Österreichs Cheerleading- und Performance-Cheer-Athlet:innen treten am Dienstag bzw. Mittwoch die Heimreise von den ICU World Cheerleading Championships 2023 in Orlando (USA) an.
Mit im Gepäck haben die acht Nationalteams neben jeder Menge Erfahrung vor allem auch die in den Cheerleading-Kategorien Youth und Junior eroberten WM-Goldmedaillen. Doch damit nicht genug.
Bei einer feierlichen Zeremonie im Rahmen der Weltmeisterschaften am ESPN WIDE WORLD OF SPORTS COMPLEX in Florida kamen überraschend noch drei weitere Auszeichnungen für Team Austria dazu.
Weltverband honoriert ÖCCV-Anerkennung
Die offiziellen Vertreterinnen des Österreichischen Cheerleading und Performance Cheer Verbandes (ÖCCV) um Präsidentin Julia Harrer bekamen vom Weltverband, der International Cheer Union (ICU), zunächst den „Sports Authority“-Award verliehen. Die ICU honoriert damit die Aufnahme des ÖCCV in die Sport-Austria-Familie, die gleichbedeutend mit der Anerkennung als eigenständige Sportart in Österreich ist.
„Das zeigt, dass die Anerkennung unserer Sportart nicht nur in Österreich wertgeschätzt wird, sondern auch weltweit. Die unzähligen Stunden an harter Arbeit haben sich ausgezahlt. An dieser Stelle gilt der Dank allen Vereinen und handelnden Personen, die diesen Schritt möglich gemacht haben“, sagt Harrer.
Zwei WM-Goldene verbuchte der ÖCCV in Orlando.
Auszeichnungen für WM-Titel 2022
Für die Leistungen des Jahres 2022 – in dem Österreichs Senior-All-Girl-Nationalteam sensationell den WM-Titel in der zweithöchsten Cheerleading-Kategorie („Elite“) holte und den Aufstieg ins „Premier“-Level feierte – gab es noch zwei weitere Auszeichnungen: Den „Breakthrough Award“ und den Award für Jannine Körber als „Coach of the Year 2022“.
„Der Coach of the Year ist die höchste Auszeichnung, die man als Coach erreichen kann. Diese Ehre teile ich mit meinem Team, meinen Coaches sowie allen, die diese Auszeichnung für mich möglich gemacht haben“, so Körber, die auch in diesem Jahr wieder für das Senior-All-Girl-Nationalteam verantwortlich war.
ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer und Coach of the Year Jannine Körber präsentieren die Awards.
„Von den Emotionen überwältigt“
Alle Awards wurden von einem ICU-Gremium vergeben. Das Prozedere erfolgte ohne Einbindung des österreichischen Verbandes. Dementsprechend groß war die Überraschung in den Reihen des ÖCCV.
„Wir haben an diesem Abend unter allen Nationen die meisten Awards erhalten. Ich bin aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen, war total überrascht und von den Emotionen überwältigt“, so die ÖCCV-Präsidentin abschließend.
Next Stop: Sport Austria Finals
Österreichs Cheerleading-Szene hat nach den turbulenten Wochen seit Saisonbeginn nun kurz Zeit haben, zur Ruhe zu kommen. Doch bald schon beginnen die Vorbereitungen auf das nächste Highlight.
Denn im Rahmen der Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz kommen zwischen 7. und 11. Juni die Staatsmeisterschaften zur Austragung, wo die Athlet:innen dann wieder mit ihren jeweiligen Vereinen gefordert sind, sportliche Höchstleistungen zu Erbringen.
Die Racketlon Federation Austria (RFA) rund um Präsident Marcel Weigl sieht ihre Hauptaufgabe in der Organisation des Spitzen- und Leistungssports – und damit in der Austragung der Turnierserie („BABOLAT Austrian Championship“) und der Einberufung der Nationalteams (U12, U13, U16, U18, U21, Elite I und Elite II)
Der mittlerweile auf zwei Teilzeit-Kräfte sowie zwei geringfügig angestellte Mitarbeiter angewachsene Verband vergisst aber dabei nicht auf seine Basis und die Vereine.
Call on me!
