Innsbruck – das ist mehr als nur die Kulisse für Österreichs größtes Multisportevent. Es ist eine Stadt, in der Bewegung zur Lebensart gehört und Sport weit über den Wettkampf hinausgeht. Wer während der Sport Austria Finals 2025 die Tiroler Landeshauptstadt besucht, spürt sofort: Hier wird Sport gelebt – auf den Bergen, in der Stadt, in den Vereinen und bei den Menschen.
Beeindruckende Vielfalt
Die Region Innsbruck vereint auf einzigartige Weise urbane Vielfalt mit alpiner Abenteuerlust. Nur wenige Minuten trennen die historische Altstadt mit dem berühmten Goldenen Dachl von steilen Trails, aussichtsreichen Klettersteigen und spektakulären Downhill-Strecken.
Die beeindruckende sportliche Vielfalt reicht von Weltklasse-Wintersport in der Axamer Lizum, am Patscherkofel oder im Kühtai bis hin zu sommerlichen Highlights wie Wandern, Mountainbiken oder Trailrunning. Besonders beliebt bei den Locals: die Bichl Trails mitten in der Stadt, der Panoramablick am Zirbenweg oder UpStream Surfing am Inn.
Zahlreiche Top-Events
Mit mehr als 420 Sportstätten und -angeboten ist Innsbruck ein wahres Paradies für Aktive – vom Einsteiger bis zum Profi. Ob Leichtathletikanlage, Tennisplatz oder Schwimmbad, Klettergarten oder Pumptrack – die Auswahl ist riesig. Kein Wunder also, dass auch zahlreiche internationale Sportevents hier ihren Platz finden.
Direkt nach den Sport Austria Finals geht es nahtlos weiter mit dem IFSC Kletterweltcup (23. – 29. Juni), gefolgt vom Roller Derby World Cup (3. – 6. Juli) und der Tour of Austria (12. Juli). Auch der Herbst wird sportlich, etwa mit der IFAF Youth Flag Football EM (3. – 6. September) und dem Red Bull 400 (11. Oktober).
Auch die Kultur kommt nicht zu kurz
Doch auch abseits des Sports hat Innsbruck einiges zu bieten. Die historische Hofkirche, das Schloss Ambras – das erste Museum der Welt – oder das Audioversum laden zum Entdecken ein. Wer lieber draußen unterwegs ist, erlebt im “Experience Tirol” oder beim Wiltener Kultursommer die Stadt von ihrer kulturellen Seite.
Für alle, die mehr aus ihrem Besuch herausholen wollen, empfiehlt sich ein Blick auf Innsbruck Heute (innsbruck.info/heute) oder die Innsbruck Card: Sie öffnet die Tür zu über 22 Top-Attraktionen – von Museen bis Bergbahnen – und macht jeden Tag in der Alpenmetropole zum Erlebnis.
Innsbruck inspiriert. Bewegt. Und macht Lust auf mehr – nicht nur während der Finals.
Von Linz nach Knoxville – und von dort in die Weltspitze! Martin Espernberger setzt in den USA zu einem sportlichen und akademischen Höhenflug an. Dabei tritt er in die Fußstapfen zweier österreichischer Schwimmgrößen.
Markus Rogan verließ Österreich mit 14 Jahren in Richtung Kalifornien. Felix Auböck ging mit 16 zunächst nach Berlin – und nach den Olympischen Spielen 2016 in Rio weiter an die University of Michigan. Der Rest ist Geschichte. Heute gelten die beiden Schwimm-Pensionisten als Legenden, haben viele Kinder in ganz Österreich mit ihren Erfolgsgeschichten inspiriert, es ihnen gleichzutun.
Martin Espernberger hat den gleichen Weg eingeschlagen. Mit gerade einmal 16 Jahren zog es den gebürtigen Linzer nach Jacksonville. Seit 2022 lebt und trainiert er in Knoxville, Tennessee – an einer Universität mit langer Schwimmtradition. Und zeigt einmal mehr: Die USA bleiben ein guter Boden für rot-weiß-rote Schwimmtalente.
“Man braucht diesen Push!”
„Hier gibt es nicht nur ein, zwei starke Trainingspartner – hier schwimmen drei andere exakt dieselbe Zeit wie du“, sagt Espernberger über den Unterschied zum System daheim. „Du musst jedes Mal Gas geben, um dich fürs Finale zu qualifizieren. Das pusht dich, vor allem in jungen Jahren.“
Der Sprung in die NCAA, den College-Sport-Verband der USA, war für ihn ein wohlüberlegter Schritt – die Karriere nach der Karriere dabei immer im Hinterkopf: „Die Studienrichtung war mir wichtig, ich wollte nicht einfach irgendwas machen. Es musste akademisch und sportlich passen. Nicht zwingend Ivy League, aber zukunftsfähig.“
Die Wahl fiel auf die University of Tennessee. Die Faktoren für die Entscheidung: ein internationales Umfeld, erstklassige Infrastruktur – und ein Head Coach, der ihn überzeugte: Matt Kredich. „Er ist der wichtigste Mann. Mit ihm hatte ich viele Gespräche. Die Beziehung zum Head Coach muss stimmen – und man braucht ein Team, das schnell ist. All das habe ich hier!“
So schnell wie Espernberger war an diesem College aber noch keiner – zumindest nicht über seine Paradedisziplin. Mit einer Zeit von 1:59,28 Minuten über 200 Meter Delfin hält er den Universitätsrekord. Bei den NCAA Championships im Frühjahr schaffte er außerdem den Einzug ins A-Finale – und wurde Fünfter. Es ist das beste Ergebnis eines „Vol“ – so nennen sich die Athlet:innen der University of Tennessee – über diese Strecke seit 1991. Damit stößt er Olympiasieger Melvin Stewart vom Knoxville-Thron. Apropos Olympia: Bei seiner ersten Olympia-Teilnahme in Paris 2024 schaffte er auf Anhieb den Sprung ins Finale – und markierte als Sechster das beste Ergebnis eines österreichischen Schwimmers. Er kann aber auch mehr als schnell schwimmen. Mit einem Grade Point Average (GPA) von 3,91 als Electrical-Engineering-Student wurde er ins “CSC Academic First Team All-American” gewählt – eine besondere Auszeichnung, bedenkt man, dass für die Wahl sowohl akademische als auch sportliche Leistungen in die Wertung genommen werden.
