Die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (29. Mai bis 2. Juni 2024) stehen in diesem Jahr vor ihrer bereits Auflage. Zur Erfolgsgeschichte der größten Multisportveranstaltung Österreichs gehören seit jeher auch die Bewerbe im Flugscheibensport.
Vor allem Ultimate, jene Frisbee-Variante, die vom Spielablauf her an American Football oder Rugby erinnert, dominierte Dank Fairness, Spannung und Spektakel alljährlich die Schlagzeilen rund um die Finals.
In Innsbruck rückt aber nun auch die zweite, nicht weniger populäre, Variante des Disc-Sports endlich in den Mittelpunkt: Discgolf.
Ziel des Spiels? Die Scheibe in den Fangkörben versenken.
Nur den „Caddy“ sucht man vergebens
Discgolf – das ist, wo nach es klingt: Die Athlet:innen versuchen, eine Wurfscheibe mit möglichst wenig Würfen in ein Ziel zu befördern. Gespielt wird wie beim namensgebenden „Großen Bruder“, auf einem 18-Loch-Kurs, der durch Wälder und/oder über Wiesen führt. Der Abwurf heißt „Drive“, zum Ende einer Bahn greifen die Sportler:innen zum „Putter“. Hinsichtlich der Scores ist ein „Par“ gut, ein „Birdie“ besser, während sich möglichst keine „Bogeys“ auf der „Scorecard“ einschleichen sollten – also alles wie bei Sepp Straka und dem Golf, das mit Schläger gespielt wird und zu den beliebtesten Sportarten der Welt gehört.
Fast! Denn beim Discgolf wird nicht in Richtung eines Loches im Boden gezielt, sondern in Richtung eines Fangkorbes. Ok, auch einen „Caddy“ haben auch die renommiertesten Discgolf-Profis der Welt eher nicht. Was damit zusammenhängen dürfte, dass es im Discgolf natürlich nicht ums große Geld geht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Jedenfalls feiert Discgolf endlich seine Finals-Premiere – das gilt zumindest für die Elite. Denn schon 2021, bei der Erstausgabe in Graz, warfen Discgolfer:innen am legendären Parcours auf dem Schöckl ab. Allerdings wurden damals nur Nachwuchs- und Senioren-Bewerbe ausgetragen. 2024 dürfen endlich auch die Top-Spieler:innen ran.
Im Winter nordischer Hotspot, im Sommer Discgolf Kurs: Die Wintersport-Arena in Seefeld.
Der 18-Loch-Parcours steht allerdings nicht in Innsbruck, sondern in Seefeld. Das hat vor allem Platzgründe. Die Tiroler Landeshauptstadt und ihr Umland verfügen schlichtweg nicht über eine Fläche, auf dem ein anspruchsvoller, den Staatsmeisterschaften würdiger, Kurs aufgebaut werden könnte.
Seefeld hingegen schon. Vor allem, weil das Areal rund um die nordische Wintersportarena („Seefeld Sports Arena“) zu dieser Jahreszeit weitestgehend ungenutzt ist.
Sören Lohse vom organisierenden Verein „ScheibenWG“ übernahm mit seinen Klubkollegen das Kursdesign. Er verspricht ein ausgeglichenes Layout mit Höhenunterschieden zwischen Abwurf und Fangkorb, einige Wald-Bahnen und spektakuläres Ambiete – einige Bahnen beginnen und Enden direkt im Auslauf der Skisprungschanze.
Laura Posch ist Serien-Staatsmeisterin.
Titelträger:innen wechselten zuletzt (nicht)
Als Favorit gilt “Local Hero” Florian Lingenhel, der nicht als “ScheibenWG-ler“ und Tiroler nicht nur Heimvorteil genießt, sondern auch Titelverteidiger ist. Auch Heeressportler Leon Sonnleitner, Lorenz Schaurhofer und ein halbes Dutzend weiterer Athleten dürften bei den Männern um den Sieg kämpfen. Derzeit in Top-Form ist ein anderes Aushängeschild der heimischen Szene: Stanislaus Amann hält heuer bereits bei drei Turniersiegen und damit bei einer fast 100%igen Siegquote.
Für Spannung ist aber gesorgt, auch, weil der Staatsmeistertitel in den vergangenen Jahren stets seinen „Träger“ wechselte. Anders ist das bei den Damen, wo die Grazerin Laura Posch Seriensiegerin ist.
Wer sich Discgolf nicht entgehen lassen will, sollte bei den Sport Austria Finals vorbeischauen. Zuschauer:innen können die Sportart ausprobieren, den Profis auf die Finger schauen, im Scheibenshop eigene Sportgeräte erwerben oder einfach nur Essen und Trinken genießen.
„Dauerbrenner“ Ultimate Frisbee übersiedelt gemeinsam mit den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien von Graz nach Innsbruck. Rund sechs Wochen vor den Bewerben werfen wir einen ersten Blick auf den Fahrplan bis zu den diesjährigen Staatsmeisterschaften und kehren noch einmal die Besonderheiten der spektakulären Frisbee-Variante hervor. Sechs Fakten zum Trendsport in unserem Ultimate „Six-Pack“.
Das Spiel
Das Spielprinzip gleich jenem des Rugby oder des American Football, „Eierlaberl“ gibt es beim Ultimate aber keines. Die beiden Teams, bestehend aus je sieben Spieler:innen, versuchen eine Flugscheibe durch geschickte Würfe nicht nur in den eigenen Reihen zu halten, sondern auch bis in die „Endzone“ „vorzutragen“. Wer zuerst 15 Punkte erreicht – oder nach 90 Minuten in Führung liegt – gewinnt.
Das Spektakel
Gelaufen werden darf mit der Frisbee in der Hand allerdings nicht. Der Scheiben-Vortrag erfolgt somit lediglich durch Würfe (und folglich Catches). Und das kann mitunter auf extrem spektakuläre Art und Weise geschehen. Bestes Beispiel? Die „Hail Mary“ von Jonas Barth auf Jakob Mory, mit der Catchup Graz im Vorjahresfinale gegen das „Wunderteam“ aus Wien den neuerlichen Titel unter Dach und Fach brachte.
Der „Spirit of the Game“
Bei den Finals wird ausschließlich die Mixed-Variante ausgetragen, Frauen und Männer stehen also gleichzeitig auf dem Feld – was alleine schon einmal eine gewisse Etikette verlangt. Probleme gibt es im Ultimate aber ohnehin nie, alle Spieler:innen agieren nach dem „Spirit of the Game“. Die Sportart kommt auf jedem Niveau gänzlich ohne Referees aus. So fair ist nur Ultimate!
Der Fahrplan
Bei den Sport Austria Finals treten wie gewohnt die besten sechs Mixed-Teams des Landes an. Die Top-4 aus 2023 haben ihr Ticket sicher. Das sind Catchup Graz, das Wunderteam aus Wien, die Mosquitos aus Klosterneuburg und die ZomBees, ebenfalls aus Wien. Für die übrigen Vereine ist der Mai der „Monat der Entscheidung“. Bei zwei aufeinander aufbauenden Turnieren (4./5. Mai in St. Pölten bzw. 18./19. Mai in Innsbruck) werden die letzten beiden Finals-Ticket vergeben.
Etwas kürzer könnte der Weg für die Wiener Mischung, die Styrian Hawks oder die INNsiders aus Tirol sein – sie sind gesetzt und treffen erst im Rahmen des zweiten Quali-Turniers auf die drei aus dem ersten Durchlauf verbliebenen Teams. Die Entscheidung über den Staatsmeister:innen-Titel fällt dann an den letzten beiden Wettkampftagen (1. bis 2. Juni) der Sport Austria Finals in Innsbruck.
