine starke Performance gezeigt. Diese Erfolge geben unglaublich viel Auftrieb – vor allem im Hinblick auf die bevorstehenden Highlights der Saison.
Die großen Ziele: World Games und Weltmeisterschaft
Das Jahr 2025 hat für Salzburger gleich zwei Höhepunkte parat: die World Games in Chengdu (CHN) und die Weltmeisterschaft im November. Für die World Games konnte sich der Tiroler bereits Ende 2024 frühzeitig qualifizieren – ein grandioser Meilenstein in seiner noch jungen Karriere. „Das erste Mal bei den World Games dabei zu sein, ist natürlich etwas ganz Besonderes. Das erlebt man als Sportler nicht jeden Tag – so ehrlich muss ich sein. Es wird eine große Dynamik entstehen, das wird sicherlich einmalig“, sagt er voller Vorfreude. Gemeinsam mit Stella Hemetsberger, die 2022 in Birmingham (USA) Gold gewinnen konnte, und Erik Zimmermann wird er die rot-weiß-rote Kick- und Thaibox-Community vertreten und gegen die besten Kickboxer der Welt antreten.
Die Qualifikation war allerdings kein Selbstläufer: „Bei uns ist das eine klassische Turnierqualifikation. Für uns war die Europameisterschaft im letzten Herbst die Grundlage, und die vier besten Athleten jeder Gewichtsklasse dürfen nun bei den World Games antreten.“ Ein Erfolg, der harte Arbeit und eiserne Disziplin erfordert hat.
Training und Taktik: Die perfekte Vorbereitung
Für Salzburger ist die Vorbereitung auf die beiden auserkorenen Highlights ein kontinuierlicher Prozess. „Es fängt beim Grundtraining an, zum Beispiel beim Krafttraining, um die Basis zu legen. Dann geht es in den Turnieren darum, an der Taktik und Technik zu feilen.“ Dabei unterstützt ihn sein Vater Oliver, der ihn gleichzeitig auch seit vielen Jahren als Trainer begleitet. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn funktioniert bestens – trotz der Doppelrolle. „Wir reden sehr viel über unseren Sport, aber es gibt beim Mittagessen natürlich auch andere Themen – auch wenn es vielleicht schwer vorstellbar ist“, scherzt der 20-Jährige und zeigt damit, dass er neben dem Sport auch in seiner Familie den so wichtigen Ausgleich findet.
Zurück zum Sport: Besonders wichtig ist ihm die taktische Anpassung. „Man kennt viele Gegner mittlerweile recht gut und weiß, bei wem welche Technik am besten funktioniert“, erklärt das heimische Kickbox-Ass. „Meine Stärke ist der Sidekick – den setze ich gerne ein, wenn es eng wird. Aber es gibt Momente, da verzichte ich bewusst darauf, um meine Gegner mit einer anderen Variante zu überraschen.“
Kickboxen in Österreich: Eine starke Entwicklung
Salzburger ist stolz darauf, wie sich der österreichische Kickbox-Sport in den letzten Jahren entwickelt hat. „Im internationalen Vergleich stehen wir richtig gut da. Da brauchen wir uns nicht verstecken und uns nicht klein machen“, meint er selbstbewusst. Das liegt nicht zuletzt an der professionellen Struktur und den engagierten Trainern im Verband. „Wir haben viele Top-Leute, die auch international vorne mitmischen.“
Mit den World Games und der Weltmeisterschaft vor Augen bleibt Noel Salzburger, der im Sommer die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien wieder als wichtigen Baustein seiner Vorbereitung bestreiten wird, ehrgeizig und fokussiert. „Natürlich will ich eine Medaille – das ist immer das höchste Ziel. Und wir Sportler sind nun mal so gepolt, dass wir nach dem Höchsten streben!“
So richtig in der Rodel-Pension angekommen sind Michael Scheikl und Tina Unterberger noch nicht. „Irgendwie fühlt es sich normal an, weil die Saison ja jetzt sowieso vorbei wäre. Vom Ablauf her ist noch nicht viel anders. Ich habe lediglich die ganzen Rodelsachen anders verräumt und zum Teil auch Sachen verkauft bzw. weitergegeben“, sagt Scheikl. Seine langjährige Weggefährtin Tina Unterberger hat das endgültige Karriereende ebenfalls noch nicht wirklich realisiert. „Bei mir ist es auch noch gar nicht angekommen. Bislang fühlt es sich an wie immer. Ich werde es wahrscheinlich erst im Herbst realisieren, wenn es eigentlich wieder losginge.“
So lange braucht Gerald Kammerlander nicht, um einzuordnen, wie schwer die Rücktritte seiner zwei Aushängeschilder wiegen. Der Sportdirektor und Cheftrainer der Sparte Naturbahn weiß jetzt schon, wie sehr Scheikl und Unterberger dem Team fehlen werden. „Michael war seit dem Rücktritt von Thomas Kammerlander derjenige, der die Siege und Podestplätze in Serie eingefahren hat. Er wird massiv fehlen. Bei Tina ist es ähnlich. Sie war unsere Miss Naturbahnrodeln. Sie hat den Sport gelebt und wird an allen Ecken und Enden fehlen. Nicht nur rodlerisch, sondern auch als Unikat, als Mensch.“
Starke Winter-Saison 2024/2025
Wie groß die Lücke sein wird, die die Beiden hinterlassen, sieht man alleine schon an der abgelaufenen Saison. Scheikl krönte seine Karriere mit dem noch fehlenden WM-Titel und verpasste den Gesamtweltcupsieg als Zweiter nur ganz knapp. Unterberger belegte im Gesamtweltcup hinter Seriensiegerin Evelin Lanthaler (ITA) ebenfalls Platz zwei und war damit beste Österreicherin. „Bei der WM ist alles aufgegangen – fast kitschig! Ich habe schon zu Beginn der Saison gespürt, dass ich niemanden etwas beweisen muss, außer vielleicht mir selbst. Der Druck war quasi nicht da. Das hat vieles erleichtert. Dass es am Ende nicht ganz zum Gesamtweltcupsieg gereicht hat, ist schade, aber verschmerzbar. Der WM-Titel überstrahlt natürlich alles“, resümiert Scheikl.
