Team Austria hat bei den ICU World Cheerleading Championships 2024 in Orlando (USA) einen Auftakt nach Maß hingelegt und einen ersten großen Erfolg verbucht.
Das Performance-Cheer-Nationalteam mit Viktoria Schellenbauer und Nina Böhm behauptet sich am Mittwoch (Ortszeit) im Semifinale der Kategorie Senior Double Pom gegen Konkurrentinnen aus 28 weiteren Nationen im absoluten Spitzenfeld. Mit einer nahezu fehlerfreien Routine löst das Duo damit das Final-Ticket und tanzt am Donnerstag (19:30 Uhr/MESZ, live auf olympics.com) im Finale der zehn besten Nationen der Welt um die WM-Medaille. Die Freude bei den Athletinnen, die den Finaleinzug des Vorjahres damit bestätigen können, naturgemäß groß.
„Gehören zu den besten der Welt“
„Es ist unbeschreiblich. Die Konkurrenz ist so stark. Wir haben natürlich gehofft, dass wir es noch einmal ins Finale schaffen, aber damit rechnen konnten wir nicht“, sagt Schellenbauer. „Unter den Top-10 zu sein und ins Finale zu kommen, bedeutet, dass wir zu den besten Teams der Welt gehören. Wir sind unglaublich stolz“, fügt Böhm hinzu. Die Devise für das Finale ist für beide klar: „Wir werden alles riskieren, es gibt’s nichts mehr zu verlieren.“
Für Coach Katharina Horky ist der Final-Einzug ihres Teams nicht hoch genug einzuordnen: „Wir freuen uns unheimlich, Österreich im Finale noch einmal vertreten zu dürfen. Bei einer derart starken Konkurrenz unter die besten zehn Teams der Welt zu kommen, macht uns sehr stolz. Jetzt gilt es, noch einmal konzentriert zu sein und noch einmal alles rauszuhauen.“
“All smiles” bei Nina Böhm und ihrer Tanzpartnerin.
Cheerleader:innen stehen in den Startlöchern
Rund vier Stunden bevor es für Schellenbauer/Böhm um die Medaillen geht, startet am Donnerstag (15:28 Uhr/MESZ) dann auch das Cheerleading-Nationalteam in die Weltmeisterschaften. Für das „gemischte“ Team aus weiblichen und männlichen Athlet:innen geht es in der Kategorie Senior Coed Elite ebenfalls um den Einzug in den Final-Wettkampf, der für Freitag (ab 19:30 Uhr/MESZ) angesetzt ist.
Am Mittwoch und Donnerstag geht es für die beiden Nationalteams des Österreichischen Cheerleading und Cheer Performance Verbandes (ÖCCV) bei den ICU World Cheerleading Championships 2024 erstmals auf die Matte.
Den Anfang macht morgen (24. April) das Performance-Cheer-Team: Viktoria Schellenbauer und Nina Böhm treten in der Kategorie Senior Double Pom gegen Konkurrentinnen aus 28 Nationen an. Im Vorjahr schaffte das Duo von den Milleniumdancers den Einzug ins Finale der besten zehn Nationen der Welt. Ob das Kunststück auch in diesem Jahr wieder gelingt, können die heimischen Fans um 18:22 Uhr (MESZ) im Livestream des Olympic Channel (olympics.com) verfolgen. Dann sind die Österreicherinnen mit ihrer Performance an der Reihe.
„Wir nehmen uns wie jedes Jahr vor, eine saubere und fehlerfreie Routine abzuliefern. Wir hoffen auf einen Final-Einzug, aber die Konkurrenz ist in diesem Jahr enorm stark“, sagen Schellenbauer und Böhm. Ergattert das Performance-Cheer-Team einen Platz im Finale, geht es am Donnerstag ab 19:30 (MESZ) um Medaillen. Das Duo hat sein WM-Programm in dieser Wettkampfsaison unter anderem beim International Cheer Masters im März in der Südstadt bereits vor Publikum präsentiert und feilt somit in Orlando nur noch an kleinen Feinheiten.
Das Pom-Doppel der Milleniumdancers eröffnet die WM aus heimsicher Sicht.
Coed-Nationalteam greift nach Gold und Aufstieg
„Streng geheim“ war lange Zeit die Routine des Cheerleading-Nationalteams. Erst beim Showcase vor zwei Wochen in Wien-Erdberg performten die Athlet:innen bei der „Generalprobe“ erstmals vor (österreichischen) Fans.
Für die 28-köpfige ÖCCV-Auswahl – bestehend aus je 14 männlichen und weiblichen Sportler:innen – gilt es nun, sowohl ihr Können als auch ihre Energie auf die WM-Matte von Orlando zu bringen. Seine Semifinale-Darbietung in der Kategorie Senior Coed Elite zeigt Team Austria am Donnerstag um 15:28 Uhr (MESZ) – ebenfalls live auf olympics.com.
„Wir haben uns vorgenommen, eine extrem saubere und genaue Routine herzuzeigen, alles zu hitten und der Welt zu zeigen, wie gut Österreichs Cheerleading ist“, sagt Athletin Daniela Braunegg. „Was drinnen ist? Wir hoffen auf das Beste!“ Und das Beste wäre der Weltmeistertitel. 2023 belegte das Team den undankbaren vierten Platz. „Für dieses Jahr haben wir uns die Goldmedaille vorgenommen“, definiert Teamkollege Florian Ackerl das klare Ziel. Gold wäre im Falle eines WM-Titels aber nicht die einzige Belohnung.
Die Damen und Herren des Coed-Nationalteams wollen in Orlando hoch hinaus.
Meilenstein auf dem Weg zur Top-Cheerleading-Nation
Bei einem Sieg würde Team Austria auch in der Coed-Kategorie ins höchste Level aufsteigen. In der „Level 6“ oder „Premier“ genannten „Königsklasse“ des Cheerleadings ist nach seinem WM-Titel 2022 bereits das (rein weibliche) All-Girl-Nationalteam vertreten. Außerdem treten die Nachwuchs-Nationalteams der All-Girl-Altersklassen Youth (12 bis 14 Jahre) und Junior (15 bis 18 Jahre) nach ihren jeweiligen Weltmeister-Titeln 2023 künftig ebenfalls auf dem höchstmöglichen Niveau an.
Der Aufstieg des Coed-Nationalteams wäre somit ein weiterer Meilenstein für Team Austria und den ÖCCV. Gelingt im Finale am Freitag (ab 19:30 Uhr, MESZ) der WM-Coup, würde Österreich im internationalen Vergleich einen weiteren großen Schritt in Richtung Top-Cheerleading-Nationen machen.
