„Die Kraftübertragung passiert durch Gewichtsverlagerung, dann arbeiten im Arm alle Gelenke.“
Florian Lingenhel zeigt am Freitag-Vormittag live im Finals-Studio vor dem Landestheater, wie ein perfekter Disc-Golf-Wurf aussieht.
Der Lokalmatador von der „ScheibenWG“ muss es wissen, ist er doch amtierender Staatsmeister in der Frisbee-Variante. Das Unternehmen Titelverteidigung auf dem spektakulären Pop-Up-Kurs in Seefeld startet für den Tiroler allerdings frühestens morgen. Runde eins musste aufgrund des starken Regens abgesagt werden.
„Die Entscheidung war richtig, alle Spieler:innen tragen sie mit“, unterstreicht Lingenhel. Die Absage sei alternativlos gewesen. „Bei den Regenmengen? Keine Chance! Aber der Verein leistet Höchstarbeit, dass ab morgen gespielt werden kann.“
Rund um die 18 Bahnen ist in Seefeld für Besucher:innen einiges geboten – unter anderem eine Mitmach-Station. Wer die Regeln nicht kennt, für den hat Lingenhel eine Kurzzusammenfassung parat: „Die Grundregeln und Grundbegriffe sind dieselben wie im Golf. Wer damit vertraut ist, weiß auch bei uns, worum es geht.“ Gespielt wird allerdings nicht auf Löcher, sondern auf Fangkörbe.
Die erste Entscheidung des dritten Wettkampftages ist gefallen – und sie bringt den Tischfußballern Stefan Burmetler und Jakob Heinreichsberger „Gold“ – im wahrsten Sinne des Wortes.
Die Niederösterreicher setzen sich im Classic-Doppel in einem hochklassigen Finale gegen Kevin Hundstorfer und Wolfgang Breuer mit 3:1 durch. Im ersten Satz erwischen Burmetler/Heinreichsberger ihre Konkurrenten gleich am falschen Fuß und holen am Garlando das Break.
Auf Leonhart, ihrem „Heimtisch“, lassen sie anschließend nichts anbrennen und stellen auf 2:0. Doch Hundstorfer/Breuer geben sich nicht geschlagen, holen den Pflicht-Satz auf Garlando und erzwingen im vierten Satz auf dem deutschen Modell einen Entscheidungsball. Doch anstelle des Satzausgleichs verwerten Burmetler/Heinreichsberger ihren dritten Matchball zum Sieg, der beiden Siegern 7,5 Gramm einbringt. Die unterlegenen Finalisten müssen sich mit je 5 Gramm des Edelmetalls trösten.
„Wir sind total glücklich mit dem Titel. Wir haben zum ersten Mal zusammengespielt und es hat gleich so gut geklappt“, freut sich Burmetler. Der 17-Jährige analysiert: „Ausschlaggebend war, dass wir mehr Ballbesitz hatten und Jakob auf der Dreier-Reihe sehr gut scoren konnte.“
Bronze, und damit immerhin noch jeweils 2,5 Gramm Gold gehen an Markus Schützenhofer und Markus Rosicky.
Am Freitag-Abend folgen die Entscheidungen in den Einzel-Bewerben der Damen und Herren.
Der zweite Tag der Racketlon-Bewerbe bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien stand ganz im Zeichen der Doppel-Bewerbe. Bei den Damen, den Herren und im Mixed setzen sich jeweils die Favoriten durch.
Hattrick für Olsacher/Bugl
In der Sportanlage Reichenau gelingt Irina Olsacher und Bettina Bugl, die schon 2022 und 2023 triumphiert hatten, der „Titel-Hattrick“ im Damen-Doppel. Die Paarung muss in keinem einzigen Match ins Tennis-Duell, entscheidet die Begegnungen allesamt bereits im Squash.
