Innsbruck – das ist mehr als nur die Kulisse für Österreichs größtes Multisportevent. Es ist eine Stadt, in der Bewegung zur Lebensart gehört und Sport weit über den Wettkampf hinausgeht. Wer während der Sport Austria Finals 2025 die Tiroler Landeshauptstadt besucht, spürt sofort: Hier wird Sport gelebt – auf den Bergen, in der Stadt, in den Vereinen und bei den Menschen.
Beeindruckende Vielfalt
Die Region Innsbruck vereint auf einzigartige Weise urbane Vielfalt mit alpiner Abenteuerlust. Nur wenige Minuten trennen die historische Altstadt mit dem berühmten Goldenen Dachl von steilen Trails, aussichtsreichen Klettersteigen und spektakulären Downhill-Strecken.
Die beeindruckende sportliche Vielfalt reicht von Weltklasse-Wintersport in der Axamer Lizum, am Patscherkofel oder im Kühtai bis hin zu sommerlichen Highlights wie Wandern, Mountainbiken oder Trailrunning. Besonders beliebt bei den Locals: die Bichl Trails mitten in der Stadt, der Panoramablick am Zirbenweg oder UpStream Surfing am Inn.
Zahlreiche Top-Events
Mit mehr als 420 Sportstätten und -angeboten ist Innsbruck ein wahres Paradies für Aktive – vom Einsteiger bis zum Profi. Ob Leichtathletikanlage, Tennisplatz oder Schwimmbad, Klettergarten oder Pumptrack – die Auswahl ist riesig. Kein Wunder also, dass auch zahlreiche internationale Sportevents hier ihren Platz finden.
Direkt nach den Sport Austria Finals geht es nahtlos weiter mit dem IFSC Kletterweltcup (23. – 29. Juni), gefolgt vom Roller Derby World Cup (3. – 6. Juli) und der Tour of Austria (12. Juli). Auch der Herbst wird sportlich, etwa mit der IFAF Youth Flag Football EM (3. – 6. September) und dem Red Bull 400 (11. Oktober).
Auch die Kultur kommt nicht zu kurz
Doch auch abseits des Sports hat Innsbruck einiges zu bieten. Die historische Hofkirche, das Schloss Ambras – das erste Museum der Welt – oder das Audioversum laden zum Entdecken ein. Wer lieber draußen unterwegs ist, erlebt im “Experience Tirol” oder beim Wiltener Kultursommer die Stadt von ihrer kulturellen Seite.
Für alle, die mehr aus ihrem Besuch herausholen wollen, empfiehlt sich ein Blick auf Innsbruck Heute (innsbruck.info/heute) oder die Innsbruck Card: Sie öffnet die Tür zu über 22 Top-Attraktionen – von Museen bis Bergbahnen – und macht jeden Tag in der Alpenmetropole zum Erlebnis.
Innsbruck inspiriert. Bewegt. Und macht Lust auf mehr – nicht nur während der Finals.
Wenn man so etwas wie die Königsklasse des Ausdauersports benennen müsste, es wäre wohl der Triathlon. Schwimmen, Radfahren, Laufen – in langen Distanzen und alles direkt nacheinander. Mehr Herausforderung geht nicht.
Anders als andere Sportarten ist die Historie des Triathlons aber eine vergleichsweise kurze. In den 1920er Jahren tauchte in Frankreich erstmals ein Mehrkampf, bestehend aus den drei Sportarten, auf. Unter dem Namen „Les Trois Sports“ fand ab 1920 jährlich ein Bewerb statt, in dem ein 3-km-Lauf, ein 12-km-Radrennen und die Überquerung des Flusses Marne absolviert werden musste.
Durchbruch erst in den 1970er Jahren
Bis zum richtigen Durchbruch sollten aber noch weitere 50 Jahre vergehen. Denn erst mit der Fitnesswelle der 1970er Jahre kam auch der Triathlon auf die sportliche Landkarte. Am 25. September 1974 veranstalteten die beiden US-Amerikaner Jack Johnstone und Don Shanahan in San Diego den ersten Bewerb, der offiziell den Namen Triathlon („Mission Bay Triathlon“) trug.
46 Teilnehmer musste 6 Meilen (ca. 10 km) Laufen, 5 Meilen (ca. 8 km) Radfahren und 500 Yards (ca. 0,5 km) Schwimmen. Vier Jahre später initiierten Navy-Offizier John Collins und seine Frau Judy den ersten Hawaii Iron Man Triathlon, der bis heute als prestigeträchtigster Bewerb gilt. Collins‘ Idee damals: Wer den 2,4 Meilen lange Rough Water Swim vor Waikiki Beach durchschwimmt, die 112 Meilen über die Ride Around Oahu radelt und den klassischen Honolulu-Marathon am schnellsten läuft, der darf sich „Iron Man“ nennen.
Ironman als ultimative Herausforderung
Mehr als 30 Jahre später haben die damals festgelegten Distanzen von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und den abschließenden Lauf über 42,195 km noch immer ihre Gültigkeit. Seit 1982 wird der Ironman Hawaii unter der Bezeichnung „Ironman World Championship“ im Oktober auf der Hauptinsel Hawaii ausgetragen.