Die Trainingsleistungen passen, Team Austria ist auf Kurs!
ÖCCV treibt Aufbauarbeit im Nachwuchs-Bereich voran
Petra Gruber, ÖCCV-Sportdirektorin und Verantwortliche für die Cheerleading-Nationalteams, ist nach den ersten Trainingstagen in Orlando überzeugt: „Die Athlet:innen haben in den vergangenen Tagen sehr gute Teamtrainings hinter sich gebracht. Team Austria ist bereit, nach den nächsten Erfolgen für Österreich zu greifen.“
Auch ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer drückt Viktoria Schellenbauer, Nina Böhm und dem Coed-Nationalteam vor Ort die Daumen. „Bis jetzt haben wir alle ein sehr gutes Gefühl. Unsere Teams haben sich gut akklimatisiert, die ersten Trainings liefen gut. Wenn es so weitergeht, können wir alle positiv gestimmt sein, dass die Athlet:innen ihre Leistung auch an den Wettkampftagen gut abrufen können und wir auch in diesem Jahr mit einer WM-Medaille – oder sogar dem WM-Titel – rechnen dürfen“, sagt Harrer.
Die Präsidentin macht zudem klar, warum der ÖCCV in diesem Jahr „nur“ zwei Nationalteams zu den Weltmeisterschaften entsendet hat. „Nach den großen Erfolgen von 2023 sind wir jetzt mit den All-Girl-Teams aller Altersklassen in den höchsten Levels vertreten. Um der Entwicklung Zeit und Raum zu geben, haben wir uns als Verband dazu entschieden, den rein-weiblichen Teams ein Jahr Wettkampfpause zu geben, in die Aufbauarbeit zu gehen und die Athletinnen auf ihre neuen Aufgaben vorzubereiten.“ 2025 sollen planmäßig alle Cheerleading-Nationalteams nach Orlando zurückkehren – im Idealfall durchwegs in den höchsten Levels.
Flugscheiben-Sport und Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien? Das passt!
Bislang waren es fast ausschließlich die Ultimate-Bewerbe, die bei Österreichs größter Multisport-Veranstaltung für Begeisterung sorgten. Bei der bevorstehenden vierten Auflage der Finals steht nun endlich auch die Discgolf-Elite vor der Premiere – und das gleich vor spektakulärer Kulisse im Zielstadion der Wintersport-Arena in Seefeld. Turnierdirektor Sören Lohse verspricht: „Das Kursdesign ist Finals-würdig!“
Der Wintersport-Ort Seefeld dient bei den Sport Austria Finals 2024 powered by Österreichische Lotterien als malerische Kulisse für die Staatsmeisterschaften der Discgolf-Elite. Auf die Spieler:innen warten spektakuläre Bahnen, auf Schaulustige und Fans Mitmachstationen, Shops, Essen & Trinken. Discgolf wird zum Festival.
Rund sechs Wochen vor dem Auftakt in die Finals (29. Mai bis 2. Juni) haben wir mit Lohse über die Gründe für Seefeld als Austragungsort, die Tücken des Kurses und die Favorit:innen gesprochen.
Sören Lohse, was erwartet die Sportler:innen in Seefeld? Geht’s rauf und runter, durch den Wald oder über freie Flächen?
Sören Lohse: Von allem ein bisschen. Auf die Discgolfer:innen wartet ein abwechslungsreiches Layout, das den Staatsmeisterschaften in puncto Schwierigkeitsgrad und Design auf jeden Fall würdig ist.
In Seefeld gibt es normalerweise keinen Discgolf-Parcours. Das heißt, die 18 Bahnen wurden extra für die Finals designt und kurzfristig errichtet. Ab wann können die Spieler:innen sich ein Bild vom Kurs machen?
Lohse: Es gibt wird eine Woche vor den Sport Austria Finals ein Turnier, sozusagen einen Probelauf. Allerdings wird der Kurs bis zu den Finals dann noch erweitert und an der ein oder anderen Stelle noch etwas herausfordernder gestaltet. Die Staatsmeisterschaften sind somit definitiv das Highlight im nationalen Discgolf-Kalender.
Der abwechslungsreiche Kurs führt natürlich auch durch den Wald.
Kannst du uns etwas mehr verraten?
Lohse: Wir spielen vor super Panorama im beziehungsweise rund um das Zielstadion der nordischen Skisport-Arena. Absolviert werden drei Runden, etwa die Hälfte der Bahnen führt durch den Wald, die andere Hälfte über „freie“ Flächen. Die kürzeste Bahn ist schätzungsweise 70 Meter lang, es gilt dort aber kleine Gaps zu treffen. Es gibt aber auch deutlich längere Bahnen, zum Beispiel eine mit rund 220 Metern (Par 4; Anm.), die leicht bergab geht.
Warum finden die Bewerbe eigentlich in Seefeld und nicht Innsbruck statt?
Lohse: Wir wurden vom Verband befragt, ob wir uns eine Finals-Teilnahme vorstellen können und haben nicht gezögert. Die Finals sind ein großer Multiplikator und machen unseren Sport noch präsenter. Die Wahl fiel auf Seefeld, weil in Innsbruck einerseits zu wenig Platz für einen derart weitläufigen Kurs wäre. Und Seefeld andererseits hügeliges Gelände und ein einzigartiges Panorama bietet. Zudem ist es öffentlich aus Innsbruck sehr gut zu erreichen.
Seefeld wird also während der Finals zum Discgolf-Mekka?
Lohse: Genau. Wir sollten leicht zu finden sein, weil wir eben genau dort unsere Turnierbasis haben, wo im Winter unter anderem das Noridc Combined Triple stattfindet. Bahn 1 liegt direkt unter den Schanzen. Auch Korb Nummer 18 steht im Auslauf der Skispringer. Das ist einzigartig und hebt die Veranstaltung auch in der Außendarstellung auf ein anderes, professionelleres Niveau.
Turnierdirektor Sören Lohse gibt den “Tone” an.
Und für Schaulustige und Fans ist auch etwas geboten…
Lohse: Ja, es gibt über alle Turniertage ein spannendes Rahmenprogramm mit Mitmachstationen, einem Scheibenshop und natürlich Essen und Trinken. Den Profis kann man aufgrund der Lage des Kurses perfekt auf die Fingern schauen. Wir wollen für die Zuschauer:innen eine Experience schaffen, die Finals sollen Event- und Festivalcharakter haben.
Wer sind die Favorit:innen?