Im Rahmen von „Let’s Talk Racketlon“ gibt es an jedem letzten Montag im Monat Online-Veranstaltungen, bei denen Weigl & Co. Hilfestellungen und eine Diskussionsplattform für die gesamte Community anbieten. „In der heutigen Zeit ist Kommunikation das Um und auf. Während es den einen zu viel ist, kann es den anderen nicht genug sein. Für viele ist die Informationsflut im Web, auf Social Media, per Whats App, oder Telefon nicht mehr überschaubar. Deshalb haben wir die Möglichkeit geschaffen, dass alle – vom Nationalspieler bis zu den Eltern von Nachwuchsspieler:innen – ihre Fragen und Anregungen im Rahmen dieser Diskussionsrunde äußern können“, erklärt RFA-Präsident Marcel Weigl.
Jugend forscht
Racketlon macht Schule. Unter der Leitung von Präsident Marcel Weigl wird sogar im Turnsaal gespielt.
Die RFA engagiert sich in zahlreichen Projekten, um die Zukunft des Sports zu sichern. Bei der „BABOLAT TALENT TOUR“ wird talentierten Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und zwölf Jahren eine polysportive Ausbildung in den Racket-Sportarten ermöglicht. Dazu finden an den Racketlon Hotspots quer durchs Land regelmäßig geförderte Trainingseinheiten statt. Von dort aus sollen die Talente dann den Weg in die Breitensport- bzw. Spitzensport-Wettkämpfe finden. „Es gelingt uns, immer wieder neue Talente zu entdecken, obwohl es aufgrund der zahlreichen Konkurrenz-Angebote immer schwieriger wird“, erklärt Weigl zu.
Treffpunkt Turnsaal
Zudem hat der Verband eine Strategie entwickelt, um bereits den jüngsten Sportbegeisterten die Faszination Racketlon näher zu bringen. „Unser Youth Concept ist während der Pandemie-Jahre entstanden und zielt darauf ab, Schülerinnen und Schüler zum Racketlon zu bringen, bevor sie in andere Sportarten abwandern. Dank veränderter Regeln und unterschiedlichen Spielfeldgrößen kann Racketlon mit dem Konzept ‚Racketlon School‘ auch in jeder Schule, die über einem Norm-Turnsaal verfügt, ausprobiert werden“, so Weigl.
Vorzeigeprojekt „First Serve Refugees“
Als ein „Vorzeigeprojekt“ des Verbandes gilt „First Serve Refugees“, das jungen Frauen und Männern mit Migrationshintergrund zwischen 16 und 30 Jahren ein regelmäßiges kostenloses Racketlon-Training ermöglicht. Neben der sportlichen Betätigung begeistern sich die vorwiegend unbegleiteten Minderjährigen an den Standorten Wien, Graz und Lauterach auch darüber hinaus für den Sport und haben längst aktive Rollen beispielsweise als Schiedsrichter:innen, Funktionär:innen oder Trainer:innen übernommen.
„Wir haben dank First Serve Refugees bisher bereits über 100 jungen Menschen den Racketlon-Sport näherbringen können. Viele von ihnen sind dabeigeblieben, trainieren regelmäßig und messen sich mittlerweile bei Turnieren. Einige haben sogar bereits die Ausbildung zu Übungsleitern gemacht oder engagieren sich anderweitig in Vereinen“, freut sich Projektleiterin Doris Turner im Interview über den großen Erfolg.
„First Serve Refugees“ ist Vorzeige- und Erfolgsprojekt zugleich.
Next Step: Vollmitgliedschaft bei der Sport Austria
„First Serve Refugees“ läuft mit Ende des Jahres aus. Spätestens dann rückt das nächste „Projekt“ ins Blickfeld der RFA: Der Verband kämpft um die Aufnahme als Vollmitglied in den Kreis der Sport Austria, um vollen Zugang zur Sportförderung zu erhalten. Derzeit ist man auf kleinere Fördersummen angewiesen, die über den Tischtennis-Verband (ÖTTV) bezogen werden können. Diese Kooperation läuft allerdings Ende 2024 aus.
Die Nationalteams des Österreichischen Cheerleading und Performance Cheer Verbandes (ÖCCV) zeigen zum Abschluss der ICU World Cheerleading Championships 2023 am Freitag (Ortszeit) in Orlando (USA) einmal mehr, dass sie zur absoluten Weltspitze gehören.