Mittlerweile haben sich im Triathlon-Sport allerdings mehrere Formate bzw. Distanzen etabliert, seit 2000 ist der Sport auch im olympischen Programm vertreten. „Im Prinzip gibt es zwei Hauptformate“, erläutert ÖTRV-Generalsekretär Herwig Grabner. „Einmal die Olympische Distanz, mit 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Für uns im Verband ist das die wichtigste Disziplin. Dann gibt es noch die Mittel- und Langdistanz-Bewerbe, die auch touristisch sehr interessant sind und die Massen anziehen.“
Wer’s noch härter mag, macht Crosstriathlon
Eine weitere, extremere Form des Straßen-Triathlons ist der Crosstriathlon, der auch im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien ausgetragen wird. Dort wird zwar auch geschwommen, aber die Radstrecken gehen – im Gegensatz zum Straßen-Triathon – durch herausfordernde Routen, die häufig über 1.000 Höhenmeter mit steilen Anstiegen und technisch anspruchsvollen Abfahrten umfassen. Das Laufen findet meistens als Crosslauf auf schwierigem Gelände statt.
“Am Crosstriathlon reizt mich am meisten, dass es hier nicht darauf ankommt, wie schnell man sich in diversen Triathlonfeldern in einer Gruppe beim Radfahren vorwärts bewegen kann. Hier kommt es wirklich auf den einzelnen Athleten an. Vor allem muss man sich auf dem Mountainbike bewegen können. Im Grunde genommen ist am Ende das Ergebnis einfach ehrlicher”, so Jens Roth, ehemaliger deutscher Top-Crosstriathlet.
Österreichs beste Crosstriathletin Carina Wasle ergänzt: “Mir taugt am Crosstriathlon, dass man so naturverbunden ist. Jedes Rennen ist total unterschiedlich und eine neue Herausforderung. Auch die Strecken sind so unterschiedlich, dass es immer ein neues Abenteuer ist. Zum Trainieren ist es ebenfalls sehr abwechslungsreich. Außerdem finden die Wettkämpfe immer an den schönsten Plätzen der Erde statt, an die man sonst nie hinkommen würde.”
Kate Allen holte 2004 für Österreich Olympia-Gold im Triathlon
Hier die wichtigsten Formate im Überblick:
Olympische Distanz bzw. Kurzdistanz (z.B.: ITU World Championship Series und Olympische Sommerspiele)
Schwimmen: 1,5 km Radfahren: 40 km Laufen: 10 km
Mitteldistanz (z.B.: Ironman 70.3)
Schwimmen: 1,9 km Radfahren: 90 km Laufen: 21,1 km
Langdistanz (Ironman)
Schwimmen: 3,86 km Radfahren: 180 km Laufen: 42,2 km
Crosstriathlon bei den Sport Austria Finals 2024 (Samstag, 1. Juni 2024, Startzeit: 12 Uhr)
Schwimmen: 1 km Radfahren: 30 km (350 Höhenmeter) Laufen: 9,6 km (320 Höhenmeter)
“Prahle damit für den Rest deines Lebens!”
Für Hobby-Triathleten steht vor allem das Gefühl im Vordergrund, das dreiköpfige Biest besiegt und einen Triathlon gefinished zu haben. Schon Ironman Hawaii-Erfinder schrieb damals handschriftlich auf einen Zettel: „Schwimme 3,8 km, radle 180 km, laufe 42,2 km. Prahle damit für den Rest Deines Lebens!“
Das kann Herwig Grabner, selbst ehemaliger Triathlet, nur bestätigen: „Natürlich ist es schon sehr aufwändig und kräftezehrend. Gerade der Marathon am Ende ist für viele ein Thema. Aber wenn man sich das Ding gut einteilt und gut vorbereitet ist, ist das alles machbar. Es sagt zwar jeder, der einen Langdistanz-Triathlon absolviert hat, dass es extrem hart, aber auch eine der tollsten Erfahrungen in seinem Leben war. Ich kann es nur jedem empfehlen, einen Triathlon zu probieren – am besten mal einen Kurzdistanz, um mal reinzuschnuppern. Für viele ist es eine enorme Veränderung, weil man dadurch fitter und stärker wird und positiver in die Zukunft geht.“
Am Sonntag, dem 22. Juni 2025, wird das Landessportzentrum Tirol zur Bühne der höchsten technischen Disziplinen im Judo: Im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien gehen die österreichischen Staatsmeisterschaften in Nage no Kata und Katame no Kata sowie die österreichischen Meisterschaften in Kodokan Goshin-Jutsu, Kime no Kata und Ju no Kata über die Matte.
Hohes Niveau garantiert
Nach dem erfolgreichen Debüt im Vorjahr ist Judo Austria 2025 zum zweiten Mal Teil der „Woche der Entscheidungen“. Für Kata-Referent Alexander Dick ist die Rückkehr eine logische und freudige Konsequenz: „Es ist eine coole Geschichte, sich bei den Sport Austria Finals erneut mit anderen Sportarten zu präsentieren. Wir freuen uns sehr darauf.“
Die gesamte österreichische Kata-Elite wird in Innsbruck vertreten sein. „Der gesamte Leistungskader ist am Start, die Top-Paare sind dabei. Das verspricht ein starkes Niveau in allen Bewerben“, so Dick.