Unterberger ist mit ihrer letzten Saison ebenfalls zufrieden. „Platz zwei im Gesamtweltcup ist bei uns intern sowas wie der erste Platz, weil Evelin in einer bestechenden Form war, eine perfekte Materialabstimmung und auch dementsprechend Zeit hatte. Ich bin ja nur eine Hobby-Rodlerin gewesen, war immer Vollzeit beschäftigt und musste bis zur nächsten Rodelbahn immer mehrere Stunden fahren. In Südtirol sind sie in der glücklichen Lage, dass sie innerhalb von einer halben Stunde sechs, sieben Bahnen zur Verfügung haben. Deshalb war für mich Platz zwei im Gesamtweltcup das absolute Maximum.“ Apropos Südtirol: Neben Scheikl und Unterberger haben auch die italienischen Rodel-Legenden Evelin Lanthaler, Florian Clara und Patrick Pigneter ihre Karriere beendet. Dementsprechend bricht im Naturbahnrodeln nun eine neue Ära an.
Neue Zeitrechnung im Naturbahnrodeln
„Jetzt sind die letzten Mohikaner, die sogar noch mit mir gefahren sind, zurückgetreten. Evelin ist die beste Naturbahnrodlerin aller Zeiten und hat in den vergangenen Jahren alle Weltcup-Rennen gewonnen. Bei den Herren sind jene drei Fahrer weg, die meist auch unter den ersten Drei waren“, analysiert Kammerlander. Es werde also kommende Saison definitiv neue Siegergesichter geben. „Es findet ein kompletter Generationenwechsel statt. Das Feld wird sowohl bei den Herren als auch bei den Damen neu durchgemischt. Die jungen Wilden können nun vorpreschen“, so Scheikl. Aus österreichischer Sicht ruhen die Hoffnungen vor allem auf Riccarda Ruetz, die ihr Können trotz ihrer erst 20 Jahre bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat und zuletzt bei der Heim-WM Silber holen konnte.
„Riccarda hatte nach dem hervorragenden letzten Jahr diese Saison ein Lehrjahr. Sie hat zwar bei der WM Silber geholt, aber sonst keinen Podestplatz im Weltcup. Diese Entwicklung ist jedoch völlig normal – die zweite Saison ist meist die schwierigere, weil sich viele mehr erwarten. Für mich ist Riccarda weiterhin die Rodlerin, die Evelin einmal ablösen kann. Allerdings gibt es auch noch viele andere gute Athletinnen“, will Kammerlander die Erwartungshaltung nicht noch größer machen. Auch Scheikl warnt davor, Ruetz als die „nächste Evelin Lanthaler“ zu bezeichnen. „Das so zu fordern, wäre fatal. Alleine schon, weil Evelin über so viele Jahre so viele Siege eingefahren hat. Das wird wahrscheinlich auch nie übertroffen werden. Ricci ist aber auf jeden Fall aus österreichischer Sicht das große Zugpferd und ich traue ihr auch zu, dass sie die nächsten Jahre immer um den Gesamtweltcup mitfährt. Sie hat auch bei der Heim-WM gezeigt, dass sie einem großen Druck standhalten kann.“
Ich habe ja Sport studiert, deswegen wäre es schon interessant, das Wissen dahingehend zu vertiefen. Man müsste sich allerdings auch anschauen, wie das zeitlich aussehen würde. Abgeneigt bin ich nicht – außerdem möchte ich auch etwas zurückgeben.
Tina Unterberger
Rückkehr in den Rodelsport?