Finals wie Hochschulmeisterschaft
Spätestens seit seiner ersten Olympia-Teilnahme ist Espernberger Multisport-Veranstaltungs-Fan. Auch deshalb ist er wehmütig, nicht bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien an den Start gehen zu können.
„Die Idee ist super, das ist wie Mini-Olympia in Österreich. Wenn es die Zeit irgendwann mal zulässt, möchte ich dort auch am Start stehen“, so Espernberger, der den Vergleich mit Veranstaltungen in seiner Wahlheimat zieht: „Im College-Sport sind wir solche Veranstaltungen gewöhnt – und ich möchte das nicht mehr missen.“
Bei den Sport Austria Finals werden übrigens am Samstag und Sonntag die Österreichischen Mannschaftsmeisterschaften und das Finale der Österreichischen Mannschafts- und Mehrlagenwettkämpfe der Schülerklasse ausgetragen. Der Eintritt ins Tivoli Bad ist – wie bei allen anderen Entscheidungen im Rahmen der Sport Austria Finals – frei. Am Tiroler Hechtsee werden am nächsten Wochenende außerdem die schnellsten Open Water-Schwimmer:innen des Landes ermittelt.
Wenn man so etwas wie die Königsklasse des Ausdauersports benennen müsste, es wäre wohl der Triathlon. Schwimmen, Radfahren, Laufen – in langen Distanzen und alles direkt nacheinander. Mehr Herausforderung geht nicht.
Anders als andere Sportarten ist die Historie des Triathlons aber eine vergleichsweise kurze. In den 1920er Jahren tauchte in Frankreich erstmals ein Mehrkampf, bestehend aus den drei Sportarten, auf. Unter dem Namen „Les Trois Sports“ fand ab 1920 jährlich ein Bewerb statt, in dem ein 3-km-Lauf, ein 12-km-Radrennen und die Überquerung des Flusses Marne absolviert werden musste.
Durchbruch erst in den 1970er Jahren
Bis zum richtigen Durchbruch sollten aber noch weitere 50 Jahre vergehen. Denn erst mit der Fitnesswelle der 1970er Jahre kam auch der Triathlon auf die sportliche Landkarte. Am 25. September 1974 veranstalteten die beiden US-Amerikaner Jack Johnstone und Don Shanahan in San Diego den ersten Bewerb, der offiziell den Namen Triathlon („Mission Bay Triathlon“) trug.
46 Teilnehmer musste 6 Meilen (ca. 10 km) Laufen, 5 Meilen (ca. 8 km) Radfahren und 500 Yards (ca. 0,5 km) Schwimmen. Vier Jahre später initiierten Navy-Offizier John Collins und seine Frau Judy den ersten Hawaii Iron Man Triathlon, der bis heute als prestigeträchtigster Bewerb gilt. Collins‘ Idee damals: Wer den 2,4 Meilen lange Rough Water Swim vor Waikiki Beach durchschwimmt, die 112 Meilen über die Ride Around Oahu radelt und den klassischen Honolulu-Marathon am schnellsten läuft, der darf sich „Iron Man“ nennen.
Ironman als ultimative Herausforderung
Mehr als 30 Jahre später haben die damals festgelegten Distanzen von 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und den abschließenden Lauf über 42,195 km noch immer ihre Gültigkeit. Seit 1982 wird der Ironman Hawaii unter der Bezeichnung „Ironman World Championship“ im Oktober auf der Hauptinsel Hawaii ausgetragen.
Mittlerweile haben sich im Triathlon-Sport allerdings mehrere Formate bzw. Distanzen etabliert, seit 2000 ist der Sport auch im olympischen Programm vertreten. „Im Prinzip gibt es zwei Hauptformate“, erläutert ÖTRV-Generalsekretär Herwig Grabner. „Einmal die Olympische Distanz, mit 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen. Für uns im Verband ist das die wichtigste Disziplin. Dann gibt es noch die Mittel- und Langdistanz-Bewerbe, die auch touristisch sehr interessant sind und die Massen anziehen.“
Wer’s noch härter mag, macht Crosstriathlon
Eine weitere, extremere Form des Straßen-Triathlons ist der Crosstriathlon, der auch im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien ausgetragen wird. Dort wird zwar auch geschwommen, aber die Radstrecken gehen – im Gegensatz zum Straßen-Triathon – durch herausfordernde Routen, die häufig über 1.000 Höhenmeter mit steilen Anstiegen und technisch anspruchsvollen Abfahrten umfassen. Das Laufen findet meistens als Crosslauf auf schwierigem Gelände statt.
“Am Crosstriathlon reizt mich am meisten, dass es hier nicht darauf ankommt, wie schnell man sich in diversen Triathlonfeldern in einer Gruppe beim Radfahren vorwärts bewegen kann. Hier kommt es wirklich auf den einzelnen Athleten an. Vor allem muss man sich auf dem Mountainbike bewegen können. Im Grunde genommen ist am Ende das Ergebnis einfach ehrlicher”, so Jens Roth, ehemaliger deutscher Top-Crosstriathlet.
Österreichs beste Crosstriathletin Carina Wasle ergänzt: “Mir taugt am Crosstriathlon, dass man so naturverbunden ist. Jedes Rennen ist total unterschiedlich und eine neue Herausforderung. Auch die Strecken sind so unterschiedlich, dass es immer ein neues Abenteuer ist. Zum Trainieren ist es ebenfalls sehr abwechslungsreich. Außerdem finden die Wettkämpfe immer an den schönsten Plätzen der Erde statt, an die man sonst nie hinkommen würde.”
