Am 29. Jänner 1964 – Anfang nächsten Jahres feiert die Tiroler Landeshauptstadt 60-jähriges Olympia-Jubiläum – wurden in Innsbruck die IX. Olympischen Winterspiele eröffnet.
Damit fand Innsbruck nicht nur Einzug in den erlauchten Kreis der Olympiastädte, sondern erhielt auch einen tiefgreifenden Modernisierungsschub. Denn mit den Spielen hat sich auch in der Stadtentwicklung einiges getan.
So wurden zahlreiche Sportstätten errichtet, die teilweise bis heute im Betrieb sind, aber auch mit dem Bau des Olympischen Dorfes begonnen. Damit wurde ein neuer Stadtteil Innsbrucks geboren, in dem heute rund 9.000 Menschen aus 55 Nationen leben.
Mit den Olympischen Winterspielen 1964 wurde aber auch der Grundstein für die jahrzehntelange Erfolgs-Sportgeschichte der Tiroler Landeshauptstadt gelegt und Innsbrucks Ruf als alpin-urbane Sportstadt in den Alpen begründet. 1976 brannte das Olympische Feuer anlässlich der Winterspiele bereits zum zweiten Mal in Innsbruck. Unvergessen die Gold-Abfahrt von Franz Klammer.
Im Jänner 2012 stieg Innsbruck schließlich endgültig zur olympischen Rekordstadt auf. Denn mit der Erstausgabe der Jugend-Winterspiele (YOG – Youth Olympic Games) ist es Innsbruck gelungen, das Olympische Feuer bereits zum dritten Mal zu beherbergen. Das gelang bisher nur noch London, 2024 kommt mit Paris eine weitere Metropole dazu!
Zwei Tage nach Gold und Silber durch die Danube Dragons bzw. die Thalheim Graz Giants in der Kategorie Youth All Girl Median (Cheerleading) räumen zum Abschluss der ICU European Cheerleading Championships 2023 in Verona (Italien) auch die Milleniumdancers ab. In den Performance-Cheer-Kategorien „Senior Jazz“ und „Senior Pom“ holen sich die Wienerinnen jeweils Bronze.
„Wir sind unendlich stolz auf unsere Tänzerinnen. Sie haben heute im Finale nochmal eine Leistungssteigerung, zwei technisch sehr schwierige, mitreißende Programme gezeigt und damit die Jury überzeugt. In einem sehr starken Teilnehmerfeld haben wir uns mit viel Leidenschaft zwei Medaillen ertanzt. Wir sind überglücklich, dass das Team nach einem Jahr harter Arbeit mit diesem großartigen Erfolg belohnt wurde“, jubeln die mehr als zufriedenen Coaches Theresia Maurer Lelard und Katharina Horky.
Die Milleniumdancers müssen sich im Pom nur zwei Teams aus der Cheerleading-Hochburg Finnland geschlagen geben. Im Jazz performen nur die Gruppen aus Griechenland und Slowenien besser als die Österreicherinnen.
Platz vier für die „Thalheim Graz Giants „G5 Ladies“ in der Kategorie Junior All Girl Elite.
Präsidentin ist „unglaublich stolz“
Insgesamt verbuchen die 13 heimischen Teams – neben den vier Medaillen – noch eine weitere Final-Teilnahme. Die Cheerleaderinnen von den Thalheim Graz Giants („G5 Ladies“) schaffen es in der Kategorie „Junior All Girl Elite“ als Vierte unter die Top-5. Alle weiteren ÖCCV-Vertreter schaffen es ebenfalls in ihrer jeweiligen Kategorie in die Top-10.