Für Olsacher ist es an einem intensiven Racketlon-Tag nicht der einzige Titel. Die Ost-Tirolerin holt sich mit ihrem Lebensgefährten Emanuel Schöpf in ebenso souveräner Manier auch den Titel im Mixed-Doppel. Die beiden Spieler vom SV Nußdorf-Debant verteidigen damit den 2023 in Graz eroberten Titel.
„Es fühlt sich gut an, die Favoritenrolle in beiden Bewerben bestätigt zu haben“, sagt die Olsacher. „Man durchlebt immer mal wieder eine kurze schwächere Phase, aber schlussendlich waren beide Siege souverän.“
Souverän: Irina Olsacher und Emanuel Schöpf.
Dickert/Windischberger holen Titel zurück
Im Herren-Doppel holen sich Michael Dickert und Lukas Windischberger ihren Doppel-Titel zurück. Windischberger, der im Finale des Vorjahres verletzungsbedingt aufgeben musste, hat seine Arm-Probleme diesmal besser im Griff.
Nach einem klaren Auftaktsieg über Roland Pichler/Stefan Urban kommt es im Semifinale zum Duell mit Marcel Weigl. Der Vorjahressieger und RFA-Präsident ist diesmal mit Philipp Patzelt am Start, nachdem Florian Harca verletzungsbedingt passen muss. Dickert/Windischberger spielen stark, brauchen im Tennis dann lediglich fünf Punkte zum Finaleinzug.
Im Endspiel kommt es zum Duell mit der Tiroler Paarung Emanuel Schöpf/Hans-Peter Waltl, aber auch die letzte Hürde nehmen die Favoriten souverän. „Die Vorentscheidung war die starke Leistung von Lukas im Squash, was ja seine Spezialdisziplin ist“, analysiert Dickert, der sich eventuell in Zukunft einen neuen Partner suchen muss.
„Es war megacool, noch einmal mit Lukas gemeinsam am Platz zu stehen“, lässt Dickert im Sieger-Interview anklingen, dass Windischberger über ein Ende seiner Racketlon-Karriere nachdenkt.
Am Samstag stehen die Team-Bewerbe auf dem Programm, am Sonntag die mit Spannung erwarteten Einzel. Dickert greift nach seinem 13. Staatsmeistertitel.
Am zweiten Tag der Softball-Slowpitch-Bewerbe sieht es zwar lange Zeit so aus, als müssten die Schläger im Dugout bleiben, am späten Nachmittag kann aber dann dennoch noch gespielt werden.
Der Grunddurchgang geht schlussendlich mit einem Sieg der Witches & Bandits Linz zu Ende. Die Oberösterreicher:innen bleiben damit seit Bestehen der Sport Austria Finals ungeschlagen und bestreiten morgen um circa 17:00 Uhr das Finale.
Dorthin wollen auch die Grunddurchgangs-Zweiten Dornbirn Indians. Das Team aus Vorarlberg steht in der Vorschlussrunde (15:00 Uhr), wartet aber noch auf seinen Gegner. Der wird zwischen den Rubberducks Wiener Neustadt und der SG Crazy Geese Rohrbach/Racoons Stockerau (13:00 Uhr) ermittelt.
Die Sport Austria Finals 2024 powered by Österreichische Lotterien sind spätestens ab heute in vollem Gange.
Nach der fulminanten Eröffnungsfeier und dem sportlichen Startschuss durch die Orientierungslauf-Elite am Mittwoch-Abend gibt es zu Fronleichnam gleich in zehn Sportarten Entscheidungen.
Auch am Feiertag in vollem Einsatz ist das sogenannte „Branding-Team“ der Sport Austria Finals rund um Georg Höfner-Harttila. Als Teil eines achtköpfigen Teams macht er sämtliche 21 Sportstätten in und um Innsbruck dieser Tage „Finals-fit“.
Mit vereinten Kräften gilt es, 700 Werbemittel – darunter unter anderem Blow-Ups, Banner, Beach-Flags oder Transparente – anzubringen, um den Hallen, Stadien und Freiflächen das typische Flair von Österreichs größter Multisportveranstaltung „einzuhauchen“. „Wir sind täglich im Einsatz“, verdeutlicht Höfner, dass nicht alle Venues in einem Zug gebrandet werden können.