Das „Wunderteam“ (li.) hatte schon eine Hand am Pokal. Der Titel ging aber erneut nach Graz zu „Catchup“ (re.)
Die Titelverteidiger:innen
Catchup Graz ist seit 2018 das Maß aller Dinge im heimischen Ultimate-(Mixed-)Sport. Damit gehen auch sämtliche Staatsmeistertitel, die ihm Rahmen der Sport Austria Finals (seit 2021) vergeben wurden, auf das Konto der Steirer:innen. Catchup agierte bei den bisherigen Finals-Ausgaben stets mit Heimvorteil. Im bereits erwähnten Endspiel von 2023 schaffte das „Wunderteam“ aus Wien beinahe das „Wunder“, musste sich aber schlussendlich doch 13:15 geschlagen geben. Kann Catchup 2024 abgefangen werden? Wie schlagen sich die Favorit:innen fernab der Heimat?
Die „Home Town Heroes“
Apropos Heimvorteil: Den genießen diesmal die INNsiders. Die Tiroler:innen müssen zwar durch die Qualifikation, steigen aber eben erst beim zweiten und entscheidenden Turnier ein. Weil auch dieses Turnier, wie auch die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien, in diesem Jahr in Innsbruck stattfinden, wird mit den INNsiders zu rechnen sein.
Ein letzter Hinweis: Der Österreichische Ultimate Verband (ÖUV) ist mit einer seiner brandneuen Website autultimate.org auch in eurem Browser beziehungsweise mit @aut.ultimate in eurer Social-Media-App vertreten.
Die Nationalteams des Österreichischen Cheerleading und Cheer Performance Verbandes (ÖCCV) hoben am Donnerstag-Vormittag von Wien-Schwechat aus in Richtung Orlando (USA) ab, wo kommende Woche (24. bis 26. April) die ICU World Cheerleading Championships 2024 stattfinden.
Wie in den vergangenen Jahren bietet der ESPN Wide World of Sports Complex im Disney World Resort der wichtigsten Cheer-Sport-Veranstaltung der Welt die Bühne. In den beiden Sparten Cheerleading und Performance Cheer kämpfen Teams aus über 70 Nationen um die Medaillen.
Während die Internationale Cheer Union (ICU) im Rahmen der Weltmeisterschaften ihr 20-jähriges Bestehen feiert, treten bei den Wettkämpfen zwei ÖCCV-Teams an: das Coed-Nationalteam (Cheerleading) und das Pom-Double mit Viktoria Schellenbauer und Nina Böhm (Performance Cheer) gehen jeweils in der offenen Altersklasse an den Start – mit unterschiedlichen Zielen.
Let’s goooooo!
Coed-Team möchte offene Rechnung begleichen
Für Schellenbauer/Böhm geht es in Orlando vor allem darum, das starke Vorjahresergebnis zu wiederholen. 2023 zog das Duett in einer spannenden Halbfinal-Entscheidung ins Finale der besten zehn Paar ein. Im Performance Cheer, wo es anders als im Cheerleading keine Level gibt und sich die ÖCCV-Aushängeschilder somit stets mit den besten Duos der Welt messen dürfen, wäre ein neuerliches Top-10-Ergebnis ein großer Erfolg.
Schellenbauer freut sich vor dem Abflug auf die Challenge, für die vor Ort noch fleißig trainiert wird: „So kurz vor dem Abflug macht sich bereits ein Bauchkribbeln bemerkbar, das wahrscheinlich eine Mischung aus Vorfreude und Aufregung anzeigt. Die letzte Woche vor dem Abflug war sehr trainingsintensiv. Es wurde noch einmal an der Technik gefeilt, letzte Kleinigkeiten wurden geändert, außerdem standen einige Videoanalysen an.“ Das Semifinale steigt Mittwoch-Früh, das Finale ist für Donnerstag-Vormittag (jeweils MESZ) angesetzt.
Für die Coed-Cheerleader:innen wird es Donnerstag-Früh (MESZ) ernst. Das Semifinale sollte für die Vorjahres-Vierten aber eher Formsache sein. Großes Ziel ist es, die „Blecherne“ vergessen zu machen und auch in dieser Kategorie ins höchste Level aufzusteigen – dazu bräuchte es im Finale am Freitag allerdings die Gold-Medaille. „Die Vorfreude auf die WM steigt wirklich von Tag zu Tag. Wir können es kaum erwarten zu zeigen, was Österreich dieses Jahr wieder auf die Beine gestellt hat und werden vor Ort in den letzten Trainings noch am Feinschliff arbeiten. Es ist ein besonderes Jahr und einfach alle sind mit ganzem Herzen dabei“, sagt Athletin Lena Heinrichter.
Die Hoffnungen des Coed-Teams sind jedoch berechtigt, denn Florida war vor allem für Team Austria in den vergangenen Jahren immer ein gutes Pflaster.
Nina Böhm (li.) und Viktoria Schellenbauer in perfekter Symbiose.
Zuletzt drei Weltmeistertitel in zwei Jahren
2022 feierte das All-Girl-Team in der offenen Altersklasse (Senior) den Weltmeistertitel im Level 5 und stieg in die „Königsklasse“ (Level 6; Anm.) auf. 2023 folgten die beiden vielbeachteten WM-Goldmedaillen der All-Girl-Altersklassen Youth (12 bis 14 Jahre) und Junior (15 bis 18 Jahre), sodass auch in beiden Nachwuchs-Kategorien der Aufstieg in die höchstmögliche Divison gelang.
Um auch in den Top-Kategorien in der absoluten Weltspitze bestehen zu können, müssen Österreichs Cheerleaderinnen – was die Schwierigkeitsgrade ihrer Performances betrifft – also künftig noch einmal zulegen. Im Kampf um Medaillen sind höhere Pyramiden und mehr Schrauben gefragt – und demnach höhere athletische Anforderungen und noch mehr Training. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden und den Athletinnen einen kontinuierlichen Aufbau sowie mehr Trainingszeiten zu geben, entschied der ÖCCV, in diesem Jahr keine weiblichen Nationalteams zu den Weltmeisterschaften zu entsenden. Der Entwicklung soll Zeit und Raum geboten werden, um 2025 wieder voll angreifen zu können.
Umso mehr sind die Augen der heimischen Cheerleading-Szene auf das Coed-Team gerichtet, das die Medaillen-Serie fortsetzen und zum dritten Mal in Folge WM-Edelmetall zurück nach Österreich bringen soll.
ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer drückt Team Austria die Daumen: “Der ÖCCV-Vorstand wünscht unseren Athlet:innen eine gute Anreise, erfolgreiche Trainings vor Ort, alles Gute und toi toi toi für die Auftritte. Wir freuen uns schon, Team Austria performen zu sehen.”
Österreichs Cheer-Nationalteams stehen kurz vor ihrem großen Saison-Highlight.
Vom 24. bis zum 26. April steigen in Orlando (USA) die Weltmeisterschaften im Cheerleading und Performance Cheer. Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre – mit WM-Titeln in allen drei Altersklassen – zählt Österreich bei den diesjährigen ICU World Cheerleading Championships wieder zum Favoritenkreis.