Ein besonderes Highlight: Die Judo-Kata-Bewerbe finden heuer gemeinsam mit Karate in einer Halle statt – ein Format mit Potenzial: „Das wird sicher eine coole Stimmung. Wir sind überzeugt, dass das gut passt.“
„Deutlicher Push“
Die Finals bringen nicht nur sportlich Höchstleistungen, sondern auch ein neues Maß an Sichtbarkeit für die Disziplin. Schon 2024 habe man dies gespürt, meint Dick: „Die Veranstaltung, wie wir sie im Vorjahr mit der Siegerehrung am Landestheater-Vorplatz erlebt haben, war beeindruckend. Das hat der Wertigkeit unseres Sports einen deutlichen Push gegeben.“
Auch sportlich läuft es für das rot-weiß-rote Kata-Team vielversprechend: Ein Sieg bei einem Europacup, dazu zwei zweite Plätze markieren eine starke Saison. Ein Großereignis liegt bereits hinter Martin Hinteregger und Co.: „Bei der EM hätten wir uns vielleicht ein bisschen mehr erhofft, aber das Niveau war extrem hoch – da muss man mit dem Gezeigten zufrieden sein“, analysiert Dick.
Mit Blick auf die Weltmeisterschaft ist das Team ambitioniert – und realistisch zugleich: „Das europäische Niveau ist sehr hoch – und dann kommt noch Japan dazu. Wir rechnen jedenfalls mit Finalteilnahmen. Medaillen kann man aber nicht erwarten oder planen – dafür muss viel zusammenpassen.“
Nachwuchs im Fokus
Ein Augenmerk gilt auch dem Nachwuchs. Zwar gibt es bei den Europameisterschaften bereits eigene Bewerbe für junge Athlet:innen, doch Österreich war dort bislang noch nicht vertreten. „Unser großes Ziel ist es, erstmals auch mit Nachwuchspaaren international vertreten zu sein.“
Um dieses Ziel zu unterstützen, ist für den Herbst 2025 ein Kata-Festival für Schüler:innen in Planung. „Wir wollen die Bekanntheit der Kata steigern und gezielt junge Menschen ansprechen“, kündigt Dick an.
Der erste Schritt soll mit der Teilnahme an den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien erfolgen.
Heimvorteil für Victoria Steiner: Die 21-jährige Gewichtheberin startet bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften (ÖSTM) der Damen im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (18. bis 22. Juni) – und das in ihrer Heimatgemeinde Rum. Für Steiner ein besonderes Ereignis, nicht nur sportlich.
„Es ist wirklich sehr cool, dass unser Verein erneut die ÖSTM austragen kann“, sagt Steiner. „Es freut mich sehr, vor heimischem Publikum auf die Wettkampfplattform zu gehen. Wir hatten letztes Jahr sehr viele Zuschauer:innen aufgrund der Finals, was mich natürlich sehr gefreut hat, und ich hoffe, dass uns dieses Jahr wieder so viele besuchen kommen und sich unseren Sport anschauen.“
Zwischen zwei Gewichtsklassen
Die Vorbereitung läuft auf Hochtouren – eine finale Entscheidung steht allerdings noch aus: „Da es heuer neue Gewichtsklassen gibt, hat sich die Konkurrenz ein wenig geändert. Ich lasse es mir noch bis zur Finalnennung offen, ob ich in der Kategorie -63 kg oder -69 kg starte“, erklärt Steiner. Die Tendenz geht in Richtung der leichteren Klasse: „Grundsätzlich wären die Chancen in der Klasse -63 kg besser, deswegen achte ich gerade sehr auf meine Ernährung, um die letzten hartnäckigen Kilos runterzubringen.“
Trainingsrhythmus, Ernährung und Routine
In ihrer Vorbereitung setzt Steiner auf Bewährtes: „Ich mache im Grunde alles so wie immer, das heißt, ich trainiere wie gewohnt und mache regelmäßig Mobility-Einheiten mit meiner Teamkollegin Tammy. Auch auf meine Ernährung schaue ich genau, wenn ich in der Vorbereitungsphase und kurz vor einem Wettkampf stehe, da ich genau weiß, was ich essen kann, um mich gut zu fühlen.“
Noch vor dem großen Auftritt bei der ÖSTM steht am Samstag (14. Juni) ein wichtiger Test am Programm: „Ich habe noch einen ‚Trainingswettkampf‘ – die 3. Runde der Bundesliga – bei uns in der Wettkampfhalle. Das ist eine gute Gelegenheit, die Abläufe noch einmal unter Wettkampfbedingungen zu spüren.“
Neuer Coach, neue Impulse
Das vergangene Jahr brachte für Steiner einen markanten Umbruch: „Im Herbst 2024 hatte ich meinen ersten Trainerwechsel seit Beginn meiner Gewichtheberkarriere – also seit ca. 12 Jahren.“ Bis dahin war sie vom langjährigen Bundestrainer Hans Lechner betreut worden.