Die Bilanz von ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer fällt dementsprechend positiv aus: „Wir nehmen insgesamt vier Medaillen mit nach Österreich, darunter einen Europameister- und einen Vize-Europameister-Titel. Wir haben erneut gezeigt, dass Österreich zu den besten Nationen in Europa zählt. Gratulation an alle Teams, als Präsidentin bin ich unglaublich stolz.“
Ergebnisse der ÖCCV-Teams:
Cheerleading: Youth All Girl Median -ÖBV Classy Dragons (ÖBV Danube Dragons Cheerleading) – 1. Platz -G3 Royals (Thalheim Graz Giants Cheerleader) – 2. Platz Junior All Girl Elite -ÖBV Unique Dragons (ÖBV Danube Dragons Cheerleading) – 6. Platz -G5 Ladies (Thalheim Graz Giants Cheerleader) – 4. Platz Senior Coed Premier -Vikings Fusion (AFC Vienna Vikings) – 9. Platz Senior All Girl Premier („Königsklasse“ im Cheerleading) -ÖBV Fierce Dragons (ÖBV Danube Dragons Cheerleading) – 10. Platz -Vikings Allstars (AFC Vienna Vikings) – 8. Platz
Performance Cheer: Youth Hip Hop -Vienna Vikings Calypso – 7. Platz Youth Pom -AFC Vienna Vikings Calypso – 8. Platz Junior Pom -Milleniumdancers Juniors – 9. Platz Senior Pom -Milleniumdancers Seniors – 3. Platz Senior Pom Double -Milleniumdancers Seniors – 4. Platz Senior Jazz -Milleniumdancers Seniors – 3. Platz
Insgesamt nahmen 184 Teams aus 22 Ländern an den Europameisterschaften Teil.
Österreichs Cheerleading-Nachwuchs ist europameisterlich!
Am ersten Tag der ICU European Cheerleading Championships 2023 in Verona (Italien) feiern zwei heimische Vereine in der erstmals ausgetragenen Cheerleading-Kategorie Youth All Girl Median einen „Doppelsieg“.
Gold geht an die „ÖBV Classy Dragons“ von den Danube Dragons, Silber an die „G3 Royals“ von den Thalheim Graz Giants. Die beiden Vertreter des Österreichischen Cheerleading und Cheer Performance Verbandes (ÖCCV) zeigen jeweils eine fehlerfreie und spektakuläre Performance und werden damit auch ihrer Favoritenrollen in der Altersklasse der 12- bis 14-Jährigen gerecht. Bronze geht an die „Shiny Titans“ von Alba Cheer (Italien).
„Ich kann für meinen kompletten Coaching-Staff sprechen, wir sind einfach nur stolz auf jede einzelne Athletin. Wir haben – wie die Graz Giants auch ¬– gezeigt, auf welchem hohen Niveau der Nachwuchs im österreichischen Cheerleading arbeitet“, sagt Dragons-Coach Sarah Hofmann.
Ähnliches lässt Sophie Ziegler, sportliche Leiterin der Graz Giants, verlauten: „Wir können kaum in Worte fassen, wie stolz wir auf unsere jungen Sportlerinnen sind. Sie haben beim Wettkampf genau das gezeigt, wofür sie seit Monaten und Jahren hart arbeiten. Sie haben ihren Sport und ihr Land auf europäischer Ebene großartig vertreten.“
Die Danube Dragons sind Europameisterinnen.
„Blech“ für Milleniumdancers
Eine Medaille knapp verpasst haben die „Milleniumdancers Seniors“ in der Performance-Cheer-Kateogrie „Senior Pom Doubles“. Die Wienerinnen erreichen mit ihrem Auftritt den starken aber ebenso undankbaren vierten Platz.
Drei weitere ÖCCV-Vertreter waren am ersten von drei Wettkampftagen ebenfalls im Einsatz – jedoch allesamt im Rahmen der Vorausscheidungen. Die Vienna Vikings „Calypso“ erreichten in den Performance-Cheer-Kategorien Youth Hip-Hop und Youth Pom die Plätze sieben bzw. acht und verpassten den Final-Einzug der besten fünf Teams.
Alle anderen der insgesamt 13 österreichischen Teams stehen ebenfalls morgen erstmals auf der Matte. Die weiteren Medaillenentscheidungen fallen allesamt am Sonntag.
Kaum sind die Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz vorbei, wartet auf die besten Cheerleaderinnen Österreichs mit den ICU European Cheerleading Championships 2023 schon das nächste Groß-Event.