Zwar kommt zu den beiden Gold-Medaillen im Nachwuchs-Bereich – im Youth All Girl Median (12 bis 14 Jahre) und Junior All Girl Advanced (15-18) feierte Österreich am Donnerstag jeweils den WM-Titel – kein weiteres Edelmetall mehr dazu. Am dritten und letzten Wettkampftag zeigen die fünf Senior-Nationalteams aber durch die Bank Höchstleistungen, auf eine Sensations-Medaille fehlt schlussendlich nicht viel.
Coed-Team verpasst Bronze um 1,4 Punkte
In der Kategorie Senior Coed Elite, wo gemischte Teams aus Männern und Frauen auf der Matte stehen, verpassen die erstmals überhaupt angetretenen Österreicher:innen mit Platz vier die Medaillen-Ränge nur hauchdünn.
Die Scoresheets der Jury weisen das ÖCCV-Team schlussendlich nur 1,4 Punkte hinter Brasilien auf Rang vier aus. Gold geht an Japan, Silber an Australien. Von Enttäuschung ist bei ÖCCV-Athlet Florian Ackerl aber keine Spur: „Wir zählen zu den besten Teams der Welt und sind das beste europäische Coed-Nationalteam. Der vierte Platz macht mich stolz und lässt mich voller Vorfreude auf die kommende Season blicken.“
Beim ersten WM-Auftritt belegt das COED-Team (bestehend aus Frauen und Männern) sensationell Rang vier.
Rang sechs bei Premiere in der „Königsklasse“
Wie dünn die Luft an der Weltspitze ist, erfährt zum WM-Abschluss auch das Senior-All-Girl-Premier-Nationalteam. Die Österreicherinnen, die nach dem Weltmeistertitel der zweithöchsten Kategorie im Vorjahr nun erstmals in der sogenannten „Königsklasse“ dabei sind, zeigen eine atemberaubende Routine und belegen sensationell Rang sechs. Zwischen den viertplatzierten Deutschen und dem ÖCCV-Team liegen beispielsweise schlussendlich nur 0,8 Punkte.
„Ich bin überwältigt. Wir sind nur knapp hinter der absoluten Weltelite des Cheerleadings geblieben. Unser Team feiert die Entwicklung, die uns diese tolle Punkteausbeute sowie die damit verbundene sehr gute Platzierung überhaupt erst ermöglicht hat“, sagt ÖCCV-Athletin Nathalie Denni.
Premiere in der „Königsklasse“: Am Ende gibts für die All Girl Seniors einen hervorragenden sechsten Rang.
Die Medaillen in der „Königsklasse“ machen sich wie schon in den vergangenen Jahren die US-Amerikanerinnen und die Skandinavierinnen aus – mit dem besseren Ende für die Gastgeberinnen. Nach zuletzt drei Goldmedaillen für die europäische Cheerleading-Großmacht Finnland, holt sich das US-Nationalteam diesmal den Weltmeistertitel zurück. Die Finninen müssen sich mit Silber begnügen, Norwegen holt Bronze.
„Ich bin von den tollen Routines beeindruckt, die mit hohen Punkten belohnt wurden. Senior Coed Elite hat die Medaille nur denkbar knapp verpasst, womit mein Ziel für das kommende Jahr schon jetzt klar ist: Wir wollen nach der Medaille, wenn nicht sogar nach dem nächsten WM-Titel greifen. Senior Premiere All Girl hat mich ebenfalls besonders beeindruckt. Die geringe Punkteabstände zu den Top-Team bestätigen, dass wir zu den Besten der Welt zählen. Wir werden dies in Zukunft noch deutlicher unter Beweis stellen“, zeigt sich ÖCCV-Vorstand Petra Gruber, sportliche Leiterin der Cheerleading-Nationalteams, zufrieden.
Performance Cheer: Pom-Seniors feiern Rang 6
Neben den beiden Cheerleading-Nationalteams stehen auch die drei heimischen Performance-Cheer-Nationalteams am Freitag allesamt im Finale um die WM-Medaillen. Im Kampf um Edelmetall haben die Österreicherinnen allerdings schlussendlich das Nachsehen.