Möglicherweise helfen Scheikl und Unterberger künftig auch mit, die jungen Wilden im österreichischen Team zu unterstützen. Denn Kammerlander hätte die beiden Rodel-Legenden gerne weiterhin im Rodelsport – in welcher Funktion auch immer. „Ich habe mit Beiden ausgemacht, dass wir im Frühjahr Gespräche führen. Ich hoffe, dass sie in irgendeiner Art und Weise für uns zur Verfügung stehen. Michael kann alles – er ist im Materialbereich, als Trainer oder als Funktionär einsetzbar. Er könnte viele Facetten erfüllen. Bei Tina ist es ähnlich“, so Kammerlander.
Die beiden Aushängeschilder wären auch nicht abgeneigt, „ihrem“ Rodelsport weiter treu zu bleiben. „In welchem Ausmaß, wann und wo steht aber noch in den Sternen“, bremst Scheikl die Erwartungen. „Ich muss mir da Zeit nehmen und brauche auch etwas Abstand für mich.“ Ähnlich ist die Situation bei Unterberger, die mit ihrer Lebensgefährtin einen sechs Monate alten Sohn hat und ihren Fokus auch auf die Familie legen will. Die 38-Jährige kann sich aber vorstellen, in irgendeiner Art und Weise dem Rodelsport erhalten zu bleiben. „Ich habe ja Sport studiert, deswegen wäre es schon interessant, das Wissen dahingehend zu vertiefen. Man müsste sich allerdings auch anschauen, wie das zeitlich aussehen würde. Abgeneigt bin ich nicht – außerdem möchte ich auch etwas zurückgeben.“
Die aktive Karriere ist aber definitiv beendet. Was auch bedeutet, dass es keine Abschiedsvorstellung auf der Rollenrodel im Rahmen der Sport Austria Finals geben wird, wie Scheikl und Unterberger betonen. Dass sie am Bergisel dennoch dabei sind, um ihre Nachfolger:innen unter die Lupe zu nehmen, schließen sie hingegen nicht aus. „Vielleicht schau‘ ich vorbei. Die Sport Austria Finals sind eine Mega-Veranstaltung, das Konzept ist richtig geil“, schwärmt Unterberger.
Mitte März war es wieder so weit: Da ging in Wien in der VHS Kulturgarage im 22. Bezirk die IYC VIENNA 2025 über die Bühne! Mit über 200 Spieler:innen aus 17 Nationen aus den Alterskategorien U18 und U23 war die IYC auch dieses Jahr wieder das größte reine Jugendweltranglistenturnier der Welt!
Das Programm der International WDF Youth Challenge VIENNA war auch 2025 voller Highlights: Eröffnet wurde das Event am Freitag mit einem Warm-Up-Bewerb, dieser wurde im Format 170 Double Out ausgetragen. Am Samstag gingen dann die ersten offiziellen Bewerbe vonstatten: In der U18 fanden die Einzelbewerbe bei den Burschen und Mädchen, die mit PLATIN die höchste Kategorie der World Darts Federation (WDF) innehatten, sowie ein Qualifikationsturnier für die International Darts School League (IDSL) statt. In der U23 wurden hingegen Einzelbewerbe bei Burschen und Mädchen sowie ein gemeinsamer Doppelbewerb gespielt, die Einzelbewerbe hatten das Ranking SILBER der WDF. Während in der U23 am Sonntag Bewerbe im gleichen Format am Programm standen, fanden in der U18 jeweils ein gemischter Doppel- und Teambewerb statt.
Die Anzahl an Teilnehmer:innen wuchs auch 2025 wieder stark an: Waren es bei der IYC VIENNA 2024 bereits beeindruckende rund 170 Spieler:innen, so nahmen 2025 bereits über 200 Spieler:innen aus 17 Nationen an dem weltgrößten reinen Jugend-Weltranglistenturnier im Dartssport teil. Auch aus diesem Grund stellte es sich auch als eine hervorragende Entscheidung heraus, den Veranstaltungsort der IYC VIENNA zu wechseln: Die VHS Kulturgarage in der Seestadt stellte hervorragende Rahmenbedingungen zur Verfügung, womit das Event auf ein neues Level gehoben werden konnte.