Die Europameisterschaften zählen zu den spannendsten Wettkämpfen der Cheerleading-Szene. Denn anders als bei den Weltmeisterschaften, wo Nationalteams antreten, entsenden die Verbände je Kategorie die beiden stärksten Vereins-Teams des Landes. Um Medaillen nach Hause zu bringen, müssen sich die österreichischen Teams im PalaOlimpia AGSM Forum von Verona (Italien) somit gegen je zwei Teams der Top-Nationen, wie zum Beispiel Finnland, Norwegen oder Slowenien, behaupten.
Die Qualifikation für die Europameisterschaften erfolgte im März dieses Jahres im Rahmen der „International Cheer Masters“ in der Südstadt – jenem Event, das binnen weniger Minuten restlos ausverkauft und der Startschuss ins Highlight-Jahr 2023 war.
Die Milleniumdancers sind mehrfache Medaillen-Gewinnerinnen und greifen auch diesmal wieder an.
Heimische Teams zählen zu den Mitfavoriten
Nicht weniger als sieben Cheerleading- und sechs Performance-Cheer-Teams aus Österreich sind beim kontinentalen Vergleich mit von der Partie. Einige von ihnen haben beste Chancen auf Medaillen.
Im Vorjahr in Athen sicherten sich die Milleniumdancers Seniors, die auch schon mehrere EM-Titel auf ihrer Vita haben, im Jazz Performance-Cheer-Bronze. „Wir haben das ganze Jahr sehr hart trainiert und bis ins letzte Detail an unseren Programmen gefeilt. Besonders im letzten Countdown zur EM haben wir versucht, alles aus den Tänzerinnen herauszuholen, um dieses Jahr sowohl mit unseren Senior-Teams wieder jeweils in die Top-5 und somit ins Finale zu kommen als auch mit unseren Juniors die Top-10 zu erreichen. Klares Ziel von uns allen ist es, die Judges zu überzeugen und eine Medaille für Österreich zu erreichen“, sagt Theresia Maurer-Lelard, die sportliche Leiterin der Milleniumdancers.
Im Cheerleading gewann der Nachwuchs der Danube Dragons 2022 im Junior All Girl Level 5 zum insgesamt dritten Mal in seiner Vereinsgeschichte Bronze. Die genannten Teams sind auch am Wochenende in Verona wieder am Start.
„Die ÖBV Danube Dragons Cheerleader werden in diesem Jahr in allen drei Altersklassen vertreten sein. Vor allem im Nachwuchs rechnen wir mit großen Chancen, auch in diesem Jahr eine Medaille für unseren Verein sowie für Österreich nach Hause zu bringen“, so Petra Gruber, die sportliche Leiterin der Dragons.
Die „G3 Royals“ aus Graz dürfen erstmals auf der EM-Matte performen.
Mehr Altersklassen, mehr Chancen
Österreich könnte auch von einer Neuerung profitieren. Erstmals werden – neben der offenen Klasse („Seniors“) und der „Junior“-Kategorie (15 bis 18 Jahre) – auch Youth-Bewerbe für zwölf- bis 14-Jährige veranstaltet. Die „Classy Dragons“ (ÖBV Danube Dragons Cheerleading) und die „G3 Royals“ (Thalheim Graz Giants Cheerleader) zählen zu den Mitfavoritinnen. „Wir freuen uns darauf, auf andere europäische Teams zu treffen und werden um Top-Platzierungen für Österreich kämpfen“, so Sophie Ziegler, sportliche Leiterin der Graz Giants.
Der Modus ist ähnlich jenem der Weltmeisterschaft: Die Juniors und Seniors müssen sich alle Teams über einen Semifinal-Auftritt am Samstag (1. Juli) für die Entscheidung tags darauf qualifizieren – dazu ist mindestens Platz fünf notwendig. In den Youth-Kategorien, die am Freitag (30. Juni) über die Bühne gehen, entscheidet lediglich eine Performance über die Medaillen.