Kate Allen holte 2004 für Österreich Olympia-Gold im Triathlon
Hier die wichtigsten Formate im Überblick:
Olympische Distanz bzw. Kurzdistanz (z.B.: ITU World Championship Series und Olympische Sommerspiele)
Schwimmen: 1,5 km Radfahren: 40 km Laufen: 10 km
Mitteldistanz (z.B.: Ironman 70.3)
Schwimmen: 1,9 km Radfahren: 90 km Laufen: 21,1 km
Langdistanz (Ironman)
Schwimmen: 3,86 km Radfahren: 180 km Laufen: 42,2 km
Crosstriathlon bei den Sport Austria Finals 2024 (Samstag, 1. Juni 2024, Startzeit: 12 Uhr)
Schwimmen: 1 km Radfahren: 30 km (350 Höhenmeter) Laufen: 9,6 km (320 Höhenmeter)
“Prahle damit für den Rest deines Lebens!”
Für Hobby-Triathleten steht vor allem das Gefühl im Vordergrund, das dreiköpfige Biest besiegt und einen Triathlon gefinished zu haben. Schon Ironman Hawaii-Erfinder schrieb damals handschriftlich auf einen Zettel: „Schwimme 3,8 km, radle 180 km, laufe 42,2 km. Prahle damit für den Rest Deines Lebens!“
Das kann Herwig Grabner, selbst ehemaliger Triathlet, nur bestätigen: „Natürlich ist es schon sehr aufwändig und kräftezehrend. Gerade der Marathon am Ende ist für viele ein Thema. Aber wenn man sich das Ding gut einteilt und gut vorbereitet ist, ist das alles machbar. Es sagt zwar jeder, der einen Langdistanz-Triathlon absolviert hat, dass es extrem hart, aber auch eine der tollsten Erfahrungen in seinem Leben war. Ich kann es nur jedem empfehlen, einen Triathlon zu probieren – am besten mal einen Kurzdistanz, um mal reinzuschnuppern. Für viele ist es eine enorme Veränderung, weil man dadurch fitter und stärker wird und positiver in die Zukunft geht.“
Während viele im Sommer einen Gang zurückschalten, steigt Speedskaterin Anna Petutschnigg erst richtig aufs Gas. Die 23-jährige Tirolerin hat ein Welt-Tournee vor sich: Gleich vier internationale Großevents zwischen Österreich und China stehen auf dem Plan. Ihr Weg auf acht Rollen führt sie von den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck über die Europameisterschaft in Groß-Gerau (GER) und die Weltmeisterschaft in Beidaihe bis zu den World Games in Chengdu (beides CHN) – stets begleitet vom „Need for Speed“.
Inspiriert von ihren Geschwistern schnallt sich die Tirolerin mit zwei Jahren zum ersten Mal die Skates an. Schnell wird aus der Neugier ein fester Bestandteil ihres Lebens: „Als Jüngste schaut man auf die anderen und will mithalten. Daraus ist echte Leidenschaft entstanden – und der Ehrgeiz, mich ständig weiterzuentwickeln.“ Der Reiz des Sports hat seine Wirkung nie verloren, bis heute nicht: „Es ist die Kombination aus Bewegungsgefühl, Körperbeherrschung und Geschwindigkeit. Wenn ich auf Skates unterwegs bin, fühle ich mich einfach frei.“
Lebenstraum World Games
Nach über zwei Jahrzehnten auf Rollen feiert Anna Petutschnigg in diesem Sommer ein besonderes Debüt: Erstmals wird die Wörglerin bei den World Games starten, den „Olympischen Spielen der nicht-olympischen Sportarten“ im chinesischen Chengdu. Die Bedeutung des Events? Für Petutschnigg immens: „Für Österreich bei den World Games am Start zu sein, ist etwas ganz Besonderes. Es motiviert mich enorm.“ Der Weg dorthin war alles andere als einfach. „Ich musste mich bei jedem Rennen beweisen. Beim letzten entscheidenden Run wusste ich genau, wen ich schlagen muss. Es war ein echter Gänsehautmoment, als wir die Bestätigung erhielten.“
Begleitet wird sie in Chengdu von ihrer Schwester Nadja, die zugleich auch als Cheftrainerin und wichtige Vertrauensperson fungiert. Petutschnigg: „Ich will bei den World Games einen Spitzenplatz holen und Österreich bestmöglich repräsentieren. Natürlich sind auch EM und WM wichtige Termine – aber der Fokus liegt voll auf diesem Saisonhighlight.“
Finals-Heimspiel auf der schnellsten Bahn der Welt
Bevor sie sich zu den internationalen Events und dann auf die große Reise nach China begibt, wartet die sportliche Generalprobe vor der eigenen Haustür. Bei den bereits fünften Sport Austria Finals misst sich Petutschnigg auf der Bahn, die sie wie ihre eigene Westentasche kennt, mit der nationalen Konkurrenz. Die 250 Meter lange Speedskating-Strecke in Wörgl ist auch bekannt als die schnellste Bahn der Welt. Der Ort könnte passender nicht sein – schließlich ist Wörgl nicht nur ihre Heimat, sondern auch der Verein SC Latella Wörgl seit jeher ihr sportliches Zuhause.
„Ich will auf dem obersten Treppchen stehen. Wettkämpfe zu Hause haben ihren eigenen Reiz. Ich kenne jede Kurve, jede Passage, in der man entscheidende Zehntelsekunden rausholen kann.“ Dass die Finals für sie ein besonderer Fixpunkt im Kalender sind, hat auch mit der Veranstaltung selbst zu tun: „Ich erinnere mich noch genau, als uns das Konzept der Sport Austria Finals erstmals vorgestellt wurde – ich war sofort begeistert. Eine Multisportveranstaltung in Innsbruck – das ist einfach lässig.“
Speziallack und Spitzenleistungen
Die Voraussetzungen für hochklassige Rennen sind in Wörgl jedenfalls gegeben: Mehr als 100 Athlet:innen aus dem In- und Ausland werden erwartet – und mit ihnen Bestzeiten. Nicht zuletzt wegen der schnellen Bahn, die im Jahr 2023 mit einem speziellen Kunstharz-Speziallack überarbeitet wurde und seither weltweit Maßstäbe setzt.