Für ÖDV-Präsident Dipl. Ing. Dietmar Schuhmann war die IYC VIENNA 2025 ein voller Erfolg, außerdem streicht er das Projekt der International Darts School League (IDSL) hervor, die bei der IYC VIENNA 2025 ihre Premiere auf europäischen Boden feiern durfte: „Wir sind sehr stolz darauf, zum größten Jugend-Dartsturnier der Welt nicht nur mehr als 200 Kinder und Jugendliche begrüßen zu dürfen, sondern mit Devon “The African Warrior” Petersen den besten Dartsspieler Afrikas, der uns nicht nur die Aufwartung macht im Vorfeld unseres Länderspiels gegen Südafrika in Johannesburg, sondern auch um die Kooperation für das Programm zur Implementierung von Darts in den Schulen voranzutreiben. Durch die International Darts School League hoffen wir zukünftig noch viel mehr Kinder und Jugendliche für Darts, Sport und Mathematik zu begeistern. Die Veranstaltung war für uns die Apotheose unserer unermüdlichen Jugendarbeit.“
https://www.youtube.com/watch?v=3oX8luSyiJQ
Auch ÖDV-Generalsekretär und Jugendbetreuer Raphael Rokus zeigte sich zufrieden mit der IYC VIENNA 2025: „Die IYC VIENNA 2025 zeigt uns als Österreichischen Darts Verband (ÖDV), dass wir mit unserem Fokus auf eine starke und prosperierende Jugendarbeit den richtigen Weg eingeschlagen haben: Der Dartssport floriert, insbesondere junge Menschen finden vermehrter zu unserer Sportart, dafür ist die IYC VIENNA das beste Beispiel. Außerdem können wir zufrieden feststellen, dass trotz starker internationaler Konkurrenz auch dieses Jahr wieder österreichische Spieler:innen einige vielversprechende Ergebnisse einfahren konnten, was uns Hoffnung auf gute Resultate bei den kommenden internationalen Herausforderungen gibt.“
Sämtliche Ergebnisse der IYC VIENNA 2025 lassen sich HIER abrufen.
Österreichs erfolgreichster Open Water Schwimmer Jan Hercog hat eine kurze, aber dafür sehr intensive und erfolgreiche internationale Karriere hinter sich. Erst 2018 hat der gebürtige Steirer sein erstes Europacup-Rennen bestritten, es bis in die Weltspitze geschafft und sich in der internationalen Schwimmszene einen Namen gemacht. Aktuell ist er in der Weltrangliste immer noch auf Rang 17. In den letzten Jahren war Jan Fixstarter bei Europa- und Weltmeisterschaften. Bei der WM 2022 in Budapest schaffte er als Neunter das bisher einzige WM-Top-Ten-Ergebnis des OSV und ist der erste Österreicher überhaupt, der sich im Open Water für die Olympischen Spiele qualifiziert hat. Mit der Teilnahme an den Spielen 2024 in Paris hat er seinen großen sportlichen Lebenstraum erreicht und österreichische Sportgeschichte geschrieben.
„Auch wenn es ein wenig schmerzt und nicht leicht ist, irgendwann muss auch Schluss sein“, meint der 26-jährige Wahl-Deutsche. „Sich für Olympia zu qualifizieren, ist für einen Sportler das absolut Größte. Das war auch immer mein großes Ziel. Dass ich das tatsächlich erreicht habe, erfüllt mich schon mit großem Stolz. Einen weiteren Olympiazyklus anzuhängen, kann ich mir aber nicht vorstellen. Und sich nochmal für Olympia zu qualifizieren, wird sicher nicht einfacher, wenn nicht fast unmöglich. Daher ist jetzt ein perfekter Zeitpunkt, um aufzuhören. Schon bei den Spielen in Paris war der Gedanke an den Rücktritt groß.“
Nach vielen Jahren unermüdlichem Einsatz, unzähligen Trainingseinheiten und vielen unvergesslichen Rennen in allen Klassen ist es für Jan jetzt Zeit für den nächsten Schritt. Auch wenn alles noch sehr präsent ist. „Ich bin schon auch ein wenig traurig. Dieser Schritt ist nicht einfach. Ich werde auch nicht mit dem Schwimmen aufhören, aber mich vom professionellen Schwimmsport zurückziehen. Danke an alle, die mich unterstützt haben, danke für alles. Ich bin wirklich extrem dankbar, dass mich mein gesamtes Team und auch der Schwimm-Verband so lange unterstützt haben und mir meinen Traum ermöglicht haben. Ich habe sehr viele und tolle Erinnerungen, die ich sicher nie vergessen werde.“
Das eine Kapitel endet, das Nächste beginnt. Nach dem Sport geht es für Jan Hercog nahtlos in die zweite Karriere. Und die heißt Universität Heidelberg und akademische Ausbildung zum Physiotherapeuten. „Ich freue mich sehr auf diese nächsten Aufgaben und hoffe, dass ich dort ähnlich erfolgreich sein werde. Meine Ausbildung läuft bereits und wenn alles gut geht, schließe ich in drei Jahren mit dem Bachelor ab. Wohin es mich dann zieht, kann ich noch nicht sagen. Aber als Sport-Physio denke ich, hat man viele Möglichkeiten. Wer weiß. Am Ende komme ich vielleicht auch als Physio in den OSV zurück und kann die neuen Jungen unterstützen. Medizinisch und sportlich mit meiner Erfahrung.“
In der bislang kürzesten Runde des Turniers gab es am Samstag drei entscheidende Ergebnisse und eine neue Spitzenreiterin. Überraschend besiegte Olga Badelka Anna Muzychuk in einer spektakulären Angriffspartie, wodurch Zhu Jiner mit ihrem Sieg über Divya Deshmukh die Führung übernehmen konnte. Auch Nana Dzagnidze kehrte mit einem Sieg gegen Stavroula Tsolakidou zu einer positiven Bilanz zurück — und das sogar mit den schwarzen Figuren.
