Über 120 Fahrer kamen in die AREA 47 nach Tirol, um beim X-Wake Opening 2024 – einem International 4 Stars Wettbewerb – wertvolle Punkte für das offizielle IWWF-Ranking zu sammeln. Denn das Rennen für die Qualifikation der World Games 2025 in Chengdu ist noch völlig offen, dementsprechend stark war das Feld in der WakeAREA besetzt.
In der Kategorie Open Men sichert sich der aktuelle Europameister Oliver Orban (UNG) den ersten Platz. Dicht dahinter folgt der amtierende Weltmeister Max Milde auf Platz zwei vor dem italienischen Landesmeister Alessandro Dagostino. Bester Österreicher wird Kilian Pircher auf Rang neun.
Bei den Open Ladies ist Dominatorin Julia Rick erneut nicht zu schlagen. Die Deutsche triumphiert auch beim zweiten Saisonbewerb und lässt das österreichische Ausnahmetalent Mariella Flemme hinter sich. Die 19-jährige ÖWWV-Athletin darf sich aber immerhin über einen starken zweiten Platz freuen. Dritte wird Aurélie Godet aus Frankreich.
Wenn man so etwas wie die Königsklasse des Ausdauersports benennen müsste, es wäre wohl der Triathlon. Schwimmen, Radfahren, Laufen – in langen Distanzen und alles direkt nacheinander. Mehr Herausforderung geht nicht.
Anders als andere Sportarten ist die Historie des Triathlons aber eine vergleichsweise kurze. In den 1920er Jahren tauchte in Frankreich erstmals ein Mehrkampf, bestehend aus den drei Sportarten, auf. Unter dem Namen „Les Trois Sports“ fand ab 1920 jährlich ein Bewerb statt, in dem ein 3-km-Lauf, ein 12-km-Radrennen und die Überquerung des Flusses Marne absolviert werden musste.
Durchbruch erst in den 1970er Jahren
Bis zum richtigen Durchbruch sollten aber noch weitere 50 Jahre vergehen. Denn erst mit der Fitnesswelle der 1970er Jahre kam auch der Triathlon auf die sportliche Landkarte. Am 25. September 1974 veranstalteten die beiden US-Amerikaner Jack Johnstone und Don Shanahan in San Diego den ersten Bewerb, der offiziell den Namen Triathlon („Mission Bay Triathlon“) trug.
46 Teilnehmer musste 6 Meilen (ca. 10 km) Laufen, 5 Meilen (ca. 8 km) Radfahren und 500 Yards (ca. 0,5 km) Schwimmen. Vier Jahre später initiierten Navy-Offizier John Collins und seine Frau Judy den ersten Hawaii Iron Man Triathlon, der bis heute als prestigeträchtigster Bewerb gilt. Collins‘ Idee damals: Wer den 2,4 Meilen lange Rough Water Swim vor Waikiki Beach durchschwimmt, die 112 Meilen über die Ride Around Oahu radelt und den klassischen Honolulu-Marathon am schnellsten läuft, der darf sich „Iron Man“ nennen.
Ironman als ultimative Herausforderung
Mehr als 30 Jahre später haben die damals festgelegten Distanzen von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und den abschließenden Lauf über 42,195 km noch immer ihre Gültigkeit. Seit 1982 wird der Ironman Hawaii unter der Bezeichnung „Ironman World Championship“ im Oktober auf der Hauptinsel Hawaii ausgetragen.
Mittlerweile haben sich im Triathlon-Sport allerdings mehrere Formate bzw. Distanzen etabliert, seit 2000 ist der Sport auch im olympischen Programm vertreten. „Im Prinzip gibt es zwei Hauptformate“, erläutert ÖTRV-Generalsekretär Herwig Grabner. „Einmal die Olympische Distanz, mit 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Für uns im Verband ist das die wichtigste Disziplin. Dann gibt es noch die Mittel- und Langdistanz-Bewerbe, die auch touristisch sehr interessant sind und die Massen anziehen.“
Wer’s noch härter mag, macht Crosstriathlon
Eine weitere, extremere Form des Straßen-Triathlons ist der Crosstriathlon, der auch im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien ausgetragen wird. Dort wird zwar auch geschwommen, aber die Radstrecken gehen – im Gegensatz zum Straßen-Triathon – durch herausfordernde Routen, die häufig über 1.000 Höhenmeter mit steilen Anstiegen und technisch anspruchsvollen Abfahrten umfassen. Das Laufen findet meistens als Crosslauf auf schwierigem Gelände statt.
“Am Crosstriathlon reizt mich am meisten, dass es hier nicht darauf ankommt, wie schnell man sich in diversen Triathlonfeldern in einer Gruppe beim Radfahren vorwärts bewegen kann. Hier kommt es wirklich auf den einzelnen Athleten an. Vor allem muss man sich auf dem Mountainbike bewegen können. Im Grunde genommen ist am Ende das Ergebnis einfach ehrlicher”, so Jens Roth, ehemaliger deutscher Top-Crosstriathlet.
Österreichs beste Crosstriathletin Carina Wasle ergänzt: “Mir taugt am Crosstriathlon, dass man so naturverbunden ist. Jedes Rennen ist total unterschiedlich und eine neue Herausforderung. Auch die Strecken sind so unterschiedlich, dass es immer ein neues Abenteuer ist. Zum Trainieren ist es ebenfalls sehr abwechslungsreich. Außerdem finden die Wettkämpfe immer an den schönsten Plätzen der Erde statt, an die man sonst nie hinkommen würde.”