Lohse: Bei den Männern fallen mir eine Handvoll Namen ein, die sich den Titel holen könnten, unter anderem natürlich der Tiroler Florian Lingenhel von der „ScheibenWG“. Bei den Frauen führt der Weg wieder nur über Laura Posch. Wer nicht in Seefeld dabei sein kann, kann sich auf YouTube bedienen. Alle drei Runden der Männer und das Finale der Damen werden gefilmt und zeitversetzt ausgestrahlt.
„Dauerbrenner“ Ultimate Frisbee übersiedelt gemeinsam mit den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien von Graz nach Innsbruck. Rund sechs Wochen vor den Bewerben werfen wir einen ersten Blick auf den Fahrplan bis zu den diesjährigen Staatsmeisterschaften und kehren noch einmal die Besonderheiten der spektakulären Frisbee-Variante hervor. Sechs Fakten zum Trendsport in unserem Ultimate “Six-Pack”.
Das Spiel
Das Spielprinzip gleich jenem des Rugby oder des American Football, „Eierlaberl“ gibt es beim Ultimate aber keines. Die beiden Teams, bestehend aus je sieben Spieler:innen, versuchen eine Flugscheibe durch geschickte Würfe nicht nur in den eigenen Reihen zu halten, sondern auch bis in die „Endzone“ „vorzutragen“. Wer zuerst 15 Punkte erreicht – oder nach 90 Minuten in Führung liegt – gewinnt.
Das Spektakel
Gelaufen werden darf mit der Frisbee in der Hand allerdings nicht. Der Scheiben-Vortrag erfolgt somit lediglich durch Würfe (und folglich Catches). Und das kann mitunter auf extrem spektakuläre Art und Weise geschehen. Bestes Beispiel? Die „Hail Mary“ von Jonas Barth auf Jakob Mory, mit der Catchup Graz im Vorjahresfinale gegen das „Wunderteam“ aus Wien den neuerlichen Titel unter Dach und Fach brachte.
Der „Spirit of the Game“
Bei den Finals wird ausschließlich die Mixed-Variante ausgetragen, Frauen und Männer stehen also gleichzeitig auf dem Feld – was alleine schon einmal eine gewisse Etikette verlangt. Probleme gibt es im Ultimate aber ohnehin nie, alle Spieler:innen agieren nach dem „Spirit of the Game“. Die Sportart kommt auf jedem Niveau gänzlich ohne Referees aus. So fair ist nur Ultimate!
Der Fahrplan
Bei den Sport Austria Finals treten wie gewohnt die besten sechs Mixed-Teams des Landes an. Die Top-4 aus 2023 haben ihr Ticket sicher. Das sind Catchup Graz, das Wunderteam aus Wien, die Mosquitos aus Klosterneuburg und die ZomBees, ebenfalls aus Wien. Für die übrigen Vereine ist der Mai der „Monat der Entscheidung“. Bei zwei aufeinander aufbauenden Turnieren (4./5. Mai in St. Pölten bzw. 18./19. Mai in Innsbruck) werden die letzten beiden Finals-Ticket vergeben.
Etwas kürzer könnte der Weg für die Wiener Mischung, die Styrian Hawks oder die INNsiders aus Tirol sein – sie sind gesetzt und treffen erst im Rahmen des zweiten Quali-Turniers auf die drei aus dem ersten Durchlauf verbliebenen Teams. Die Entscheidung über den Staatsmeister:innen-Titel fällt dann an den letzten beiden Wettkampftagen (1. bis 2. Juni) der Sport Austria Finals in Innsbruck.
Das “Wunderteam” (li.) hatte schon eine Hand am Pokal. Der Titel ging aber erneut nach Graz zu “Catchup” (re.)
Die Titelverteidiger:innen
Catchup Graz ist seit 2018 das Maß aller Dinge im heimischen Ultimate-(Mixed-)Sport. Damit gehen auch sämtliche Staatsmeistertitel, die ihm Rahmen der Sport Austria Finals (seit 2021) vergeben wurden, auf das Konto der Steirer:innen. Catchup agierte bei den bisherigen Finals-Ausgaben stets mit Heimvorteil. Im bereits erwähnten Endspiel von 2023 schaffte das „Wunderteam“ aus Wien beinahe das „Wunder“, musste sich aber schlussendlich doch 13:15 geschlagen geben. Kann Catchup 2024 abgefangen werden? Wie schlagen sich die Favorit:innen fernab der Heimat?
Die „Home Town Heroes“
Apropos Heimvorteil: Den genießen diesmal die INNsiders. Die Tiroler:innen müssen zwar durch die Qualifikation, steigen aber eben erst beim zweiten und entscheidenden Turnier ein. Weil auch dieses Turnier, wie auch die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien, in diesem Jahr in Innsbruck stattfinden, wird mit den INNsiders zu rechnen sein.
Ein letzter Hinweis: Der Österreichische Ultimate Verband (ÖUV) ist mit einer seiner brandneuen Website autultimate.org auch in eurem Browser beziehungsweise mit @aut.ultimate in eurer Social-Media-App vertreten.
Die Nationalteams des Österreichischen Cheerleading und Cheer Performance Verbandes (ÖCCV) hoben am Donnerstag-Vormittag von Wien-Schwechat aus in Richtung Orlando (USA) ab, wo kommende Woche (24. bis 26. April) die ICU World Cheerleading Championships 2024 stattfinden.
Wie in den vergangenen Jahren bietet der ESPN Wide World of Sports Complex im Disney World Resort der wichtigsten Cheer-Sport-Veranstaltung der Welt die Bühne. In den beiden Sparten Cheerleading und Performance Cheer kämpfen Teams aus über 70 Nationen um die Medaillen.
Während die Internationale Cheer Union (ICU) im Rahmen der Weltmeisterschaften ihr 20-jähriges Bestehen feiert, treten bei den Wettkämpfen zwei ÖCCV-Teams an: das Coed-Nationalteam (Cheerleading) und das Pom-Double mit Viktoria Schellenbauer und Nina Böhm (Performance Cheer) gehen jeweils in der offenen Altersklasse an den Start – mit unterschiedlichen Zielen.
Let’s goooooo!
Coed-Team möchte offene Rechnung begleichen
Für Schellenbauer/Böhm geht es in Orlando vor allem darum, das starke Vorjahresergebnis zu wiederholen. 2023 zog das Duett in einer spannenden Halbfinal-Entscheidung ins Finale der besten zehn Paar ein. Im Performance Cheer, wo es anders als im Cheerleading keine Level gibt und sich die ÖCCV-Aushängeschilder somit stets mit den besten Duos der Welt messen dürfen, wäre ein neuerliches Top-10-Ergebnis ein großer Erfolg.