Insgesamt nehmen 184 Teams aus 22 Ländern an den Europameisterschaften Teil. 3.500 Personen, darunter Athlet:innen, Coaches und Entourage, werden erwartet. Mehr Infos gibt’s auf oeccv.at.
Cheerleading vom Feinsten mit den ÖBV Unique Dragons.
Er ist der vielleicht bekannteste Rollstuhl-Rugby-Spieler Österreichs. Wenngleich ihn die meisten gar nicht als solchen kennen – zumindest nicht vorwiegend.
Lukas Müller, ehemaliger Skispringer und seit einem Sturz am 13. Jänner 2016 inkomplett querschnittsgelähmt, ist im Zuge seiner Reha in Bad Häring erstmals mit dem Rugby-Sport in Berührung gekommen.
„Beim Häringer Sportfest bin ich von ehemaligen Patienten erstmals auf Rollstuhl-Rugby angesprochen worden und kurz darauf einfach einmal zum Training ins Olympiazentrum Salzburg-Rif gekommen“, erinnert sich Müller. Zuvor habe er „von Handbike, über Tennis bis hin zu Basketball alles ausprobiert“, sagt der heute 31-Jährige.
„Für Tennis war ich irgendwie z’blöd“, scherzt der Kärntner, „Basketball war eigentlich ganz lustig. Ich habe immer wieder einmal probiert, auf einen Korb zu werfen.“ Aufgrund seiner leichten Einschränkungen an den Händen ist die Liebe zum populärsten Rollstuhl-Sport aber nie vollends entfacht. Außerdem gab es ja Rugby.
Achtung, gleich scheppert es.
Binnen kürzester Zeit zum Nationalspieler
„Im Gegensatz zum Basketball kann beim Rugby jeder und jede – unabhängig von seiner oder ihrer Einschränkung – mitspielen. Das hat mir von Anfang an getaugt“, so Müller, der nunmehr seit sieben Jahren Rugby spielt und auch Nationalspieler ist. Damit es zwischen den Teams fair bleibt, was die körperlichen Voraussetzungen betrifft, gibt es ein „Punktesystem“.
Soll heißen: Je nach körperlicher Einschränkung wird ein Spieler auf einer Skala zwischen 0,5 und 3,5 Punkten eingestuft. Die Summe der vier aktiven Spieler eines Teams darf acht nicht überschreiten. Müller beispielsweise hat 2,5 Punkte. Generell darf nur mitspielen, wer Einschränkungen an zumindest drei Gliedmaßen hat.
Spielentscheidend für die beiden Teams ist jeweils, einen (runden, nicht eiförmigen) Ball in die gegnerische „Endzone“ zu bringen, um ein Tor zu erzielen. Viermal acht Minuten haben die Akteuren Zeit, mit Taktik und Härte den Weg durch die Abwehrreihe der Konkurrenz zu finden.
Härte? Eher Brutalität! Das zumindest denken viele Außenstehende beim ersten Besuch eines Matches von Lukas Müller und seinen Kollegen. „Es darf knallen“, sagt der ehemalige Skispringer, entkräftet jedoch: „Es kann nicht viel passieren, das Allermeiste bekommen die Rollstühle ab – maximal, dass jemand bei einem Aufprall umfällt. Keine 30 Sekunden später ist man aber durch Hilfe der Betreuer wieder auf den Reifen.“
Ab in die Endzone.
Rugby Bulls Salzburg hoffen auf Zuwachs
Im Rahmen der am Sonntag in Graz zu Ende gegangenen Sport Austria Finals krönte die heimische Rollstruhl-Rugby-Szene, die ansonsten in einer bundesweiten Liga organisiert ist, seinen Staatsmeister. Auch Müller und seine Teamkollegen von den Rugby Bulls Salzburg waren am Start. Am Ende schaute aber immerhin Rang drei heraus.
