Österreichs Rugby-Szene ist aus der Winterpause erwacht.
Zunächst das klare 51:7 des männlichen 15s-Nationalteams zum WM-Quali-Auftakt in Pristina gegen den Kosovo und nun – am vergangenen Wochenende – der spektakuläre erste Spieltag der Women’s 7s Series. Gerade der Auftakt zur Turnierserie der Frauen bot einen ersten echten Vorgeschmack auf die Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz.
Denn im Rahmen des Events – genauer gesagt am 8. Juni – ermittelt die weibliche Rugby-Elite im Rahmen der Multisportveranstaltung in der steirischen Landeshauptstadt ihren Staatsmeisterinnen.
Neuer Champion gesucht
Titelverteidigerinnen sind die Frauen der Spielgemeinschaft Celtics/Stade. Die Wienerinnen werden ihren Titel aber in dieser Saison nicht gemeinsam verteidigen können. Das hat einen einfachen Grund: Die Vienna Celtics und Stade Rugby Wien treten diesmal – vorausgesetzt die Qualifikation gelingt – jeweils mit einem eigenen Team an.
Es wird also definitiv einen neuen Champion geben. Auch die im Vorjahr im Finale mit 0:25 unterlegenen Kontrahentinnen von Rugby Union Donau Wien schielen wieder auf den Staatsmeister-Titel.
Die Wienerinnen von “Stade Rugby” wollen – diesmal ohne Spielgemeinschaft – wieder nach Gold greifen.
Damen-Rugby auf dem Vormarsch
Die Qualifikation erfolgt über das Gesamt-Ranking der heimischen Women’s 7s Series. Diese erfreut sich nach einigen Jahren loser Turnierserien durch regen Zulauf mittlerweile eines waschechten Ligabetriebs.
Sechs Spieltage stehen 2022/23 auf dem Programm, Ligakoordinator Stefan Pauser zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden. “Dass wir nunmehr einen konstanten Ligabetrieb organisieren können, zeigt die enorme Entwicklung, die der Rugby-Sport gerade bei den Damen genommen hat.” Drei Turniere stehen auf dem Weg zu den Sport Austria Finals 2023 noch im Kalender – die bis zu zehn Vereine dürfen sich also Chancen auf die Teilnahme an den Staatsmeisterschaften ausrechnen.
In Graz treten jedenfalls die besten sechs Teams an. Gespielt wird im ASKÖ Sportcenter nach den Regeln der (olympischen) 7er-Rugby-Variante, also mit je sieben Spielerinnen pro Team und einer verkürzten Spielzeit von zweimal sieben Minuten.
Nationalteams wollen Ausrufezeichen setzen
Dass in diesem Jahr in Graz kein Herren-Bewerb ausgespielt wird, liegt übrigens keinesfalls am Desinteresse an den Sport Austria Finals 2023, sondern hat erfreuliche sportliche Gründe: Das Nationalteam ist zur selben Zeit in der “European Conference One” des europäischen Rugby-Verbandes im Einsatz und peilt den Aufstieg in die nächsthöhere “European Trophy” an. Generell wollen die Nationalteams von Rugby Austria in den europäischen Bewerben in diesem Jahr international Ausrufezeichen setzen. Den Damen ist bereits im letzten Jahr der Aufstieg in den “Trophy”-Bewerb gelungen, wo weitere Top-Platzierungen folgen sollen.
Viele dicke Ausrufezeichen wird es in jedem Fall im ASKÖ Sportcenter geben, wenn Österreichs beste Damen-Rugby-Teams im Rahmen der Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz um den Staatsmeistertitel rittern.
Der Klosterneuburger Aupark ist für zwei Dinge bekannt: Einerseits für seine zahlreichen Sport- und Erholungsmöglichkeiten. Andererseits für die im Hochsommer nicht weniger zahlreichen Gelsen-Schwärme, die sich in den Tümpel unweit der Donau bestens aufgehoben fühlen. Es dürfte klar sein, wo die „Mosquitos“, Niederösterreichs größter Ultimate-Verein, ihre Ursprünge haben und woher sich ihr Name ableitet? Gut, dann wäre das geklärt…
Im 15. Jahr nach der Vereinsgründung (2008) ist die Geschichte der Mosquitos damit aber natürlich längst nicht auserzählt.
Faszination Ultimate
“Wir waren von Anfang an ein Mixed-Verein und haben zunächst 5-gegen-5 gespielt”, erinnert sich Christopher Klambauer an die Anfänge. Es habe aber nicht allzu lange gedauert, bis man aufgrund steigender Spieler:innen-Zahlen in das übliche 7-gegen-7 gewechselt sei, betont der sportliche Leiter der Klosterneuburger. Er selbst war damals zwar noch nicht mit von der Partie, aber u.a. mit Kassierin Mario Meyer beheimatet der Verein nach wie vor so manches Gründungsmitglied. In den ersten Jahren des Bestehens erhöhte sich die Anzahl der Teams bei den Mosquitos stetig. Bei Turnieren traten die Niederösterreicher vereinzelt auch mit reinen Männer-Teams oder sogar ersten Nachwuchs-Teams an.
Generell machte sich der außerhalb der Ballungszentren Wien und Graz lange Zeit fast gänzlich unbekannte Ultimate-Sport auch in der Klosterstadt langsam aber sicher einen Namen. So gut wie jede und jeder, der sich mit der 175g schweren Flugscheibe versuchte, war begeistert. Klambauer kennt die Gründe: “Ultimate begeistert, weil alle Spieler:innen unabhängig von Alter und Geschlecht ihre individuellen Stärken in das Team einbringen können.”