SC Latella Wörgl-Präsident und Event-Organisator Robert Petutschnigg, der Papa von Anna Petutschnigg, erklärt: „Die Bahn wurde 2023 saniert und ist seither nicht nur schneller, sondern auch sicherer. Durch die Länge von 250 Metern können hohe Geschwindigkeiten gehalten werden – das hat sich beim Europacup im Vorjahr gezeigt, als gleich zwei Weltrekorde gebrochen wurden.“
Für die Sport Austria Finals-Fans gilt in diesem Fall: anschnallen und ganz im Stil von „Need for Speed“ Weltklasse-Speedskating erste Reihe fußfrei genießen.
Tornado-Segeln ist zurück auf der großen Bühne! Bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (18. bis 22. Juni 2025) feiert die traditionsreiche Bootsklasse ihre Wiederauferstehung bei Multisport-Veranstaltungen. Mit an Bord – wenn auch nicht mehr selbst am Steuer – ist Roman Hagara. Der zweifache Olympiasieger ist eine der prägenden Persönlichkeiten im Segelsport – und ein ausgewiesener Finals-Fan!
Hagara wuchs in Wien auf, seine Segelkarriere begann jedoch am Neusiedler See – unter frostigen Bedingungen. „Unser erstes Boot haben mein Bruder und ich bei Minusgraden aufgebaut, da lag noch Eis auf dem Wasser. Aber für uns war das einfach cool“, erzählt er. Zuerst segelten die Brüder im Katamaran, später im olympischen Tornado – ein Boot, das Technik, Tempo und Taktik perfekt vereint.
Mit Hans-Peter Steinacher feierte Hagara schließlich seine größten Erfolge: zweifacher Olympiasieger, Welt- und Europameister, zweimal Team des Jahres. „Der Tornado war genau unser Ding“, sagt er rückblickend. Seit 2019 ist Hagara wieder beim Verband aktiv – zunächst als Nachwuchscoach, heute als Technischer Leiter. Dabei bleibt sein Blick fürs Detail unverändert: „Ich überlege ständig, wie man Boote schneller machen kann – vom Rumpf über die Schwerter bis zum Segel. Jede Kleinigkeit kann entscheidend sein.“
Ein Blick auf die Ergebnisse der Olympischen Spiele Paris 2024 zeigt: Hagaras Arbeit trägt Früchte. Womöglich auch historisch bedingt: „Wir haben schon früher alles optimiert, sogar eigene Segel gemacht. Das hilft in der Gegenwart sicher. Das war der ursprüngliche Gedanke. Vor allem in den schnellen Bootsklassen sehe ich mich als ‚Mädchen für alles‘ gut beschrieben und aufgehoben.“
Klassiker auf neuer Bühne
Ein besonderer Höhepunkt ist für ihn auch die Teilnahme der Tornado-Klasse an den Sport Austria Finals. „Normalerweise segeln wir irgendwo weit draußen – fernab vom Publikum. Hier sind wir mittendrin. Der Austausch mit anderen Sportarten ist bei jeder Großveranstaltung inspirierend.“
Dass gerade der Tornado hier vertreten ist, sieht er als starkes Signal: „Dass wir heute wieder bei einem großen Multisport-Event dabei sind, zeigt, wie lebendig die Klasse geblieben ist.“ Auch der Segel-Nachwuchs nutzt die Bühne. Während Foiling aktuell stark im Trend liegt, findet auch der Tornado neue Fans. Für Hagara ein positives Zeichen: „Es tut sich wieder was. Die Finals bieten eine perfekte Gelegenheit, sich zu zeigen – und der Tornado hat noch viel zu bieten.“
Segel-Nation trotz Binnenland
Zwei Goldmedaillen bei den Olympischen Spielen Paris 2024 sprechen eine klare Sprache: Österreich ist Segelnation, der Segelverband der erfolgreichste hierzulande im Olympia-Ranking der Sommersport-Verbände. „Das ist Wahnsinn“, sagt Hagara. „Dieses Wort trifft es gut und zeigt, wie sehr sich unser Sport entwickelt hat – und zwar in die richtige Richtung.“ Nachsatz: „Wir haben nicht nur im Skifahren oder Fußball große Tradition, sondern auch auf dem Wasser.“
Der technische Zugang sei eine der großen Stärken: „Wir holen auf, weil wir uns im Detail verbessern. Der technische Bereich ist unser Kapital – da bringen wir sehr viel weiter.“
Und Österreichs Seenlandschaft liefert das perfekte Trainingsumfeld: „Wir haben den Achensee, Neusiedler See, Traunsee, Attersee, Mondsee – gesegelt wird auch auf der Alten Donau. Es braucht kein Meer.“ Vielleicht sei das sogar ein Vorteil, so Hagara: „Wenn du nur auf Seen aufwächst, lernst du das Segeln von der Pike auf. Du musst mit drehenden, böigen Winden umgehen – wie im Burgenland mit Wind aus den Bergen. Den Wind zu lesen, das kann nicht jeder.“
Spätestens wenn die Titel bei den Sport Austria Finals vergeben werden, steht fest: Tornado-Segeln ist zurück – genau wie das Feuer, das Roman Hagara einst für diese Bootsklasse entfachte.
Am Sonntag, dem 22. Juni 2025, wird das Landessportzentrum Tirol zur Bühne der höchsten technischen Disziplinen im Judo: Im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien gehen die österreichischen Staatsmeisterschaften in Nage no Kata und Katame no Kata sowie die österreichischen Meisterschaften in Kodokan Goshin-Jutsu, Kime no Kata und Ju no Kata über die Matte.