Kate Allen holte 2004 für Österreich Olympia-Gold im Triathlon
Hier die wichtigsten Formate im Überblick:
Olympische Distanz bzw. Kurzdistanz (z.B.: ITU World Championship Series und Olympische Sommerspiele)
Schwimmen: 1,5 km Radfahren: 40 km Laufen: 10 km
Mitteldistanz (z.B.: Ironman 70.3)
Schwimmen: 1,9 km Radfahren: 90 km Laufen: 21,1 km
Langdistanz (Ironman)
Schwimmen: 3,86 km Radfahren: 180 km Laufen: 42,2 km
Crosstriathlon bei den Sport Austria Finals 2024 (Samstag, 1. Juni 2024, Startzeit: 12 Uhr)
Schwimmen: 1 km Radfahren: 30 km (350 Höhenmeter) Laufen: 9,6 km (320 Höhenmeter)
“Prahle damit für den Rest deines Lebens!”
Für Hobby-Triathleten steht vor allem das Gefühl im Vordergrund, das dreiköpfige Biest besiegt und einen Triathlon gefinished zu haben. Schon Ironman Hawaii-Erfinder schrieb damals handschriftlich auf einen Zettel: „Schwimme 3,8 km, radle 180 km, laufe 42,2 km. Prahle damit für den Rest Deines Lebens!“
Das kann Herwig Grabner, selbst ehemaliger Triathlet, nur bestätigen: „Natürlich ist es schon sehr aufwändig und kräftezehrend. Gerade der Marathon am Ende ist für viele ein Thema. Aber wenn man sich das Ding gut einteilt und gut vorbereitet ist, ist das alles machbar. Es sagt zwar jeder, der einen Langdistanz-Triathlon absolviert hat, dass es extrem hart, aber auch eine der tollsten Erfahrungen in seinem Leben war. Ich kann es nur jedem empfehlen, einen Triathlon zu probieren – am besten mal einen Kurzdistanz, um mal reinzuschnuppern. Für viele ist es eine enorme Veränderung, weil man dadurch fitter und stärker wird und positiver in die Zukunft geht.“
Marina Vuković entstammt einer Karate-Familie par excellence: Papa Ivo hat in Saalfelden das rund 300 Mitglieder umfassende Karate Leistungszentrum Pinzgau, es ist mittlerweile der größte Verein in Österreich, gegründet. Marinas Mutter Ana und ihre Schwestern Nikolina und Magdalena teilen ebenfalls die große Leidenschaft fürs Karate – eine große familiäre Passion sozusagen. Ivo Vuković – stolzer Träger des 4. Schwarzen Gürtels – ist zudem der Haupttrainer seiner Tochter, und das mit großem Erfolg. „Ich hatte eigentlich gar keine andere Wahl, als mit dem Karate zu beginnen und bin mit diesem Sport aufgewachsen. In meinen jungen Jahren war ich immer schon bei den Trainings dabei, mit fünf Jahren durfte ich dann endlich loslegen. Ich habe zwar viele andere Sportarten ausprobiert, aber im Endeffekt war die Liebe zum Karate so groß, dass dieser Sport bis heute meine klare Nummer eins geblieben ist“, verrät die 21-jährige Pinzgauerin, bei der bereits in den Anfangsjahren ihr großes Talent ersichtlich war.
Die Begeisterung für den Kampfsport war bei Vuković immer schon groß und mit 14 Jahren legte das Karate-Talent dann so richtig los. „Das Gesamtpaket im Karate macht es für mich so spannend. Konzentration, Schnelligkeit und die geforderte Präzision sind für mich eine perfekte Kombination. Ich bin daher sehr viel mit meinem Papa unterwegs und komme auf der ganzen Welt herum. Das ist schon cool. Ich bekomme vom Nationalteam eine sehr große Unterstützung – das hilft extrem“, so Vuković, die als extrem ehrgeizig, gut gelaunt und im wahrsten Sinn des Worts als ein wenig positiv verrückt gilt.
Die Chemie passt und das gegenseitige Vertrauen, das speziell in einer Kampfsportart von großer Bedeutung ist, passt zu 100 Prozent. „Es ist eine extrem coole Kombination. Ich profitiere sehr viel davon. Die Trainings passen, die Kommunikation ist gut – wir sind einfach ein eingespieltes Team. Aber es ist nicht immer einfach, manchmal bekommt man sich auch in die Haare. Aber es hat so viele Vorteile und ich könnte mir keinen besseren Trainer vorstellen. Er kann sich gut in mich hineinversetzen und weiß, wie ich mich in Ausnahmesituationen fühle. Wir haben einen sehr guten Weg gefunden. Im Sport haben wir ein Trainer-Athletin-Verhältnis, erst danach tauchen wir wieder in die Papa-Tochter Welt ein“, verrät die Pinzgauerin, die auf eine harte Zeit zurückblickt. Im Oktober 2022 verletzte sich Vuković. Der Weg zurück gestaltete sich als länger und schwieriger als ursprünglich angenommen. Aber die Talfahrt ist überwunden und die 21-Jährige ist bereit für neue Höhenflüge.