Auch die vielleicht außergewöhnlichste Komponente des Ultimate hebt der der 31-Jährige besonders hervor. “Wir kommen auf jedem Leistungsniveau gänzlich ohne Schiedsrichter aus. Es gibt nie Probleme und keinerlei Unsportlichkeiten.” Warum ist das so? “Aufgrund des Ultimate-Spirits! Wir haben nicht nur Respekt vor gegnerischen Teams, sondern hoffen sogar, dass unsere Gegenüber ihre Bestleistung abrufen. Ultimate macht allen am meisten Spaß, wenn beide Teams ein geiles Spiel abliefern.”
Zusammenhalt wird bei den Mosquitos groß geschrieben.
Der Schwarm bekommt Nachwuchs
Fünf Jahre nach der Vereinsgründung setzen die Mosquitos im Jahr 2013 dann einen Meilenstein, der massive Auswirkungen auf die Zukunft haben sollte. “Damals haben wir die richtungsweisende Entscheidung getroffen, in die Nachwuchsarbeit zu investieren”, weiß Klambauer heute.
Unter der Leitung von Jakob Salomon und unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium der Stadt entsteht zu dieser Zeit eine U15 und eine U20. “Heute sind die Spieler:innen dieser Teams unsere Stützen und bilden den Kern des Kaders”, unterstreicht Klambauer. Und dieser Kader ist mehr als nur konkurrenzfähig. Über die Sport Austria Finals 2022 und ein Ausscheidungsturnier in Tschechien schafften es die “Mücken” im Herbst des Vorjahres erstmals zu den European Championship Finals. Bei der Endrunde gelang dem jüngsten Team des Bewerbs – der Altersschnitt lag bei unter 20 Jahren – der Vorstoß ins “Elite Eight”, also unter die besten acht Teams Europas. Das ist auch gleichbedeutend mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte.
“Ohne konsequenter Nachwuchsarbeit wäre das unmöglich”, sagt der sportliche Leiter. Deshalb bleibe die Förderung der “Moskiddos”, so nennt der Klub seinen Nachwuchs, weiterhin im absoluten Fokus des heute auf 80 Mitglieder:innen angewachsenen Vereins. Wichtig für den auf Mixed-Bewerbe spezialisierten Verein: Die demographische Verteilung ist mit 40% Frauen und 60% Männern beinahe ausgeglichen. Im Vorstand unter Obmann Martin Fürst beläuft sich das Verhältnis auf 50:50.
Bei aller Qualität der “jungen Wilden” dürfe man aber auch die Routiniers nicht unerwähnt lassen, meint Klambauer. “Zu unseren Stützen zählen natürlich auch erfahrene Spieler:innen, die teilweise seit der Vereinsgründung dabei sind.” Die Klosterneuburger sind aber auch für ihre “Exporte” bekannt. Ein paar ehemalige Akteure gehen derzeit sogar für absolute europäische Spitzenteams im Ausland auf Titeljagd.
Aktuell unterhalten die Mosquitos neben vier Erwachsenen-Teams (2x Mixed, Männer und Frauen; Anm.) auch vier Mixed-Nachwuchs-Teams (U20, U17, U15, U13; Anm.) Die U20 und die U15 haben ihre jeweiligen Divisionen gewonnen. Nur in der Altersklasse U17 ist das zuletzt nicht gelungen, die U13 bestreitet noch keine Bewerbe.
“Was die Jugendarbeit betrifft, zählen wir zu den besten Vereinen in Österreich”, ist Klambauer überzeugt. Andere Expert:innen aus der Ultimate-Szene werden ihm recht geben. Zumal der Verein auf die Expertise von “Ultimate-Guru” Peter Scheruga zurückgreifen kann, der als Lehrer in Klosterneuburg tätig ist und laufend Schüler für den Sport begeistert.
Apropos: Mittlerweile ist auch das zweite Klosterneuburger Gymnasium auf den Ultimate-Zug aufgesprungen und bietet unverbindliche Übungen an. Alleine am Schulcup nahmen letztes Jahr 520 Kinder teil, 480 davon kamen direkt aus Klosterneuburg. Das Potenzial für neue Mitglieder:innen ist also riesig.
Vieles gelang den Klosterneuburger:innen bereits – aber alles noch nicht: Der Staatsmeister-Titel fehlt.
Sport Austria Finals: Traum von Gold
Angetrieben von der starken Nachwuchsarbeit und ersten internationalen Erfolgen hat der Verein mittlerweile Lust auf mehr: Seit 2022 gibt es auch eine eigene Discgolf-Sektion und im Ultimate-Bereich strebt man nach noch größeren Zielen.
Nach zwei zweiten (2019, 2021) und drei dritten Plätzen (2015, 2017, 2018) soll bei den Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz nun der ganz große Wurf gelingen: “Ziel ist die Goldmedaille”, so Klambauer. Mit der Konkurrenz – namentlich Catchup Graz sowie den Wienern vom Wunderteam bzw. den Zombies – haben die Mosquitos nach Platz vier im Vorjahr ohnehin noch eine Rechnung offen. Gelingen soll dies mit einem Kader, der ausschließlich aus Eigenbauspieler:innen besteht.