Nationalteam-Showcase in Erdberg vor vollem Haus
Vier Tage vor dem Abflug in Richtung Florida am Donnerstag (18. April) proben die ÖCCV-Teams am kommenden Sonntag (14. April) in Wien-Erdberg noch einmal den Ernstfall. Beim alljährlichen Showcase, der diesmal um 11:00 Uhr im Ballsportgymnasium steigt, präsentieren die Nationalteams dem heimischen Publikum ein erstes und gleichzeitig letztes Mal ihre WM-Routinen. Das alles natürlich unter besonderen „Sicherheitsvorkehrungen“, denn jene Pyramiden, Flugeinlagen und Pirouettenabfolgen, die auf der größten Cheer-Bühne der Welt in zwei Wochen den Erfolg bringen sollen, bleiben aus taktischen Gründen traditionell ein bis zuletzt gut gehütetes Geheimnis.
Umso mehr bemühten sich auch diesmal wieder zahlreiche Fans um die begehrten Eintrittskarten für das restlos ausverkaufte Event. „Wir hätten die doppelte Anzahl an Tickets verkaufen können“, sagt ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer an dieser Stelle gerne und häufig – fast schon zu häufig.
Weil der Cheer-Sport seit einigen Jahren einen regelrechten Boom erlebt, muss die Verbandschefin mittlerweile bei fast allen Events und Meisterschaften „ausverkauft“ melden. Und das oft schon wenige Minuten nach dem Vorverkaufsstart und den zwischenzeitlichen Zusammenbrüchen der Ticketportale. Cheerleading und Performance Cheer sind seit ihren regelmäßigen Auftritten im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien seit 2021, der Anerkennung als offizielle Sportarten 2023 und nicht zuletzt durch die internationalen Erfolge in aller Munde.
Vor einem Jahr gab’s Rang vier – diesmal will das Coed-Team eine WM-Medaille.
Passende Wettkampfhalle fehlt – vor allem in Wien
Während für die Finals mit dem Raiffeisen Sportpark (Graz) und nunmehr der Olympia World (Innsbruck) Wettkampf-Hallen in passender Größe zur Verfügung standen beziehungsweise stehen, gestaltet sich die Location-Suche bei anderen großen Wettkämpfen im Cheer-Kalender kompliziert.
Vor allem bei Meisterschaften in der Bundeshauptstadt, wie zum Beispiel den Wiener Landesmeisterschaften oder den International Cheer Masters (ICM) – mit rund 2.000 Athlet:innen Österreichs größtes Cheer-Event – stehen keine entsprechenden Hallen zur Verfügung, in denen Kosten, Ausstattung und Größe in einem für den ÖCCV passenden Verhältnis stehen. Für die genannten Top-Events der ersten Saisonhälfte musste in den vergangenen Wochen zum wiederholten Male nach Perchtoldsdorf und Maria Enzersdorf – und damit nach Niederösterreich – ausgewichen werden.
„Die beiden Hallen sind von der Infrastruktur her nahezu perfekt, bieten genügend Platz für Garderoben und mehrere Warm-Up-Areas. Allerdings sind wir, was die Tribünenplätze betrifft, jeweils stark limitiert“, erklärt Harrer. Um es möglichst vielen Eltern und Fans zu ermöglichen, ihre Kinder und Teams anzufeuern, mussten bei der ICM zuletzt über zwei Wettkampftage sechs Blöcke gebildet werden. Das hat nicht nur einen enormen Planungs- und Organisationsaufwand zur Folge.
Da die Halle nach jedem Wettkampfblock geräumt, gereinigt und anschließend wieder gefüllt werden muss, entstehen nicht nur mehr Kosten, sondern auch viel Leerlauf zwischen den Auftritten auf der Wettkampfmatte. „Trotz der Aufteilung und der dadurch rund 2.500 aufgelegten Tickets haben wir es bei weitem nicht geschafft, alle Ticketanfragen zu bedienen. Das Interesse am Cheer-Sport ist enorm. Wir werden eine größere Halle brauchen“, sagt Harrer.
Unterstützung kommt von Sport Austria-Präsident Hans Niessl: „Ich habe Cheerleading bei den Sport Austria Finals in Graz erleben dürfen und war von den Leistungen und der tollen Stimmung in der voll besetzten Halle begeistert! Generell haben wir in Österreich im Spitzen- wie im Breitensport ein Infrastrukturproblem und müssen viele bestehende Anlagen nachhaltig sanieren, aber auch neue errichten. Damit aus dem Sportland Österreich tatsächlich einmal eine Sportnation werden kann, fordert Sport Austria eine Sportstättenoffensive in Form einer Infrastruktur-Milliarde, aufgeteilt auf die nächste Gesetzgebungsperiode! Das muss ins Regierungsprogramm! Moderne, allgemein zugängliche Sportanlagen sind die Grundlage für Erfolge im Sport und natürlich auch für ein gesünderes Österreich. Oder anders gesagt: Sport und Bewegung öffnen die Tür zu mehr Prävention statt Rehabilitation!“
Volle Hallen – nicht nur bei den International Cheer Masters.
Trainingsinfrastruktur auf dem Prüfstand – Gespräche aufgenommen
Der Fokus des ÖCCV liegt in den kommenden Wochen nun zunächst auf den Weltmeisterschaften in Orlando. Österreich, das mit seinen Youth- und Junior-Teams in dieser Saison in den Aufbau gegangen ist, tritt diesmal ausschließlich mit dem Senior-Coed-Nationalteam, zusammengesetzt aus Männern und Frauen, sowie mit den Performance-Cheer-Assen Viktoria Schellenbauer und Nina Böhm (Senior Double Pom) an.
Der „WM-Lauf“ – in den vergangenen beiden Jahren gab es immer zumindest eine Gold-Medaille – auch in diesem Jahr ist eine Medaille das Ziel. „Wir sind zuversichtlich, dass wir auch mit unserem Coed-Team den WM-Titel holen und damit auch in dieser Kategorie ins höchste Level aufsteigen können. Denn nächstes Jahr ist das Ziel schon heute klar. Im Jahr 2025 holen wir Medaillen in den höchsten Kategorien für Österreich“, so Petra Gruber, Leiterin der ÖCCV-Nationalteams.
Anschließend biegt die Wettkampfsaison 2024 bei den Sport Austria Finals in Innsbruck (29. Mai bis 2. Juni) sowie den Europameisterschaften in Oslo (28. bis 30. Juni) schon wieder auf die Zielgerade ein, wo nach dem EM-Titel 2023 die Ziele wieder hoch gesetzt sind.
Parallel zu den sportlichen Agenden steht schon jetzt das Thema Infrastruktur ganz oben auf der Agenda der ÖCCV-Spitze. Vor allem deshalb, weil es nach dem großen Wachstum der Sportarten auch hinsichtlich der Trainingszeiten und -hallen zu immer mehr Herausforderungen kommt. „Es gibt bereits sehr gute Gespräche mit der Politik auf Bundesebene, wo unsere Leistungen gesehen und anerkannt werden. Wir sind sehr zuversichtlich, dass weitere Entscheidungsträger, auch in den Bundesländern, unseren Bedarf erkennen und die infrastrukturellen Rahmenbedingungen schon bald mit dem Boom in unserer Sportart mithalten können. Denn – und das muss uns allen bewusst sein – nur mit guten Trainingsbedingungen werden wir weiterhin so viele Kinder und Jugendliche zur Bewegung bringen und internationale Erfolge für unser Land erzielen können“, so Gruber abschließend.
Mit einem glanzvollen Galaabend ist die Austrian Baseball Federation (ABF) Ende Januar – fast auf den Tag genau 40 Jahre nach der Verbandsgründung – würdig in ihr Jubiläumsjahr gestartet. Zwei Monate nach dem Jahresauftakt im Ballroom geht’s für die heimische Elite an diesem Wochenende aber endlich wieder zurück in die Ballparks.