Hohes Niveau garantiert
Nach dem erfolgreichen Debüt im Vorjahr ist Judo Austria 2025 zum zweiten Mal Teil der „Woche der Entscheidungen“. Für Kata-Referent Alexander Dick ist die Rückkehr eine logische und freudige Konsequenz: „Es ist eine coole Geschichte, sich bei den Sport Austria Finals erneut mit anderen Sportarten zu präsentieren. Wir freuen uns sehr darauf.“
Die gesamte österreichische Kata-Elite wird in Innsbruck vertreten sein. „Der gesamte Leistungskader ist am Start, die Top-Paare sind dabei. Das verspricht ein starkes Niveau in allen Bewerben“, so Dick.
Ein besonderes Highlight: Die Judo-Kata-Bewerbe finden heuer gemeinsam mit Karate in einer Halle statt – ein Format mit Potenzial: „Das wird sicher eine coole Stimmung. Wir sind überzeugt, dass das gut passt.“
„Deutlicher Push“
Die Finals bringen nicht nur sportlich Höchstleistungen, sondern auch ein neues Maß an Sichtbarkeit für die Disziplin. Schon 2024 habe man dies gespürt, meint Dick: „Die Veranstaltung, wie wir sie im Vorjahr mit der Siegerehrung am Landestheater-Vorplatz erlebt haben, war beeindruckend. Das hat der Wertigkeit unseres Sports einen deutlichen Push gegeben.“
Auch sportlich läuft es für das rot-weiß-rote Kata-Team vielversprechend: Ein Sieg bei einem Europacup, dazu zwei zweite Plätze markieren eine starke Saison. Ein Großereignis liegt bereits hinter Martin Hinteregger und Co.: „Bei der EM hätten wir uns vielleicht ein bisschen mehr erhofft, aber das Niveau war extrem hoch – da muss man mit dem Gezeigten zufrieden sein“, analysiert Dick.
Mit Blick auf die Weltmeisterschaft ist das Team ambitioniert – und realistisch zugleich: „Das europäische Niveau ist sehr hoch – und dann kommt noch Japan dazu. Wir rechnen jedenfalls mit Finalteilnahmen. Medaillen kann man aber nicht erwarten oder planen – dafür muss viel zusammenpassen.“
Nachwuchs im Fokus
Ein Augenmerk gilt auch dem Nachwuchs. Zwar gibt es bei den Europameisterschaften bereits eigene Bewerbe für junge Athlet:innen, doch Österreich war dort bislang noch nicht vertreten. „Unser großes Ziel ist es, erstmals auch mit Nachwuchspaaren international vertreten zu sein.“
Um dieses Ziel zu unterstützen, ist für den Herbst 2025 ein Kata-Festival für Schüler:innen in Planung. „Wir wollen die Bekanntheit der Kata steigern und gezielt junge Menschen ansprechen“, kündigt Dick an.
Der erste Schritt soll mit der Teilnahme an den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien erfolgen.
Wenn Nikolaus Gstättner über seine Sportler:innen spricht, dann klingt das nicht nach nüchterner Funktionärssprache. Da spürt man Leidenschaft, Stolz auf die Erfolge – und eine tiefe Überzeugung, dass Kampfsport weit mehr ist als Sieg oder Niederlage. „Wir haben gerade eine sehr spannende Phase“, sagt der Managementdirektor des Österreichischen Bundesfachverbands für Thai- und Kickboxen (ÖBFK). „Mit den Sport Austria Finals und den World Games in Chengdu stehen uns im Sommer zwei echte Highlights bevor – und gleichzeitig setzen wir mit dem Para-Sport ein starkes gesellschaftliches Zeichen.“
Für die World Games in Chengdu (CHN) haben sich zwei ÖBFK-Athleten aus dem Nationalteam qualifiziert: Erik Zimmermann aus Kärnten und Noel Salzburger aus Tirol – beide im Pointfighting, und – sehr erfreulich – beide aktuell in starker Form. Und also, so Gstättner, mit realistischen Medaillenchancen. „Europa ist im Kickboxen die mit Abstand stärkste Region weltweit. Wer sich hier durchsetzt, hat auch global das Potenzial für Edelmetall.“
Zimmermann überzeugte zuletzt beim World Cup in Istanbul mit einer dominanten Vorstellung, während Salzburger seine Form beim Heim-Highlight der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck testen will – für den Tiroler ein fast schon symbolischer Vorlauf vor dem ganz großen Ziel in China. „Es ist nicht nur ein Formcheck, sondern auch eine emotionale Geschichte“, sagt Gstättner. „Innsbruck ist sein Heimspiel – und diese Verbindung zum Publikum gibt nochmal einen besonderen Push.“
Heimspiel für Salzburger
Salzburger ergänzt: „Das erste Mal bei den World Games dabei zu sein, ist natürlich etwas ganz Besonderes. Das erlebt man als Sportler nicht jeden Tag – so ehrlich muss ich sein. Es wird eine große Dynamik entstehen, das wird sicherlich einmalig. Natürlich will ich eine Medaille gewinnen – das ist immer das höchste Ziel. Und wir Sportler sind nun mal so gepolt, dass wir nach dem Höchsten streben! Aber davor warten noch die Finals, die für mich ebenfalls einen extrem hohen Stellenwert haben.“
Die Vorbereitung ist ebenso professionell wie individuell. Beide Athleten trainieren in ihren Heimvereinen, unterstützt von den jeweiligen Olympiazentren, und nehmen regelmäßig an nationalen Teamlehrgängen teil. Sparring, Leistungsdiagnostik, mentale Vorbereitung – nichts wird dem Zufall überlassen. „Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um die Burschen optimal vorzubereiten. Und sie wissen, dass sie nicht nur für sich kämpfen – sondern für ein ganzes Land.“
Innsbruck wird zum Kampfsport-Cluster
Auch bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien, die in diesem Jahr mit einem echten Kampfsport-Feuerwerk aufwarten. „Wir sind gemeinsam mit Taekwondo und Judo in der Olympiahalle“, erzählt Gstättner. „Das wird ein Cluster, den es so in dieser Form noch nie gegeben hat.“ Die Bühne ist also bereitet – für nationale Meistertitel, internationale Ausblicke und ein ganz besonderes Pilotprojekt.