Dass mit den Klosterneuburgern zu rechnen ist, unterstreicht auch Eventkoordinator Nikolaus Jauk: “Mit den Mosquitos hat sich ein Fixstern am österreichischen Frisbee-Himmel etabliert, der sich gerade durch das junge dynamische Team auszeichnet und in puncto Teamgeist und Zusammenhalt seinesgleichen in Österreich sucht.”
Im Juni gilt es für die Mosquitos also, abzuliefern und den Traum vom ersten Staatsmeistertitel wahrzumachen. Die Bewerbe im ASKÖ Sportcenter seien aber unabhängig vom Ausgang wichtig für den Ultimate-Sport, bekräftigt Klambauer: “Die Finals bieten uns eine einzigartige Plattform. Wir haben sonst nirgendwo die Möglichkeit, uns auf einer derart großen Bühne zu präsentieren und vor TV-Kameras zu spielen.”
Wenn ein UFO per Definition ein “nicht identifiziertes” oder “unbekanntes” Flugobjekt ist, dann müsste eine Ultimate-Frisbee-Scheibe demnach ein BFO, ein “bekanntes” Flugobjekt, sein – vor allem in Graz. Denn das 175 Gramm schwere Spielgerät aus Plastik ist in der steirischen Landeshauptstadt außerordentlich bekannt.
Nicht nur deshalb, weil Ultimate wie schon 2021 und 2022 wieder im Programm der Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz steht, sondern nicht zuletzt auch deshalb, weil die Lokalmatador:innen von Catchup Graz einmal mehr als Titelverteidiger:innen ins Turnier gehen. Seit 2018 sind die Steirer:innen das Maß aller Dinge im heimischen Ultimate-Sport. Sämtliche Meistertitel gingen seither an den Verein, so auch jene bei den bisherigen zwei Auflagen der Sport Austria Finals. Mit Catchup gilt es also auch heuer wieder “mitzuhalten”.
Ultimate ist Spektakel: Zwischen jede noch so kleine Lücke wird eine Scheibe geworfen.
Zwei Qualifikationsturniere – zwei Startplätze
In der wohl fairsten Mannschaftssportart der Welt – es gibt auch in internationalen Wettbewerben keine Schiedsrichter(!) – bahnt sich im Vorfeld der Finals wieder einmal ein Gerangel um die begehrten Startplätze bei den Staatsmeisterschaften an.
Neben den Top-4-Teams der Vorjahres-Finals (Catchup Graz, Wunderteam Wien, ZomBees Wien, Mosquitos Klosterneuburg; Anm.), die automatisch qualifiziert sind, kämpfen die übrigen Vereine aus ganz Österreich in zwei aufeinander aufbauenden Qualifikationsturnieren um die letzten beiden offenen Startplätze.
Die erste Hürde ist am 29. und 30. April im niederösterreichischen Hollabrunn zu bewältigen. Teilnahmeberechtigt sind all jene Teams, die beim Österreichischen Frisbee-Sport Verband (ÖFSV) gemeldet sind und sich fristgerecht für die Vorausscheidung angemeldet haben. Bis zu 14 Mannschaften könnten um den “Aufstieg” in die zweite Phase rittern, das wäre neuer Rekord.
Die Top-4 aus Hollabrunn qualifizieren sich für das zweite und entscheidende Qualifikationsturnier, wo sie am 20. und 21. Mai in Salzburg auf die gesetzten Innsiders Kundl und Disc-Fiction Klagenfurt treffen. Nur für die zwei besten Teams des Kräftemessens in der Mozartstadt gibt es ein Ticket für die Sport Austria Finals 2023.
Die Kärntner von Disc Fiction müssen in die Qualifikation – sind dort aber gesetzt.
“Finals haben sehr hohen Stellenwert”
Die Multisportveranstaltung in Graz genießt in der heimischen Ultimate-Szene jedenfalls einen sehr hohen Stellenwert. Nikolaus Jauk, seitens des Verbandes verantwortlich für die Koordination des Bewerbes bei den Finals, unterstreicht: “Die Finals haben für uns einen sehr hohen Stellenwert. Durch die Größe des Events ist eine Riesen Publicity gegeben. Zudem sind die Sportler:innen von der Atmosphäre begeistert.”
Auch abseits der Finals entwickelt sich Ultimate in kleinen, aber kontinuierlichen Schritten weiter. Der Europäische Verband organisiert mittlerweile eine Turnier-Serie, zu der regelmäßig auch österreichische Teams eingeladen werden. Laufend finden in Mitteleuropa außerdem quasi im Wochentakt kleinere und größere Turniere statt.
Die Anzahl der Aktiven steigt nach den Pandemie-Jahren langsam wieder an, Schulprojekte sollen dabei helfen, dass das so bleibt. Und so wandelt sich nach und nach auch das Image des Sports. “Wir kommen zunehmend weg von den Klischees, wir würden Plastikscheiben durch einen Park werfen, oder mit Hunden Frisbee spielen”, so Jauk.
Wer von Ultimate noch nicht überzeugt ist, kann sich am 10. und 11. Juni im ASKÖ Sportcenter überzeugen. Die Regeln sind einfach und schnell zu durchschauen: Für zwei siebenköpfige Teams geht es darum, die Flugscheibe durch Werfen und Fangen – ähnlich wie beim American Football – in eine Endzone zu bringen. Wer zuerst 15 Punkte erzielt, gewinnt. Da ausschließlich ein Mixed-Bewerb ausgetragen wird, stehen Frauen und Männer immer miteinander auf dem Feld. So einfach. So spannend. So fair.