„Da dieser aber schon seit längerem nicht mehr in dieser Funktion tätig ist und dementsprechend nicht mehr bei diversen Wettkämpfen und Trainingslagern dabei ist, traf ich die Entscheidung, mit der jetzigen Frauen-Bundestrainerin Victoria Hahn weiterzuarbeiten. Die Umstellung lief sehr reibungslos und die Zusammenarbeit läuft sehr gut.“
Eiskunstlaufen als Ausgleich
Auch abseits des Gewichthebens hat sich bei Steiner einiges getan: „Letztes Jahr habe ich ein Gap-Year gemacht und mich nur dem Sport gewidmet. Als Ausgleich habe ich auch eine neue Sportart, Eiskunstlaufen, begonnen.“
Seit Oktober steht nun das Studium im Fokus – allerdings noch mit Weichenstellung: „Ich studiere aktuell und bereite mich auf den Sportaufnahmetest für Sportwissenschaften vor, um im nächsten Semester mein Studium zu wechseln.“
Finals 2024: Große Begeisterung
Die Erinnerungen an die Sport Austria Finals 2024 sind durchwegs positiv – auch wenn Steiner kaum Zeit hatte, das Rahmenprogramm zu genießen: „Was ich besonders super gefunden habe letztes Jahr, war die Eröffnungsfeier und die Vorstellung der Sportarten beim Haus der Musik. Auch, dass man einige Sportarten ausprobieren konnte, fand ich sehr cool.“
Zum Zuschauen blieb allerdings kaum Gelegenheit. „Leider war keine Zeit, andere Sportarten zu sehen, da wir ein ziemlich straffes Programm mit unseren Wettkämpfen hatten.“ Heuer könnte sich das ändern: „Da wir diesmal nur die Frauen-ÖSTM austragen, wird mehr Zeit bleiben, um sich andere Wettbewerbe anschauen zu können.“
Ziel: Leistung zeigen – mit Freude
Trotz klarer Ambitionen und intensiver Vorbereitung bleibt Steiner geerdet – und betont die persönliche Komponente des Wettkampfs: „Das Ziel ist natürlich immer, das Bestmögliche herauszuholen und seine harte Arbeit in den Trainings auf der Wettkampfplattform zu präsentieren. Vor allem aber möchte ich Spaß haben, mich gut fühlen und einen guten Wettkampf bestreiten. Das geht leider oftmals durch Medaillenchancen oder starke Konkurrenz verloren, für mich ist dies jedoch ein essentieller Teil des Wettkampfes geworden.“
Zum ersten Mal rollt in diesem Jahr die Boccia-Kugel im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien – und mit ihr eine Ikone des Sports: Nicola „Niki“ Natale, 72 Jahre jung, mehrfacher internationaler Medaillengewinner und leidenschaftlicher Botschafter seiner Sportart. Bei den Österreichischen Meisterschaften im Doppel – offen für alle Geschlechter – tritt der gebürtige Italiener mit seiner langjährigen Partnerin Beate Reinalter an. Die beiden zählen zu den Routiniers im Feld – und vielleicht auch zu den Geheimfavoriten.
„Dass unser Verband es geschafft hat, Teil der Sport Austria Finals zu sein, ist ein riesiger Erfolg“, sagt Natale. „Diese Bühne bringt Aufmerksamkeit, sie gibt dem Boccia-Sport Schwung – und sie motiviert alle, die dabei sind.“
Die Kunst des Boccia
Gespielt wird in Vierergruppen, die besten zwei Teams jeder Gruppe steigen ins Viertelfinale auf. Danach entscheidet der K.o.-Modus über den Meistertitel. Fragt man die Konkurrenz, zählt Natale immer zu den Favoriten. Er selbst sagt: „Die Vorarlberger sind stark, sie spielen regelmäßig Turniere in der Schweiz und sind sehr gut eingespielt. Aber wir haben eine stabile Partnerschaft und wollen ein Wörtchen mitreden.“
Der Boccia-Sport ist in Österreich noch eine Randsportart – zu Unrecht, wie Natale findet. „Viele glauben, es sei ein Pensionisten-Sport. Dabei ist Boccia technisch anspruchsvoll, hoch taktisch und verlangt viel Konzentration und Gefühl. Es braucht Zeit, um auf hohem Niveau zu spielen – aber dann entfaltet es einen großen Reiz.“ Für ihn ist die Mischung aus Präzision, Geduld und psychologischem Feingefühl das Faszinierende: „Boccia ist ein sehr sensibler Sport – jeder kleine Fehler kann entscheidend sein.“
Kindheit in Rom, Erfolge zu Hause
Geboren wurde Natale in einem kleinen Ort rund 60 Kilometer außerhalb Roms. „Wir Kinder haben auf der Straße Boccia gespielt, das war bei uns im Dorf Tradition.“ Später folgte er seinem älteren Bruder nach Rom, der in den 60er-Jahren bereits in einem Verein aktiv war. Beruflich verschlug es Natale als Polizist an den Brenner, wo er Ende der 1980er-Jahre mit seiner Familie in Innsbruck Fuß fasste – und auch im österreichischen Boccia-Sport.