Para-Sport im Kickboxen: Der stille Star der Finals
Denn mitten im Trubel der traditionellen Wettkämpfe wird es auch ruhigere, aber nicht weniger bedeutende Momente geben: die erste offizielle Para-Kickbox-Demonstration in Österreich. „Es ist uns ein riesiges Anliegen, das Thema Inklusion endlich sichtbar zu machen“, sagt Gstättner. „Der Parasport gehört in vielen Kampfsportarten längst zum festen Repertoire – wir wollen da nicht hinterherhinken.“
Im Para-Kickboxen stehen keine Kämpfe gegeneinander im Fokus, sondern kontrollierte Bewegungsformen – sogenannte Forms und Schlagschule. Dabei arbeiten die Athlet:innen mit ihren Trainer:innen und Pads, präsentieren Technik, Haltung und Ausdruck, ähnlich einer Kür im Eiskunstlauf. Bewertet wird nicht, wer stärker oder schneller ist, sondern wie sauber und ausdrucksstark Bewegungsabläufe durchgeführt werden. Es geht um Stärkung der Persönlichkeit, Selbstwirksamkeit und Sichtbarkeit.
„Noch ist die Community klein“, gibt Gstättner ehrlich zu. „Aber wir haben in den letzten Monaten viel Aufbauarbeit geleistet. Sechs, sieben Vereine in Österreich sind bereits involviert, zahlreiche Sportler:innen mit Handicap trainieren regelmäßig.“ Das Ziel: Aufzeigen, was möglich ist. Und den Raum schaffen, damit diese Bewegung wachsen kann. Nicht mit Druck – aber mit echtem Respekt. Die Präsentation beim Multisport-Event in Tirols Landeshauptstadt ist daher bewusst als Demonstrationsbewerb angelegt. „Wir wollen nicht bewerten, sondern Bewusstsein schaffen.“
Ein Verband mit Geschichte – und Vision
Der Blick auf das große Ganze fehlt dabei nie. 2026 feiert der Verband sein 50-jähriges Bestehen. Gstättner arbeitet bereits an einer umfangreichen Chronik – ursprünglich geplant als schlanker Rückblick, inzwischen angewachsen auf 288 Seiten. „Da steckt so viel Geschichte drin. So viele bewegende Stories. Und mit dem Schritt in den Para-Sport schreiben wir jetzt ein wieteres, besonders wichtiges Kapitel.“
Wenn sich also im Juni die Kickbox-Elite in Innsbruck trifft, geht es um mehr als um Medaillen und Pokale. Es geht um Vorbilder wie Zimmermann und Salzburger, um Chancen auf Gold bei den World Games in Chengdu – aber auch um ein mutiges Zeichen für eine inklusive Zukunft. Die Matte wird damit zum Symbol: für Leistung, für Gemeinschaft, für gelebte Vielfalt. Und Nikolaus Gstättner? Der lächelt und sagt: „Der Kampfsport hat viele Gesichter. Wir wollen, dass man sie alle sieht.“
Nach Jahren im Schatten tritt Inlinehockey im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (18. bis 22. Juni 2025) abermals ins Licht. Nach zwei Teilnahmen in Graz bekam der Bewerb in Innsbruck ein Upgrade im XXL-Format: Der beeindruckende Rahmen der TIWAG Arena überzeugt nicht nur die Sportler:innen, sondern löst eine Welle der Begeisterung aus.
„Unsere Sportart war lange am Rande der Existenz. Der letzte Meisterschaftsbetrieb in Tirol liegt über zehn Jahre zurück. Seit Rollsport Austria unsere Sparte übernommen hat, geht es stetig bergauf – und seit den Sport Austria Finals im Vorjahr boomt Inlinehockey wieder richtig“, sagt Heinz Thielmann, sportlicher Leiter der Crocodiles Innsbruck.
Die Crocodiles waren 2024 der einzige Tiroler Inlinehockey-Verein bei den Sport Austria Finals. Heuer starten gleich drei – ein klares Zeichen für den rollenden Aufschwung der Sportart. Mit den neu gegründeten Warriors Innsbruck und den Adlern Kitzbühel bekommen die Crocodiles schon im “internen” Tiroler Duell harte Konkurrenz.
„Aktuell ist unser Boden sehr nahrhaft. Einige sind zum Sport zurückgekehrt, andere stehen zum ersten Mal auf Skates. Besonders der Zuwachs im Nachwuchsbereich macht uns stolz. Bei den Crocodiles haben wir aktuell knapp 60 Youngsters – und noch immer Luft nach oben!“, so Thielmann.
Revanche daheim
Die Crocodiles mussten sich im Vorjahr erst im Finale geschlagen geben – und das denkbar knapp im Penaltyschießen gegen die Dark Vipers aus Salzburg. Die Enttäuschung beim Tiroler Rekordmeister – mit zwölf Titeln in der Vereinsgeschichte – hielt jedoch nicht lange an.
„Die Arena, die Atmosphäre – das Turnier war ein echtes Highlight. Auch wenn wir im Finale verloren haben, war es ein unglaubliches Erlebnis“, blickt Thielmann zurück.