Fairness pur: Auch der Mixed-Bewerb kommt – wie alle Ultimate-Verianten – ohne Schiedsrichter aus.
Nach einer langen Off-Season geht es für Österreichs Baseballer und Softballer:innen im April endlich wieder zurück aufs Feld. Auf viele Athlet:innen und vor allem auch auf die Austrian Baseball Softball Federation (ABF) wartet ein absolutes Highlight-Jahr 2023.
An nicht weniger als vier Europameisterschaften nehmen die ABF-Nationalteams in den kommenden Monaten Teil. Dazu kommen die Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz, bei denen die österreichischen Meister:innen im Slowpitch Softball (Mixed) ermittelt werden.
Richtig los geht es am 14. April, wenn der erste Spieltag der Baseball Bundesliga über die Bühne geht. Spätestens wenn die Softballerinnen am 29. April ihrerseits in die Bundesliga starten, ist die Saison „in full swing“.
U23-EM erstmals in Wiener Neustadt
Für die Nachwuchs-Nationalteams wird es im Sommer spannend. Den Auftakt machen die U12-Baseballer, die an der EM in Frankreich (5. bis 9. Juli) teilnehmen. Auch die U18-Softball-Mädchen sind für die EM, die von 20. Juli bis 5. August in Tschechien stattfinden wird, qualifiziert.
Zu einer Premiere kommt es zwischen 8. und 12. August. Österreich ist erstmals Ausrichter der U23 European Baseball Championships. Das ABF-U23-Nationalteam trifft in der Gruppe A, auf die Niederlande, Großbritannien und die Tschechische Republik. Jeweils ein Spiel pro Tag geht am Batsfield, Heimat der Schwechat Blue Bats, über die Bühne. Alle anderen Begegnungen steigen am Ducksfield, wo üblicherweise die Wiener Neustadt Diving Ducks zuhause sind.
Der Verband tritt als Veranstalter auf, unterstützt u.a. bei der Administration und Planung, und übernimmt die Kommunikation mit dem europäischen Verband. Die für den reibungslosen Ablauf notwendige Manpower kommt von den Vereinen, die zudem ihre Stadien zur Verfügung stellen. „Was die Organisation betrifft, geben die Ducks und die Blue Bats richtig Gas. Die U23-EM wird eine große Geschichte“, freut sich ABF-Generalsekretär Matthias Scheicher auf das Event.
Früher Nationalteam-Baseballer, heute Generalsekretär: Matthias Scheicher.
Österreich im europäischen Mittelfeld
Und wie stehen die Chancen auf heimische Erfolge? „Es ist alles möglich, aber wir haben sehr starke Gegner“, so Scheicher. Der 31-Jährige, selbst ehemaliger Nationalspieler, sieht den heimischen Base- und Softball ganz generell „auf einem guten Weg.“ Aber: „Uns fehlt es an Quantität. Verglichen mit anderen Nationen haben wir zu wenig Spieler und Spielerinnen.“ Vom Leistungsniveau her, liege Österreich im europäischen Mittelfeld – sowohl beim Baseball als auch beim Softball. Beide A-Nationalteams sind für die Europameisterschaften qualifiziert. Während die Frauen erst nächstes Jahr dran sind, nehmen die Herren in diesem Sommer zum dritten Mal in Folge eine Europameisterschaft im A-Pool in Angriff. Gepitcht und geschlagen wird von 24. September bis 1. Oktober in der Tschechischen Republik. „Das Pflicht-Ziel bei sämtlichen Endrunden ist eigentlich immer der Klassenerhalt und das Bonus-Ziel eine Top 8 Platzierung“, sagt Scheicher.
Der Verband ist über die Jahre gewachsen und hat seine Strukturen immer wieder verfeinert, um den Anforderungen und neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Dem langjährigen Präsidenten Rainer Husty stehen die Expert:innen (und gleichzeitig Vizepräsident:innen) Thomas Hartmann (Finanzen), Caroline Meriaux (Softball), Karl Miksch (Baseball) und Markus Mastny (Nachwuchs) zur Seite.
Die Geschäftsstelle verfügt mittlerweile bereits über fünf Mitarbeiter:innen. Erst kürzlich stillte der Vorstand mit der Einstellung von Alessandro Zoufal den Bedarf nach einem eigenen Ligakoordinator. Zwei Coaches beschäftigt der Verband ebenfalls. Beim ABF sieht man sich in dieser Konstellation für die kommenden Jahre gerüstet.
Besonderheit: Beim Slowpitch wird bei der Spieleröffnung von unten (und langsam) geworfen.
Slowpitch-Hattrick in Graz mit neuem Champion
Es gibt aber natürlich auch einige Konstanten – zum Beispiel was die Teilnahme an den Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz betrifft. Softball gehört in der Variante „Slowpitch“ bei den Finals in Graz zu den Fixstartern. Bei der dritten Auflage, die zwischen 7. und 11. Juni in der steirischen Landeshauptstadt ausgetragen wird, kämpfen zum ebensovielten Mal die besten Mixed-Slowpitch-Teams des Landes um die Softball-Krone. Die Besonderheit bei dieser Variante des beliebten US-Sportes? Erstens: Gepitcht wird von unterhalb der Hüfte und in einem hohen Bogen. Zweitens: Mindestens zwei Aktive im Line-Up müssen weiblich sein.