Schellenbauer freut sich vor dem Abflug auf die Challenge, für die vor Ort noch fleißig trainiert wird: „So kurz vor dem Abflug macht sich bereits ein Bauchkribbeln bemerkbar, das wahrscheinlich eine Mischung aus Vorfreude und Aufregung anzeigt. Die letzte Woche vor dem Abflug war sehr trainingsintensiv. Es wurde noch einmal an der Technik gefeilt, letzte Kleinigkeiten wurden geändert, außerdem standen einige Videoanalysen an.“ Das Semifinale steigt Mittwoch-Früh, das Finale ist für Donnerstag-Vormittag (jeweils MESZ) angesetzt.
Für die Coed-Cheerleader:innen wird es Donnerstag-Früh (MESZ) ernst. Das Semifinale sollte für die Vorjahres-Vierten aber eher Formsache sein. Großes Ziel ist es, die „Blecherne“ vergessen zu machen und auch in dieser Kategorie ins höchste Level aufzusteigen – dazu bräuchte es im Finale am Freitag allerdings die Gold-Medaille. „Die Vorfreude auf die WM steigt wirklich von Tag zu Tag. Wir können es kaum erwarten zu zeigen, was Österreich dieses Jahr wieder auf die Beine gestellt hat und werden vor Ort in den letzten Trainings noch am Feinschliff arbeiten. Es ist ein besonderes Jahr und einfach alle sind mit ganzem Herzen dabei“, sagt Athletin Lena Heinrichter.
Die Hoffnungen des Coed-Teams sind jedoch berechtigt, denn Florida war vor allem für Team Austria in den vergangenen Jahren immer ein gutes Pflaster.
Nina Böhm (li.) und Viktoria Schellenbauer in perfekter Symbiose.
Zuletzt drei Weltmeistertitel in zwei Jahren
2022 feierte das All-Girl-Team in der offenen Altersklasse (Senior) den Weltmeistertitel im Level 5 und stieg in die „Königsklasse“ (Level 6; Anm.) auf. 2023 folgten die beiden vielbeachteten WM-Goldmedaillen der All-Girl-Altersklassen Youth (12 bis 14 Jahre) und Junior (15 bis 18 Jahre), sodass auch in beiden Nachwuchs-Kategorien der Aufstieg in die höchstmögliche Divison gelang.
Um auch in den Top-Kategorien in der absoluten Weltspitze bestehen zu können, müssen Österreichs Cheerleaderinnen – was die Schwierigkeitsgrade ihrer Performances betrifft – also künftig noch einmal zulegen. Im Kampf um Medaillen sind höhere Pyramiden und mehr Schrauben gefragt – und demnach höhere athletische Anforderungen und noch mehr Training. Um den neuen Anforderungen gerecht zu werden und den Athletinnen einen kontinuierlichen Aufbau sowie mehr Trainingszeiten zu geben, entschied der ÖCCV, in diesem Jahr keine weiblichen Nationalteams zu den Weltmeisterschaften zu entsenden. Der Entwicklung soll Zeit und Raum geboten werden, um 2025 wieder voll angreifen zu können.
Umso mehr sind die Augen der heimischen Cheerleading-Szene auf das Coed-Team gerichtet, das die Medaillen-Serie fortsetzen und zum dritten Mal in Folge WM-Edelmetall zurück nach Österreich bringen soll.
ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer drückt Team Austria die Daumen: “Der ÖCCV-Vorstand wünscht unseren Athlet:innen eine gute Anreise, erfolgreiche Trainings vor Ort, alles Gute und toi toi toi für die Auftritte. Wir freuen uns schon, Team Austria performen zu sehen.”
Die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (29. Mai bis 2. Juni 2024) stehen in diesem Jahr vor ihrer bereits Auflage. Zur Erfolgsgeschichte der größten Multisportveranstaltung Österreichs gehören seit jeher auch die Bewerbe im Flugscheibensport.
Vor allem Ultimate, jene Frisbee-Variante, die vom Spielablauf her an American Football oder Rugby erinnert, dominierte Dank Fairness, Spannung und Spektakel alljährlich die Schlagzeilen rund um die Finals.
In Innsbruck rückt aber nun auch die zweite, nicht weniger populäre, Variante des Disc-Sports endlich in den Mittelpunkt: Discgolf.
Ziel des Spiels? Die Scheibe in den Fangkörben versenken.
Nur den “Caddy” sucht man vergebens
Discgolf – das ist, wo nach es klingt: Die Athlet:innen versuchen, eine Wurfscheibe mit möglichst wenig Würfen in ein Ziel zu befördern. Gespielt wird wie beim namensgebenden „Großen Bruder“, auf einem 18-Loch-Kurs, der durch Wälder und/oder über Wiesen führt. Der Abwurf heißt „Drive“, zum Ende einer Bahn greifen die Sportler:innen zum „Putter“. Hinsichtlich der Scores ist ein „Par“ gut, ein „Birdie“ besser, während sich möglichst keine „Bogeys“ auf der „Scorecard“ einschleichen sollten – also alles wie bei Sepp Straka und dem Golf, das mit Schläger gespielt wird und zu den beliebtesten Sportarten der Welt gehört.
Fast! Denn beim Discgolf wird nicht in Richtung eines Loches im Boden gezielt, sondern in Richtung eines Fangkorbes. Ok, auch einen „Caddy“ haben auch die renommiertesten Discgolf-Profis der Welt eher nicht. Was damit zusammenhängen dürfte, dass es im Discgolf natürlich nicht ums große Geld geht. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Jedenfalls feiert Discgolf endlich seine Finals-Premiere – das gilt zumindest für die Elite. Denn schon 2021, bei der Erstausgabe in Graz, warfen Discgolfer:innen am legendären Parcours auf dem Schöckl ab. Allerdings wurden damals nur Nachwuchs- und Senioren-Bewerbe ausgetragen. 2024 dürfen endlich auch die Top-Spieler:innen ran.
Im Winter nordischer Hotspot, im Sommer Discgolf Kurs: Die Wintersport-Arena in Seefeld.
Der 18-Loch-Parcours steht allerdings nicht in Innsbruck, sondern in Seefeld. Das hat vor allem Platzgründe. Die Tiroler Landeshauptstadt und ihr Umland verfügen schlichtweg nicht über eine Fläche, auf dem ein anspruchsvoller, den Staatsmeisterschaften würdiger, Kurs aufgebaut werden könnte.