Niki Natale in seinem Element.
Seither hat er für Österreich eine beeindruckende internationale Karriere hingelegt. Der größte Erfolg: Weltmeister 2010 in Rom. „Das war völlig überraschend. Ich hatte vorher kaum Zeit zum Trainieren, aber dann kam eine gute Woche – und plötzlich war ich Weltmeister“, erinnert sich Natale schmunzelnd. Noch emotionaler war für ihn jedoch ein anderes Ereignis: der Europameistertitel 2019 in Innsbruck. „Gold im eigenen Verein, mit der ganzen Familie im Publikum – das war unglaublich. Das sind Momente, die bleiben.“
Spielfreude kennt kein Alter
Mit 72 denkt Natale noch lange nicht ans Aufhören: „Meine Philosophie ist einfach: Ich höre auf mein Herz. Solange ich Lust und Laune habe, spiele ich weiter. Zwar nicht mehr im Nationalteam, aber mit Freude im Verein.“ Seit vielen Jahren spielt er mit Beate Reinalter im Doppel – auch bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien setzt er auf diese bewährte Partnerschaft.
Sorgen bereitet ihm jedoch die Nachwuchssituation. „Es ist schwer, junge Leute für eine so komplexe Sportart zu begeistern. Boccia ist kein Actionsport – er wirkt ruhig, aber dahinter steckt enorm viel strategisches Denken. Die Einstiegshürde ist hoch, und viele Jugendliche haben heute eine riesige Auswahl an Aktivitäten.“
Die Bühne der Sport Austria Finals bietet nun die Chance, Boccia in einem neuen Licht zu zeigen – als Präzisionssport mit Tiefe und Charakter. Und als Sport, der Geschichten schreibt.
Nicola oder Niki?
Dass Natale nicht nur sportlich, sondern auch menschlich Eindruck hinterlässt, zeigt eine kleine Anekdote aus seiner Anfangszeit in Österreich. „Bei offiziellen Ehrungen dachten viele, ich sei eine Frau – wegen meines Vornamens Nicola. Seitdem stelle ich mich immer als Niki vor. In Tirol kennt mich sowieso jeder unter diesem Namen.“
Wenn bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien also erstmals auch Boccia mitmischt, dann nicht leise und unbemerkt – sondern mit „Niki“ Natale, einer spielenden Boccia-Legende.
Obwohl Roland Fritsch bereits stolze 75 Jahre alt ist, weiß er noch ganz genau, wann er mit dem Skibob-Fieber angesteckt wurde. „Es war 1967 und ich Schüler in der HTL in Hallstatt. Skibob wurde damals bei uns in der Schule vorgestellt und ich war einer von drei, der Interesse hatte. Unser engagierter Turn-Professor hat das dann weiter forciert und uns beim Skikurs sogar damit fahren lassen.“
Sorge um die Zukunft
Fast 60 Jahre später ist Fritsch nicht nur immer noch von Skibob begeistert, sondern auch seit 2012 Präsident des Österreichischen Skibobverbandes. Und als solcher macht er sich große Sorgen um die Zukunft „seiner“ Sportart. Denn noch knapper als die finanziellen Ressourcen, die der ÖSBV als kleiner Verband einer Randsportart zur Verfügung hat, sind jene der Natur. „Es wird mit den Pisten im Winter immer schwieriger und das wird sich aufgrund des Klimawandels auch nicht mehr ändern“, ist Fritsch realistisch. „Das kannst du dann nur mehr mit Geld kompensieren und da können wir als kleiner Verband nicht mehr mithalten.“
Nach der Katastrophen-Saison 2023/24, wo aufgrund akuten Schneemangels nur an zwei Orten Weltcup-Rennen stattfinden konnten, war es in der abgelaufenen Saison zwar etwas besser, von einer Entspannung kann aber keine Rede sein. „Wir haben viele Skigebiete, wo man früher immer fahren konnte, verloren, weil sie nicht mehr Schneesicher sind. Früher war es vielleicht so, dass man im März keine Rennen mehr fahren konnte – jetzt kann es sein, dass es schon im Jänner oder Februar Probleme gibt“, erklärt Skibob-Ass Roland Wlezcek. Umso wichtiger sei es deshalb, sich um Alternativen zu bemühen.
Sport Austria Finals 2024 – Skibob: , 30.05.2024 Innsbruck, Austria. (Photo: Florian Rogner)
Sport Austria Finals als Startschuss einer neuen Ära?
Und die hat Fritsch im Sommer ausgemacht. Denn schon 2023 wollte der umtriebige ÖSBV-Präsident Skibob bei den Sport Austria Finals dabei haben, 2024 hat es dann schließlich geklappt. Die „Weltpremiere“ im Vorjahr am Bergisel war der erste (Sch)Ritt in Richtung Zukunft, auch wenn es noch mehr ein Experiment war. „Letztes Jahr war es eine Art Probegalopp mit nur fünf Startern. Heuer sind zumindest zwölf oder sogar 13 Fahrer dabei, darunter auch erstmalig eine Frau“, verrät Fritsch, der aber bereits weiterdenkt.