„Wir freuen uns einerseits, dass wir bis jetzt bei allen Sport Austria Finals dabei sein durften und andererseits auch jetzt schon auf alle zukünftigen Ausgaben. Das Turnier eignet sich ideal um unsere Österreichischen Meisterschaften im Slowpitch Mixed auszutragen. Ein guter Side Effect ist auch die mediale Aufmerksamkeit, die unser Sport im Zuge des Events bekommt“, so Scheicher abschließend.
Der Bewerb geht am 8., 9. und 10. Juni im Ballpark Graz über die Bühne. Titelverteidiger sind die Vienna Wanderers. Die Wiener:innen, die zudem auch die Staatsmeister-Titel im Baseball und Softball halten, stellen in diesem Jahr aber kein Team. Folgende acht Teams schicken sich somit an, neuer Österreichischer Meister im Slowpitch Mixed zu werden:
Vom 24. bis zum 26. März gastierte die Tischfußball-Elite in Wien. Rund zwei Monate bevor im Rahmen der Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz erstmals die offiziellen Staatsmeisterschaften zur Austragung gebracht werden, gingen im Plus Bowling Center Beheimgasse die dritten “Vienna Open” über die Bühne.
Beim Event, das zur ITSF Master Series des internationalen Tischfußball-Verbandes zählt, wurden auf 24 Garlando-Tischen insgesamt elf Disziplinen ausgespielt. 190 Aktive aus 14 Ländern waren am Start.
Favorit:innen-Siege und eine Überraschung
Die begehrten Einzel-Titel in den offenen Klassen holten sich die Weltranglisten-Fünfte Elli McDonald (AUT) und Kevin Hundstorfer (AUT), der im ITSF-Ranking auf Platz drei liegt.
Eine Überraschung gab es im Classic Doppel, wo Hunstorfer und Wolfgang Breuer (AUT) ihren Kontrahenten David Csar (AUT) und Giuliano Bentivoglio (BEL) unterlagen.
Bei den Mixed-Doubles marschierten die Top-Favorit:innen bis ins Finale durch. Die amtierenden Weltmeister:innen Marina Tabakovic (AUT) und Benjamin Willfort (AUT) behielten schließlich im Endspiel gegen Sophie Csar (AUT) und Hundstorfer (AUT) die Oberhand.
Willfort und Hundstorfer standen sich auch im Herren-Doppel-Finale gegenüber. Auch hier hatte Willfort mit Partner Daniel Burmetler (AUT) das bessere Ende für sich. Verena und Sabrina Rohrer (AUT) triumphierten bei den Frauen. Die beiden repräsentierten dabei den veranstaltenden Verein SU TFC Vienna Fooscats.
Das Ehepaar Rohrer (Mitte) sicherte sich den Sieg im Damen-Doppel.
“Niveau könnte bis zu den Sport Austria Finals noch steigen”
Beim Wiener Klub zog man nach dem Event ein positives Fazit. Auch ein kurzzeitig aufgetretenes Software-Problem taugte nicht als Stimmungskiller: “Unser Ziel war es, allen Teilnehmer:innen ein Turnier mit reibungsloser Organisation, kurzen Wartezeiten und jede Menge positiver Stimmung zu bieten – das ist uns gelungen. Auch das Feedback der Spieler:innen aus dem Ausland war durchwegs positiv”, sagt Obfrau-Stellvertreterin (und Doppel-Champion) Sabrina Rohrer. Nachsatz: “Aber wir wissen bereits, wo wir ansetzen können, dass es nächstes Jahr ein noch besseres Turnier wird.”
Auch die sportliche Qualität konnte sich sehen lassen, so die Organisatorin. Die Sport Austria Finals 2023 würden ihre Schatten bereits vorauswerfen. “Man hat gesehen, dass die Spieler:innen voll im Training stehen und sich vorbereiten. Ich glaube, dass das Niveau bis zu den Sport Austria Finals sogar noch steigen könnte”, so Rohrer.
Alle Sieger:innen der Vienna Open 2023:
Einzel (Männer): Kevin Hundstorfer (AUT)
Doppel (Männer): Benjamin Willfort (AUT) / Daniel Burmetler (AUT)
Classic Doppel: David Csar (AUT) / Giuliano Bentivoglio (BEL)
Mixed Doppel: Benjamin Willfort (AUT) / Marina Tabakovic (AUT)
Senioren: David Ziemann (GBR)
Senioren Doppel: David Ziemann (GBR) / Rhys Roberts (GBR)
Junioren: Laurin Breuer (AUT)
Junioren Doppel: Laurin Breuer (AUT) / Jan Kurz (AUT)
Open DYP: Philipp Mayerhofer (AUT) / Elisabeth Praetorius (GER)
Premiere: Erstmals Tischfußball-Coaches ausgebildet
Auch von Verbandsseite gab es im März Neues zu berichten: In Niederösterreich wurden die ersten zehn Übungsleiter in der Geschichte des Tischfussballbundes Österreich (TFBÖ) ausgebildet.
Vier Wiener, drei Tiroler, zwei Grazer und ein Niederösterreicher nahmen das Angebot des Verbandes wahr und erhielten nach drei intensiven Kurs-Tagen als erste heimische Tischfußball-Coaches überhaupt ihr offizielles Übungsleiter-Zertifikat.