Seefeld hingegen schon. Vor allem, weil das Areal rund um die nordische Wintersportarena („Seefeld Sports Arena“) zu dieser Jahreszeit weitestgehend ungenutzt ist.
Sören Lohse vom organisierenden Verein „ScheibenWG“ übernahm mit seinen Klubkollegen das Kursdesign. Er verspricht ein ausgeglichenes Layout mit Höhenunterschieden zwischen Abwurf und Fangkorb, einige Wald-Bahnen und spektakuläres Ambiete – einige Bahnen beginnen und Enden direkt im Auslauf der Skisprungschanze.
Laura Posch ist Serien-Staatsmeisterin.
Titelträger:innen wechselten zuletzt (nicht)
Als Favorit gilt “Local Hero” Florian Lingenhel, der nicht als “ScheibenWG-ler“ und Tiroler nicht nur Heimvorteil genießt, sondern auch Titelverteidiger ist. Auch Heeressportler Leon Sonnleitner, Lorenz Schaurhofer und ein halbes Dutzend weiterer Athleten dürften bei den Männern um den Sieg kämpfen. Derzeit in Top-Form ist ein anderes Aushängeschild der heimischen Szene: Stanislaus Amann hält heuer bereits bei drei Turniersiegen und damit bei einer fast 100%igen Siegquote.
Für Spannung ist aber gesorgt, auch, weil der Staatsmeistertitel in den vergangenen Jahren stets seinen „Träger“ wechselte. Anders ist das bei den Damen, wo die Grazerin Laura Posch Seriensiegerin ist.
Wer sich Discgolf nicht entgehen lassen will, sollte bei den Sport Austria Finals vorbeischauen. Zuschauer:innen können die Sportart ausprobieren, den Profis auf die Finger schauen, im Scheibenshop eigene Sportgeräte erwerben oder einfach nur Essen und Trinken genießen.
Österreichs Cheer-Nationalteams stehen kurz vor ihrem großen Saison-Highlight.
Vom 24. bis zum 26. April steigen in Orlando (USA) die Weltmeisterschaften im Cheerleading und Performance Cheer. Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre – mit WM-Titeln in allen drei Altersklassen – zählt Österreich bei den diesjährigen ICU World Cheerleading Championships wieder zum Favoritenkreis.
Nationalteam-Showcase in Erdberg vor vollem Haus
Vier Tage vor dem Abflug in Richtung Florida am Donnerstag (18. April) proben die ÖCCV-Teams am kommenden Sonntag (14. April) in Wien-Erdberg noch einmal den Ernstfall. Beim alljährlichen Showcase, der diesmal um 11:00 Uhr im Ballsportgymnasium steigt, präsentieren die Nationalteams dem heimischen Publikum ein erstes und gleichzeitig letztes Mal ihre WM-Routinen. Das alles natürlich unter besonderen „Sicherheitsvorkehrungen“, denn jene Pyramiden, Flugeinlagen und Pirouettenabfolgen, die auf der größten Cheer-Bühne der Welt in zwei Wochen den Erfolg bringen sollen, bleiben aus taktischen Gründen traditionell ein bis zuletzt gut gehütetes Geheimnis.
Umso mehr bemühten sich auch diesmal wieder zahlreiche Fans um die begehrten Eintrittskarten für das restlos ausverkaufte Event. „Wir hätten die doppelte Anzahl an Tickets verkaufen können“, sagt ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer an dieser Stelle gerne und häufig – fast schon zu häufig.
Weil der Cheer-Sport seit einigen Jahren einen regelrechten Boom erlebt, muss die Verbandschefin mittlerweile bei fast allen Events und Meisterschaften „ausverkauft“ melden. Und das oft schon wenige Minuten nach dem Vorverkaufsstart und den zwischenzeitlichen Zusammenbrüchen der Ticketportale. Cheerleading und Performance Cheer sind seit ihren regelmäßigen Auftritten im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien seit 2021, der Anerkennung als offizielle Sportarten 2023 und nicht zuletzt durch die internationalen Erfolge in aller Munde.
Vor einem Jahr gab’s Rang vier – diesmal will das Coed-Team eine WM-Medaille.
Passende Wettkampfhalle fehlt – vor allem in Wien
Während für die Finals mit dem Raiffeisen Sportpark (Graz) und nunmehr der Olympia World (Innsbruck) Wettkampf-Hallen in passender Größe zur Verfügung standen beziehungsweise stehen, gestaltet sich die Location-Suche bei anderen großen Wettkämpfen im Cheer-Kalender kompliziert.
Vor allem bei Meisterschaften in der Bundeshauptstadt, wie zum Beispiel den Wiener Landesmeisterschaften oder den International Cheer Masters (ICM) – mit rund 2.000 Athlet:innen Österreichs größtes Cheer-Event – stehen keine entsprechenden Hallen zur Verfügung, in denen Kosten, Ausstattung und Größe in einem für den ÖCCV passenden Verhältnis stehen. Für die genannten Top-Events der ersten Saisonhälfte musste in den vergangenen Wochen zum wiederholten Male nach Perchtoldsdorf und Maria Enzersdorf – und damit nach Niederösterreich – ausgewichen werden.
„Die beiden Hallen sind von der Infrastruktur her nahezu perfekt, bieten genügend Platz für Garderoben und mehrere Warm-Up-Areas. Allerdings sind wir, was die Tribünenplätze betrifft, jeweils stark limitiert“, erklärt Harrer. Um es möglichst vielen Eltern und Fans zu ermöglichen, ihre Kinder und Teams anzufeuern, mussten bei der ICM zuletzt über zwei Wettkampftage sechs Blöcke gebildet werden. Das hat nicht nur einen enormen Planungs- und Organisationsaufwand zur Folge.
Da die Halle nach jedem Wettkampfblock geräumt, gereinigt und anschließend wieder gefüllt werden muss, entstehen nicht nur mehr Kosten, sondern auch viel Leerlauf zwischen den Auftritten auf der Wettkampfmatte. „Trotz der Aufteilung und der dadurch rund 2.500 aufgelegten Tickets haben wir es bei weitem nicht geschafft, alle Ticketanfragen zu bedienen. Das Interesse am Cheer-Sport ist enorm. Wir werden eine größere Halle brauchen“, sagt Harrer.