„Kommendes Jahr wollen wir dann unabhängig von den Rodlern einen Bewerb veranstalten, da es für uns nicht so einfach ist, auf der schmalen Rodelbahn zu fahren. Wir bräuchten etwas mehr Platz, weniger Begrenzung und Torstangen wie wir es vom Winter kennen. Dann könnten wir einen Riesentorlauf bzw. Slalom durchführen. Es soll ja ein richtiges Spektakel werden! Aktuell sieht es noch zu wenig spektakulär aus. Das wollen wir in den kommenden Jahren verbessern.“
„Es macht einfach so viel Spaß!“
Auch Wlezcek, der sich bei der Premiere den Staatsmeistertitel sicherte, setzt große Hoffnungen in die Zukunft. „Die Entwicklung ist sehr spannend. Das Sommer-Skibobfahren hat Potenzial und macht einfach so viel Spaß! Deshalb wollen wir es auch außerhalb der Finals etablieren.“ Für Fritsch ist es sogar mehr ein „müssen“. „Ich will nicht, dass der Sport sang- und klanglos untergeht, weil es im Winter keine Möglichkeiten mehr gibt. Deswegen war es auch mein Gedanke, Skibob in den Sommer zu bringen. Man muss sich einfach um Alternativen bemühen.“
Und in den Sport Austria Finals hat der ÖSBV weit mehr als nur eine Alternative gefunden. Sie sind Startschuss für eine mögliche neue Ära und seltene Bühne für die Held:innen am Skibob. „Für mich waren die Sport Austria Finals total faszinierend. Alles war so groß und professionell, eine richtig tolle Veranstaltung. Beim Skibob haben wir nichts Vergleichbares, darum war das für mich eine ganz neue Dimension“, berichtet Wlezcek von seinen Eindrücken aus dem Vorjahr.
Bei der zweiten Auflage will der Niederösterreicher noch einen draufsetzen und hat dafür wieder einiges an Zeit in die „Entwicklungsarbeit“ seines Gefährtes gesteckt. „Vergangenes Jahr war das Hauptziel, dass wir das Gerät fahrbar machen. Für heuer werde ich es noch modifizieren bzw. optimieren. Dann steht einem lässigen Bewerb nichts mehr entgegen.“
Das österreichische Herren-Nationalteam im Sportkegeln hat bei der Team-Weltmeisterschaft 2025 in Székesfehérvár (Ungarn) eine starke Leistung gezeigt und sich die Bronzemedaille gesichert.
Der Titelverteidiger dominiert die Gruppenphase und feiert gegen Dänemark (8:0), Italien (6:2) sowie Gastgeber Ungarn (6:2) souveräne Siege.
Mit insgesamt sechs Punkten und einem Satzverhältnis von 20:4 zieht der ÖSKB als Gruppensieger ins Viertelfinale ein.
Starker Auftritt im Viertelfinale
Dort treffen Matthias Zatschkowitsch und Co. auf Nordmazedonien und erreichen mit einem klaren 7:1-Sieg das Halbfinale.
Besonders hervorzuheben sind dabei die Leistungen von Philipp Vsetecka (664 Kegel) und Lukas Huber (657 Kegel), die maßgeblich zum Erfolg beitragen.
Dramatisches Halbfinale gegen Serbien
Im Halbfinale wartet dann Serbien. In einem spannenden Duell unterliegt Österreich knapp mit 3:5. Trotz starker Leistungen von Vsetecka (696 Kegel) und Temistokle (633 Kegel) reicht es letztlich knapp nicht für den Finaleinzug.
Mit dem dritten Platz bei der Weltmeisterschaft bestätigt das Team aber seine Position in der Weltspitze des Sportkegelns.
Bei den Damen läuft es nicht ganz so erfolgreich. Nach einer soliden Gruppenphase (Platz zwei hinter Tschechien) scheiden die ÖSKB-Asse im Viertelfinale gegen Ungarn (2:6) aus.
Die junge Wienerin Arina Mironskaya (18) schaffte bei der Europameisterschaft der Rhythmischen Gymnastik in Tallinn (EST) einen vielversprechenden Fortschritt in den internationalen Rankings. Sie kam im 93-köpfigen Feld aus 39 Ländern mit den Handgeräten Reifen und Ball jeweils auf den 41. und im Mehrkampf auf den 45. Rang: „Ich bin mit voller Kraft angetreten, habe einen Schritt nach vorne gemacht und arbeite mit großer Freude weiter.“
Beim schwierigen „sich in der Rhythmischen Gymnastin einen Namen machen“ kam die gebürtige Russin Arina Mironskaya mitten in ihrer Matura (Prüfungen vor und nach der EM) in Tallinn deutlich weiter. Österreichs EM-Wertungsrichterin und Turnsport-Austria-Vizepräsidentin Annires Marchetti: „In der Szene und der Jury ist man jetzt auf Arina, auf ihre Verbesserung und höhere Stabilität aufmerksam geworden“. Nationalteam-Supervisorin Luchia Egermann: „Ein wichtiger Schritt nach oben.“
Wenn man in der Historie zurückblickt, haben auch Österreichs spätere Olympia-Teilnehmerinnen Caroline Weber und Nicol Ruprecht auf diesem Platzierungs-Niveau bei Europameisterschaften begonnen – und sich dann noch weiter hinaufgearbeitet. Die Fachexpertinnen trauen dies nun auch „den Mironskayas“ zu, wobei Arinas Zwillingsschwester Dina – ebenfalls mitten in der Matura – Tallinn weniger glücklich verlässt. Dinas beste Einzelplatzierung war der 51. Rang mit dem Band, doch eine komplett misslungene Kür mit dem Ball – „eigentlich mein Lieblingsgerät“ – warf sie im Mehrkampf auf den 67. Rang zurück.