Der diesjährige „Opening Day“ der Baseball-Bundesliga steht dabei ganz im Zeichen der beiden besten Teams der Vorsaison. Die Neuauflage des Finalduells zwischen den Wiener Neustadt Diving Ducks und den Vienna Metrostars verspricht jedenfalls gleich zu Saisonbeginn Spannung und Baseball vom Feinsten.
Im Eröffnungsspiel am Samstag (15:00 Uhr) haben die amtierenden Meister aus Niederösterreich zunächst noch das Heimrecht. Tags darauf (14:00 Uhr, beide Spiele live bei baseballsoftball.tv) übersiedelt das Duell nach Wien-Freudenau. Spätestens auf eigener Anlage wollen die mit namhaften Neuzugängen gespickten Metrostars die dramatische 3:2-Niederlage in der best-of-5-Finalserie vergessen machen. „Natürlich war das ein harter Schlag – ausgerechnet gegen unsere Rivalen so zu verlieren, macht keinen Spaß. Wir haben diese bittere Pille aber schnell geschluckt und sind jetzt auf Revanche aus“, sagt Samuel Hackl im Pre-Season-Interview.
Liga ausgeglichen wie selten zuvor – „Entenjagd“ eröffnet
Aber nicht nur die Vize-Meister sitzen den Ducks im Nacken. Auch die übrigen fünf Teams blasen zur „Entenjagd“, teilweise mit starken Kader-Upgrades, wie zum Beispiel die Hard Bulls. Die Vorarlberger verpassten zuletzt die Playoffs am letzten Spieltag, haben aber zur neuen Saison neben Top-Neuzugängen auch Star-Shortstop Erwin Frias zurück in ihren Reihen.
Am Weg nach oben müssen die Bulls aber unter anderem an den „Ländle“-Rivalen Dornbirn Indians vorbei. Die Finalisten von 2022 zählen dank vielseitiger Imports und trotz des Karriereendes von Bundesliga-Legende Michael Salzmann einmal mehr zu den Mitfavoriten um den Titel. Gleiches gilt für die Vienna Wanderers, die nach dem Semifinal-Aus aus dem Vorjahr wieder auf „Hardware“ hoffen. Soll es mit verändertem Kader mit Meistertitel Nummer sieben klappen, muss aber auch Ex-MVP-Pitcher Peter Reyes diesmal fit bleiben.
Und weil mit den Schwechat Blue Bats (mit einer Mischung aus Routiniers und Youngsters) und den Traiskirchen Grasshoppers (mit neuem Head Coach) auch die Nachzügler der abgelaufenen Spielzeit stark verbessert erwartet werden dürfen, sprechen Experten von der vielleicht ausgeglichensten Saison seit langem.
ABF-Präsident Rainer Husty: „Als Präsident und Baseball-Softball-Fan kann ich den Saisonstart Jahr für Jahr kaum erwarten. Die Off-Season markiert immer eine sehr lange Wartezeit und ich freue mich immer sehr auf den Opening Day in den heimischen Ligen. In diesem Jahr wird es so spannend wie selten zuvor, ich traue mich jedenfalls keine Prognose abzugeben. Alles ist möglich, die Teams sind weiter zusammengerückt, was für die Qualität in unserem Sport spricht.“ Karl Miksch, der für Baseball zuständige ABF-Vizepräsident, machte sich in der Pre-Season von vielen Teams selbst ein Bild: „Die Kader sind durchwegs sehr stark. So eine ausgeglichene Liga hatten wir schon sehr lange nicht mehr. Es wird spannend, im Kampf um die Playoffs und den Titel ist alles möglich.“
Die Titelverteidiger aus Wiener Neustadt nehmen die Herausforderung mit Motivation und vollem Fokus an und gehen auf die Titelverteidigung los. „Der Druck, als Titelverteidiger und großer Gejagter in die Saison zu gehen ist ein Ansporn für uns. Wir wollten in der Off-Season nicht zu viel ändern, aber haben dennoch an kleinen Stellschrauben gedreht und in der Vorbereitung sehr gute Arbeit geleistet. Wir starten in Topform in die neue Saison“, sagt beispielsweise Pitcher Julian Faulhaber. Teamkollege Moritz Scheicher unterstreicht: „Wir sind eine well-oiled-machine.“
Julian Faulhaber und die Diving Ducks starten die „Mission Titelverteidigung“.
Unter „Beobachtung“ von Coaches und Fans – dank neuem Streaming-Partner
Besonders im Auge hat den Ligabetrieb einmal mehr Hiroyuki Sakanashi. Präsentieren sich die potenziellen Nationalspieler auch im Laufe der Saison so gut wie in der Vorbereitung hat der Head Coach des Nationalteams im Sommer die Qual der Wahl. Von 25. bis 28. Juli streben die Österreicher in Irland die Rückkehr in den EM-A-Pool an.
Gut für Sakanashi – und die heimischen Fans – dass die Streaming-Offensive der ABF in dieser Saison weitergeht. Bis zu 84 Spiele des Grunddurchgangs plus die anschließenden Playoffs werden auf der neuen Video-Plattform baseballsoftball.tv zu sehen sein. „Nach dem Testbetrieb im Vorjahr starten wir jetzt gemeinsam mit SportPass Austria und damit mit einem neuen, starken Partner in die nächste Phase unserer Streaming-Offensive. Gemeinsam mit den Vereinen wollen wir das Potenzial der neuen Video-Plattform nutzen und mit Livestreams sowie kurzen Highlights die nächsten Schwerpunkte in den Bereichen Professionalität und Breitenwirksamkeit setzen“, sagt Husty.
„Nach dem erfolgreichen Pilot-Projekt bei den U23-Europameisterschaften im vergangenen Sommer freuen wir uns darauf, die Partnerschaft mit der ABF weiter auszubauen. Baseball und Softball sind zwei US-Sportarten, die in Europa vor ihren nächsten Wachstumsschritten stehen. Diese Entwicklung wollen wir nicht nur begleiten, sondern mitgestalten und Österreich diesbezüglich so einem der Vorreiter auf dem europäischen Markt machen“, sagt Rainer Rößlhuber, Geschäftsführer von SportPass Austria. „Das Angebot von SportPass Austria mit seinen vielfältigen und spannenden Formaten bietet nicht nur der Community einen großen Mehrwert, sondern liefert auch den Medienpartnern des österreichischen Baseball- und Softball-Sports zusätzlichen, hochwertigen Content“, so Rößlhuber.
Gestreamt werden auch viele Begegnungen der Softball-Bundesliga, die am 20. April neuerlich mit fünf Teams startet. Bei den Damen gilt ähnliches, wie bei den Baseball-Herren – die Leistungsdichte nahm zuletzt von Jahr zu Jahr zu. Nach dem Premieren-Titel für die Vienna Metrostars in der Vorsaison tummeln sich in der höchsten heimischen Softball-Liga nun ausschließlich Klubs, die zumindest eine Championship zu Buche stehen haben. Eine ausführliche Vorschau auf die neue Softball-Saison gibt es pünktlich vor dem Saisonstart.
„Was man in der Schule lernt, lernt man fürs Leben.“
Auf Elli McDonald trifft die Nummer-1-Lebensweisheit aller Eltern zu – jedenfalls, was ihre Tischfußball-Karriere betrifft.