„Wir sind noch nicht außerordentlich erfolgreich, weil wir zu wenige Spieler bei uns im Verein haben und deshalb nicht Vier-gegen-Vier trainieren können“, so der Bronze-Medaillen-Gewinner. „Wir versuchen immer wieder, Rollstuhl-Fahrer für unseren Sport zu begeistern.“
Wenn Müller weiter so von „seinem“ Sport schwärmt, sollte das Recruiting eigentlich kein Problem darstellen. Aber es gehe um mehr als die körperliche Aktivität. „Die soziale Komponente ist für mich etwas ganz Besonderes. Alle Teamkollegen haben Probleme und Einschränkungen, die ich auch selbst erfahre – gerade außerhalb unseres Sports.“ Es komme zu einem ständigen Erfahrungsaustausch, von dem man als Mensch profitiere, unterstreicht der Rollstuhl-Sportler. „Jeder kann für das Leben außerhalb des Sports viel mitnehmen…“
Es war wohl eine der spannendsten Titel-Entscheidungen in der jüngeren heimischen Ultimate-Geschichte.
Im Finale der Mixed-Staatsmeisterschaft, die im Rahmen der Sport Austria Finals 2023 im ASKÖ Sportcenter in Eggenberg ausgetragen wurde, setzte sich Catchup Graz in einem Herzschlagfinale 15:13 gegen das Wunderteam aus Wien durch. (Das Spiel im Re-Live gibt es ›hier!)
Für die Entscheidung im weit über 80 Minuten andauernden Endspiel sorgte Jakob Mory mit einem unglaublichen Catch nach einem langen Pass aus der eigenen (!) Endzone. Nach dem Game-Winner brachen in Graz-Eggenberg alle Dämme.
Spektakuläre Aktionen am Fließband.
„Ich bin einfach gelaufen“
„Das sind genau die Momente, für die man als Sportler täglich trainiert. Ich bin sehr glücklich“, sagt Mory. „Ich habe gemerkt, dass ich mich von meinem Verteidiger lösen kann und wusste, dass Jonas (Barth; Anm.) den weiten Pass draufhat. Ich bin einfach gelaufen, die Scheibe hatte eine lange Hangtime, ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass ich den Catch machen kann.“
Für den baumlangen Wing war es der erste Titel mit dem Mixed-Team von Catchup Graz. „Der Titel war mir so wichtig und freut mich natürlich extrem. Vor allem weil wir jetzt zur Ehrung auf den Karmeliterplatz dürfen“, so Mory.
Lotte Wilfing vom unterlegenen Wunderteam aus Wien war trotz der Niederlage stolz auf ihr Team. „Es war extrem eng. Wir sind stolz, dass wir so stark mithalten konnten. Natürlich ist es schade, dass wir es zum Schluss aus der Hand gegeben haben.“ Der Heimvorteil könnte laut der Wienerin den Ausschlag gegeben haben. „Ich glaube, dass es für Catchup schon ein Vorteil ist, in Graz zu spielen. Wir waren am Ende einfach einen Tick müder.“
Auf Platz drei landeten die Mosquitos Klosterneuburg, die sich im Spiel um Platz drei mit 15:11 gegen die ZomBees aus Wien durchsetzten.
„Für uns ist sind die Sport Austria Finals ein unglaublich toller Rahmen, um unserem Sport zeigen zu können. Durch das Event können wir neue Leute für Ultimate begeistern“, sagt Turnier-Koordinator Nikolaus Jauk.
Nachdem die im Rahmen der Sport Austria Finals 2023 ausgetragenen Bewerbe der Schwimmer:innen und der Wasserspringer:innen bereits zu Ende gegangen waren, gehörte die „Auster“ am Sonntag ganz den Wasserballern. Der OSV veranstaltete im Eggenberger Bad den Wasserball Cup der Herren 2023.
Bereits am Samstag fanden die Vorrunden-Spiele statt, bei denen es zwar nur über die halbe Spielzeit von 2×8 Minuten ging, aber wo dennoch reichlich Action geboten war.
„Die Spiele in der Vorrunde waren zeitweise sehr impulsiv, es war umkämpft, hart aber fair. Das ist es, was den Wasserball-Sport ausgmacht“, sagt Harald Hayek, Fachwart für Wasserball im Österreichischen Schwimmverband (OSV).