Den Medaillenrängen am nächsten kommt das Senior-Pom-Nationalteam, das als zweitbestes europäisches Team auf Platz sechs abschneidet. Gold geht an die Gastgeberinnen, vor Japan und Finnland.
Mit Rang acht (Senior Hip Hop) bzw. neun (Senior Jazz) setzen die ÖCCV-Nationalteams weitere Ausrufezeichen auf internationaler Matte.
„Es waren sehr hochkarätige und spannende Finals mit allen Top Nationen der Welt. Ins Finale zu kommen war für uns das Ziel und das haben wir geschafft. Heute haben die Tänzerinnen sowohl in Pom als auch im Jazz eine Top-Leistung gezeigt und Programme mit schwierigen Techniken, schnellen und sharpen Bewegungen und viel Leidenschaft und Energie gezeigt“, sind sich die Coaches Theresia Maurer-Lelard (Pom) und Katharina Horky (Jazz) einig. „Am Ende war es sehr knapp – und nur Kommastellen haben über die Platzierungen entschieden. Wir sind alle sehr stolz auf jede einzelne Tänzerin und ihre Leistungen.“
Rang drei im Medaillenspiegel: ÖCCV-Präsidentin zieht positives WM-Fazit
Generell darf der mehr als 200-köpfige ÖCCV-Tross mit dem Abschneiden bei den ICU World Cheerleading Championships 2023 mehr als zufrieden sein. Die beiden Goldmedaillen vom Mittwoch katapultieren die Österreicher:innen im abschließenden Medaillenspiegel bis auf Rang drei nach vorne. Nur die USA (17) und Japan (3) feierten auf der WM-Matte mehr Siege.
„Wir kommen mit zwei Weltmeister-Titeln sowie weiteren sehr guten Platzierungen nach Hause. Österreich bietet Cheerleading und Performance Cheer auf Weltklasse-Niveau. Darauf bin ich sehr stolz und freue mich, Teil dieses Erfolgs zu sein. Wir haben nach USA und Japan die meisten Siege mit von der WM-Matte genommen, der Erfolg spricht für Österreich“, so ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer.
Nun gilt es die Eindrücke und Erfahrungen zu verarbeiten. Am Dienstag (Juniors) bzw. Mittwoch (Seniors) landen die Österreicher:innen wieder in Wien-Schwechat.
Alle Highlights auf SportPass Austria und Social Media
Alle Fans der österreichischen Nationalteams können die Weltmeisterschaften noch einmal hautnah erleben. Möglich macht dies einerseits eine Kooperation von SportPass Austria und Cheerleading Austria TV. Auf cheerleading-at.tv gibt es alle Videos aus Orlando. Andererseits gewährte Team Austria auf Instagram und Facebook zahlreiche Einblicke hinter die Kulissen.
Riesenjubel bei Österreichs Nachwuchs-Cheerleaderinnen!
Die Nationalteams der Kategorien Youth All Girl Median (12 bis 14 Jahre) und Junior All Girl Advanced (15-18) brennen am zweiten Wettkampftag der ICU World Cheerleading Championships 2023 in Orlando (USA) perfekte Final-Routines in die WM-Matte und jubeln jeweils sensationell über WM-Gold.
Die ÖCCV-Youngsters stehen – wie auch schon in den Semifinals – auf den Scoresheets der Jury ganz oben und lassen Kanada und Neuseeland (Youth) bzw. Japan und Neuseeland (Junior) hinter sich. Die Freude im Lager des Österreichischen Cheerleading und Performance Cheer Verbandes (ÖCCV) kennt am Donnerstag-Abend (Ortszeit) naturgemäß keine Grenzen.