Unterstützung kommt von Sport Austria-Präsident Hans Niessl: “Ich habe Cheerleading bei den Sport Austria Finals in Graz erleben dürfen und war von den Leistungen und der tollen Stimmung in der voll besetzten Halle begeistert! Generell haben wir in Österreich im Spitzen- wie im Breitensport ein Infrastrukturproblem und müssen viele bestehende Anlagen nachhaltig sanieren, aber auch neue errichten. Damit aus dem Sportland Österreich tatsächlich einmal eine Sportnation werden kann, fordert Sport Austria eine Sportstättenoffensive in Form einer Infrastruktur-Milliarde, aufgeteilt auf die nächste Gesetzgebungsperiode! Das muss ins Regierungsprogramm! Moderne, allgemein zugängliche Sportanlagen sind die Grundlage für Erfolge im Sport und natürlich auch für ein gesünderes Österreich. Oder anders gesagt: Sport und Bewegung öffnen die Tür zu mehr Prävention statt Rehabilitation!”
Volle Hallen – nicht nur bei den International Cheer Masters.
Trainingsinfrastruktur auf dem Prüfstand – Gespräche aufgenommen
Der Fokus des ÖCCV liegt in den kommenden Wochen nun zunächst auf den Weltmeisterschaften in Orlando. Österreich, das mit seinen Youth- und Junior-Teams in dieser Saison in den Aufbau gegangen ist, tritt diesmal ausschließlich mit dem Senior-Coed-Nationalteam, zusammengesetzt aus Männern und Frauen, sowie mit den Performance-Cheer-Assen Viktoria Schellenbauer und Nina Böhm (Senior Double Pom) an.
Der „WM-Lauf“ – in den vergangenen beiden Jahren gab es immer zumindest eine Gold-Medaille – auch in diesem Jahr ist eine Medaille das Ziel. „Wir sind zuversichtlich, dass wir auch mit unserem Coed-Team den WM-Titel holen und damit auch in dieser Kategorie ins höchste Level aufsteigen können. Denn nächstes Jahr ist das Ziel schon heute klar. Im Jahr 2025 holen wir Medaillen in den höchsten Kategorien für Österreich“, so Petra Gruber, Leiterin der ÖCCV-Nationalteams.
Anschließend biegt die Wettkampfsaison 2024 bei den Sport Austria Finals in Innsbruck (29. Mai bis 2. Juni) sowie den Europameisterschaften in Oslo (28. bis 30. Juni) schon wieder auf die Zielgerade ein, wo nach dem EM-Titel 2023 die Ziele wieder hoch gesetzt sind.
Parallel zu den sportlichen Agenden steht schon jetzt das Thema Infrastruktur ganz oben auf der Agenda der ÖCCV-Spitze. Vor allem deshalb, weil es nach dem großen Wachstum der Sportarten auch hinsichtlich der Trainingszeiten und -hallen zu immer mehr Herausforderungen kommt. „Es gibt bereits sehr gute Gespräche mit der Politik auf Bundesebene, wo unsere Leistungen gesehen und anerkannt werden. Wir sind sehr zuversichtlich, dass weitere Entscheidungsträger, auch in den Bundesländern, unseren Bedarf erkennen und die infrastrukturellen Rahmenbedingungen schon bald mit dem Boom in unserer Sportart mithalten können. Denn – und das muss uns allen bewusst sein – nur mit guten Trainingsbedingungen werden wir weiterhin so viele Kinder und Jugendliche zur Bewegung bringen und internationale Erfolge für unser Land erzielen können“, so Gruber abschließend.
„Was man in der Schule lernt, lernt man fürs Leben.“
Auf Elli McDonald trifft die Nummer-1-Lebensweisheit aller Eltern zu – jedenfalls, was ihre Tischfußball-Karriere betrifft.
Wenngleich sie den Großteil ihrer Trainingsstunden natürlich außerhalb der Schulzeit absolvierte, hat die heute 22-Jährige „ihre Liebe zum Tischfußball“ in der Oberstufe wiederentdeckt. McDonald, die im Pausenraum schon bald keine Konkurrent:innen mehr hatte, erinnert sich im Interview mit Kurier TV an die Anfänge ihrer Laufbahn und an ihren ersten Besuch im Vereinstraining des „CULT-Wuzelteams“ in Klaus an der Pyhrnbahn.
„Ich dachte, ich wäre richtig gut, aber das erste Training war einfach nur eine Lehrstunde“, so die Oberösterreicherin, deren Ehrgeiz damit aber geweckt war. Bis zu zwei, drei Stunden täglich („je nach privaten und beruflichen Verpflichtungen“) trainiert die im Hauptberuf als Angestellte eines oberösterreichischen Unternehmens tätige Sportlerin.
Mehr Reisekosten als Preisgeld
McDonald ist trotz „Doppelbelastung“ längst in der nationalen und internationalen Spitze angekommen, rangiert im weltweiten ITSF-Ranking der Frauen in den Top-10. Von ihrem Sport leben wird sie noch sehr lange Zeit nicht können. Weltweit gibt es kaum eine Handvoll Profis – allesamt Männer. Apropos Männer: Duelle mit den männlichen Kontrahenten helfen ihr, besser zu werden, sagt McDonald. Bei so gut wie allen größeren Turnieren gibt es jedoch auch eigene Bewerbe für die Frauen. Die Preisgelder decken aber oftmals nicht einmal die Reisekosten ab. Zuletzt gab’s für die Österreicherin 90 Euro Preisgeld für den Turniersieg bei den Slovak Open.
“Beim Doppel kann man die Freude über den Sieg teilen”, so McDonald (re.)
Offene Rechnung mit Sport Austria Finals
Geld ist jedenfalls nicht der Ansporn für das tägliche Training. Freude bereiten McDonald einerseits die Atmosphäre in der Szene („Wir sind eine große Familie. Ich bin glücklich, wenn ich bei einem Turnier bin“) und andererseits natürlich die Ziele, die noch vor ihr liegen. „Ich träume davon, Weltmeisterin zu werden.“
Staatsmeisterin war sie schon, allerdings nicht im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien. Die Tischfußball-Elite war 2023 in Graz zum ersten Mal überhaupt Teil des Multisport-Events. Für McDonald liefs nicht so gut – sie blieb außerhalb der Medaillen-Ränge. Das soll sich 2024, wenn die Veranstaltung nach Innsbruck umzieht, wieder ändern.
Vor allem im Doppel würde sie sich gerne die Staatsmeisterinnen-Medaillen umhängen. „Für mich ist das Einzel zwar der ‚einfachere‘ Wettbewerb, weil ich meine Fehler selbst ausbessern kann und durch falsche Entscheidungen niemanden hinunterziehe. Aber im Doppel ist es schöner, die Freude über einen Sieg zu teilen.“
Fokus auf die Sport Austria Finals
Drei Faktoren für den Weg nach oben
Um erfolgreich zu sein, komme es laut McDonald – neben jeder Menge Training – vor allem auf drei Faktoren an: Ehrgeiz, Mentalität und Technik.