In ihrer Kategorie (-68kg) ist das heimische Karate-Ass mittlerweile in die Premiere League, wo die Top-32 der Welt teilnehmen, vorgestoßen und wusste zuletzt in Kairo zu begeistern: „Ich bin echt zufrieden, auch wenn ich in den letzten Wochen einige kleine Fehler gemacht habe – das hat mir viel gekostet. Aber ich habe gemerkt, dass ich in der Premiere League mithalten kann. In Kairo habe ich zwar zwei Kämpfe knapp verloren und einen gewonnen – ich hatte aber schon lange nicht mehr so ein gutes Gefühl. Den Schwung will ich jetzt mitnehmen. Nun will ich in der Allgemeinen Klasse Fuß fassen und mich dort etablieren.“
Ende Mai geht es für die große Zukunftshoffnung nach der Europameisterschaft in Kroatien zum nächsten großen Premiere-League-Event nach Casablanca (MAR). Die Freude ist groß, auch wenn Vuković somit ihren Titel bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck (29. Mai bis 2. Juni) dadurch nicht verteidigen kann. „Die Sport Austria Finals sind super. Ich habe es letztes Jahr in Graz extrem genossen und mich sehr wohlgefühlt. Das Event hilft unserer Sportart extrem. Es geht einfach darum, dass mehr Leute mit Karate in Berührung kommen und uns sehen. Leider überschneidet sich der Wettkampf in Graz mit einem Premiere-League-Termin. Da liegt heuer meine Priorität drauf, da ich Punkte fürs Ranking sammeln will. Ich werde die Finals aber von der Ferne verfolgen, es wird ja sicherlich wieder umfangreich berichtet werden“, sagt die Salzburgerin.
Olympia-Boom und nationale Aushängeschilder
Nach der Olympia-Bronzemedaille von Bettina Plank bei den Olympischen Spielen in Tokio ist Karate wieder im Alltag angekommen. Die Anstrengungen und die Hoffnungen, wieder ins Olympische Programm aufgenommen zu werden sind aber weiterhin intakt. „Betti (Anm.: Bettina Plank), Poky (Anm.: Stefan Pokorny) und Alissa (Anm.: Buchinger) haben in den letzten Jahren für unseren Sport sehr viel gemacht und sind/waren die großen Aushängeschilder. Das hat Karate in Österreich gepusht und gutgetan. Mit der Olympia-Medaille gab es einen richtigen Boost, doch der ist schon wieder etwas verflogen. Da wir nicht mehr im Olympischen Programm sind, ist das mit Förderungen und Sponsoren wieder schwieriger geworden – das schränkt die Zukunftsmöglichkeiten leider wieder etwas ein“, erklärt die 21-Jährige, die neben ihrer aktiven Laufbahn bereits als Kindertrainerin im Einsatz ist. Darüber hinaus hilft sie projektbezogen bei einer Eventfirma aus und ist als Marketing-Assistentin bei einem anderen Unternehmen tätig.
Europameisterschaft als nächstes Zwischenziel
Trotz des straffen Zeitplans bereitet sich die Salzburgerin intensiv auf die kommende Europameisterschaft im kroatischen Zadar (8.–12. Mai). „Das ist fast ein Heimspiel für mich, da wir ja aus Kroatien kommen. Ich möchte so viele Runden wir möglich überstehen. Als Sportlerin strebt man natürlich immer nach Medaillen, das hat man sozusagen immer im Hinterkopf. Es ist nichts unmöglich, es hängt aber viel von der Tagesverfassung und der Auslosung ab. Ich liebe zwar den Einzelsport, aber ich freue mich aber auch schon sehr auf den Teambewerb. Dort haben wir nicht so schlechte Chancen auf ein erfolgreiches Abschneiden.“
Der Begriff „vielseitig“ trifft perfekt auf Victoria Steiner zu. In der Brust der 20-jährigen Tirolerin schlagen gleich mehrere Herzen: Gewichtheben, Harfe und Skeleton. Da auch ihr Tag nur 24 Stunden hat, musste sie sich vor kurzem von einer der drei Leidenschaften verabschieden, in einer anderen träumt sie weiterhin von der Weltspitze.
Der Reihe nach: Im Alter von sieben Jahren startete Steiner im Eiskanal durch. Kopf voraus, mit bis zu 100 km/h – Skeleton eben. „Meine beiden Brüder waren Bobfahrer, so bin ich zum Skeleton gekommen. Das war meine erste große Liebe“, erinnert sie sich. „Da man im Skeleton relativ viel Krafttraining machen musste, bin ich zum Gewichtheben gekommen.“
Familie verpflichtet
Und auch in dieser Sportart gab und gibt es familiäre Verbindungen. Vater Harald Steiner war als Gewichtheber jahrelang aktiv, wurde mehrfacher Staatsmeister und vertrat Österreich bei Welt- und Europameisterschaften. Inzwischen ist er Obmann beim KSV Rum und damit bei jenem Verein, bei dem Victoria aktiv ist – und der 2024 die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien ausrichtet.
„Meine Trainingspläne schreibt er nicht, aber Papa ist beim Training immer dabei und schaut mir über die Schulter. Unser Verhältnis ist sehr gut, er gibt mir wertvolle Tipps“, sagt Victoria.