„Wir haben die Matte gerockt“
„Unser Team hat ganz Österreich stolz gemacht. Unglaublich, ich bin Weltmeisterin und das mit 13 Jahren. Was für ein tolles Gefühl, diese Ehre wird mich mein ganzes Leben begleiten“, jubelt Youth-Weltmeisterin Anna Schlick. Junior-Kollegin Lara-Sophie Ferus ist ebenso euphorisch: „Wir haben die Matte gerockt und das vor der ganzen Welt. Wir bringen Gold mit nach Österreich.“
Auch der ÖCCV-Vorstand gratuliert: “Doppel-Weltmeister im Cheerleading war ein Ziel, dass ich vor allem unseren Athletinnen und Coaches sowie der gesamten Organisation vor den Weltmeisterschaften wirklich gewünscht habe. Es dann tatsächlich zu erreichen, ist auch für unseren Sport in Österreich ein starkes Statement”, so ÖCCV-Vorstand Petra Gruber, sportliche Leiterin der Cheerleading-Nationalteams.
Pokale, Medaillen und natürlich die begehrten Championship-Ringe – das alles gab’s für die neuen Weltmeisterinnen.
Spitzenplatz auch im Junior Pom
Österreichs einziges aufgebotenes Nachwuchs-Nationalteam im Bereich Performance Cheer darf sich indes zwar nicht über Edelmetall, aber über einen starken siebenten Platz freuen.
„Trotz starker Konkurrenz konnten wir eine fehlerfreie Routine performen und haben uns somit den siebenten Platz gesichert. Wir sind enorm stolz auf jede einzelne Athletin unseres Teams, denn die Mädels haben nicht nur auf der Matte alles gegeben, sondern in jedem Training hart gearbeitet und dem hohen Druck standgehalten“, zeigt sich Junior-Pom-Coach Elisabeth Erben höchst zufrieden.
Der WM-Titel geht an die USA. Japan und Mexiko sichern sich Silber bzw. Bronze.
Nachwuchsarbeit international top
Nach Abschluss der Nachwuchs-Bewerbe steht jedenfalls fest: Österreichs Youngsters, die bei den Weltmeisterschaften mit einem Performance-Cheer- und zwei Cheerleading-Nationalteams vertreten waren, haben auf internationaler Matte ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt.
„Unsere Cheerleading- und Performance-Cheer-Teams haben gezeigt, dass wir in Österreich eine sensationelle Arbeit leisten. Doppel-Weltmeister und eine Top-Platzierung im Junior Pom – darauf bin ich stolz und darauf kann ganz Österreich stolz sein“, freut sich ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer. Es sind die bislang größte Erfolge des noch jungen Verbandes, der erst vor etwas mehr als einem Monat als assoziiertes Mitglied die Aufnahme in die Sport-Austria-Familie fand.
Top-Performances lieferten auch die Performance-Cheer-Nationalteams.
Senior-Nationalteams bringen sich in Lauerstellung
Neben den Medaillen-Entscheidungen in den Nachwuchs-Bewerben standen am zweiten Wettkampftag auch die ersten Auftritte von Österreichs fünf Senior-Nationalteams am Plan.
In den Cheerleading-Kategorien Senior Coed Elite, wo auch männliche Athleten mit dabei sind, und Senior All Girl Premier, der sogenannten „Königsklasse“, sowie in den Performance-Cheer-Bewerben Senior Pom, Senior Jazz und Senior Hip Hop gelingt nach souveränen Semifinal-Routines jeweils der Final-Einzug.
Hip-Hop-Coach Susanna Germany versucht die Emotionen in Worte zu fassen: „Wir sind extrem überwältigt und so stolz über den Finaleinzug. Das Announcement kam wie aus dem Nichts, es war so ein emotionaler Moment für das gesamte Team. Morgen heißt es nochmal Vollgas geben und die Stage so richtig aufheizen. Wir sind stolz darauf, Österreich in den USA noch ein zweites Mal repräsentieren zu können.“
Theresia Maurer-Lelard, sportliche Leiterin der Performance-Cheer-Nationalteams gratuliert und ortet weitere Medaillenchancen: „Unsere Athletinnen haben heute in der Pom-Kategorie gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehören und haben mit einer Energie geladenen und präzisen Performance das Finale einer sehr starken Konkurrenz mit 20 Nationen erreicht.“
„Wir haben uns heute das erste Mal der Königsklasse des Cheerleadings gestellt und haben eine gute Routine auf die Matte gebracht. Morgen geht es ins Finale, wir können es kaum erwarten“ so Senior-All-Girl-Athletin Lena Heinricher.