Racketlon ist einer der Fixstarter bei den Sport Austria Finals. Die spektakuläre Schlägersportart – die die Disziplinen Tischtennis, Badminton, Squash und Tennisschläger vereint – steht in Graz seit der Premiere im Jahr 2021 am Eventprogramm. Ein Mann drückte den Bewerben im Rahmen der Sport Austria Finals bislang seinen Stempel auf: Michael Dickert, dreißigfacher Staatsmeister (elfmal davon im Einzel; Anm.), triumphierte in den Vergangenen beiden Jahren in Graz.
Überhaupt ist der 42-Jährige, der zusätzlich 2021 im Mixed (mit Martina Meißl) und 2022 im Doppel (mit Lukas Windischberger) Gold holte, bei den Finals in Einzel und Doppel noch ungeschlagen. Im Juni greift er nach dem Graz-Hattrick bzw. sogar nach dem Staatsmeisterschafts-Dutzend. Etwas mehr als zwei Monate vor dem Event spricht er im Interview über seine Motivation, das Alter und die Faszination Finals.
Michi, du bist in der Geschichte der Sport Austria Finals im Racketlon im Einzel und Doppel noch ungeschlagen. Wann reißt deine Serie?
Michael Dickert: Irgendwann sicher (lacht). Ich werde mich dieses Jahr noch intensiver auf die Finals vorbereiten. In welchen Bewerben ich antrete, ist noch nicht fix. Wenn ich fit genug bin, glaube ich, dass ich wieder Chancen habe, den Titel zu holen.
Mit Verlaub, aber: Spielt dein Alter überhaupt keine Rolle?
Dickert: Vom Speed her bin ich einigen jüngeren Athleten sicherlich unterlegen. Aber ich zehre noch immer von meiner Erfahrung und dem langjährigen Training, unter anderem mit dem früheren Weltmeister Christoph Krenn. Der Wechsel zwischen den Sportarten ist für mich leichter als für viele andere.
Wie wirkt sich die Erfahrung aus?
Dickert: Ich habe gelernt, anders auf herausfordernde Situationen zu reagieren und generell mental anders zu agieren. Ich treffe bessere Entscheidungen als früher, sehe alles ein bisschen relaxter.
Aber der “Finals-Hattrick” und der zwölfte Einzel-Staatsmeistertitel sind schon dein großes Ziel, oder?
Dickert: Wenn ich an so einem Turnier teilnehme, will ich es auch gewinnen. Den Anspruch und den Ehrgeiz habe ich. Aber wenn es nicht passiert, passiert es nicht. Ich bin 42 Jahre alt und habe natürlich auch andere Ziele im Leben. Ich mache mir keinen Druck.
Wie lange kannst du überhaupt noch auf diesem Niveau spielen?
Dickert: Es geht schon noch. Bei der letzten Weltmeisterschaft haben Luki (Anm.: Windischberger) und ich noch immer die Bronzemedaille geholt. Mir macht es einfach noch Spaß. Solange das so ist und mein Körper mitspielt, werde ich spielen.
Was – außer deine Titel – verbindest du mit den Sport Austria Finals?
Dickert: Das Event ist eine große Bühne für kleinere Sportarten und Verbände und für die Sichtbarkeit sehr wichtig. Es herrscht eine enorme Wertschätzung für Sportarten und Sportler:innen. Besonders ist auch die Atmosphäre in der Stadt. Ich sehe mir auch andere Bewerbe immer gerne an.
Du sagst, du bereitest dich in diesem Jahr wieder intensiver vor. Wie genau?
Dickert: Ich hatte im Januar eine Leistenbruch-OP und muss mich kontinuierlich an meine Topform herantasten. Zunächst habe ich unter anderem durch regelmäßiges Padel spielen Grundlagen aufgebaut. Seit März trainiere ich wieder alle vier Racketlon-Schlägersportarten. Vorwiegend mit Spezialisten, um vor allem die sportartenspezifische Fitness aufzubauen.
Danke für das Interview und viel Erfolg bei den Sport Austria Finals!
Nachdem am vergangenen Wochenende im Rahmen der “International Cheer Masters” 2023 in der Südstadt die letzten noch offenen EM-Tickets vergeben wurden, hat der Österreichische Cheerleading & Cheer Performance Verband (ÖCCV) am Mittwoch sein Aufgebot für die ICU European Cheerleading Championships 2023 nun offiziell nominiert. Die Europameisterschaften, an denen ausschließlich Vereinsmannschaften teilnehmen, finden von 30. Juni bis 2. Juli in Verona (Italien) statt.
“Die ICM haben deutlich gezeigt, wie stark Österreichs Cheerleading- und Performance Cheer-Teams sind. Wir sind sehr stolz, dass sich 17 Teams für die Europameisterschaft qualifiziert haben und wir in allen Kategorien um Medaillen kämpfen können”, so ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer.
Elf Medaillen-Chancen! Das ÖCCV-Aufgebot*:
A) Cheerleading Youth Median All Girl:
1. G3 Royals | Projekt Spielberg Graz Giants
2. ÖBV Classy Dragons | ÖBV Danube Dragons Cheerleading
(*) Die Teams haben bis zum 30. März 2023 Zeit, ihre Nominierung offiziell anzunehmen.