In diesem Jahr soll der Titel aber endlich wieder in der Heimat bleiben – das bestätigt auch Crocodiles-Aushängeschild Jan Lattner: „Nach der Finalniederlage letztes Jahr haben wir uns in der Kabine geschworen, dass der Titel beim nächsten Mal uns gehört. Unser Kader ist stark genug, ich bin überzeugt, dass wir das heuer schaffen.“
Vom Eis auf Rollen
Seit sieben Jahren lebt der gebürtige Tscheche in Innsbruck und spielt für die Innsbrucker Haie in der höchsten Eishockey-Spielklasse des Landes. Der Crack am Eis bringt seine Gegner aber auch regelmäßig auf der „Platte“ zum Verzweifeln: „Ich habe schon in Tschechien gerne Inlinehockey gespielt und habe es vermisst, als ich nach Österreich gekommen bin“, erzählt Lattner.
Rund sieben Jahre lang musste er auf sein liebstes Eishockey-Alternativprogramm verzichten. „Dann haben wir mit ein paar Freunden wieder begonnen zu spielen. Bevor ich zu den Crocodiles gegangen bin, musste ich mir aber noch neue Inlineskates kaufen – meine alten waren nicht mehr zu gebrauchen“, scherzt er.
Für Lattner ist Inlinehockey inzwischen weit mehr als nur ein sommerlicher Zeitvertreib: „Natürlich ist es auch ein gutes Offseason-Training und hilft meiner Performance auf dem Eis. Aber Inlinehockey ist ein unglaublicher Sport, den ich sehr genieße. Die Kombination aus Tempo und familiärer Atmosphäre – das ist einfach der Wahnsinn!“
Wenn es also bei der diesjährigen Ausgabe der Sport Austria Finals wieder um die Staatsmeistertitel geht, dann steht eines fest: Der größte Gewinner ist die Sportart selbst.
Heimvorteil für Victoria Steiner: Die 21-jährige Gewichtheberin startet bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften (ÖSTM) der Damen im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (18. bis 22. Juni) – und das in ihrer Heimatgemeinde Rum. Für Steiner ein besonderes Ereignis, nicht nur sportlich.
„Es ist wirklich sehr cool, dass unser Verein erneut die ÖSTM austragen kann“, sagt Steiner. „Es freut mich sehr, vor heimischem Publikum auf die Wettkampfplattform zu gehen. Wir hatten letztes Jahr sehr viele Zuschauer:innen aufgrund der Finals, was mich natürlich sehr gefreut hat, und ich hoffe, dass uns dieses Jahr wieder so viele besuchen kommen und sich unseren Sport anschauen.“
Zwischen zwei Gewichtsklassen
Die Vorbereitung läuft auf Hochtouren – eine finale Entscheidung steht allerdings noch aus: „Da es heuer neue Gewichtsklassen gibt, hat sich die Konkurrenz ein wenig geändert. Ich lasse es mir noch bis zur Finalnennung offen, ob ich in der Kategorie -63 kg oder -69 kg starte“, erklärt Steiner. Die Tendenz geht in Richtung der leichteren Klasse: „Grundsätzlich wären die Chancen in der Klasse -63 kg besser, deswegen achte ich gerade sehr auf meine Ernährung, um die letzten hartnäckigen Kilos runterzubringen.“
Trainingsrhythmus, Ernährung und Routine
In ihrer Vorbereitung setzt Steiner auf Bewährtes: „Ich mache im Grunde alles so wie immer, das heißt, ich trainiere wie gewohnt und mache regelmäßig Mobility-Einheiten mit meiner Teamkollegin Tammy. Auch auf meine Ernährung schaue ich genau, wenn ich in der Vorbereitungsphase und kurz vor einem Wettkampf stehe, da ich genau weiß, was ich essen kann, um mich gut zu fühlen.“
Noch vor dem großen Auftritt bei der ÖSTM steht am Samstag (14. Juni) ein wichtiger Test am Programm: „Ich habe noch einen ‚Trainingswettkampf‘ – die 3. Runde der Bundesliga – bei uns in der Wettkampfhalle. Das ist eine gute Gelegenheit, die Abläufe noch einmal unter Wettkampfbedingungen zu spüren.“
Neuer Coach, neue Impulse
Das vergangene Jahr brachte für Steiner einen markanten Umbruch: „Im Herbst 2024 hatte ich meinen ersten Trainerwechsel seit Beginn meiner Gewichtheberkarriere – also seit ca. 12 Jahren.“ Bis dahin war sie vom langjährigen Bundestrainer Hans Lechner betreut worden.
„Da dieser aber schon seit längerem nicht mehr in dieser Funktion tätig ist und dementsprechend nicht mehr bei diversen Wettkämpfen und Trainingslagern dabei ist, traf ich die Entscheidung, mit der jetzigen Frauen-Bundestrainerin Victoria Hahn weiterzuarbeiten. Die Umstellung lief sehr reibungslos und die Zusammenarbeit läuft sehr gut.“
Eiskunstlaufen als Ausgleich
Auch abseits des Gewichthebens hat sich bei Steiner einiges getan: „Letztes Jahr habe ich ein Gap-Year gemacht und mich nur dem Sport gewidmet. Als Ausgleich habe ich auch eine neue Sportart, Eiskunstlaufen, begonnen.“
Seit Oktober steht nun das Studium im Fokus – allerdings noch mit Weichenstellung: „Ich studiere aktuell und bereite mich auf den Sportaufnahmetest für Sportwissenschaften vor, um im nächsten Semester mein Studium zu wechseln.“
Finals 2024: Große Begeisterung
Die Erinnerungen an die Sport Austria Finals 2024 sind durchwegs positiv – auch wenn Steiner kaum Zeit hatte, das Rahmenprogramm zu genießen: „Was ich besonders super gefunden habe letztes Jahr, war die Eröffnungsfeier und die Vorstellung der Sportarten beim Haus der Musik. Auch, dass man einige Sportarten ausprobieren konnte, fand ich sehr cool.“
Zum Zuschauen blieb allerdings kaum Gelegenheit. „Leider war keine Zeit, andere Sportarten zu sehen, da wir ein ziemlich straffes Programm mit unseren Wettkämpfen hatten.“ Heuer könnte sich das ändern: „Da wir diesmal nur die Frauen-ÖSTM austragen, wird mehr Zeit bleiben, um sich andere Wettbewerbe anschauen zu können.“
Ziel: Leistung zeigen – mit Freude
Trotz klarer Ambitionen und intensiver Vorbereitung bleibt Steiner geerdet – und betont die persönliche Komponente des Wettkampfs: „Das Ziel ist natürlich immer, das Bestmögliche herauszuholen und seine harte Arbeit in den Trainings auf der Wettkampfplattform zu präsentieren. Vor allem aber möchte ich Spaß haben, mich gut fühlen und einen guten Wettkampf bestreiten. Das geht leider oftmals durch Medaillenchancen oder starke Konkurrenz verloren, für mich ist dies jedoch ein essentieller Teil des Wettkampfes geworden.“
Wenn Annalena Danereder über Minigolf spricht, leuchten ihre Augen. Es ist diese Mischung aus jugendlicher Freude, sportlichem Ehrgeiz und echter Leidenschaft, die man sofort spürt. Die 15-Jährige ist längst kein Freizeitspielerinnen-Talent mehr – sie ist Österreichs große Hoffnung im Nachwuchsbereich. Und alles begann mit einem Ausflug.