Die WM-Medaillen in allen Kategorien werden am Freitag vergeben. Die erste Entscheidung fällt bereits am Vormittag (10:30 Uhr, Ortszeit), am späten Nachmittag (17:30 Uhr, Ortszeit) kürt zum Abschluss traditionell die Kategorie Senior All Girl Premier ihre Weltmeisterinnen.
Pyramiden stehen üblicherweise in Ägypten – die des Senior-All-Girl-Nationalteams allerdings derzeit in Orlando, Florida.
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Der Auftakt in die ICU World Cheerleading Championships 2023 ist mehr als geglückt!
Österreichs Cheerleading- und Performance-Cheer-Nachwuchs setzt am ersten Wettkampftag der Weltmeisterschaften in Orlando (USA) gleich ein dickes Ausrufezeichen. Bei ihren Seminfinal-Auftritten am Mittwoch-Nachmittag (Ortszeit) bringen die Youngsters des Österreichischen Cheerleading und Performance Cheer Verbandes (ÖCCV) durchgehend Top-Performances auf die Matte. Die drei Nationalteams ziehen in den Kategorien Youth All Girl Median, Junior All Girl Advanced (beide Cheerleading) und Junior Pom (Performance Cheer) souverän ins Finale ein.
Österreicherinnen trotzen der Nervosität
„Das Erreichen der Finals mit den beiden Cheerleading-Nachwuchsteams macht mich sehr stolz“, freut sich ÖCCV-Vorstand Petra Gruber, sportliche Leiterin der Cheerleading-Nationalteams, die mit großen Erwartungen nach Florida gereist ist. „Ich weiß, wie gut unsere Teams sind, aber im Cheerleading ist immer alles möglich. Umso mehr freut es mich, dass wir unsere Routines im Finale am Donnerstag erneut zeigen und nach Medaillen greifen können“, so Gruber.
Auch die Performance-Cheer-Verantwortlichen zeigen sich nach dem Final-Einzug des Junior-Pom-Teams bei deren WM-Premiere naturgemäß sehr zufrieden. „Es war heute der allererste Auftritt unserer Juniors auf der WM-Matte. Die Nervosität war hoch, aber sie haben es ganz toll gemeistert“, freut sich Head Coach Viktoria Schellenbauer. Coach Elisabeth Erben ergänzt: „Wir sind sehr stolz auf das Team, das gegen eine enorm starke Konkurrenz eine Top-Leistung gezeigt hat.“
Österreichs Cheerleading-Nachwuchs will hoch hinaus – und beweist das im WM-Semifinale.
ÖCCV-Youngsters überzeugen WM-Jury
Mit ihren Auftritten sammelten die Österreicherinnen am ersten Wettkampftag reichlich Punkte auf den Scoresheets der Jury. Zwar werden die Karten im Finale am Donnerstag (ab 18:00 Uhr, Ortszeit) neu gemischt, die hohen Punktezahlen geben jedoch Selbstvertrauen für den Kampf um WM-Edelmetall, wo die ÖCCV-Nationalteams nun zu den Mitfavoriten zählen.
„Es war unglaublich, unsere Routine auf der Worlds-Matte performen zu dürfen. Wir haben die Halle zum Beben gebracht. Im Finale werden wir nochmal zeigen, wie gut wir sind” so Youth-Cheerleaderin Sophie Beran.
„Junior“-Athletin Gloria Philippsen kann das Finale kaum noch erwarten: „Wir sind bereit, die Medaille für Österreich nach Hause zu bringen.“
Seniors wollen nachziehen
Noch bevor am Donnerstag die Medaillenentscheidungen in den Nachwuchs-Bewerben fallen, steigen auch die fünf ÖCCV-Senior-Nationalteams in die Weltmeisterschaft ein.
In den Cheerleading-Kategorien Senior Coed Elite, wo auch männliche Athleten mit dabei sind, und Senior All-Girl Premier, der sogenannten „Königsklasse“, sowie in den Performance-Cheer-Bewerben Senior Pom, Senior Jazz und Senior Hip Hop stehen am Nachmittag die Halbfinals auf dem Programm.