„Ohne Ehrgeiz kann man unter den Besten nicht bestehen.“ Mentale Stärke sei notwendig, weil man beim Tischfußball seinen Gegner:innen direkt gegenüberstehe und durch ‚Spielchen‘ leicht aus dem Konzept kommen könne. Bleibt noch der technische Aspekt: „Wer die Schüsse gut ausübt und die richtigen Entscheidungen trifft, kann weit kommen.“
Mit einem glanzvollen Galaabend ist die Austrian Baseball Federation (ABF) Ende Januar – fast auf den Tag genau 40 Jahre nach der Verbandsgründung – würdig in ihr Jubiläumsjahr gestartet. Zwei Monate nach dem Jahresauftakt im Ballroom geht’s für die heimische Elite an diesem Wochenende aber endlich wieder zurück in die Ballparks.
Der diesjährige „Opening Day“ der Baseball-Bundesliga steht dabei ganz im Zeichen der beiden besten Teams der Vorsaison. Die Neuauflage des Finalduells zwischen den Wiener Neustadt Diving Ducks und den Vienna Metrostars verspricht jedenfalls gleich zu Saisonbeginn Spannung und Baseball vom Feinsten.
Im Eröffnungsspiel am Samstag (15:00 Uhr) haben die amtierenden Meister aus Niederösterreich zunächst noch das Heimrecht. Tags darauf (14:00 Uhr, beide Spiele live bei baseballsoftball.tv) übersiedelt das Duell nach Wien-Freudenau. Spätestens auf eigener Anlage wollen die mit namhaften Neuzugängen gespickten Metrostars die dramatische 3:2-Niederlage in der best-of-5-Finalserie vergessen machen. „Natürlich war das ein harter Schlag – ausgerechnet gegen unsere Rivalen so zu verlieren, macht keinen Spaß. Wir haben diese bittere Pille aber schnell geschluckt und sind jetzt auf Revanche aus“, sagt Samuel Hackl im Pre-Season-Interview.
Liga ausgeglichen wie selten zuvor – „Entenjagd“ eröffnet
Aber nicht nur die Vize-Meister sitzen den Ducks im Nacken. Auch die übrigen fünf Teams blasen zur „Entenjagd“, teilweise mit starken Kader-Upgrades, wie zum Beispiel die Hard Bulls. Die Vorarlberger verpassten zuletzt die Playoffs am letzten Spieltag, haben aber zur neuen Saison neben Top-Neuzugängen auch Star-Shortstop Erwin Frias zurück in ihren Reihen.
Am Weg nach oben müssen die Bulls aber unter anderem an den „Ländle“-Rivalen Dornbirn Indians vorbei. Die Finalisten von 2022 zählen dank vielseitiger Imports und trotz des Karriereendes von Bundesliga-Legende Michael Salzmann einmal mehr zu den Mitfavoriten um den Titel. Gleiches gilt für die Vienna Wanderers, die nach dem Semifinal-Aus aus dem Vorjahr wieder auf „Hardware“ hoffen. Soll es mit verändertem Kader mit Meistertitel Nummer sieben klappen, muss aber auch Ex-MVP-Pitcher Peter Reyes diesmal fit bleiben.
Und weil mit den Schwechat Blue Bats (mit einer Mischung aus Routiniers und Youngsters) und den Traiskirchen Grasshoppers (mit neuem Head Coach) auch die Nachzügler der abgelaufenen Spielzeit stark verbessert erwartet werden dürfen, sprechen Experten von der vielleicht ausgeglichensten Saison seit langem.
ABF-Präsident Rainer Husty: „Als Präsident und Baseball-Softball-Fan kann ich den Saisonstart Jahr für Jahr kaum erwarten. Die Off-Season markiert immer eine sehr lange Wartezeit und ich freue mich immer sehr auf den Opening Day in den heimischen Ligen. In diesem Jahr wird es so spannend wie selten zuvor, ich traue mich jedenfalls keine Prognose abzugeben. Alles ist möglich, die Teams sind weiter zusammengerückt, was für die Qualität in unserem Sport spricht.“ Karl Miksch, der für Baseball zuständige ABF-Vizepräsident, machte sich in der Pre-Season von vielen Teams selbst ein Bild: „Die Kader sind durchwegs sehr stark. So eine ausgeglichene Liga hatten wir schon sehr lange nicht mehr. Es wird spannend, im Kampf um die Playoffs und den Titel ist alles möglich.“
Die Titelverteidiger aus Wiener Neustadt nehmen die Herausforderung mit Motivation und vollem Fokus an und gehen auf die Titelverteidigung los. „Der Druck, als Titelverteidiger und großer Gejagter in die Saison zu gehen ist ein Ansporn für uns. Wir wollten in der Off-Season nicht zu viel ändern, aber haben dennoch an kleinen Stellschrauben gedreht und in der Vorbereitung sehr gute Arbeit geleistet. Wir starten in Topform in die neue Saison“, sagt beispielsweise Pitcher Julian Faulhaber. Teamkollege Moritz Scheicher unterstreicht: „Wir sind eine well-oiled-machine.“
Julian Faulhaber und die Diving Ducks starten die “Mission Titelverteidigung”.
Unter „Beobachtung“ von Coaches und Fans – dank neuem Streaming-Partner
Besonders im Auge hat den Ligabetrieb einmal mehr Hiroyuki Sakanashi. Präsentieren sich die potenziellen Nationalspieler auch im Laufe der Saison so gut wie in der Vorbereitung hat der Head Coach des Nationalteams im Sommer die Qual der Wahl. Von 25. bis 28. Juli streben die Österreicher in Irland die Rückkehr in den EM-A-Pool an.
Gut für Sakanashi – und die heimischen Fans – dass die Streaming-Offensive der ABF in dieser Saison weitergeht. Bis zu 84 Spiele des Grunddurchgangs plus die anschließenden Playoffs werden auf der neuen Video-Plattform baseballsoftball.tv zu sehen sein. „Nach dem Testbetrieb im Vorjahr starten wir jetzt gemeinsam mit SportPass Austria und damit mit einem neuen, starken Partner in die nächste Phase unserer Streaming-Offensive. Gemeinsam mit den Vereinen wollen wir das Potenzial der neuen Video-Plattform nutzen und mit Livestreams sowie kurzen Highlights die nächsten Schwerpunkte in den Bereichen Professionalität und Breitenwirksamkeit setzen“, sagt Husty.