Wien schnappt Gastgebern den Titel weg
Die Wasserballer vom ASV Wien kassierten in eben jener Vorrunde zwar eine 6:8-Niederlage gegen WBV Graz, siegten aber 8:1 gegen Salzburg und 8:3 gegen Tirol und standen damit im Endspiel.
Finalgegner WBV hingegen gewann auch seine übrigen beiden Vorrundenspiele – 7:4 gegen Tirol und 7:5 gegen Graz. Klarer Favorit war dennoch keiner auszumachen. Den besseren Start erwischten dann die gastgebenden „Haie“, doch die Wiener konnten bis zur Pausensirene wieder auf 5:5 stellen.
In der zweiten Halbzeit folgte dann ein Torreigen. Zunächst zog Graz wieder auf zwei Tore davon, schlussendlich hatte aber der ASV mit 14:12 das bessere Ende für sich.
Robert Martanovic führte die Wiener als Top-Scorer an.
Erst Cup- dann Bundesliga-Titel?
Kapitän Markus Cech zeigte sich nach dem Spiel zufrieden. „Ich bin stolz auf das Team. Wir sind glücklich, dass wir auch ohne unseren Trainer, der heute leider nicht hier sein kann, gewonnen haben.“
Ausschlaggebend war aus der Sicht des Wieners die „lange“ Bank. „Wir sind junge, schneller Spieler, konnten am Ende noch einmal richtig Power geben und das Spiel zu unseren Gunsten drehen“, so Cech.
Nach dem Cup-Sieg greift sein Team nun auch nach dem Bundesliga-Titel. In der Finalserie gegen den WBC Tirol steht es aktuell 1:1.
Nach dem Aus von Titelverteidiger und Weltmeister Matthias Zatschkowitsch, krönte Österreichs Kegel-Elite am letzten Wettkampftag der Sport Austria Finals 2023 powerd by Holding Graz einen neuen Staatsmeister im Einzel.
Auch ohne Zatschkowitsch war das Halbfinalfeld im ASKÖ Sportcenter mehr als hochkarätig. „Sieben der acht Halbfinal-Teilnehmer:innen waren kürzlich bei der WM in Kroatien für Österreich im Einsatz“, sagt Wilhelm Binder, Präsident des Österreichischen Sportkegel- und Bowlingverbandes (ÖSKB). Bei angesprochener WM schnitt Österreich als Weltmeister (Herren) bzw. Vize-Weltmeister (Damen) sensationell ab. Das Niveau in den Räumlichkeiten des Kegelvereins Eggenberg bewegte sich an diesem Tag also auf absolutem Weltklasse-Level.
Neubauer besiegt Champions-League-Siegerin
Bei den Damen kegelte sich Fiona Steiner von Champions-League-Sieger SK Neunkirchen mit einem Erfolg über die erst 19-jährige Sarah Walch (KV Schwaz) souverän ins Finale. Sie traf dort auf Nathalie Neubauer, die sich gegen ihre Klubkollegin vom BBSV Wien, Nicole Plamenig, denkbar knapp durchsetzte.
Im Finale behielt Neubauer dann mit 3:1 nach Satzpunkten die Oberhand und krönte sich zur Österreichischen Staatsmeisterin. „Ich bin völlig nass geschwitzt. Vier Spiele in zwei Tagen und wenig Zeit für Regeneration, das geht ordentlich in die Beine. Aber die Freude über den Staatsmeisterinnen-Titel entschädigt. Das war es wert“, strahlte Neubauer. „Es ging auch im Finale wieder heiß her. Es war bis zum Schluss nicht klar, ob ich es schaffen würde, aber die letzten fünf Würfe konnte ich dann genießen.“
Überraschungsmann Markus Köhler scheiterte im Halbfinale.
Gerdenitsch triumphiert in engem Spiel
Bei den Herren zog Roman Gerdenitsch (SKC Sonnensee Ritzing) mit einem Semifinal-Erfolg über Lukas Huber (SK FWT Composites Neunkirchen) ins Finale ein.