Bis vor zwei Jahren war die Tirolerin „zweigleisig“ unterwegs, jagte neben dem Gewichtheben auch durch den Eiskanal. 2020 vertrat sie Österreich sogar bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lausanne (SUI) und wurde Fünfte. „Irgendwann wurde es sehr viel: Gewichtheben, Skeleton, Schule – vor zwei Jahren habe ich dann mit Skeleton aufgehört. Ich wäre da in den Europacup gekommen und wäre den ganzen Winter unterwegs gewesen, dann hätte das Gewichtheben zu sehr gelitten.“
Vorfreude auf die Finals
Ende 2023 erreichte sie bei der U20-WM Rang neun. „Ich habe letztes Jahr maturiert und mich dann voll auf das Gewichtheben konzentriert. Leider hatte ich mit Verletzungen zu kämpfen, mein Rücken hat immer wieder Probleme gemacht.“
Ab sofort ist Steiner in der U23 unterwegs, bei der WM würde sie bereits in der allgemeinen Klasse starten. In welcher Gewichtsklasse, hängt vom jeweiligen Wettkampf ab: „Ich bin zwischen 71 und 76 Kilogramm und kann in den beiden Klassen starten. Man schaut immer, wer bei welchem Event startet und entscheidet dann.“
Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (29. Mai bis 2. Juni) wird Steiner bis 71 kg an den Start gehen. Der Grund: „Bis 76 kg gibt es keine Staatsmeisterschaft, sondern eine Meisterschaft. Also will ich es bis 71 kg wissen und im Idealfall den Titel holen, auch wenn die Konkurrenz stark ist. Es wird sicher ein spannender Bewerb!“
Die Österreichischen Staatsmeisterschaften haben im Gewichtheben einen hohen Stellenwert. „Da ist immer viel los, für mich ist es neben der U23-EM im Herbst das Saisonhighlight“, sagt Steiner. „Heuer ist es besonders cool, dass die ÖSTM im Rahmen der Sport Austria Finals stattfinden, da wird unsere Sportart sicher mehr gesehen als sonst. Gewichtheben ist nach wie vor eine Randsportart, obwohl es für viele andere Sportarten die Grundlage ist.“
Fingerspitzengefühl gefragt
Bei den Finals könnte Steiner theoretisch nicht nur im Gewichtheben antreten, sondern auch als Show-Act auf der Bühne am Vorplatz des Landestheaters auftreten. Denn die 20-Jährige spielt leidenschaftlich gerne – und gut – Harfe. „Ich spiele seit 13 Jahren Harfe. Meine beste Freundin hat damals gespielt, so habe ich damit begonnen“, berichtet sie. „Musik ist ein großer Teil meines Lebens, deswegen starte ich im Herbst auch ein Studium in Musikwissenschaften.“
Eine Stunde pro Tag spielt Steiner das Saiteninstrument. Während für das Gewichtheben viel Kraft gefordert ist, verlangt die Harfe Fingerspitzengefühl. „Bei beidem braucht es eine gute Technik, aber grundsätzlich ist der Kontrast groß. Genau das mag ich daran.“
Steiner träumt von den großen Konzerthallen dieser Welt. Aber eher im Gewichtheben, wo große Bewerbe – wie zuletzt bei den Olympischen Spielen in Tokio im „Tokyo International Forum“ – gerne in Konzerthallen ausgetragen werden. „Es ist noch ein großer Schritt an die absolute Weltspitze, aber ich glaube daran. Dafür trainiere ich täglich und gebe alles.“
Die Geschichte des Wakeboardens ist eine relativ junge. Wobei nicht ganz eindeutig ist, wann die Sportart tatsächlich das Licht der Welt erblickte. Die ersten Anfänge datieren jedenfalls aus den 1950er Jahren, wo aus dem Wasserskifahren mit Monoskiern die Urform des Wakeboardings entstand. Mit dem heutigen, modernen Wakeboarden hatte das damals allerdings noch nicht viel zu tun.
Erst in den 1980er Jahren, als das Snowboarden immer mehr aufkam, stand auch das Pendant im Sommer plötzlich im Rampenlicht. Zum richtigen Trend wurde es dann in den 1990er Jahren, nachdem der US-Amerikaner Herb O’Brien mit dem „Hyperlite“ ein besonderes leichtes und kurzes Wakeboard entwickelte. Von da weg war der Aufstieg nicht mehr aufzuhalten, wie sich auch Michael Krikula, Wakeboard-Sportdirektor im Österreichischen Wasserski- und Wakeboard-Verband (ÖWWV), erinnert:
Olympische-Krönung fehlt noch
„1997 bin ich zum ersten Mal mit dem Wakeboard in Kontakt gekommen. Und zwar beim Wakeboard-Lift auf der Donauinsel in Wien. Damals war Wakeboarden dem damaligen Wasserskifahren gleichgestellt, das heißt man musste dazwischen immer warten, bis man wieder fahren durfte. Das hat sich in den vergangenen Jahren massiv verändert. Wakeboarden wurde am Lift einfach immer größer, Wasserskifahren immer kleiner. Der Lift in Wien heißt auch mittlerweile Wakeboard-Lift und nicht mehr Wasserski-Lift.“
2001 fand schließlich die ersten offizielle Wakeboard-Weltmeisterschaft in Duisburg statt, seit 2005 ist Wakeboarden außerdem bei den World Games vertreten. Nur die Aufnahme ins Olympische Programm blieb bislang verwehrt. 2011 kam Wakeboarden zwar auf die Shortlist des IOC, wurde aber letztlich nicht berücksichtigt. „Ich habe damit gerechnet“, sagt Krikula. „Der internationale Verband ist einfach zu klein, um relevante Lobby-Arbeit leisten zu können. Und auf die kommt es aus meiner Sicht letztlich an. Wir müssten eher probieren, im Windschatten von Skateboard oder Snowboard zu fahren. Man weiß ja, dass Snowboarden zu den allerbeliebtesten Sportarten bei Olympia gehört und weltweit auch viel größer übertragen wird als die alpine Herren-Abfahrt. Auch wenn man das in Österreich nicht wahrhaben will.“
Ausrüstung & Modus
Welche Arten des Wakeboardens es gibt und was man dazu braucht, erfahrt ihr in unserem kleinen Guide:
Das Wakeboard:
Die handelsüblichen Wakeboards sind zwischen 111 und 151 cm lang sowie ca. 38 bis 50 cm breit und bestehen aus einem Schaum-, Waben- oder Holzkern. Wichtige Eigenschaften des Boards sind die Rocker (Biegungen), die Channels (Führungskanäle), die Form des Bretts und die Gestaltung der Finnen.