Georg Höfner-Harttila und Laura Arndorfer bei der Arbeit.
Planung ist die halbe Miete
„Nachdem wir am Vorabend nach intensiver Planung die Busse beladen haben, klappern wir am nächsten Tag in zwei Vierer-Teams die verschiedenen Sportstätten ab“, erklärt der Sport-Austria-Mitarbeiter. Tatsächlich muss schon beim Beladen der Lieferwägen jeder Handgriff sitzen, damit es beim Ausladen und folglich beim Aufbau an den Venues zu keinen Verzögerungen kommt. „Wir müssen sehr strategisch denken.“
Vor Ort hat das Branding-Team dann auch diverse Herausforderungen zu lösen. Höfner benennt ein paar davon: „Einerseits gilt es, sich mit den Verbänden kurzzuschließen, Synergien zu nutzen und auch deren Werbemittel beim Aufbau zu berücksichtigen. Andererseits müssen wir sie natürlich so anbringen, dass unsere Sponsoren und Partner dann auch perfekt im Bild sind, wenn Fotografen und TV-Anstalten das Event begleiten.“
Außerdem sei auch Flexibilität gefordert. „Jede Sportstätte ist unterschiedlich, manchmal kann und muss man kreativ sein, oft hat man aber auch einfach weniger Möglichkeiten.“ So sei es beispielsweise in Hallen mit glatten Wänden schwer, Transparente zu befestigen, erklärt der Experte.
Die Finals sind überall.
Nie ohne mein Team
Hinter den perfekt in Szene gesetzten Venues steckt also viel harte Arbeit. „Alles steht und fällt mit dem Team. Du brauchst richtig gute Leute – und die haben wir“, streut Höfner seinen Volunteers Rosen. Und auf noch etwas ist er stolz: „Wir haben das Team aus Graz mit nach Innsbruck nehmen können.“ Das zeige das Engagement und die Leidenschaft der Helfer:innen.
Eine von ihnen ist Laura Arndorfer. Üblicherweise arbeitet die Wienerin für den Österreichischen Ruderverband im Bereich Marketing & Kommunikation. Der erfahrene Volunteer, der 2023 noch Teil des Medien-Teams war, wechselte für die Finals in Tirol nun nach draußen. „Die Erfahrung aus dem letzten Jahr war sehr cool, es hat mir riesigen Spaß gemacht. Dieses Jahr wollte ich mehr an den Sportstätten sein, um die Finals wieder aus einer neuen Perspektive kennenzulernen“, erklärt die 27-Jährige.
Am Sonntag enden die Sport Austria Finals für 6.500 Athlet:innen. Für Höfner, Arndofer & Kolleg:innen geht es dann wieder „von vorne“ los, denn auch beim Abbau ist wieder das Branding-Team im Einsatz.
„Auf dem Weg von Graz nach Innsbruck hat sich bei uns enorm viel getan“, sagt Thomas Wagner. Der Präsident des Tischfußballbundes Österreich (TFBÖ) erzählt allerdings nicht von einer ereignisreichen Autofahrt.
„Der Weg“ ist vielmehr als Metapher für die positiven Entwicklungen zu verstehen, die der heimische Tischfußball seit seiner Finals-Premiere vor einem Jahr in Graz genommen hat. An Fronleichnam kehrten Österreichs „Wuzzl“-Asse nun also Innsbruck zurück auf die „Bühne“ der Sport Austria Finals powered by Österreichsiche Lotterien – die „Bilanz“ fällt somit positiv aus.