Überraschungsmann Markus Köhler, der einzige im Feld verbliebene Nicht-Weltmeister, hatte im zweiten Halbfinale gegen Martin Rathmayer (Union Orth/Donau) schlussendlich klar das Nachsehen. Damit endete der Sensationslauf des Mannes vom Post SV 1210 Wien mit Rang drei.
In einem spannenden Endspiel, in dem jeder Kegler zwei Sätze für sich entscheiden konnte, setzte sich Gerdenitsch dann nach Punkten gegen Rathmayer durch. „Es war nicht einfach und sehr knapp. Ich hatte ein bisschen Fallglück, aber das brauchst du, wenn du Staatsmeister werden willst. Es waren sehr erfolgreiche Tage“, so der Burgenländer.
Am letzten Wettkampftag der Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz hatte Österreichs Cheerleading-Elite ihren großen Auftritt. Im Raiffeisen Sportpark versammelten sich 57 Teams und mehr als 1.000 Athlet:innen.
Performt wurde dabei auf zwei Flächen, sowohl im Cheerleading als auch im Performance Cheer ging es um Medaillen in jeweils vier Kategorien. Highlight eines langen Tages waren natürlich die beiden Königsklassen, in denen zahlreiche Athletinnen des Team Austria – und damit auch Weltmeisterinnen – dabei waren.
„Cheerleading ein Paradebeispiel“
In der „All Girl“-Kategorie der Cheerleaderinnen waren die großen Favoritinnen einmal mehr die „Vikings Allstars“ vom AFC Vienna Vikings. Die Wienerinnen sind seit der Einführung der offiziellen Staatsmeisterschaften 2015 ungeschlagen. Gleiches gilt für die „Milleniumdancers Seniors“ vom Tanzsportverein Milleniumdancers in der offenen Klasse des Performance Cheer.
Vor über 1.000 Zuschauer:innen und in unvergleichlicher Atmosphäre schickte sich die Konkurrenz an, die Dominanz der Serien-Siegerinnen zu durchbrechen. Die Entscheidung wurde von ORF Sport+ live übertragen.
„Das war ein Highlight und ein würdiger Abschluss der Sport Austria Finals. Cheerleading ist ein Paradebeispiel dafür, wie sich der Frauensport in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Man hat gesehen, mit welcher Emotion und Begeisterung die Athlet:innen bei der Sache sind. Es war richtig, Cheerleading in die Sport-Austria-Familie aufzunehmen“, sagt Sport-Austria-Präsident Hans Niessl, der auch die Siegerehrung durchführte.
Serien gehen weiter – Niveau steigt
Die Medaillen in Gold überreichte Niessl einmal mehr den dominierenden Teams der vergangenen Jahre. Die Vikings Allstars (Cheerleading) und die Milleniumdancers Seniors (Performance Cheer) zeigten jeweils fast perfekte Performances und durften sich wieder einmal über die Staatsmeistertitel freuen.
„Es fühlt sich immer wieder aufs Neue großartig an“, jubelte Vikings-Flyer Sabrina Czerny. „Ich bin sehr zufrieden mit der Teamleistung, wir haben heute abgeliefert.“
Viktoria Schellenbauer von den Milleniumdancers war ebenfalls voll der Freude. „Wir haben das ganze Jahr darauf hintrainiert, dass wir heute unsere Bestleistung zeigen können. Wir haben unsere Formations sehr gut gehittet und auch die Technik hat gepasst.“
Die Milleniumdancers holten ihr nächstes Gold.
Die Medaillen in Silber und Bronze gingen im Cheerleading an die „ÖBV Fierce Dragons“ (Danube Dragons) und die „SWARCO Raiderettes Ladies6“ (SWARCO Raiders Tirol).
Im Performance Cheer komplettierten die „Thunders Seniors“ vom Thunders Tanzsportverein (2.) und die „AFC Vienna Vikings Destiny Pom“ (AFC Vienna Vikings/3.) das Podium.