Technik & Tricks:
Analog zum Snowboarden unterscheidet man auch beim Wakeboarden zwischen „Goofy“ und „Regular“. Beim Goofy-Fahren steht der rechte Fuß vorne in Fahrtrichtung, beim Regular der linke. Ziel ist es, in seinem Lauf viele Elemente einzubauen und eine hohe Jury-Bewertung zu kommen. „Es gibt drei Schiedsrichter, die den technischen Schwierigkeitsgrad bewerten. Also wie die Fahrer:innen die Obstacles mitnehmen, wie sie über die Schanzen springen und die Air-Tricks machen“, erklärt Krikula. „Die Air-Tricks kann man nur mit Hilfe des Seilzugs, das wie ein Katapult funktioniert, durchführen. Hat man dann genug Spannung und Geschwindigkeit, kann man alle möglichen Tricks wie zum Beispiel den Superman-Sprung oder Saltos zeigen. Außerdem müssen die Fahrer:innen einen abwechslungsreichen Lauf zeigen und alle Bewegungen sauber ausführen.
Cable oder Boot:
Wakeboarden kann man entweder mit Cable (Seilbahnanlage) oder Boot ausführen. Beim Boot-Antrieb werden die Sportler:innen werden von einem Motorboot mit einer Geschwindigkeit von rund 35 km/h gezogen. Die Kielwelle des Bootes (Englisch: „Wake“) kann als Rampe verwendet werden, um Tricks zu zeigen. Beim Cable werden die Sportler:innen von einer Seilanlage (“Cable”) mit etwa 30 km/h gezogen. Der Parcours besteht aus Obstacles und Rampen/Kicker, auf denen die Tricks gezeigt werden müssen.
Bogenschießen ist eine der ältesten und heute noch ausgeübten Sportarten und eng mit der Geschichte der Menschheit verbunden. Historisch gesehen wurde das Bogenschießen für die Jagd und Kriegsführung verwendet, die frühesten Beweise für die Verwendung von Pfeil und Bogen stammen aus den südafrikanischen Stätten wie der Sibudu-Höhle, wo Pfeilspitzen aus der Zeit vor etwa 64.000 Jahren gefunden wurden.
Die ersten aufgezeichneten Bogenschießturniere fanden in China während der Zhou-Dynastie (1027-256 v. Chr.) statt. Im Jahr 1931 entwickelte sich der Sport rund um den Globus und der internationale Dachverband wurde gegründet, heute bekannt als World Archery.
Inzwischen gibt es zahlreiche Bogentypen und Bewerbe. Bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (29. Mai bis 2. Juni) finden die Österreichischen Staatsmeisterschaften im Olympic Recurve und im Compound statt.
Olympic Recurve
Der verwendete Bogen, der häufig als „olympischer Bogen“ bezeichnet wird, ist ein technologisch hoch entwickeltes Sportgerät, mit welchem genaue Treffer auf große Distanzen erzielt werden können. Bogenschießen gehört seit 1972 zu den olympischen Sportarten. Zuvor war es bereits in den Jahren 1900, 1904, 1908 und 1920 im Programm der Olympischen Spiele vertreten. 1904 war es die einzige Sportart, bei der auch Frauen teilnahmeberechtigt waren.
Die Zielscheibe hat einen Durchmesser von 122 cm und befindet sich 70 m von den Teilnehmenden entfernt. Sie versuchen, die Pfeile so nah wie möglich in die Mitte der Zielscheibe zu schießen und mit den erzielten Punkten die gegnerischen Personen zu überbieten. Das Olympische Bogenschießen besteht aus fünf Veranstaltungen: zwei Einzelwettbewerben und zwei Mannschaftswettbewerben jeweils für Athletinnen und Athleten, sowie ein gemischtes Teamturnier.
Bogenschießen erfordert große Konzentration und Geschicklichkeit. Die Teilnehmenden müssen ihre Nerven behalten, da nur ein einziger Punkt über Sieg und Niederlage entscheiden kann. Die einzelnen Wettkämpfe bei den Spielen beginnen mit der Ranglistenrunde, in der die 64 Athlet:innen 72 Pfeile schießen, um eine Platzierung für die Einzel-K.o.-Runde zu erhalten. Die Sportler:innen treten in diesem K.O.-System gegeneinander an, bis zum Finale. Die bestplatzierte Person tritt gegen die 64. Person an, die oder der Zweitplatzierte Sportler:in gegen die 63. Person und so weiter.
Das Team-Event verwendet die gleichen Ranglistenergebnisse aus dem Einzelwettbewerb, um die Setzliste für die Teams zu bestimmen. Die besten vier Teams gelangen direkt ins Viertelfinale, während der Rest des Feldes in einer K.o.-Runde antritt. Das Mixed-Team-Event nutzt ebenfalls die Ergebnisse der Ranglistenrunde, um sich zu qualifizieren und Teams zu setzen.