Die Sensation des Tages lieferte die Neo-Österreicherin Olga Badelka! Erfrischt vom Dorfausflug am Ruhetag scheint sie nun ihren Rhythmus im Turnier gefunden zu haben. Nachdem sie am Vortag gegen Goryachkina ein Remis erkämpft hatte, zeigte sie gestern eine lehrbuchreife Partie und besiegte die bis dahin führende Anna Muzychuk mit einem kraftvollen Angriff im Colle-Zukertort.
Der Schlüsselmoment der Partie ereignete sich im 15. Zug: Muzychuk hatte gerade 14…Se4 gespielt und plante nach 15.cxd5 Sxd2 einen Springertausch. Badelka war jedoch nicht gezwungen, zurückzuschlagen. Stattdessen entdeckte sie den starken Zwischenzug 16.dxe6!, der einen massiven Angriff einleitete und letztlich entscheidend war.
„Es ist besser, spät zu gewinnen als nie“, sagte Badelka im Interview nach der Partie. „Der Bergausflug ins Dorf am freien Tag war eine wohlverdiente Pause, und ich versuche immer noch, meinen Fokus zu finden“, fügte sie hinzu.
Österreich war beim Kata-Saisonauftakt im italienischen Friaul mit drei Teams vertreten.
Insgesamt gingen beim Kata-Europacup in Pordenone – im Rahmen der EJU-Tour – 164 Judoka aus 14 Nationen an den Start. Das Highlight aus rot-weiß-roter Sicht war die Silbermedaille für Martin und Phillipp Hinteregger (Judo Feldkirchen/JC SV Treffen/K) in der Kodokan-Goshin-jutsu-Kata.
Erstmals in der ÖJV-Historie konnten sich mit Vanessa Wenzl/Matthias Heinrich (Judoklub Tantanto/W) und Manuel Müller/Philipp Stark (JC SV Treffen/Judo Feldkirchen/K) zwei heimische Teams für das Finale in der Katam-no-Kata qualifizieren, am Ende gab’s – hinter den deutschen Siegern sowie drei Paaren des Gastgeberlandes – die Plätze fünf und sechs.
Bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck (18. bis 22. Juni) veranstaltet der Österreichische Judoverband die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Kata.
Gesamtsiege im Welt- und Europacup, zwei Europameistertitel, eine WM-Bronzemedaille, dazu eine Vervielfachung der Community auf den Social-Media-Kanälen und ein Instagram-Reel mit 40 Millionen Aufrufen – das waren die Highlights der Saison 2024/25 für den österreichischen Bob- und Skeletonverband.
Aber der Reihe nach: Der Verband unter Präsident Gerhard Rainer hat sich neu ausgerichtet, treibt die Professionalisierung auf sportlicher und administrativer Ebene voran und blickt mit viel Optimismus in Richtung Olympischen Spiele 2026 in Mailand und Cortina d‘Ampezzo. Also praktisch vor der Haustür.
Skeleton auf Erfolgskurs
„Im Skeleton müssen wir nicht lange diskutieren – die Saison war einfach grandios“, resümiert ÖBSV-Präsident Gerhard Rainer zufrieden. Mit Janine Flock als Gesamtweltcupsiegerin und gleich zwei Europameistertiteln (Anm.: Janine Flock und Samuel Maier) hat sich das österreichische Team an der Weltspitze festgesetzt. Auch die „zweite Garde“ hat mit starken Leistungen überzeugt. Julia Erlacher hat sich im Europacup die Gesamtwertung gesichert und konnte ebenfalls positive Akzente setzen. „Wir sind stolz auf die Entwicklung unserer jungen Athlet:innen. Es geht klar in die richtige Richtung“, so Rainer.
Bob: Verletzungspech bremst Erfolgsambitionen
Aber auch im Bobsport gab es in dieser Saison einige Lichtblicke, auch wenn die Erfolgsambitionen für Pilot Markus Treichl nach einem Meniskusriss beim Heim-Weltcup in Innsbruck-Igls Mitte Januar ein abruptes Ende fanden. „Das war ein harter Schlag für uns. Er hatte mit seinem Team unglaublich stark begonnen“, sagt Rainer. Ersatzweise sprang Jakob Mandlbauer ein. „Der Bursche hat Potenzial, aber es fehlt noch an Konstanz. Er braucht einfach noch seine Zeit, aber die geben wir ihm. Wir sind überzeugt, dass er immer näher in Richtung Weltspitze kommen kann“, berichtet der Tiroler.