„Nach dem erfolgreichen Pilot-Projekt bei den U23-Europameisterschaften im vergangenen Sommer freuen wir uns darauf, die Partnerschaft mit der ABF weiter auszubauen. Baseball und Softball sind zwei US-Sportarten, die in Europa vor ihren nächsten Wachstumsschritten stehen. Diese Entwicklung wollen wir nicht nur begleiten, sondern mitgestalten und Österreich diesbezüglich so einem der Vorreiter auf dem europäischen Markt machen“, sagt Rainer Rößlhuber, Geschäftsführer von SportPass Austria. „Das Angebot von SportPass Austria mit seinen vielfältigen und spannenden Formaten bietet nicht nur der Community einen großen Mehrwert, sondern liefert auch den Medienpartnern des österreichischen Baseball- und Softball-Sports zusätzlichen, hochwertigen Content“, so Rößlhuber.
Gestreamt werden auch viele Begegnungen der Softball-Bundesliga, die am 20. April neuerlich mit fünf Teams startet. Bei den Damen gilt ähnliches, wie bei den Baseball-Herren – die Leistungsdichte nahm zuletzt von Jahr zu Jahr zu. Nach dem Premieren-Titel für die Vienna Metrostars in der Vorsaison tummeln sich in der höchsten heimischen Softball-Liga nun ausschließlich Klubs, die zumindest eine Championship zu Buche stehen haben. Eine ausführliche Vorschau auf die neue Softball-Saison gibt es pünktlich vor dem Saisonstart.
Lukas Windischberger hat mit den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien noch eine Rechnung offen.
Der neunfache Racketlon-Staatsmeister (3x Einzel, 4x Doppel, 2x Mixed) musste im Vorjahr ausgerechnet im Finale des Doppel-Bewerbes verletzungsbedingt aufgeben. Die hartnäckige Ellenbogen-Blessur beschäftigte den Wiener auch noch Monate nach dem Endspiel von Graz. „Ich konnte kaum noch eine Türe öffnen“, sagt der mittlerweile 32-Jähirge im Sport-Austria-Interview.
Heute hat der Squash-Spezialist die Schmerzen im Griff und hat – mit seinem kongenialen Doppelpartner und Einzel-Champion Michael Dickert – die Rückeroberung des Doppel-Titels ins Visier genommen. Wir haben Windischberger nach einer Trainingseinheit telefonisch erreicht.
Sport Austria: Lukas, nimm uns noch einmal mit in die bittere Final-Niederlage des Vorjahres. Du musstest im Doppel-Finale gegen Florian Harca und Marcel Weigl aufgeben. Was war genau das Problem?
Windischberger: Schon vor den Finals 2023 – und auch noch in den Monaten danach – hatte mir ein sogenannter „Golfer-Ellenbogen“ zu schaffen gemacht. Ich konnte kaum noch eine Türe öffnen, weil jede Drehbewegung zu stechenden Schmerzen geführt hat. Das war sicher die zäheste Verletzung meiner sportlichen Karriere.
Du hast die Verletzung mittlerweile aber hinter dir gelassen?
Windischberger: Beschwerden dieser Art sind sehr schwer loszuwerden, weil dieser Bereich des Armes wenig durchblutet ist. Mit einer Kombination aus Eigenblut-Therapie und Schonung habe ich die Verletzung nun so weit in den Griff bekommen, dass ich wieder Squash spielen kann. Badminton und Tischtennis geht auch gut, nur zum schwereren Tennis-Schläger habe ich im Training bislang noch nicht greifen wollen.
Gerade Squash dürfte dir abgegangen sein, nachdem du noch immer auf der Tour aktiv bist, oder?
Windischberger: Ja, Squash ist nach wie vor die Sportart, die ich am aktivsten betreibe und am besten kann. Ich bin in der Weltrangliste auch noch immer gerankt (278, Anm.), zwar nicht mehr so hoch wie früher, aber Squash macht immer noch großen Spaß. In Innsbruck findet bei den diesjährigen Finals der Teambewerb statt, da werde ich auf jeden Fall wieder dabei sein.
Lukas Windischberger profitiert beim Racketlon auch von seiner Squash-Klasse.
Zurück zum Racketlon: Wie sehr willst du den Doppel-Titel zurückholen, den du mit Michael Dickert schon dreimal erobern konntest?
Windischberger: Ich habe gelernt, mit Niederlagen zu leben, wenn der oder die Gegner besser waren. Eine verletzungsbedingte Aufgabe tut aber doppelt weh, weil auch dein Partner aufgeben muss. Michi ist sozusagen unverschuldet „zum Handkuss gekommen“. Wenn alles nach der Papierform läuft, sind wir in Innsbruck die Favoriten. Wir trainieren sehr viel dafür, den Titel zurückzuholen.
Wer sind in Innsbruck die härtesten Konkurrenten?
Windischberger: Die Entwicklung von Florian Harca sehe ich sehr positiv. Marcel Weigl ist schwer einzuschätzen, er ist sehr erfahren und wenn er fit ist, kann er auf einem hohen Level spielen. Ich schätze auch Emmanuel Schöpf immer noch sehr hoch ein. Bei ihm kommt es darauf an, mit wem er antritt.
Worauf kommt es im Racketlon-Doppel an?
Windischberger: Wichtig ist, dass man sich als Team in seinen Stärken und Schwächen gut ergänzt. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das bei Michi und mir sehr zutrifft. Auch die Abstimmung auf dem Feld und die Harmonie untereinander müssen passen. Ein Racketon-Match dauert rund eine Stunde, geht über bis zu vier Sportarten, da gibt es neben Höhen auch Tiefen, die man gemeinsam durchtauchen muss.
Kongeniales Duo: Michael Dickert (li.) und Lukas Windischberger.
Wie groß ist der Stellenwert der Sport Austria Finals?
Windischberger: Einerseits könnte man sagen, dass ein Staatsmeistertitel genauso viel wert ist, wenn man ihn irgendwo in einem „Keller“ gewinnt. Andererseits sind die Finals ein extrem wichtiges Event, gerade für Racketlon und kleinere Sportarten, die alleine nie diese Strahlkraft entwickeln könnten, um ein breites Publikum zu begeistern.
Die Finals ziehen nach Tirol um. Eine willkommene Abwechslung?
Windischberger: Ich habe einst in Kitzbühel mein allererstes Racketlon-Turnier gespielt und freue mich, nach Tirol zurückzukehren.
Danke für das Interview und alles Gute für die Sport Austria Finals!
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