Compound
Bei Compoundbögen, die sich mit seiner speziellen Konstruktion das Hebelgesetz zu nutzen machen, hat der Bogen eine weitaus größere Spannenergie, weil die aufgewendete Zugkraft des Schützen bereits vom Beginn des Auszuges an bis kurz vor dem vollen Auszug annähernd gleichmäßig hoch ist und dadurch dem Pfeil ein wesentlich höherer Impuls gegeben wird.
Der Compoundbogen ist eine moderne Ausführung des Bogens, die 1966 von Holless Wilbur Allen in den USA erfunden wurde. Das auffälligste Merkmal sind kleine nockenähnliche exzentrische „Kurvenscheiben“ bzw. Rollen (engl. camwheels) an den Bogenenden, kurz Cams genannt. Sie verfügen über zwei verschiedene Durchmesser, auf denen Kabel oder Sehnen aufgerollt sind. Im ungespannten Zustand ist auf dem größeren der beiden Durchmesser die Sehne aufgerollt. Beim Spannen des Bogens wird die Sehne des Bogens vom großen Durchmesser abgerollt und auf dem kleinen Durchmesser wird das am gegenüberliegenden Wurfarm befestigte Kabel aufgerollt. Die Cams sind zusätzlich exzentrisch aufgehängt.
Geschossen wird auf eine Distanz von 50 m, das Zentrum (10) hat einen Durchmesser von 8,0 cm. Die Auflage reicht bis zum 5. Ring. Es gibt Welt- und Europameisterschaften, zudem ist Compound Teil der World Games.
Österreichs Kunstturnerinnen gelang bei der Europameisterschaft in Rimini ein beeindruckend guter Team-Auftritt. Obwohl stark ersatzgeschwächt am Start und nicht optimal durchgekommen, stellten Leni Bohle, Selina Kickinger, Alissa Mörz, Charlize Mörz und Debütantin Aurea Wutschka mit 148.963 zum fünften Mal in Folge einen rot-weiß-roten Punkterekord bei einem Großereignis auf. Dies bedeutete Team-Rang 13, das historisch drittbeste heimische Turnerinnen-EM-Ergebnis.
Beim Qualifikations-Erfolg für das Team-Finale von Gastgeber Italien vor Großbritannien und Frankreich liefen drei österreichische Schlüssel-Übungen allerdings nicht nach Wunsch: Gesamt-Weltcupsiegerin Charlize Mörz verpasste wegen Fehlern das Top-8-Gerätefinale am Boden hauchdünn, sie wurde Zehnte und ist nun (da drei Britinnen vor ihr liegen und nur zwei ins Finale dürfen) erster Ersatz für die Entscheidung. Selina Kickinger und Leni Bohle mussten beide gleich zu Beginn des Wettkampfs unfreiwillig vom Schwebebalken, damit war das Rennen um die angestrebte Olympia-Qualifikation für die beiden früh gelaufen.
Den einzigen bei der EM noch zu vergebenen Paris-Startplatz sicherte sich Belgiens Maellyse Brassart mit 51.932 Punkten auf EM-Rang 11. Selina Kickinger erzielte mit 50.298 Punkten trotz des Balken-Sturzes einen persönlichen Punkterekord im Mehrkampf, landete in diesem auf Platz 28 und am Boden auf Platz 20. Mit ihrem WM-Ergebnis 2023 rangiert Kickinger aber nach wie vor auf der ersten internationalen Nachrücker-Position für die Olympischen Spiele. Alissa Mörz und Aurea Wutschka erwiesen sich bei der EM als besonders wichtige Team-Stützen, lieferten bei ihren jeweils drei Auftritten optimal ab.
Österreichs 148.963 Team-Gesamtpunkte von Rimini liegen klar über dem zuvor intern definierten Ziel von 148.000 und bedeuten eine weitere Leistungssteigerung gegenüber den letzten beiden Welt- und Europameisterschaften. Selina Kickinger stellvertretend für das Team: „Schade, dass wir nicht fehlerfrei geblieben sind, doch mit uns geht es klar weiter aufwärts, das hat heute jeder gesehen.“ Sportdirektorin Eva Pöttschacher: „Ich bin sehr stolz auf diese Turnerinnen, ihnen gehört die Zukunft.“
Die Olympia-Premiere von Squash findet zwar erst 2028 in Los Angeles statt, der Österreichische Squash Rackets Verband (ÖSRV) hat in den vergangenen drei Jahren aber bereits eine Mini-Form der Olympischen Spiele erleben dürfen. Denn mit der dreimaligen Teilnahme an den Sport Austria Finals in Graz bekam der ÖSRV einen ersten Eindruck davon, wie eine Multisport-Veranstaltung aussehen kann. „Mir hat es total gut gefallen, dass alle Sportarten so komprimiert präsentiert wurden. Das Ambiente in Graz war wirklich beeindruckend“, gerät Präsident Thomas Wachter ins Schwärmen. Auch der eigene Sport stand plötzlich im Rampenlicht und wurde so präsentiert, wie es sich Wachter immer wünschen würde.