Als dritte Österreicherin ging die Korneuburgerin Julie Neumann, ebenfalls erst 18 Jahre alt, bei der EM in Tallinn an den Start. Mit nicht ganz nach Wunsch gelaufenen bzw. bewerteten Küren schaffte sie den 60. Platz mit den Keulen und den 63. mit dem Band. Ab nun wird die RG-Europameisterschaft mit den Finalbewerben fortgesetzt, diese finden 2025 leider ohne österreichische Beteiligung statt.
Mit Jahresbeginn 2025 hat der Österreichische Badminton Verband (ÖBV) erstmals eine offizielle Koordinator:innenstelle für Para-Badminton geschaffen. Besetzt wurde sie mit Kilian Meusburger, der Para-Badminton im Verband seit Jahren mit aufgebaut hat – zunächst ehrenamtlich, jetzt professionell. Eine Entwicklung, die auch bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien sichtbar wird: Erstmals eine Österreichische Meisterschaft im Para-Badminton bei Österreichs größtem Multisport-Event statt.
Vom Einzeltraining zur Koordination
„Vor dreieinhalb Jahren wurde ich gefragt, ob ich in Wien ein Para-Training leiten kann“, erinnert sich Meusburger. „Damals haben die Athlet:innen ohne Coach trainiert. Ich habe sofort zugesagt.“ Aus dieser ersten Initiative wuchs mehr: Im Sommer 2022 absolvierte er die Trainerausbildung bei Badminton Europe, baute Trainingsgruppen auf – und überzeugte. Seit heuer stehen dem ÖBV endlich auch die Mittel zur Verfügung, die Koordinator:innenrolle offiziell zu schaffen.
„Ich wurde gefragt, ob ich das machen möchte – und habe mich bewusst dafür entschieden. Jetzt können wir strukturiert arbeiten und wirklich etwas bewegen“, so Meusburger.
Individuelle Lösungen statt Standardtraining
Was ihn am meisten reizt? „Jede:r Sportler:in bringt eine ganz eigene Einschränkung mit. Es gibt keine Standardlösung – das ist die Challenge“, erklärt er.
Zunächst werde der ideale Bewegungsablauf erklärt, „dann tasten wir uns gemeinsam heran. Es geht darum, adaptive Lösungen zu finden, individuell anzupassen und sich schrittweise zu verbessern.“
Aktuell trainieren rund zehn aktive Para-Spieler:innen in Österreich: In der Südstadt bildet Paralympics-Teilnehmerin Henriett Koosz das Nationalteam, zusätzlich gibt es zwei regionale Stützpunkte in Wien und Graz. „In Wien haben wir drei aktive Rollstuhl-Spieler:innen, zwei stehende und zwei Hobbyspieler:innen. In Graz sind zwei Rollstuhlfahrer:innen regelmäßig aktiv“, berichtet Meusburger.
Vision: EM, WM – und langfristig Paralympics
„Wenn wir so weitermachen, können wir mit all diesen Spieler:innen zu Europa- und Weltmeisterschaften fahren“, zeigt sich Meusburger zuversichtlich. Der Weg zu den Paralympics sei aber noch steinig: „Die Qualifikation ist viel härter. Das braucht langfristige Planung und gezielte Förderung.“
Derzeit wird das Netzwerk sukzessive erweitert. Mit Schnuppertrainings in Rehazentren wie dem Weißenhof, regionalen Projekten in Graz und regelmäßiger Präsenz bei Veranstaltungen wie dem Tag des Sports oder dem Talent Day des Österreichischen Paralympischen Committees soll der Einstieg in den Sport erleichtert und Awareness geschaffen werden.
Sport Austria Finals als großer Schritt
Ein Meilenstein in dieser Entwicklung ist die Teilnahme an den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien. „Erstmals seit Jahren haben wir die Möglichkeit, eine Para-ÖM auf die Beine zu stellen – und das gleich in diesem großen Rahmen. Das ist extrem wichtig für uns“, betont Meusburger.