Bei den Frauen hat sich Katrin Beierl im Laufe der Saison stark gesteigert und mit Anschieberinnen Christania Williams und Nicola Pichler zusätzliche PS für den Start hinzugewonnen: „Alles in allem eine gute Saison (Anm.: Beierl beendete die Saison auf dem 5. Gesamtrang), speziell was die Startzeiten betrifft. Vielleicht wurde zum Schluss der Fokus zu sehr auf die Starts gelegt, sodass Kati in der Bahn nicht mehr ganz so konsequent geliefert hat wie am Anfang der Saison.“ Auch Lea Haslwanter glänzte bei der Junioren-WM mit einem vierten Platz, und auch die Startzeiten im Europacup lassen für die Zukunft hoffen. „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber es gibt noch einiges zu tun – vor allem im Technik- und Startbereich.“
Aber auch im Para-Bob gab es 2024/25 einige Erfolgsmeldungen. Hermann Ellmauer jubelte nach einer überragenden Saison sowohl über WM-Bronze und EM-Silber als auch über Rang 3 im Gesamtweltcup.
Professionalisierung mit Weitblick
Abseits des sportlichen Geschehens arbeitet der Vorstand intensiv an der weiteren Professionalisierung der Verbandsstrukturen. „Als wir das Amt übernommen haben, war die Situation nicht einfach. Wir mussten das Büro umstrukturieren und organisatorisch einiges auf Vordermann bringen“, berichtet der ÖBSV-Präsident. Die Einstellung von Manfred Maier als Generalsekretär hat sich als Glücksgriff erwiesen: „Er bringt nicht nur sportliches Know-how mit, sondern auch ein starkes Netzwerk. Gewisse Dinge brauchen einfach ihre Zeit, aber ich sehe uns auf einem sehr guten Weg. In unserem Tun steckt aktuell sehr viel Dynamik.“
Doch die finanziellen Herausforderungen bleiben. „Es ist heute extrem schwer, Sponsoren zu überzeugen, gerade bei einer olympischen Randsportart wie wir es sind“, erklärt Rainer, der den Schwung aus der starken Saison 2024/25 mitnehmen möchte. Ein Hoffnungsschimmer ist das im vergangenen Jahr genehmigte Sportgerätetechnologie-Projekt des Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS). „Solche Förderungen sind Gold wert und helfen uns, konkurrenzfähig zu bleiben. Gerade im Hinblick auf die Olympia-Saison ist das natürlich ein großer und wertvoller Baustein.“
Auch in puncto Medienarbeit und Außendarstellung hat der ÖBSV in der letzten Saison einen großen Schritt gemacht: „Wir haben in der vergangenen Saison auch sehr viel in unsere Sichtbarkeit investiert. Nur wer gesehen wird, kann auf sich aufmerksam machen. Wir haben bei unserer Community stark zugelegt. Speziell das Reel vom EM-Titel von Samuel Maier ist auf Instagram richtig durch die Decke gegangen – über 1,1 Millionen Likes und über 40 Millionen Aufrufe. Da wurden die Synergien mit dem internationalen Verband perfekt genutzt. Das hilft uns in Österreich natürlich in den Gesprächen mit neuen potenziellen Partnern“, so Rainer.
Olympia 2026 im Fokus
Trotz aller Herausforderungen richtet sich der Blick bereits auf die Olympischen Spiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo. „Wir müssen langfristig denken und uns noch professioneller aufstellen – sowohl sportlich als auch organisatorisch“, betont Rainer. Die Nachwuchsarbeit soll verstärkt und die Kommunikation nach außen weiter verbessert werden. Die kommenden Monate stehen ganz im Zeichen der Olympia-Vorbereitung. „Wir wissen, wo wir hinwollen, und haben die nötige Motivation, unseren neu eingeschlagenen Weg konsequent zu gehen“, fasst Rainer zusammen. Mit seinem Team baut er bereits am Bob- und Skeleton-Team für die nächste Olympia-Kampagne 2030. „Die Leidenschaft und der Einsatz unserer Athlet:innen geben uns die nötige Energie. Wir werden alles daran setzen, auch in Zukunft erfolgreich zu sein und ihnen einen perfekten Rahmen zu bieten.“
Sommerliches Kräftemessen
Ein weiteres Highlight im Kalender des österreichischen Bob- und Skeletonverbandes sind die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck, die normalerweise vor allem Sommersportarten in den Fokus rücken. Doch auch die Bob- und Skeleton-Athlet:innen werden sich zum zweiten Mal im Zuge des Multisport-Events beim Anschub-Bewerb präsentieren. „Es ist eine tolle Gelegenheit, unseren Sport einem breiteren Publikum nahezubringen und die Begeisterung zu wecken“, freut sich Rainer. Nachsatz: „Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, dabei zu sein und unsere besten Sportler:innen daran teilnehmen zu lassen!“
Seit 2021 ist Caroline Mériaux Vizepräsidentin der Austrian Baseball Softball Federation (ABF) und in ihrer Funktion hauptverantwortlich für den Softball-Sport. In ihren Zuständigkeitsbereich fällt somit auch die Slowpitch-Sparte, die seit der Erstausgabe 2021 mit ihren Österreichischen MixedMeisterschaften Teil der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien ist. Wir haben mit der 39-jährigen Wienerin über ihre Leidenschaft für Softball, wichtige Nachwuchs-Strukturen, spezielles Pitching und natürlich die Finals gesprochen.