Sport Austria Finals & WM werfen ihre Schatten voraus
Die ICM und die bevorstehenden ICU European Cheerleading Championships sind nicht die einzigen Top-Veranstaltungen im Highlight-Jahr 2023. Der ÖCCV nimmt auch in diesem Jahr wieder die World Cheerleading Championships in Orlando (USA) in Angriff – unter anderem in der Kategorie Senior Premier (Level 6), der “Königsklasse” des Cheerleading. Insgesamt reisen acht Cheerleading- bzw. Performance-Cheer-Nationalteams für die Wettkämpfe, die zwischen 19. und 21. April stattfinden, nach Florida.
Ein weiterer Höhepunkt im Cheerleading-Kalender: Die Sport Austria Finals 2023 in Graz (7. bis 11. Juni). Nach der offiziellen Aufnahme als assoziiertes Mitglied in die Sport-Austria-Familie ist die die Teilnahme an der Multisportveranstaltung für den jungen Verband etwas ganz Besonderes.
Die “International Cheer Masters” 2023 (ICM) waren ein voller Erfolg. Nicht nur Österreichs Cheerleading und Cheer Performace Verband (ÖCCV) präsentierte sich (beim ersten Event nach der Anerkennung des Verbandes durch die Sport Austria; Anm.) von seiner besten Seite.
Auch die rund 1.300 Athlet:innen aus dem In- und Ausland legten sich ordentlich ins Zeug. Nachdem die Cheerleaderinnen ihre Masters-Champs und EM-Qualifikanten ermittelt und die Nationalteams ihre – derzeit noch streng geheimen – WM-Routines erstmals vor Publikum präsentiert hatten, rundeten die Performance-Cheer-Bewerbe am Sonntag das Top-Event in der Südstadt ab.
Im Unterschied zum Cheerleading geht es beim Performance Cheer weniger um Akrobatik und spektakuläre Hebefiguren inklusive “Flugshows”, sondern um eine tänzerische, präzise und synchrone, sowie technisch schwierige Performance. Kein Unterschied bestand jedenfalls in der Wertigkeit der Bewerbe, denn auch standen neben den Masters-Titeln auch nicht weniger als die EM-Tickets auf dem Spiel.
Performance Cheer: Großer Sport am Schlusstag der International Cheer Masters 2013
ICM-Titel in “Seniors”-Kategorien gehen nach Wien
Insgesamt performten beim krönenden ICM-Abschluss 46 Teams in 20 Kategorien. Nicht nur die heimische Performance-Cheer-Elite war am Start. Auch Vereine aus Ungarn, Slowenien, Kroatien und Polen mischten mit. Der Performance Floor in der BSFZ Arena glühte jedenfalls noch einmal gewaltig und die Fans kamen voll auf ihre Kosten.
Bei den “Seniors” räumten die Milleniumdancers (Jazz; Pom; Doubles Pom) gleich dreimal ab. Auch die Premium Dancers (Hip Hop) dürfen sich über einen ICM-Titel in der offenen Klasse freuen.
Über die Nominierungen für die ICU European Cheerleading Championships, die von 30. Juni bis 2. Juli in Verona (Italien) stattfinden, informiert der ÖCCV in den kommenden Tagen.
Am kommenden Wochenende (18./19. März) erfolgt in der Südstadt der Startschuss zur Cheerleading-Saison – und das gleich mit dem (nach den Sport Austria Finals) zweitgrößten heimischen Event.
Bei den “International Cheer Masters 2023” (ICM) performen an den zwei Wettkampftagen mehr als 100 Teams aus dem In- und Ausland. Abgerundet wird die Veranstaltung durch ein Rahmenprogramm der Extraklasse, bei dem die österreichischen Cheerleading-Nationalteams erstmals Einblicke in ihre WM-Performances geben.
Fan-Ansturm auf die Südstadt
Knapp 1500 Athlet:innen geben in diesem Jahr in verschiedenen Kategorien ihr Können zum Besten. Die ICM sind zudem ein wahrer Fan-Magnet. Die Tickets waren in weniger als 30 Minuten restlos ausverkauft, auf der Ticketplattform war die Veranstaltung der Topseller. “Auch, wenn uns der enorme Andrang überrascht und dementsprechend auch vor einige Herausforderungen gestellt hat, überwiegt natürlich der Stolz und die Freude, so eine große und loyale Community zu haben. Für zukünftige Veranstaltungen müssen wir bei der Auswahl der Location jedenfalls darauf achten, die Nachfrage nach Tickets auch bedienen zu können”, so ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer.
Trotz der Unterteilung des Events in sechs Zeitblöcke zu je 500 Zuseher:innen überstieg die Nachfrage die Anzahl der aufgelegten Tickets bei weitem. Darum wird in Zusammenarbeit mit SportPass Austria kurzerhand ein Livestream zur Verfügung gestellt.
Zum Saisonauftakt im Rahmen der ICM trifft die gesamte Cheerleading-Szene zusammen. Die kleinsten Teilnehmer:innen des Events sind gerade einmal sechs Jahre alt und starten in den Kategorien “Tiny” sowie “Mini”. Das unterstreicht die Aufbauarbeit, mit der der ÖCCV und seine Vereine die Zukunft des Leistungssports Cheerleading sicherstellen. Denn der Weg nach oben kann mitunter kurz sein: Im Cheerleading und im Performance-Cheer sind EM- und WM-Teilnahmen bereits ab dem Alter von zwölf Jahren möglich.