Magdalena Bramböck, seit diesem Jahr erste Generalsekretärin des Österreichischen Cheerleading und Cheer Performance Verbandes (ÖCCV), zeigte sich mit dem Wettkampftag auch aus Verbandssicht zufrieden.
„Wir sind megazufrieden. Wir haben heute so viele unglaubliche Performances erlebt. Es ist deutlich geworden, dass wir uns als Sportart wirklich weiterentwickelt und viele Weltmeisterinnen dabeihaben.“ Die langjährige Nationalteam-Athletin hob vor allem auch die Leistungen der Nachwuchs-Teams hervor.
In der Junior-Kategorie der Cheerleaderinnen feierten übrigens die „G5 Ladies“ von den Thalheim Graz Giants einen Heimerfolg.
Heimsieg für die Graz Giants bei den Juniors.
„Sind jetzt Teil der großen Sportfamilie“
Der ÖCCV war erst am 7. März diesen Jahres offiziell in die Sport-Austria-Familie aufgenommen und damit als Sport anerkannt worden.
„Unser Sport lebt von der Community. Jetzt sind wir Teil der großen Sportfamilie, können uns mit anderen Verbänden vernetzen und bekommen dank der Sport Austria auch mehr Reichweite und Medienaufmerksamkeit. Das alles hilft beim Vorhaben, unsere Sportart bekannter zu machen“, sagt ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer.
Die Athletinnen sind vor allem von den Finals begeistert. „Bei den Sport Austria Finals dabei zu sein, ist für uns eine große Sache. Einige von uns haben das ganze Wochenende andere Bewerbe besucht. Wir sind Fans der Veranstaltung. Wir lieben es“, so Schellenbauer.
„Die Sport Austria Finals waren eine großartige Veranstaltung. Ich danke allen, die dazu beigetragen haben. Die Vielfalt des Sports ist ganz wichtig, sie gehört gepflegt und weiter ausgebaut“, unterstreicht Niessl.
Am zweiten Tag der Schach-Bewerbe im Rahmen der Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz wurden die Staatsmeister:innen-Titel im Schnellschach vergeben.
Im Gegensatz zu der am Freitag ausgespielten Blitz-Variante, bei der ein Match nur rund zehn Minuten dauert, grübeln die Kontrahent:innen im Schnellschach schon mal bis zu einer Stunde.
Die Bedenkzeit beträgt zu Beginn zehn Minuten pro Spieler:in, für jeden gültigen Zug werden noch fünf Sekunden hinzuaddiert. Gespielt wurde neuerlich im Raiffeisen Sportpark nach dem Schweizer System in insgesamt neun Runden.
Direktes Duell in letzter Runde entscheidend
Bei den Herren siegte Valentin Baidetskyi, der sieben seiner neun Partien gewinnen konnte und einmal Remis spielte. Der Spieler vom SK Erste Bank Baden verwies mit 7,5 Punkten Valentin Dragnev (7) auf den zweiten Platz.
Die Entscheidung zwischen den beiden fiel erst in der neunten und somit allerletzten Runde. Baidetskyi entschied das direkte Duell mit dem Großmeister für sich. Auf Rang drei (7) im Schnellschach landete Herbert Wohlfahrt.
Entscheidung in der letzten Runde: Das direkte Duell zwischen Valentin Baidetskyi und Valentin Dragnev.
Damen-Titel hauchdünn an Teuschler
Besonders knapp ging es bei den Damen zu. Barbara Teuschler krönte sich mit fünf Punkten zur Staatsmeisterin. Chiara Polterauer und Annika Fröwis mussten sich mit derselben Anzahl an Zählern mit den Rängen zwei und drei begnügen.
Teuschler erwischte einen starken Start, verlor nur eine ihrer ersten sechs Partien. In den verbleibenden drei Begegnungen zitterte sie sich dann mit lediglich noch einem Remis zum Titel. Das starke Finish von Polterauer, die – wie im Blitzschach – erneut nur Zweite wurde, war letzten Endes zu wenig.
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