Caroline, du bist nicht nur ABF-Vizepräsidentin, sondern auch berufstätig, Spielerin auf Bundesliga- und Nationalteam-Niveau und hast auch jeweils eine Funktion im Klub sowie im Wiener Verband über. Wie bringst du das alles unter einen Hut?
Caroline Mériaux: Mit viel Leidenschaft und noch mehr Organisationsgeschick. Softball ist ein riesiges Ressort, aber mit der Erfahrung, die ich über die Jahre gesammelt habe, weiß ich, wann welche Aufgaben anfallen. Maßgeblich ist aber auch ein gutes Team. In meiner Rolle als Vizepräsidentin des Verbandes profitiere ich unter anderem von der guten Abstimmung mit meinen Kollegen im ABF-Büro. Und die Wanderers sind einer der größten Baseball-Softball-Vereine Österreichs, da gibt es viele helfende Hände. Aber natürlich ist auch das mit viel Arbeit und noch mehr Extrameilen verbunden.
Du wurdest kürzlich auf dem Verbandstag als Vizepräsidentin im Amt bestätigt und ich nehme an, es macht dir noch Spaß? Wie gerne übernimmst du auch in den kommenden zwei Jahren Verantwortung für den Softball-Sport?
Sehr gerne! Ich bin erst in meiner Anfangsphase. Insbesondere was die Nachwuchs-Agenden betrifft, habe ich noch viel vor. Mit unseren Nationalteams treten wir seit 2024 in allen Altersklassen, beginnend bei der U13, an. Diese Durchgängigkeit ist wichtig, um den jungen Mädchen Perspektiven und Chancen zu bieten. Was uns noch fehlt, ist ein nationaler Softball-Nachwuchs-Bewerb. Die Mädels in den Vereinen werden im Baseball groß, was auch Vorteile hat, aber spielerisch wäre es notwendig, dass sie sich in einer Fastpitch-Liga betätigen könnten.
Was fehlt noch, dass dieser Meilenstein erreicht werden kann?
Derzeit sind wir insgesamt noch nicht groß genug, dass wir eigene Fastpitch-Nachwuchs-Teams haben. Wir versuchen jetzt in diesem Jahr erstmals Spieltage abzuhalten, drei für die U13, vier für die U16. Es liegt aber auch an den Vereinen, die sich dafür zusammenschließen und organisieren müssen. Es steckt alles noch in den Kinderschuhen. Der Aufbau einer nachhaltigen Struktur braucht vor allem Zeit.
2024 war ja ein erfolgreiches Jahr für den Softball-Sport. Mit dem zwölften Platz bei der Europameisterschaft hat das Fastpitch-Nationalteam bewiesen, dass es bereits zum europäischen Spitzenfeld gehört. Was bleibt von der EM in den Niederlanden?
Die EM hat einmal mehr gezeigt, dass wir mit den großen Nationen phasenweise mitspielen können. Der ein oder andere zusätzliche Sieg, hätte uns in die Top-10 gespült, aber in den entscheidenden Momenten sind wir noch nicht konstant genug. Wir haben – mit Ausnahme weniger Veteraninnen – immer noch ein junges Team. Das macht in Zukunft jedenfalls Lust auf mehr.
Die Softball-Bundesliga startet in wenigen Wochen neuerlich mit „nur“ fünf Teams. Wünscht du dir, dass noch mehr Vereine Spitzen-Softball anbieten und damit auch in den Bundesländern eine gewisse Abdeckung erreicht wird. Oder gibt es noch nicht genügend Top-Spielerinnen für eine noch größere Liga?
Im Moment ist die Bundesliga relativ ausgeglichen. Dornbirn hat es in der Vorsaison erstmals (wieder) in die Top-4 geschafft. Das heißt, dass alle Teams Chancen auf die Playoffs haben. Natürlich wären mehr Teams wünschenswert, aber genauso wichtig ist es, dass die sportliche Competition hoch bleibt. Österreich ist mit zwei Teams in den höchsten europäischen Bewerben vertreten. Daraus lässt sich schon ein gewisses Niveau ablesen. Ich bin aber zuversichtlich, dass die Liga wachsen wird, weil aus einem erfolgreichen Nachwuchs-Programm auch eine breitere Spitze entstehen kann.
Im Slowpitch-Bereich war das Nationalteam bei der EM, die verschiedenen Ligen quer durchs Land laufen. Slowpitch scheint sich etabliert zu haben und angenommen zu werden?