Neben der Vergabe der ICM-Meistertitel entscheidet in den jeweiligen Cheerleading- und Performance-Cheer-Kategorien die Platzierung in der Südstadt auch über die Qualifikation für die diesjährigen ICU European Cheerleading Championships, die von 30. Juni bis 2. Juli in Verona (Italien) stattfinden. Österreichs Teams greifen dort nach der insgesamt vierten EM-Medaille nach Bronze in den Jahren 2014, 2017 und 2022.
Große Nationalteam-Show im Anschluss an Meisterschaften
Das Highlight und damit den krönenden Abschluss der ICM bilden am Sonntag die Auftritte der österreichischen Cheerleading-Nationalteams. Für die Performances der ÖCCV-Auswahlen, die in der Südstadt außer Konkurrenz ihr großes Saison-Debüt vor Publikum geben, sind auch nach wie vor Tickets verfügbar.
Die Fans erwarten dabei erste Einblicke in jene Performances, mit denen die Nationalteams Mitte April bei den Weltmeisterschaften in Orlando (Florida, USA) an den Start gehen. Insgesamt ist Österreich bei den ICU Cheerleading Worlds mit acht Cheerleading- und Performance-Cheer-Teams vertreten – unter anderem in der Kategorie Senior Premier (Level 6), der “Königsklasse” des Cheerleading.
Offizielle Anerkennung durch Sport Austria
Den ersten Meilenstein hat der ÖCCV bereits vor Saisonstart erreicht. Nachdem der Weltmeistertitel von 2022 den Prozess vor rund einem Jahr ins Rollen gebracht hatte, war es am 7. März 2023 so weit: Einen Tag vor dem Internationalen Weltfrauentag wurde der Österreichische Cheerleading & Cheer Performance Verband offiziell als assoziiertes Mitglied in den Kreis der Sport Austria aufgenommen. Cheerleading und Performance Cheer sind damit in Österreich offiziell als eigenständige Sportarten anerkannt.
“Das ist der Lohn unserer sportlichen Entwicklung, zu der wir alle beigetragen haben”, freut sich die ÖCCV-Präsidentin im Namen aller Athlet:innen und Funktionär:innen.
Im Rahmen der dritten Austragung der Multisportveranstaltung in Graz ist der Tischfußballbund Österreich (TFBÖ) in diesem Jahr erstmals am Start und krönt dabei offiziell seine Staatsmeister:innen.
Möglich geworden ist dies vor allem durch die Aufnahme des Tischfußballs als offizielle Sportart durch die Sport Austria im Oktober des Vorjahres. “Wir haben seit unserer Gründung im Jahre 2002 darauf hingearbeitet, als offizielle Sportart anerkannt zu werden”, sagt TFBÖ-Präsident Andreas Fercher.
Der letzte Puzzlestein auf dem Weg zum Status als sogenanntes “assoziiertes Mitglied” der Sport Austria war die Installierung eines Aus- und Fortbildungsprogramms für Trainer:innen.
Weltmeister und CL-Sieger: Österreich bildet die Elite
Andere wesentliche Kriterien hatte der TFBÖ mit seinen 32 Vereine und schätzungsweise 800 Spieler:innen aber bereits lange zuvor (über)erfüllt. International zum Beispiel zählen Österreichs “Wuzzler:innen” zur absoluten Spitze. Die TFBÖ-Auswahl ist amtierender Team-Weltmeister, der TFC Pielachtal avancierte vergangenen Herbst zum ersten heimischen Champions-League-Sieger bei den Männern, während der TFC Hotshots Graz bereits dreimal die Königsklasse bei den Frauen für sich entscheiden konnte. Auch ein Blick auf die diversen Weltranglisten zeigt: Österreichs Tischfußball ist top!
Spätestens mit den internationalen Erfolgen dürfte das “Balankan” (kärntnerisch) bzw. der “Drehfußball” (steirisch) das Image vom Kneipensport abgelegt haben. Jedenfalls zählt kein Kneipenturnier für die Weltrangliste, wo die TFBÖ-Spieler:innen aber in so gut wie jeder Kategorie Top-Positionen bekleiden.
Sport Austria Finals als Highlight im TFBÖ-Kalender
Kurz gesagt: Von 7. bis 11. Juni findet sich ein guter Teil der absoluten Tischfußball-Weltelite in Graz ein. Vergeben werden die Staatsmeistertitel in mehreren Kategorien, darunter natürlich auch im Einzel und Doppel – bei Männern und Frauen. Gespielt wird auf Tischen der Hersteller Garlando und Leonhart, grundsätzlich im best-of-five, wobei man für einen Satzgewinnen fünf Tore benötigt.
TFBÖ-Präsident Fercher freut sich – wie die Aktiven – auf das Highlight in Graz: “Abgesehen von der medialen Präsenz, die der Tischfußball-Sport in Österreich alleine niemals bekommen würde, freuen wir uns vor allem auf die Atmosphäre in der Stadt und auf das Zusammentreffen mit Athlet:innen anderer Sportarten.”
Bis es so weit ist, ist im Verband aber keinesfalls Pause angesagt: Neben einigen Landesmeisterschaften steht mit den Vienna Open (24. bis 26. März) auch noch ein großes Ranglisten-Turnier auf dem Weg zu den Sport Austria Finals 2023 auf dem Programm. Außerdem soll im Mai der Startschuss für ein Schulprojekt erfolgen, um auch den Nachwuchs mehr und mehr für den Sport zu begeistern.
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