Ein Vater, ein Ball – und der Beginn einer Karriere
„Mein Papa hat wegen eines Arbeitskollegen mit dem Minigolf angefangen – und irgendwann hat er gefragt, ob ich nicht mal mitkommen will“, erzählt Danereder. Aus dem neugierigen „Ja“ wurde schnell mehr. Heute spielt sie für den MGV Enns – und ist auf heimischen wie internationalen Anlagen zuhause.
Dass es mehr als ein Ferienspaß werden könnte, hat sie früh gemerkt. „Gleich am Anfang habe ich ein Turnier gespielt. Es hat mir total getaugt – nicht nur das Spiel selbst, sondern auch die Leute. Man lernt ständig neue Menschen kennen, schließt Freundschaften. Das ist ein Teil, den ich sehr schätze.“
Trainingsfleiß trifft Talent
Mindestens einmal pro Woche steht sie auf dem Platz – in Ferienzeiten oder vor Turnieren deutlich öfter. Dass der Minigolfplatz nur fünf Minuten von ihrem Zuhause entfernt liegt, ist dabei natürlich ein Glücksfall. „Wenn ein Turnier bevorsteht, trainieren wir schon vier Tage hintereinander“, sagt sie ganz bestimmt.
Denn wer vorne mitspielen will, muss üben. Und zwar viel. Konzentration, Technik, Präzision – das sind die Bausteine ihres Spiels. Ihre größte Stärke? „Viele sagen, dass ich einen sehr geraden Schlag habe. Und ich kann mich gut fokussieren.“ Nicht selbstverständlich in einem Sport, bei dem ein Schattenwurf schon entscheidend sein kann.
Besonders im Winter zieht es die 15-Jährige regelmäßig in die Halle. Eine steht in Eferding, unweit ihres Wohnorts. „Dort spielen wir auch im Winter einmal pro Woche. Es ist schon anders als draußen – kein Wind, konstante Bedingungen, aber manchmal macht das Licht Schatten und man muss extrem aufpassen, andere nicht abzulenken.“
Dass Fairness großgeschrieben wird, ist für sie selbstverständlich. „Man schaut nicht nur auf seine eigene Bahn. Wir achten alle darauf, einander nicht zu stören. Das ist bei uns oberste Prämisse und wir versuchen somit für faire Verhältnisse für alle zu sorgen.“
Eine Familie, 400 Bälle – und kleine Wettkämpfe
Minigolf ist Familiensache. Zwischen 360 und 400 Bälle haben sie zu Hause – „mit den meisten davon habe ich schon gespielt“. Und natürlich gibt’s hin und wieder kleine Challenges mit dem Papa. „Wer besser spielt, bekommt manchmal ein Getränk. Aber eigentlich ist er eh immer stolz, wenn ich vorne bin. Trotzdem ist so ein Battle immer cool.“
Obwohl sie Rechtshänder ist, ihr Vater aber eine starke linke Hand hat, ähneln sich ihre Spielstile. Kein Wunder – er hat ihr viel beigebracht. „Natürlich gibt’s Unterschiede bei der Perspektive, aber sonst passt’s ganz gut.“
Erfolge, Ziele – und die Lust auf mehr
Bei der Jugend-WM 2024 in Voitsberg schrammte die begeisterte Minigolfspielerin nur knapp an einer Medaille vorbei – wurde Vierte. Mit dem österreichischen Team konnte am Ende nach einer starken Leistung über Silber gejubelt werden. Doch noch wichtiger: Sie war die beste Österreicherin. Mit gerade einmal 14 Jahren spielte sie sich unter die Besten der Welt– eine beeindruckende Leistung. „Das war schon was Besonderes. Ich habe dort gelernt, nie aufzugeben – auch wenn mal ein schlechter Schlag dabei ist. Wenn man bedenkt, dass manche Spielerinnen fünf Jahre älter waren, kann ich auf die auf meine Leistung sehr stolz sein?“
Ihr Ziel für 2025? Landesmeisterin, Staatsmeisterin – und bei internationalen Turnieren möglichst weit vorne mitspielen. „Ich möchte einfach das Beste rausholen“, sagt sie und wirkt dabei ruhig und fokussiert.
Warum Minigolf?
Was sie anderen Jugendlichen raten würde? „Es macht einfach Spaß. Man trifft viele Leute, die man sonst nicht kennenlernen würde. Und für die Schule hilft’s auch – wegen der Konzentration.“
Dass hinter ihrem Erfolg auch viel familiäre Unterstützung steckt, betont sie mehrmals. „Gerade am Anfang hat mir mein Vater viel geholfen – mit dem Fahren, mit Tipps, mit Motivation. Sie feuern mich an, wenn’s läuft, und helfen mir, wenn’s mal nicht so gut geht.“
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