Ja, dadurch hat Nationalteam-Coach Robert Dewanger auch mehr Möglichkeiten und einen größeren, qualitativeren Spieler:innen-Pool. Die professionelleren Rahmenbedingungen tun der Entwicklung des Teams gut. Ähnlich wie im Fastpitch hat auch bei der Slowpitch-EM die Konstanz gefehlt. Dass der eingeschlagene Weg jedenfalls richtig ist, zeigen die Einladungen zu prestigeträchtigen Turnieren nach England und Belgien in diesem Sommer. Wenn das Team besser eingespielt ist, sind in Zukunft auch noch bessere Ergebnisse drinnen.
Die 39-Jährige hat auch bei den Wanderers viel Verantwortung.
Vergangenes Jahr waren die Sport Austria Finals erstmals in Tirol. Was waren die größten Herausforderungen für die Slowpitch-Bewerbe?
Die allergrößte Herausforderung war das Wetter. Der Platz hat stark unter den vorangegangenen Regenfällen gelitten, aber der Bewerb konnte dennoch durchgeführt werden. Sicher ist die Infrastruktur in der Region limitiert, aber Schwaz war als Veranstalter außerordentlich ambitioniert und bemüht. Ich bin zuversichtlich, dass das Turnier in diesem Jahr ein großer Erfolg wird, wenn das Wetter diesmal mitspielt.
Die Witches & Bandits haben sämtliche Titel der Finals-Geschichte abgestaubt: Gelingt es heuer einem Team, die Oberösterreicher:innen vom Thron zu stoßen?
Ab und an passiert es bereits, dass die Witches & Bandits auch einmal eine Niederlage einstecken müssen, aber das sind bislang nur Ausreißer. Irgendwem wird es über kurz oder lang gelingen, den Titel zu erobern, ob es in diesem Jahr schon so weit ist, wird sich zeigen. Die Witches & Bandits sind einfach konstant gut und eingespielt. Sie stehen zurecht da, wo sie stehen und sind sicher im Juni wieder erste Anwärter auf den Pokal.
Richten wir den Blick noch einmal auf die ganze Sparte. Was ist – abgesehen von den Entwicklungen der Nachwuchs-Struktur – die größte Herausforderung oder Chance für die Zukunft?
Was mein Ressort betrifft, ist das Pitching wohl das größte Thema. Das Pitching im Fastpitch-Softball ist so speziell und benötigt so viel Aufmerksamkeit. Wir müssen es schaffen, frühzeitig anzusetzen und schon unseren jüngsten Spielerinnen die Möglichkeiten bieten, sich in diesem Bereich zu entwickeln und auch zu spezialisieren. Wenn wir uns da besser aufstellen, ist die Basis für eine erfolgreiche Zukunft gelegt.
Stanislaus Amann schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Österreichs derzeit wohl bester Disc-Golfer ist auch bei den Central European Disc Golf Championships nicht zu schlagen und feiert in der Slowakei seinen bereits vierten Saisonerfolg.
Wings of Varazdin, Iron City Ice Crush, Lipica Open, Central European Disc Golf Championships (CEDGC) – die Liste der Turniersiege Amanns im Jahr 2025 ist am vergangenen Wochenende wieder länger geworden. „Es könnte nicht besser gehen, ich kann von einer guten Frühform sprechen“, lacht der Titelträger.
Die CEDGC-Goldmedaille ist der bislang größte Triumph des Niederösterreichers in der noch jungen Saison. „Ein sensationeller Erfolg, der für mich auch emotional ist, weil ich den Titel sehr schätze“, so der Mann vom St. Pöltner Verein STPDISCGOLF.
57er-Runde entscheidet Duell Amann vs. Bilek
Nach drei gespielten Runden entschied Amann (-20) den Schlagabtausch mit dem Tschechen Bohdan Bilek (-19) knapp für sich. Auch der US-Amerikaner Jacob Harris (-17) hatte bis zuletzt Chancen auf den Sieg. „Das Feld war in der Spitze sehr stark besetzt. Der Zweikampf mit Bohdan war auf Messers Schneide. Cool, dass ich es dann heimgespielt habe“, so Amann, der sich nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit der Leistung äußerst zufrieden zeigte. „Ich habe konstant ein gutes Niveau abrufen können, nur kleine Fehler gemacht und insgesamt wieder sehr sicher gespielt.“ Ausschlaggebend für den Sieg des Österreichers war eine 57er-Runde (-9) zum Abschluss.
Mit dem Kurs in Lipica ist der vierfache Saisonsieger mittlerweile auf „Du und Du“. Schon seine Goldene beim zweiten Stop der Early Season Tour Anfang März holte sich Amann in der kleinen slowenischen Ortschaft. „Es war sicher ein Vorteil, dass ich zweimal hintereinander hier gespielt habe. Es ist ein Kurs, der meinem Spiel entgegenkommt.“
Für den Flugscheiben-Profi geht die Saison aber jetzt erst so richtig los. In den kommenden Monaten gibt es im Schnitt zwei Turniere monatlich. Highlights sind der letzte Stopp der Early Season Tour (29. März), die Konopiste Open, die Sport Austria Finals im Juni, sowie Welt- und Europameisterschaften.
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