(Goldene) Strukturen
„Wir haben als Verband und als Sportart eine gute Entwicklung hingelegt. Im Junior:innen-Bereich haben wir ein stetiges Wachstum, wir sind erfolgreich und auch in den Medien vermehrt vertreten“, so Wagner. Die Liste an neuen und erfolgreichen Projekten und Initiativen ist lang und beinhalte beispielsweise auch eine Schulsport-Offensive oder eine Förderung für neu gegründete Vereine. Demnächst soll auch der oder die erste Angestellte den TFBÖ-Präsidenten unterstützen.
Auch Hauptsponsor philoro Edelmetalle GmbH ist weiterhin an Board. „philoro unterstützt uns nicht nur mit jeder Menge Preisgeld, sondern auch im Aufbau sowie der Stärkung der Vereins- und Verbandsstrukturen“, erklärt der Pielachtaler.
TFBÖ-Präsident Thomas Wagner freut sich, mit philoro einen starken Partner hinter sich zu haben.
Im Elite-Bereich zählen Österreichs Top-Spieler:innen weiterhin zur Weltspitze. Bei den Damen gibt es mit Elli McDonald (8.) derzeit eine Top-Ten-Spielerin, bei den Herren mischt Stefan Burmetler (2.) derzeit die Stars auf. Zuletzt siegte der erst 17-Jährige beim wichtigsten Turnier Nordamerikas in Dallas gegen den US-amerikanischen Weltranglistenersten auf dessen Heimtisch. Generell sprechen die Ergebnisse bei großen Turnieren für Österreichs Tischfußballer:innen. Das Herren-Nationalteam ist amtierender Weltmeister, der TFC Pielachtal zweimal in Serie Champions-League-Sieger.
Österreichische Weltklasse
„Wir können stolz darauf sein, seit 15 Jahren zu den Top-5-Nationen der Welt zu gehören. Derzeit sind wir sicher in den Top-3, aber nicht nur was das Sportliche betrifft sondern auch im organisatorischen Bereich“, verdeutlicht Wagner. 2023 fand die Garlando World Series in St. Pölten statt – Burmetler avancierte zum jüngsten WS-Champion der Tischfußball-Geschichte. 2024 kehrt das Mega-Event zurück in die niederösterreichische Landeshauptstadt. „Wir haben den Blinker draußen und sind auf der Überholspur.“
Dass sich „etwas tut“, ist auch den rund 100 Spieler:innen nicht entgangen, die am Donnerstag die Sport Austria Finals in Angriff nahmen. So wie Marina Tabakovic, zusammen mit Benjamin Willfort, amtierende Mixed-Weltmeisterin: „Das Niveau wird immer besser, wir haben international tolle Ergebnisse vorzuweisen. Insgesamt geht es in die richtige Richtung, das freut auch uns Sportlerinnen und Sportler.“
Elli McDonald ist derzeit die achtbeste Spielerin der Welt.
Begeisterung bei Finals, Freude am Spiel – auch bei Hans Niessl
Vom Finals-Konzept ist die Grazerin nach wie vor überzeugt, auch wenn das Event nun den Weg nach Innsbruck gegangen ist. „Ich bin von den Finals begeistert und freue mich jedes Jahr auf das Event.“
McDonald schlägt in dieselbe Kerbe: „Bei Events, wie den Sport Austria Finals kann Tischfußball wachsen. Wir können uns vorstellen und zeigen, wie cool unser Sport ist.“ Die Oberösterreicherin sieht die gesamte „Wuzzl“-Szene auch aufgrund der Persönlichkeiten auf einem guten Weg. „Wir haben Spielerinnen und Spieler, die Geschichten zu erzählen haben und für die Medien interessant sind“, weiß McDonald.