Wenngleich sie den Großteil ihrer Trainingsstunden natürlich außerhalb der Schulzeit absolvierte, hat die heute 22-Jährige „ihre Liebe zum Tischfußball“ in der Oberstufe wiederentdeckt. McDonald, die im Pausenraum schon bald keine Konkurrent:innen mehr hatte, erinnert sich im Interview mit Kurier TV an die Anfänge ihrer Laufbahn und an ihren ersten Besuch im Vereinstraining des „CULT-Wuzelteams“ in Klaus an der Pyhrnbahn.
„Ich dachte, ich wäre richtig gut, aber das erste Training war einfach nur eine Lehrstunde“, so die Oberösterreicherin, deren Ehrgeiz damit aber geweckt war. Bis zu zwei, drei Stunden täglich („je nach privaten und beruflichen Verpflichtungen“) trainiert die im Hauptberuf als Angestellte eines oberösterreichischen Unternehmens tätige Sportlerin.
Mehr Reisekosten als Preisgeld
McDonald ist trotz „Doppelbelastung“ längst in der nationalen und internationalen Spitze angekommen, rangiert im weltweiten ITSF-Ranking der Frauen in den Top-10. Von ihrem Sport leben wird sie noch sehr lange Zeit nicht können. Weltweit gibt es kaum eine Handvoll Profis – allesamt Männer. Apropos Männer: Duelle mit den männlichen Kontrahenten helfen ihr, besser zu werden, sagt McDonald. Bei so gut wie allen größeren Turnieren gibt es jedoch auch eigene Bewerbe für die Frauen. Die Preisgelder decken aber oftmals nicht einmal die Reisekosten ab. Zuletzt gab’s für die Österreicherin 90 Euro Preisgeld für den Turniersieg bei den Slovak Open.
„Beim Doppel kann man die Freude über den Sieg teilen“, so McDonald (re.)
Offene Rechnung mit Sport Austria Finals
Geld ist jedenfalls nicht der Ansporn für das tägliche Training. Freude bereiten McDonald einerseits die Atmosphäre in der Szene („Wir sind eine große Familie. Ich bin glücklich, wenn ich bei einem Turnier bin“) und andererseits natürlich die Ziele, die noch vor ihr liegen. „Ich träume davon, Weltmeisterin zu werden.“
Staatsmeisterin war sie schon, allerdings nicht im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien. Die Tischfußball-Elite war 2023 in Graz zum ersten Mal überhaupt Teil des Multisport-Events. Für McDonald liefs nicht so gut – sie blieb außerhalb der Medaillen-Ränge. Das soll sich 2024, wenn die Veranstaltung nach Innsbruck umzieht, wieder ändern.
Vor allem im Doppel würde sie sich gerne die Staatsmeisterinnen-Medaillen umhängen. „Für mich ist das Einzel zwar der ‚einfachere‘ Wettbewerb, weil ich meine Fehler selbst ausbessern kann und durch falsche Entscheidungen niemanden hinunterziehe. Aber im Doppel ist es schöner, die Freude über einen Sieg zu teilen.“
Fokus auf die Sport Austria Finals
Drei Faktoren für den Weg nach oben
Um erfolgreich zu sein, komme es laut McDonald – neben jeder Menge Training – vor allem auf drei Faktoren an: Ehrgeiz, Mentalität und Technik.
„Ohne Ehrgeiz kann man unter den Besten nicht bestehen.“ Mentale Stärke sei notwendig, weil man beim Tischfußball seinen Gegner:innen direkt gegenüberstehe und durch ‚Spielchen‘ leicht aus dem Konzept kommen könne. Bleibt noch der technische Aspekt: „Wer die Schüsse gut ausübt und die richtigen Entscheidungen trifft, kann weit kommen.“
Lukas Windischberger hat mit den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien noch eine Rechnung offen.
Der neunfache Racketlon-Staatsmeister (3x Einzel, 4x Doppel, 2x Mixed) musste im Vorjahr ausgerechnet im Finale des Doppel-Bewerbes verletzungsbedingt aufgeben. Die hartnäckige Ellenbogen-Blessur beschäftigte den Wiener auch noch Monate nach dem Endspiel von Graz. „Ich konnte kaum noch eine Türe öffnen“, sagt der mittlerweile 32-Jähirge im Sport-Austria-Interview.
Heute hat der Squash-Spezialist die Schmerzen im Griff und hat – mit seinem kongenialen Doppelpartner und Einzel-Champion Michael Dickert – die Rückeroberung des Doppel-Titels ins Visier genommen. Wir haben Windischberger nach einer Trainingseinheit telefonisch erreicht.
Sport Austria: Lukas, nimm uns noch einmal mit in die bittere Final-Niederlage des Vorjahres. Du musstest im Doppel-Finale gegen Florian Harca und Marcel Weigl aufgeben. Was war genau das Problem?
Windischberger: Schon vor den Finals 2023 – und auch noch in den Monaten danach – hatte mir ein sogenannter „Golfer-Ellenbogen“ zu schaffen gemacht. Ich konnte kaum noch eine Türe öffnen, weil jede Drehbewegung zu stechenden Schmerzen geführt hat. Das war sicher die zäheste Verletzung meiner sportlichen Karriere.
Du hast die Verletzung mittlerweile aber hinter dir gelassen?
Windischberger: Beschwerden dieser Art sind sehr schwer loszuwerden, weil dieser Bereich des Armes wenig durchblutet ist. Mit einer Kombination aus Eigenblut-Therapie und Schonung habe ich die Verletzung nun so weit in den Griff bekommen, dass ich wieder Squash spielen kann. Badminton und Tischtennis geht auch gut, nur zum schwereren Tennis-Schläger habe ich im Training bislang noch nicht greifen wollen.
Gerade Squash dürfte dir abgegangen sein, nachdem du noch immer auf der Tour aktiv bist, oder?
Windischberger: Ja, Squash ist nach wie vor die Sportart, die ich am aktivsten betreibe und am besten kann. Ich bin in der Weltrangliste auch noch immer gerankt (278, Anm.), zwar nicht mehr so hoch wie früher, aber Squash macht immer noch großen Spaß. In Innsbruck findet bei den diesjährigen Finals der Teambewerb statt, da werde ich auf jeden Fall wieder dabei sein.
Lukas Windischberger profitiert beim Racketlon auch von seiner Squash-Klasse.
Zurück zum Racketlon: Wie sehr willst du den Doppel-Titel zurückholen, den du mit Michael Dickert schon dreimal erobern konntest?
Windischberger: Ich habe gelernt, mit Niederlagen zu leben, wenn der oder die Gegner besser waren. Eine verletzungsbedingte Aufgabe tut aber doppelt weh, weil auch dein Partner aufgeben muss. Michi ist sozusagen unverschuldet „zum Handkuss gekommen“. Wenn alles nach der Papierform läuft, sind wir in Innsbruck die Favoriten. Wir trainieren sehr viel dafür, den Titel zurückzuholen.
Wer sind in Innsbruck die härtesten Konkurrenten?
Windischberger: Die Entwicklung von Florian Harca sehe ich sehr positiv. Marcel Weigl ist schwer einzuschätzen, er ist sehr erfahren und wenn er fit ist, kann er auf einem hohen Level spielen. Ich schätze auch Emmanuel Schöpf immer noch sehr hoch ein. Bei ihm kommt es darauf an, mit wem er antritt.
Worauf kommt es im Racketlon-Doppel an?
Windischberger: Wichtig ist, dass man sich als Team in seinen Stärken und Schwächen gut ergänzt. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das bei Michi und mir sehr zutrifft. Auch die Abstimmung auf dem Feld und die Harmonie untereinander müssen passen. Ein Racketon-Match dauert rund eine Stunde, geht über bis zu vier Sportarten, da gibt es neben Höhen auch Tiefen, die man gemeinsam durchtauchen muss.