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Alle Fans der österreichischen Nationalteams können bei den Weltmeisterschaften hautnah dabei sein. Möglich macht dies einerseits eine Kooperation von SportPass Austria und Cheerleading Austria TV. Auf cheerleading-at.tv gibt es täglich brandneue Videos aus Orlando. Andererseits gewährt Team Austria auf Instagram und Facebook einen Blick hinter die Kulissen.
Österreich gilt als eine der Hochburgen des Racketlon-Sports. In der Kombination aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis verzeichneten heimische Athlet:innen seit vielen Jahren Top-Erfolge auf internationalem Terrain. Nicht weniger als vier Einzel-, elf Doppel- und sechs Mixed-Weltmeistertitel hat Österreich im Racketlon zu Buche stehen. Dazu kommen noch drei Goldmedaillen im Teambewerb. Es überrascht deshalb nicht, dass die Racketlon Federation Austria (RFA) immer wieder innovative, neue Akzente setzt, um die Entwicklung des Sports weiter voranzutreiben.
Addition durch Subtraktion
Seit diesem Jahr veranstaltet der Verband die „BABLOAT Austrian Championships“ – eine Turnierserie mit insgesamt sieben Stationen – darunter Österreichische Meisterschaften in den sogenannten „Split“-Bewerben. Dabei kommen jeweils nur drei der vier Racketlon-typischen Schlägersportarten zur Austragung. Den Anfang machten dabei die Meisterschaften in der Variante Tischtennis-Badminton-Squash, die Ende Februar in Lauterach (Vorarlberg) ausgetragen wurden.
Der Bludenzer Emanuel Schöpf feierte dabei einen ungefährdeten Heimsieg im Herren-Einzel. Im Sommer folgen dann noch die Championships in Vösendorf (Juli), Pörtschach (September) und Schwaz (Oktober) wo der Squash-, der Badminton- und schlussendlich der Tischtennis-Schläger zuhause bleiben müssen.
2023 erfuhren die Split-Meisterschaften mit der Einführung der Doppel-Bewebe eine weitere Aufwertung. RFA-Präsident Marcel Weigl höchst selbst war es, der bei der Premiere in Lauterach gemeinsam mit Marwin Pöschl-Steiner den allerersten Doppel-Titel in der Geschichte einheimste. Der 49-Jährige ist davon überzeugt, dass die Reduktion auf drei Sportarten langfristig positive Effekte hat. „Der Racketlon-Sport erfährt durch die ‚Split‘-Turniere mehr Zuspruch. Wir verzeichnen mehr Anmeldungen, weil auch Spieler:innen an den Start gehen, die aufgrund einer Schwäche in einer bestimmten Sportart sonst vielleicht zuhause bleiben würden.“
Außerdem würde sich durch den neuen Modus die Racketlon-Landkarte ausweiten, da aufgrund des geringeren infrastrukturellen Aufwandes mehr Standorte als Gastgeber für die Austragung in Frage kommen.
Marcel Weigl entwickelt als RFA-Präsident den Racketlon-Sport weiter – und greift selbst noch zu den Schlägern.
Padel statt Squash
Etwas vollkommen Neues probierte die RFA in Zusammenarbeit mit der Austrian Padel Union (APU) Mitte April im UTC LaVille in Wien. Bei den 1. Österreichischen Meisterschaften im European Racketlon Doubles wurde das Squash- gegen das Padel-Racket getauscht und damit die Variante Tischtennis-Badminton-Padel-Tennis gespielt – ausschließlich als Doppel und pro Satz nur bis 15 Punkte.
Bei der Premiere siegten Martin Bartos und Jan Port vor Weigl und Racketlon-Legende Magnus Eliasson. Vor allem der Schwede zeigte sich von der Premiere begeistert: „Ich habe diese Variante erstmals gespielt und finde es eine super Idee. Gerade Padel ist eine super Ergänzung, weil beim Racketlon-Doppel immer das Problem besteht, dass beim Squash hintereinander gespielt werden muss. (Weil nicht vier Leute gleichzeitig auf einem Squash-Court stehen können; Anm. d. Red.) Ich liebe alle Racket-Sportarten und die Innovation die mit diesem Turnier geschaffen wurde, ist wirklich großartig“, so Eliasson, für den die RFA rund um Präsident Weigl immer wieder neue Maßstäbe im internationalen Racketlon setzt.