Für alle Interessierten, die auf den „Zug“ aufspringen wollen und Teil des Tischfußball-Hypes werden wollen: „Es ist nie zu spät“, unterstreicht der TFBÖ-Präsident. „Tischfußball ist Spaß pur. Es ist für jedermann und jede Frau leicht zu erlernen und sofort spielbar. Egal, ob groß, klein, dick oder dünn, die Freude am Tischfußball ist sofort da. Unsere Vereine freuen sich über neue Mitglieder.“
Ob Hans Niessl einem Verein beitreten wird, hat er bei einem spontanen Besuch in der Tischfußball-Halle nicht verraten. Ein Showmatch mit Star-Spieler Stefan Burmetler brachten den Sport Austria-Präsidenten aber an seine Leistungsgrenze. „Ich habe zum ersten Mal Tricks und Kniffe auf Weltklasse-Niveau gesehen und war sehr beeindruckt.“
Agnes Prammer (Abg. z. NR.) und Sport Austria-Präsident Hans Niessl mussten sich Weltklasse-Spieler Stefan Burmetler (li.) nach hartem Kampf geschlagen geben.
Österreichs Tischfußball-Elite lieferte in der Innsbrucker USI-Sporthalle einen packenden ersten Turniertag. Die Doppel-Bewerbe Mixed bzw. Classic (Herren & Damen) zogen sich bis in die späten Abend- beziehungsweise Nachtstunden und boten Spannung bis zum letzten Ball.
Defekter Tisch sorgt für willkommene Pause
Die amtierenden Mixed-Weltmeister:innen Marina Tabakovic und Benjamin Willfort marschierten ebenso wie Sophie Jobstmann und Kevin Hundstorfer mit jeweils nur einer Niederlage bis ins Finale durch. Vor dem Endspiel kam es dann aufgrund einer defekten Stange zu Verzögerungen. Der Reparatur-Trupp musste anrücken, aber dann war der Tisch freigegeben.
Defekt! Mit der Bohrmaschine war das Drehen ausnahmsweise erlaubt – und erwünscht.
Jobstmann/Hundstorfer, die im Vorjahr Silber gewannen, starteten konzentriert ins Gold-Match und holten sich auf dem Garlando die 1:0-Führung. Die Vorentscheidung fiel dann auf dem von Tabakovic/Willfort favorisierten Leonhart, wo Jobstmann/Hundstorfer das break zum 2:0 gelang. Schlussendlich ließen die Sieger von 2022 nichts mehr anbrennen und holten sich durch einen 3:0-Erfolg den Österreichischen Meistertitel zurück.
„Wir haben es nach unserer Niederlage zu Turnierbeginn diesmal taktischer angelegt“, sagte Jobstmann. „Die Defensive war ein Schlüssel zum Erfolg. Und wir hatten auch ein bisschen Glück“, ergänzte Hundstorfer. Die Umbauarbeiten am Final-Tisch kamen beiden Teams nach einem langen, intensiven Turniertag gelegen. „Wir waren froh über die Pause“, sagte das Final-Quartett. „Es war trotz des 0:3 ein sehr enges Spiel. Es hätte auch anders ausgehen können. Wir haben unser Bestes gegeben, es hat aber leider nicht gereicht“, resümierte Tabakovic. „Wir haben ähnlich stark gespielt wie Sophie und Kevin, aber sie haben in den entscheidenden Momenten die Tore gemacht.“
Platz drei im Mixed ging an die Vorjahressieger:innen Melissa Mosser und Stefan Burmetler, die Verena Rohrer und Wolfgang Breuer besiegten.
Knisternde Atmosphäre beim Finale.
Classic-Doppel an ebenfalls an Jobstmann
Für Jobstmann endete der erste Turniertag dann spät abends mit einem weiteren Titel. Die Wienerin holte gemeinsam mit Astrid Franz den Titel im Classic-Doppel der Frauen. Im Finale setzte sich das Duo gegen Elli McDonald/Marisa Kobler durch. Die Herren haben ihr Classic-Finale auf Freitag vertagt – Stefan Burmetler/Jakob Heinreichsberger treffen auf Kevin Hundstorfer/Wolfgang Breuer.
Morgen folgen außerdem die mit Spannung erwarteten Einzel-Bewerbe. Titelverteidiger sind Hundstorfer und Julia Holler.