Kongeniales Duo: Michael Dickert (li.) und Lukas Windischberger.
Wie groß ist der Stellenwert der Sport Austria Finals?
Windischberger: Einerseits könnte man sagen, dass ein Staatsmeistertitel genauso viel wert ist, wenn man ihn irgendwo in einem „Keller“ gewinnt. Andererseits sind die Finals ein extrem wichtiges Event, gerade für Racketlon und kleinere Sportarten, die alleine nie diese Strahlkraft entwickeln könnten, um ein breites Publikum zu begeistern.
Die Finals ziehen nach Tirol um. Eine willkommene Abwechslung?
Windischberger: Ich habe einst in Kitzbühel mein allererstes Racketlon-Turnier gespielt und freue mich, nach Tirol zurückzukehren.
Danke für das Interview und alles Gute für die Sport Austria Finals!
Alles, was du brauchst, ist ein Ball. Ein Spiel für alle. #playeverywhere.
Was klingt, wie die „Gebrauchsanweisung“ für ein zwangloses Fußballspiel im Park oder auf der Straße, sind nunmehr auch die Schlagworte für die neueste Variante des Base- und Softballsports.
Baseball5 lautet der Name der seit 2017 bestehenden „Straßenversion“ des US-Sports, die durch den Weltverband (World Baseball Softball Council) ordentlich gepusht und durch die oben genannten Claims auch breitenwirksam vermarktet wird.
Gummiball und Straßenkreide
Wie der Name schon sagt, spielt die Zahl Fünf eine bedeutende Rolle. Gespielt werden fünf Innings (statt wie beim Baseball neun bzw. beim Softball sieben), jedes Team stellt fünf Spieler:innen (statt 9 bzw. 10) auf, die empfohlene Feldgröße beläuft sich auf etwa 20×20 Meter – das entspricht in etwa der Infield-Größe eines Softball-Platzes. Seine größten Besonderheiten offenbart Baseball5 jedoch nicht in der Theorie, sondern in der Praxis. Das Spiel kommt ohne besondere Ausrüstung und ohne besonderes Spielfeld aus – so gibt es weder Schläger, noch Handschuhe, nur einen Gummiball. Die Feldgröße kann an lokale Gegebenheiten angepasst werden, Linien und Bases werden nicht selten mit Straßenkreiden markiert.
Der Ball wird mit der bloßen Hand (oder Faust) ins Spiel gebracht – ansonsten folgen die grundlegenden Abläufe grob dem Regelwerk des Base- und Softballs. Das Spiel ist jedoch weitaus dynamischer, schneller und attraktiver als der US-„Klassiker“, der sich gut und gerne einmal über drei Stunden ziehen kann.
Premiere bei den Sport Austria Finals
In Österreich ist Baseball5 noch nicht angekommen, die Austrian Baseball Softball Federation (ABF) hat den Trend aber am Radar und startet nun den ersten großen Versuch, Baseball „auf die Straßen“ zu bringen: Baseball5 soll seine Österreich-Premiere im Rahmen der diesjährigen Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien geben.
„Baseball5 bietet die einzigartige Chance, Baseball und Softball in einer vereinfachten, attraktiven Variante an die sportbegeisterte Bevölkerung zu bringen“, sagt ABF-Generalsekretär Matthias Scheicher. Anders als etwas im Slowpitch-Softball – die Sparte ist bisher der einzige Zugang für die ABF zum Breitensport – brauche es für Baseball5 weder Ausrüstung, noch Infrastruktur. „Ein Gummiball und Straßenkreide. Das reicht“, verdeutlicht Scheicher.
In welcher Form Baseball5 bei den Sport Austria Finals seine Österreich-Premiere feiern wird, ist derzeit noch offen und hängt vom Anmeldeprozess ab. Der Verband hofft auf die Austragung der ersten offiziellen Österreichischen Meisterschaften und somit auf eine Turnierform. „Während die Slowpitch-Bewerbe bereits zum vierten Mal in Folge im großen Stil und mit zahlreichen Teams über die Bühne gehen, suchen wir für die Premiere von Baseball5 noch Mixed-Teams“, startet der Generalsekretär einen Aufruf. Interessierte Teams können sich direkt beim Verband (office@baseballaustria.com) melden.
Von Latein-Amerika auf den Rathausplatz – und an die Schulen?
Für Scheicher wäre aber auch eine Erstausgabe als Exhibition oder mit Schulteams denkbar. Wichtig sei es, Baseball5 einmal ins Rampenlicht zu stellen. „Einerseits, um Baseball und Softball populärer und greifbarer zu machen, andererseits, um über Baseball5 vielleicht neue Spieler:innen und Funktionär:innen für die traditionellen Sparten zu gewinnen.“
Es ist jedenfalls nicht zu übersehen, dass Baseball5, das ursprünglich auf den Straßen Latein-Amerika als „cuatro esquinas“ (eng.: four corners) auch Anleihen bei anderen populären „Trendsportarten“ genommen hat. Basketball hat sein „3×3“, Volleyball seine „Beach-Variante“, Baseball nun also sein „Five“.
„Wunschvorstellung ist natürlich, dass unser Sport künftig auch öffentlichen Plätzen – wie dem Rathausplatz – präsent ist und zu einem Event wird, der von der breiten Masse besucht und gefeiert wird. Aber davon sind wir aktuell noch ein paar Jahre entfernt“, lacht Scheicher.
Realistischer und vor allem weniger fern ist das Ziel, Baseball und Softball via Baseball5 an die Schulen zu bringen. „Baseball5 ist ideal für den Turn- und Sportunterricht. Alles, was es braucht, sind Straßenkreide und ein Gummiball.“
Die International Cheer Masters 2024 sind am Sonntag mit einem Spektakel zu Ende gegangen.
Am zweiten Wettkampftag der mit 2.500 Fans und 2.000 Athlet:innen größten Cheer-Sport-Veranstaltung des Österreichischen Cheerleading und Cheer Performance Verbandes (ÖCCV) zeigten die Nachwuchs-Teams der heimischen Vereine, warum Österreich in diesen Altersklassen zur absoluten Weltspitze zählt. Mit kreativer Akrobatik, atemberaubenden Stunts und sauberen Pyramiden begeisterten die Youngsters Jury und Publikum.
Zu den Höhepunkten zählten unter anderem die Auftritte der beiden besten Youth-Teams der letztjährigen Europameisterschaften. Die Classy Dragons (ÖBV Danube Dragons) und die G4 Royals (Thalheim Graz Giants) eroberten bei den ICU European Cheerleading Championships 2023 in Verona bei den 12- bis 14-Jährigen EM-Gold und -Silber sowie mit dem Nationalteam WM-Gold.
Auf der Matte des Bundessport- und Freizeitzentrums kam es nun in der Division Youth All Girl Advanced zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams seit ihrem EM-Triumph.
Gi(ants)gantische Vorstellung der Cheerleading-Youngsters.
Eine „Classy“ für sich: Dragons behalten bei EM-Neuauflage die Nase vorne
Die Dragons und Giants, aber auch TVP Supernova vom Turnverein Perchtoldsdorf, der ebenfalls in der Top-Youth-Kategorie vertreten war, lieferten einen weiteren Beweis dafür, wie sehr sich Österreichs Cheerleading-Sport alleine im vergangenen Jahr entwickelt hat.