„Wenn wir das still und heimlich irgendwo austragen würden, hätte es kaum Wirkung. Aber in diesem Umfeld – mit Medienpräsenz, mit Zuschauer:innen – können wir zeigen, dass Para-Badminton da ist.“
Der Bewerb wird offen ausgetragen, Männer und Frauen treten gegeneinander an. Klare Favoritin ist Nationalteamspielerin Henriett Koosz. „Aber dahinter wird’s spannend. Viele knappe Matches sind zu erwarten. Mein Geheimfavorit ist Johann Färrer aus Graz – ich bin ein großer Fan seines Spielstils. Er ist noch nicht lange im Rollstuhl, hat aber riesiges Potenzial.“
Ausblick: Nachhaltig wachsen
Für Meusburger ist klar: Die Finals sind kein Endpunkt, sondern der Auftakt. „Wir wollen regelmäßig dabei sein. Aber dafür brauchen wir nachhaltige Strukturen – Trainer:innen, Hallenzeiten, Förderungen. Jetzt haben wir die Chance, das Fundament zu legen.“
Und das Ziel? „Dass sich mehr Menschen für Para-Badminton interessieren. Und dass unsere Athlet:innen die Bühne bekommen, die sie verdienen.“
Innsbruck gilt seit vielen Jahren als Kletter-Hotspot und zieht Sportler:innen sowie Zuschauer:innen gleichermaßen an, sowohl im Breiten- als auch im Spitzensport. 2025 kehrt der Kletter-Weltcup nach Innsbruck-Tirol zurück. Vom 23. bis 29. Juni 2025 werden zum fünften Mal in Folge ein Para-Climbing-, Boulder- und Lead-Weltcup im Kletterzentrum Innsbruck ausgetragen. In der Vorwoche steigt mit den Österreichischen Staatsmeisterschaften (ÖSTM) im Lead und Speed im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien die sportliche Generalprobe, es kommt somit zum „Doubleheader“ in der Tiroler Landeshauptstadt.
„Die letzten Wochen waren intensiv, die nächsten werden es noch mehr“, sagt Julia Pinggera. Als Verantwortliche im Kletterverband Österreich (KVÖ) für den IFSC Climbing World Cup – und die ÖSTM – sorgt sie mit ihrem Team für die Durchführung des Event-Doppelpacks. „Im Vorjahr hatten wir etwas mehr Zeit zwischen ÖSTM und Weltcup, diesmal gibt es noch weniger Spielraum für Fehler – zum Beispiel beim Aufbau.“
Denn bei den ÖSTM am 19. Juni soll die „Freiluft-Arena“ am Areal des Kletterzentrum Innsbruck bereits zum Großteil fertiggestellt sein. Die nationalen Titel im Speed werden Indoor an der Speed-Wand vergeben, jene im Lead wie gewohnt am spektakulären Freiluft-Turm.
Perfekte Weltcup-Generalprobe
„Der dicht gedrängt Terminkalender ist für uns eine große Challenge und hat die Planungen kompliziert gemacht“, berichtet KVÖ-Geschäftsführer Heiko Wilhelm. „Aber wie im letzten Jahr war für uns klar: Wenn eine großartige Multisport-Veranstaltung wie die Sport Austria Finals in Innsbruck stattfinden, darf Sportklettern nicht fehlen.“
Einer der Unterschiede: Für den IFSC Climbing World Cup Innsbruck werden für die Finaltage Tickets benötigt, dieses sind bereits zu großen Teilen ausverkauft. Am 16. Juni startet noch die „Late Ticket Phase“, bei der noch einmal ein kleines Kontingent zur Verfügung gestellt wird. Bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien ist der Eintritt frei.
Für Österreichs Kletter-Asse ist der Heim-Weltcup eines der großen Highlights im Kalenderjahr und vergleichbar mit einer Großveranstaltung wie EM oder WM. Von Außenstehenden wird Innsbruck als „Wimbledon des Kletterns“ bezeichnet, die Weltcup-Woche stets in höchsten Tönen gelobt. Doch auch die Staatsmeisterschaften haben im Klettern, aufgrund der großen Dichte im österreichischen Team, einen hohen Stellenwert.
Schubert freut sich auf Heim-Doppelpack
Bei den ÖSTM wird einmal mehr „Olympia-Flair“ herrschen. Während das Antreten von Olympia-Bronzemedaillengewinnerin Jessica Pilz verletzungsbedingt offen ist, wird der zweifache Olympia-Bronzemedaillengewinner Jakob Schubert in seiner Paradedisziplin Lead starten. „Die ÖSTM sind eine gute Generalprobe für den Heim-Weltcup“, so Schubert, der in dieser Saison noch keinen Weltcup bestritten hat und mit Heimvorteil in Innsbruck in seine Wettkampf-Saison startet. Der sechsfache Weltmeister peilt am 19. Juni seinen 13. Staatsmeistertitel im Vorstieg an.
Im Speed konnte Kevin Amon in den letzten drei Jahren den Titel gewinnen. „Nachdem heuer kein Europacup in Innsbruck stattfindet, steigt die Vorfreude auf die ÖSTM im Rahmen der Sport Austria Finals noch einmal. In Innsbruck vor vielen bekannten Gesichtern zu klettern, ist etwas Besonderes. In den letzten Jahren ist es bei den Staatsmeisterschaften gut für mich gelaufen, ich will die Serie gerne fortsetzen.“
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