Sie ist mit 19 Medaillen bei Großereignissen eine der erfolgreichsten Para-Skifahrerinnen aller Zeiten, siebenfache Sportlerin des Jahres mit Behinderung und Trägerin des Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich – und sie bereichert in ihrer neuen Funktion jetzt erstmals auch die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien. Die Rede ist natürlich von Claudia Lösch.
Der 35-Jährige ist seit wenigen Monaten Leiterin des Volunteer Team Tirol (VTT) und koordiniert einen Pool von rund 2.000 Freiwilligen, die den Veranstaltern von (Sport-)Großveranstaltungen in verschiedenen Bereichen unter die Arme greifen.
„Bandbreite an Persönlichkeiten“
„Am meisten Spaß macht mir, dass ich mit so vielen Menschen zu tun habe, die alle unterschiedlich sind“, zeigt sich Lösch begeistert von der „vollen Bandbreite an Persönlichkeiten“, die von 18-Jährigen Neulingen bis hin zu Volunteer-Legenden wie Helmut Figallo, der schon bei den Olympischen Spielen 1964 und 1976 im Einsatz war, reicht.
Aus ihrem großen Pool an freiwilligen Helfer:innen stellt die gebürtige Wienerin 31 Frauen und Männer für die „Woche der Entscheidungen“ ab. Die Finals profitieren damit direkt von der jahrelangen Erfahrung der VTT bei Top-Events wie zum Beispiel den Weltmeisterschaften im Klettern (2022) oder Straßen-Radsport (2018).
Claudia Lösch ist für die Sport Austria Finals das Bindeglied zu 31 Volunteers.
Für Lösch, die vor sechs Jahren über ein Praktikum zur Olympiaworld (Olympia Sport- und Veranstaltungszentrum Innsbruck GmbH) stieß, sind die Sport Austria Finals nun das erste Großevent in der Volunteer-Verantwortung. Vom Konzept zeigt sie sich angetan. „Ich habe die Finals immer als coole Veranstaltung wahrgenommen. Sie sorgen dafür, dass die Öffentlichkeit auch von Sportarten Notiz nimmt, die ansonsten nicht im Mittelpunkt der Wahrnehmung stehen“, betont Lösch.
Die Veranstaltung werde vom Umzug in ihre Wahl-Heimat profitieren. „Innsbruck ist eine Sportstadt. Wir haben vielleicht nur ein Drittel der Einwohnerzahl von Graz, aber wir können zumindest für die gleiche Stimmung sorgen“, so die ehemalige Wintersportlerin.
„Simmering gegen Kapfenberg – das ist Brutalität“, so hat es einst der legendäre Kabarettist Helmut Qualtinger formuliert.
Gut, brutal wird es zwischen den Slowpitch-Softballer:innen von Wiener Neustadt und Linz in den kommenden Tagen sicher nicht zugehen, aber zumindest ein bisschen hitzig könnte es einmal mehr werden.
Seit der Erstauflage der Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien im Jahr 2021 hat sich das Duell zwischen den RubberducksWr. Neustadt und den Witches & Bandits Linz im Mixed-Bewerb leise, still und heimlich zur vielleicht größten Rivalität der Multisportveranstaltung entwickelt. Zumindest auf dem Platz.
Christian Scherz hat den Ball – und den erstmaligen Titel – im Visier.
Der Ursprung der Rivalität
Dabei gab es vor drei Jahren, bei der Premiere in Graz, noch nicht einmal ein Finale zwischen den beiden Teams. Aufgrund eines „Rainouts“, einer wetterbedingten Absage, wurde die Tabelle des Grunddurchgangs zur Ermittlung des Meisters herangezogen – der Titel ging an die Linzer:innen, vor den Ducks. 2022 gab es dann die Final-Chance für die „Baseball-City“, doch Gold ging dank eines klaren 17:7 erneut an die Witches & Bandits. Die bislang jüngste Pleite der Niederösterreicher:innen gegen die Rival:innen datiert aus dem Grunddurchgang der Finals 2023 (9:18). Am Ende gab’s Platz vier für die „Enten“ und den „Titel-Hattrick“ für die Oberösterreicher:innen, die nach drei Jahren Sport Austria Finals überhaupt noch ohne Niederlage sind.