„Squash wurde alleine durch die tollen Übertragungen richtig gut in Szene gesetzt.“ Generell hat der gebürtige Pfrontener (Allgäu) in Graz eine positive wie erstaunliche Entwicklung wahrgenommen. „Man hat richtig gemerkt, dass Graz durch die Sport Austria Finals sportfanatisch geworden ist. Es war ein richtiger Wandel spürbar. Auch Squash hat in Graz durch die Finals einen Schub bekommen.“
Ähnliches erhofft sich der ÖSRV-Präsident nun auch für Innsbruck bzw. Tirol, wohin die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in diesem Jahr übersiedeln. Gerade, weil die Rahmenbedingungen dort nicht die besten sind. „Das größte Problem ist, dass in Österreich immer mehr Anlagen schließen, weil sie für die Betreiber oft nicht lukrativ sind. Auch in Innsbruck gibt es diese Tendenz. Deswegen hoffe ich, dass wir das Land Tirol und die Stadt Innsbruck auf einen anderen Weg bringen können, was Squash betrifft.“ Dass es auch anders geht, zeigt Wien, wo Squash an den diversen Padeldome-Standorten im Windschatten von Padel einen Aufschwung erlebt. „In Österreich sind wir einfach enorm abhängig von Wien, weil da eben die meisten Menschen leben. Aber wir sehen schon, dass es einen Anstieg an Aktiven gibt.“
Dass dieser Anstieg unmittelbar damit zu tun hat, dass Squash für 2028 endlich ins olympische Programm aufgenommen wurde, ist eher zu bezweifeln. Dennoch kann die erstmalige Olympia-Teilnahme so etwas wie einen kleinen Boom auslösen. In den USA ist das jedenfalls schon passiert. Auch, weil der US-amerikanische Milliardär Mark Walter, der u.a. an den Los Angeles Lakers und am FC Chelsea beteiligt ist, viel Geld in die PSA, die Profi-Vereinigung, gepumpt hat. Ohne dieses Investment, ist sich ÖSRV-Präsident Wachter sicher, wäre es wohl nicht zur Olympia-Aufnahme gekommen. „Der Einstieg von Walter hat unserem Sport und der Profivereinigung sehr gutgetan. Endlich war bzw. ist Geld da, um Squash ordentlich zu promoten.“ Und gerade in Richtung Olympia gehe es viel um die richtige Darstellung und Lobby.
Zwei olympische Eisen im Feuer
In Österreich kann man von derartigen Summen zwar nur träumen, die ersten Ausläufer der Olympia-Premiere in vier Jahren werden aber demnächst spürbar sein. Neben dem erhöhten Verwaltungsaufwand wird es nämlich für den Squash Rackets Verband künftig auch mehr Geld geben. „Kommendes Jahr werden die Verträge neu ausverhandelt und wir kommen in den Pool der olympischen Verbände. Da gibt es dann die Möglichkeit, an ganz andere Fördergelder zu kommen. Ich weiß zwar, dass es mehr wird, habe aber noch keine konkreten Zahlen am Tisch“, so Wachter. Auch sportlich muss der ÖSRV langsam die Weichen Richtung 2028 stellen. „Wir streben an, dass wir unseren Ländern in Sachen Trainerausbildung noch mehr helfen. Weil am Ende des Tages muss der Schub von den Vereinen kommen, damit wir als Verband jene Athlet:innen kriegen, die wir dann bestmöglich unterstützen können.“ Kurzfristig, Richtung 2028, wird das zwar keine Auswirkungen haben, aber den Schwung durch die Olympische Spiele will man bestmöglich nutzen.
Daniel Lutz gilt als Ausnahmetalent und heißer Kandidat für die Olympischen Spiele 2028.
Für Los Angeles gibt es mit Daniel Lutz und Jacqueline Peychär ohnehin zwei heiße Eisen im Olympia-Feuer. Während der 17-jährige Lutz als größte Nachwuchshoffnung gilt, hat die 28-jährige Peychär schon einiges gesehen und erlebt. Aktuell gehört die Tirolerin als Nummer 86 zu den Top-100 der Welt und hat mit den Olympischen Spielen plötzlich eine unerwartete Perspektive bekommen. „Ich hatte die Hoffnung eigentlich schon verloren, dass es jemals passieren wird. Das gibt meiner Motivation noch einen Extraschub“, sagt Peychär, die sich als Halb-Profi unter den Profis behauptet. Auch Wachter sieht Österreichs Damen-Nummer-1 auf einem guten Weg. „Man merkt, dass die Anstrengungen, die sie unternimmt, langsam Früchte tragen. Mit dem Fleiß und Enthusiasmus, den sie aktuell hat, kann sie auch in die Top-50 vorstoßen. Und wenn sie noch weiter nach oben kommt, dann freue ich mich wie ein Schneehaserl.“
Bei Ausnahmetalent Lutz sind derartige Weltranglisten-Platzierungen mittel- bzw. langfristig ebenfalls im Bereich des Möglichen. Vorausgesetzt, er wagt den Sprung ins Ausland, wie Wachter betont. „Wenn er wirklich Squash-Profi werden will, muss er ins Ausland gehen. Er ist auch jetzt immer wieder mit ausländischen Trainern am Werk, aber aktuell liegt sein Fokus noch auf der Schule. Danach glaube ich schon, dass er den Versuch unternehmen wird – gerade im Hinblick auf Olympia 2028.“ Einen ersten Vorgeschmack auf Lutz‘ Können gibt es allerdings schon früher – nämlich bei den Sport Austria Finals 2024. Dort wird der Salzburger im Rahmen des Herren-Mannschaftsbewerbs (01.06.) zu sehen sein.