Im Kampf um den Sieg behielten schlussendlich die Classy Dragons ihre „Drachen-Nase“ knapp vor den G4 Royals. Im Vergleich zum EM-Titel vor fast einem Jahr hatten die Wienerinnen noch einmal ein paar Skills draufgepackt und wurden dafür von den Judges belohnt.
„Unsere ÖBV Classy Dragons sind seit dieser Season im höchsten Youth Level und haben den Umstieg sehr gut geschafft. Unser Ziel ist es, dass wir erneut um nationale und internationale Top-Platzierungen kämpfen und weitere Erfolge mit von der Matte nehmen“, sagt Classy-Coach Sarah Hofmann.
Für die kommende Europameisterschaft, die zwischen 28. und 30. Juni in Oslo ausgetragen wird, dürfen sich beide Teams berechtigte Hoffnungen auf eine Nominierung durch den ÖCCV-Vorstand in der kommenden Woche machen.
Im Youth All Girl Median ging der Sieg an die Stadtrivalinnen der Dragons. Vikings Evolaxy verwies die Red Wings Challengers und die SWARCO Raiderettes Rising Glam auf die Plätze zwei und drei.
„Wir sind sehr stolz auf jede einzelne unserer Athletinnen. Sie haben in der vergangenen Woche seit der Wiener Landesmeisterschaft sehr viel Zeit und Arbeit in diese Routine gesteckt und das Ergebnis konnte sich heute sehen lassen. Unsere Mädels haben einen phänomenalen Auftritt hingelegt, eine fehlerfreie, saubere Routine gezeigt und sich gegen sehr starke Konkurrentinnen bewiesen. Das nächste Ziel sind die Sport Austria Finals“, war Evolaxy-Head-Coach Naomi Osahon zufrieden.
Tiny Novice ging an die Fireflies (TVP), Primary All Girl Intermediate an die Black Crystals (SWARCO Raiderettes) und Primary All Girl Median an die Shiny Dragons.
„Classy“ Vorstellung von den Dragons, die auf dem höchsten Youth-Level siegten.
Junior-Gold ebenfalls an „Schwarz-Weiß-Grün“
Auch eine Altersklasse darüber, bei den Juniors (15-18 Jahre), sorgte Österreich 2023 für Furore. Das Nationalteam holte im Vorjahr in Orlando WM-Gold. Zum Abschluss der diesjährigen ICM glänzten die Top-Athletinnen der Giants, der Dragons und des TVP am Sonntag-Nachmittag mit ihren Vereinen. Der Sieg in der höchsten Junior-Kategorie (Junior All Girl Elite) ging an die Unique Dragons vor den G5 Ladies (Graz Giants) und Vikings Infinity.
„Das Gefühl heute mit Gold von der Matte gehen zu können ist unbeschreiblich. Unsere Konkurrenz, allen voran die Graz Giants, waren richtig gut. Jetzt heißt es weiter im Training zu arbeiten, dann haben wir als Team das Potential eine richtig starke Season zu erleben“, so Leonie Studeny, Athletin der ÖBV Unique Dragons.
In der gemischten Altersklasse der 9- bis 17-Jähirgen (Open Age All Girl Median) ging ICM-Gold an G3 Empire und damit ebenso zu den Thalheim Graz Giants, wie in der Kategorie Mini All Girl Novice (7-11 Jahre), wo G1 Blossomssiegte.
Ließen nichts anbrennen: Die Unique Dragons.
Premium Dancers und Vikings Calypso bringen sich für EM in Stellung
Auf dem Performance Cheer Floor gab’s ebenfalls eine große Show. In den Kategorien Youth Pom und Youth Hip Hop tanzten die Teams für eine mögliche EM-Nominierung durch den ÖCCV-Vorstand vor.
Die besten Chancen haben die Premium Dancers (Youth Pom) und Vikings Calypso (Youth Hip Hop, Youth Double Pom), die jeweils den ICM-Titel holten. Weitere Siege in den Performance Cheer Divisions gab es für Vikings Twinkles(Peewee Hip Hop, Peewee Doulbe Hip Hop), die Milleniumdancers (Peewee Pom; Peewee Double Pom) und die Thunders Peewee (Open Age Hip Hop).
Vikings Calypso tanzte sich in die EM-Pole-Position.
Nach den ICM ist vor der WM – Coed-Team will Medaille
Im Fokus der International Cheer Masters 2024 stand auch die Kategorie Senior Coed Elite, die bereits am Samstag-Abend ausgetragen wurde. Nicht nur aufgrund des Bewerbes – Vikings Fusion sicherte sich vor ASD Basket Club Malcontenta (ITA) ICM-Gold – sondern auch deshalb, weil das Coed-Nationalteam in diesem Jahr eine WM-Medaille anstrebt.
Im Vorjahr verpasste das gemischte Nationalteam aus Männern und Frauen als Vierter Edelmetall noch denkbar knapp. Im Rahmen der ICM gewährte Team Austria im Showblock einen ersten kleineren Einblick in seine WM-Routine.
Mehr als das gaben Viktoria Schellenbauer und Nina Böhm von den Milleniumdancers, die in der Performance-Cheer-Kategorie Senior Double Pom bereits ihre komplette WM-Kür zeigten.
Der „WM-Showcase“ – sozusagen die Generalprobe – der beiden diesjährigen ÖCCV-WM-Teams steigt am 14. April in Wien. Die ICU World Cheerleading Championships 2024 finden von 24. bis 26. April in Orlando (USA) statt. Im Falle eines WM-Titels im Coed-Bewerb würde auch dort der Aufstieg ins Level 6 gelingen. In der „Königsklasse“ vertreten ist bereits Österreichs Senior All-Girl-Nationalteam, das – ebenso wie die Youth- und Junior-Nationalteams – 2024 aber eine Wettkampfpause einlegt.
„Nach den großen Erfolgen des Vorjahres und dem damit verbundenen Aufstieg in die höheren Levels, haben wir uns entschieden, in diesem Jahr mit den Youth- und Junior-Nationalteams in den Aufbau zu gehen. Der volle Fokus liegt bei den bevorstehenden Weltmeisterschaften auf unserem Senior Coed-Elite-Team und im Performance Cheer auf unserem Senior Pom-Double“, blickt ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer schon in Richtung Weltmeisterschaft – aber nicht, ohne noch ein positives ICM-Fazit zu ziehen.
Das Senior-Coed-Nationalteam heizte der Menge ordentlich ein – und fährt zur Weltmeisterschaft.
„Werden eine neue Halle brauchen“
„Die International Cheer Masters sind bei ihrer dritten Ausgabe wieder ein Stückchen größer geworden. Im Namen des ÖCCV bedanke ich mich bei den rund 2.000 Athlet:innen aus 108 Teams, die in den vergangenen beiden Tagen gezeigt haben, was den Cheer-Sport so besonders macht: Emotion, Skill, Begeisterung, Leidenschaft und Zusammenhalt. Ein besonderer Dank geht an das Organisationsteam sowie die unzähligen Volunteers, die so ein Mega-Event mit ihrem Einsatz überhaupt erst möglich machen“, so die Präsidentin, die auch das Publikum in der Südstadt nicht unerwähnt ließ.
„An den beiden Wettkampf-Tagen haben die insgesamt 2.000 Fans mit einer unvergleichlich positiven und lautstarken Atmosphäre für eine würdige Kulisse gesorgt. Das haben sich die Athlet:innen und der Cheer-Sport verdient. Wenn sich das Interesse weiter so entwickelt und wir auch in Zukunft alle Ticket-Anfragen bedienen wollen, dann werden wir eine größere Halle brauchen“, unterstreicht Harrer abschließend.