„Sicher wollen wir die Witches & Bandits schlagen. Es hat sich durch die Finals eine richtige Rivalität entwickelt“, sagt Ducks-Manager Christian Scherz im Vorfeld des am Donnerstag beginnenden Slowpitch-Bewerbes. Nachsatz: „Wenn du zu den Finals fährst, um nur dabei zu sein, dann machst du etwas falsch. Es ist ja nicht so, dass wir mit einem schwachen Team anreisen“, so der 55-Jährige, der nach wie vor als Pitcher im Einsatz ist und den „fehlenden“ Titel diesmal endlich erobern will. Die Favoritenrolle sehe er aber neuerlich eher bei den Seriensieger:innen.
„Wir sind gerne wieder die, die von allen besiegt werden wollen“, nimmt Gabriele Hardinger die Favoritenrolle gerne an. „Wir haben wieder ein kompetitives Team aufgestellt“, verspricht die Softball-Legende. Die erfahrene Hardinger, seit 1999 in der Slowpitch-Szene aktiv, sieht in den Neustädter:innen einmal mehr die größte Konkurrenz auf Titel Nummer vier. „Es ist eine gesunde Rivalität, eine Competition, die dem Bewerb und unserem Sport, der früher oft als langweilig und unspektakulär abgetan wurde, guttut.“
Konkurrenten auf dem Feld, aber Freunde außerhalb des Feldes
Ein wenig überraschend ist es also schon, dass eine der größten Rivalitäten, die die Sport Austria Finals bislang hervorgebracht hat, ausgerechnet aus dem Slowpitch-Softball kommt. Die Sportart gilt grundsätzlich als äußerst fair. Familiäres Flair steht bei allem sportlichen Ehrgeiz im Vordergrund. Nach den Games ist ein gemütliches Zusammensitzen der Teams und deren Familien mehr als üblich.
„Aber das ist auch zwischen uns so“, versichern Hardinger und Scherz. Die beiden „Urgesteine“ treffen seit vielen Jahren auf den Softball-Plätzen in und rund um Österreich aufeinander, kennen und schätzen sich. Bei aller Verbissenheit sind die Manager faire Sportsleute. „Vielleicht sind wir auf dem Feld keine Freunde, weil wir ehrgeizig sind und versuchen, jeweils das Beste für unser Team rauszuholen“, sagt Scherz. „Wir brennen beide für die Sache, klar kracht’s auch mal, aber sobald wir vom Feld sind, sitzen wir zusammen und haben eine gute Zeit“, ergänzt Hardinger.
„All love“ zwischen den Rubberducks und den Witches & Bandits – aber erst nach dem Spiel.
Sport Austria Finals ein Gewinn
Die Vorfreude auf die Sport Austria Finals ist sowohl bei den Witches & Bandits als auch bei den Rubberducks spürbar. „Die Sport Austria Finals sind eine super Sache. Die Idee, mehrere Sportarten bei einer Veranstaltung zu versammeln ist voll aufgegangen. Die Aufmerksamkeit für kleinere Sportarten ist dadurch viel größer“, sagt die Oberösterreicherin. Ihr Gegenüber sieht es ähnlich: „Gerade die Fotos und Videos, die im Rahmen der Finals entstehen, helfen uns das ganze Jahr über bei unserer Öffentlichkeitsarbeit.“
Neben den beiden rivalisierenden Teams nehmen auch die Spielgemeinschaft Rohrbach Crazy Geese/Stockerau Racoons und die Dornbirn Indians an den Österreichischen Meisterschaften teil. Gespielt wird ab Donnerstag außerhalb von Innsbruck, am Tigersfield in Schwaz. Die Finalspiele sind für Samstag angesetzt.
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