Im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien werden zum ersten Mal die österreichischen Kata-Meisterschaften ausgetragen. Mit den Hinteregger-Brüdern Martin und Philipp sind auch die Kata-Urgesteine mit von der Partie. Mit dem Fußballer haben sie nur eines gemeinsam – nämlich den „Zug zum Tor“.
„Als wir erfahren haben, dass wir 2024 zum ersten Mal bei den Sport Austria Finals antreten dürfen, waren wir euphorisch. Unsere Leidenschaft und Hingabe für den Sport ist groß – das wollen wir in Innsbruck unter Beweis stellen!“, so Martin Hinteregger.
Die Hinteregger-Brüder sind echte Vorreiter der Kata-Disziplin – mit Ausnahme von 2020 konnten sie jeden österreichischen Kata-Meisterschaftstitel seit 2017 holen. 2019 folgte mit dem Bronze-Coupe in der Nage-no-Kata bei den Europameisterschaften in Gran Canaria (ESP) der vorläufige Karrierehöhepunkt: als erste Österreicher gelang ihnen Kata-Edelmetall. Nur zwei Jahre später erreichte das Duo mit dem Gewinn der Silbermedaille bei der EM in Warschau (POL) neue Höhen. „Medaillen bei Europameisterschaften zu gewinnen ist ein ganz spezielles Gefühl. Wenn ich an damals zurückdenke, bekomme ich immer noch Gänsehaut – das war schon ein sehr emotionaler Moment! Seither wissen wir, dass wir an die internationale Elite angeknüpft haben und dort auch gut mithalten können“, erklärt Philipp Hinteregger.
Dementsprechend groß sind auch die Ziele, die sich die beiden für die Wettkämpfe bei den Sport Austria Finals setzen. Martin Hinteregger ist optimistisch: „Wir wollen gewinnen! Die Voraussetzung für einen Sieg ist natürlich eine gute Performance, aber wir werden uns akribisch vorbereiten und sind zuversichtlich, dass wir unser Ziel erreichen werden.“
Groß ist auch die Vorfreude aufs Event, neben den Titeln steht für die Hinteregger auch das Wachstum der Sportart im Fokus: „Wir Kata-Sportler:innen haben immer die Hoffnung, neue Leute für unseren Sport zu gewinnen – bei den Finals wird uns die Möglichkeit geboten, unsere Leidenschaft einem breiteren Publikum zu präsentieren. Wir können die Wettkämpfe kaum erwarten!“
“Wir haben auch Zug zum Tor!“
Der Nachname ist übrigens nicht das einzige, dass die Hinteregger-Brüder mit dem Fußballer Martin Hinteregger zu tun haben. „Wir haben auch einen Zug zum Tor“, scherzt Philipp. „Gemeinsam mit meinem Bruder anzutreten ist extrem lässig. Wir pushen uns im Training stark und profitieren voneinander – wenn man international erfolgreich sein will, muss man das so handhaben.“
Dabei haben sie den Weg in die Disziplin erst in den 2010er Jahren eingeschlagen. Kata bildet einen wesentlichen Bestandteil der Dan-Prüfungen, die Judoka abhalten müssen, um einen höheren Kyu-Grad – also einen andersfarbigen Gürtel – zu erreichen. „Wir sind vom „Schwarzgurt-Training“ zu Kata gekommen – und dann gleich bei den Österreichischen Meisterschaften an den Start gegangen. Dass es sich dann so entwickelt, haben wir uns anfangs natürlich nicht gedacht. Wir haben aber sofort gemerkt, dass es sehr gut funktioniert hat – und als wir die Medaillenchancen gesehen haben, hat uns der Ehrgeiz gepackt!“
Die nächste Chance auf Medaillen bietet sich den Brüdern schon in knapp einem Monat wenn die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien ihr Innsbruck-Debüt geben und sich die Tiroler Landeshauptstadt zur Sporthauptstadt des Landes wandelt.
Die XTERRA World Cup Serie 2024 macht am 27. April zum zweiten Mal Station in Griechenland. Das Gastgeberland bereitete sich auf das 11. aufeinanderfolgende Jahr des Off-Road-Triathlon-Wettbewerbs unter dem XTERRA-Banner vor.
Die griechische Stadt Vouliagmeni, die für ihr klares, ruhiges Wasser und die dramatischen Ausblicke auf die Athener Riviera bekannt ist, war Schauplatz für die Elite-Triathleten, die um einen Teil des Preisgeldes von 15.000 Euro kämpfen.
Die Strecke in Vouliagmeni, die sich deutlich von den rauen Pfaden der ersten Station in Taiwan unterscheidete, bot den Teilnehmern mit ihren malerischen Badestellen und schnellen, fließenden Pfaden eine einzigartige Herausforderung. ÖTRV-Athletin Carina Wasle kam mit der Herausforderung gut zurecht und wurde letztlich starke Achte.
“Schön, dass ich mit einem 8. Platz wieder um eine Top-10-Platzierung kämpfen konnte. Ich bin froh, dass ich nach ein paar harten Wochen mit Krankheit wieder gesund Rennen fahren kann. Natürlich fehlen mir etwas Training und Kraft, aber daran werde ich arbeiten. Jetzt ist es Zeit, sich zu erholen und zu trainieren, bevor ich zum nächsten Rennen fahre”, sagte Wasle.
Den Sieg holte sich die Französin Solenne Billouin vor Aneta Grabmüller (CZE) und Sandra Mairhofer (ITA).
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