Weder die Zuschauer:innen noch die Athlet:innen der anderen Teams hielt es noch auf den Sitzen des Bundessport- und Freizeitzentrums Südstadt, als die Top-Teams der heimischen Cheerleading-Szene ein dickes Ausrufezeichen hinter den ersten Wettkampf-Tag der International Cheer Masters 2024 setzten.
Die ÖBV Danube Dragons, die AFC Vienna Vikings, die Thalheim Graz Giants und der Turnverein Perchtoldsdorf brannten in der höchsten Cheerleading-Kategorie (Senior All Girl Premier) ein regelrechtes Feuerwerk ab.
Wie schon bei den Wiener Meisterschaften in der Vorwoche versprühten die aktuell in Top-Form agierenden Fierce Dragons bei ihrer höchstanspruchsvollen Routine Leichtigkeit und Souveränität und sicherte sich einmal mehr den Sieg. „DDC“ bleibt damit in dieser Saison ungeschlagen und geht als Favorit in die Sport Austria Finals 2024 powered by Österreichische Lotterien. Der Jubel bei den Donaustädterinnen, die schon bei den ICM 2023 siegten, kannte keine Grenzen.
„Wir freuen uns, dass wir unsere Gold-Medaille von den Wiener Meisterschaften mit einem weiteren starken Auftritt heute bestätigen konnten. Die Stimmung im Team ist momentan hervorragend. Wir können mit einem positiven Gefühl und viel Selbstbewusstsein in die Sport Austria Finals gehen“, freute sich Dragons-Athletin Nina Cservenka.
In Top-Form hoch hinaus: Die Fierce Dragons brachten sich in die Favoritinnen-Rolle
Hinter den Dragons machten sich die Vikings Allstars und die G6 Pride (Giants) den zweiten Platz unter sich aus. Die Grazerinnen, die erstmals seit vielen Jahren wieder in der höchsten Kategorie am Start waren, überraschten dabei das Publikum und sich selbst und holten vor den Vikings Silber.
„Es ist einfach überwältigend. Dass wir bei unserem ersten Antreten im Level 6 gleich Silber gewinnen, damit hat niemand gerechnet. Es war eine Riesenerfahrung, heute auf der Matte zu stehen“, jubelte Giants-Athletin Yana Bieder.
Ein Level darunter (Senior All Girl Elite) waren es die Jets von den Red Wings Cheerleadern, die ihrem Titel bei den Wiener Landesmeisterschaften auch ICM-Gold folgen ließen. Silber ging an die SWARCO RaiderettesSensation vor den Spirit Angels (Tyrolean Angels).
Auf der Cheer-Fläche jubelten am Nachmittag aber auch die Vikings. Eternity entschied die Kategorie Open Age All Girl Advanced vor den Aspiring Dragons und den Royal Thunder (Pirates Cheerleading) für sich. Vikings Fusion, das gemischte Team aus Burschen und Mädchen, behielt im Senior Coed Elite die Oberhand.
Das gemischte Team von Vikings Fusion machte ordentlich Lärm
Milleniumdancers und Vikings hoffen auf EM-Nominierung
Im Performance Cheer zeigten Österreichs Aushängeschilder Nina Böhm und Viktoria Schellenbauer von den Milleniumdancers in der Kategorie Senior Double Pom bereits ihre WM-Routine. „Es war eine sehr solide Leistung, auf der wir aufbauen können. Jetzt haben wir noch einen Monat bis zu den Weltmeisterschaften. Es ist noch Luft nach oben, wir werden fleißig trainieren, um das Beste herausholen zu können“, unterstreicht das Duo Böhm/Schellenbauer.
Im Performance Cheer wurden am Samstag außerdem fünf Kategorien ausgefochten, die auch bei den Europameisterschaften im Programm stehen. Im Junior Pom, Junior Jazz, Senior Pom und Senior Jazz sicherten sich die Milleniumdancers jeweils den ersten Platz und dürfen sich berechtigte Hoffnungen machen, vom ÖCCV-Vorstand in der kommenden Woche für die Europameisterschaften, die von 28. bis 30. Juni in Oslo (Norwegen) stattfinden, nominiert zu werden.
Gleiches gilt für Vikings Destiny, die im Senior Hip Hop über den Sieg jubelten. Die Tanzgruppe der Wienerinnen verwies in einer engen Competition Stage Time Company auf den zweiten Rang.
Zeigten schon ihre WM-Routine: Viktoria Schellenbauer (Bild) und Nina Böhm von den Milleniumdancers.
Vormittag gehörte den „Minis“
Am Vormittag zeigten unter anderem die „Minis“, was schon in jungen Jahren in ihnen steckt.
Der Lautstärke und Begeisterung des Publikums nach zu urteilen, hätte es in der Division Mini All Girl Intermediate nur eine einzige Goldmedaille für alle sieben Teams gebraucht. Die 7- bis 11-Jährigen eroberten mit kreativen, lauten Cheers sowie atemberaubenden Hebefiguren und Pyramiden die Herzen der Fans – und auch der Judges. Die Jury hatte jedenfalls große Mühe, die glanzvollen Routines der Youngsters zu reihen.
Nur bei den Siegerinnen gab es keinen Zweifel: TVP Unity vom Turnverein Perchtoldsdorf kürte sich mit deutlichem Punkte-Abstand zum Champion. Strahlende Gesichter gab es aber auch bei den Vikings Fairies, den Glory Dragons, G2 Grace, den Mighty Wings, Patriots Shooting Stars sowie den SWARCO Raiderettes Invincible.
In der Kategorie Open Age Intermediate war die Teilnehmer-Zahl mit sechs Teams ähnlich hoch. Schlussendlich setzten sich zwei niederösterreichische Teams an die Spitze. Die Invaders Snowdrops aus St. Pölten holten Gold, die Magic Tigers aus Sonntagberg Silber und Bronze gab’s für die SWARCO Raiderettes Sparkling.
Open Age Novice ging an die Tiny Paws von den Traiskirchen Lions, über Platz zwei jubelten die Mighty Sailorettes der Pirates.
Rooooooaaaar! Die Löwinnen „brüllten“ mit den anderen „Minis“ um die Wette und lieferten eine tolle Show.
ÖCCV zieht positive Zwischenbilanz
Angetrieben von der großen Konkurrenz aus dem In- und Ausland liefen am Eröffnungstag der ersten (inter-)nationalen Competition der Saison alle 58 Teams zu Höchstleistungen auf. Bereits bevor am Sonntag noch einmal 50 Auftritte auf dem Programm stehen ist klar: Die ICM, das Mega-Event des Österreichischen Cheerleading und Cheer Performance Verbandes (ÖCCV), liefern einmal mehr ein Beweis dafür, dass sich der Cheer-Sport weiterhin rasant weiterentwickelt – sowohl was den Zuspruch als auch die sportliche Qualität betrifft.
„Die Stimmung ist noch besser als in den vergangenen Jahren. Wir freuen uns, dass das Event so gut angenommen wird. Das ist genau die Atmosphäre, die sich die Athlet:innen mit ihrem harten Training verdienen“, unterstreicht ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer.
ÖCCV-Generalsekretärin Magdalena Bramböck bekräftigt: „Man hat heute, sowie bei den Landesmeisterschaften in der Steiermark und Wien, einmal mehr gesehen, was sich in Österreich getan hat. Dabei stehen wir erst am Anfang der Meisterschaftssaison.“
Ein paar der insgesamt 2.500 Fans, die Tickets für die ICM 2024 bekommen haben.
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