Sport Austria Finals als Highlight
Highlight des Jahres bleiben für die gesamte Racketlon-Szene aber selbstverständlich die österreichischen Meisterschaften im „klassischen“ Setup (Tischtennis-Badminton-Squash-Tennis), die zum dritten Mal in Serie im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Holding Graz stattfinden.
Titelverteidiger im Einzel ist der 42-jährige Rekordmann Michael Dickert, der nach seinem insgesamt zwölften Titel in dieser Kategorie greif. Im Vorjahr fiel die Entscheidung im Finale zuungunsten von Präsident Marcel Weigl erst durch den Entscheidungspunkt – den sogenannten „Gummiarm“.
Ob Weigl in diesem Jahr auf Revanche-Kurs geht, lässt er offen. Zu den Mitfavoriten zählt der Funktionär andere, so zum Beispiel Schöpf oder auch Florian Harca. „Sie können Dickert an einem guten Tag schlagen“, weiß der Niederösterreicher, der selbst zumindest im Doppel-Bewerb dabei sein wird.
Bahnt sich also ein Generationenduell an? Dickert nimmt die Herausforderung der jungen Garde jedenfalls an. „Ich werde mich dieses Jahr noch intensiver auf die Finals vorbereiten. Wenn ich fit genug bin, glaube ich, dass ich wieder Chancen habe, den Titel zu holen.“ Das Alter spiele für ihn nur eine Nebenrolle, so der Schläger-Virtuose. „Vom Speed her bin ich einigen jüngeren Athleten sicherlich unterlegen. Aber ich zehre noch immer von meiner Erfahrung. Der Wechsel zwischen den Sportarten ist für mich leichter als für viele andere“, betont Dickert im Interview.
Nachwuchs-Talent Florian Harca fordert Legende und Serienmeister Michael Dickert.
Olsacher steigt zur Favoritin auf
Bei den Damen tritt Mehrfach-Weltmeisterin Christine Seehofer-Krenn in diesem Jahr nicht mehr an. Sie hat wie Titelverteidigerin Bettina Bugl ihre internationale Karriere beendet. Es wird also wohl eine neue Meisterin gekrönt – Irina Olsacher ist Favoritin auf Gold.
Maximal 32 Spieler bzw. 16 Spielerinnen sind in den Einzelbewerben dabei. Die Qualifikation erfolgt über das offizielle RFA-Ranking.
„Das Besondere an den Sport Austria Finals ist, dass an diesem verlängerten Wochenende die gesamte Racketlon-Community aus ganz Österreich zusammenkommt und – inklusive des Bundesliga-Teamevents – alle Bewerbe zentral an einem Ort gespielt werden“, freut sich Präsident Weigl auf den Finals-Hattrick in Graz.
Irina Olsacher ist in Abwesenheit von Seehofer-Krenn und Bugl Anwärterin auf die Gold-Medaille.
Am Mittwoch erfolgt in Orlando (USA) der Startschuss zu den ICU World Cheerleading Championships 2023. Für die jüngsten der insgesamt mehr als 150 Athlet:innen des Österreichischen Cheerleading & Performance Cheer Verbandes (ÖCCV) geht es bereits am Eröffnungstag ans Eingemachte.
Nachwuchs-Nationalteams machen den Anfang
Noch bevor in der ESPN WIDE WORLD OF SPORTS am Mittwoch-Abend (Ortszeit) das feierliche Opening zelebriert wird, zeigen die Österreicher:innen in den Kategorien Junior Pom (Performance Cheer), Youth All Girl Median und Junior All Girl Advanced (beide Cheerleading) erstmals unter Wettkampfbedingungen ihre Routinen. Die Vorgabe ist jeweils klar: Der Einzug ins Finale – und sogar noch mehr: „Unser Ziel ist es, weitere Medaillen für Österreich nach Hause zu bringen“ so Petra Gruber, ÖCCV-Vorstand sowie sportliche Leiterin der Cheerleading-Nationalteams.
Riesen-Aufgebot: Nicht weniger als acht ÖCCV-Nationalteams greifen nach WM-Medaillen.
Im Vorjahr gelang unter anderem der vielbeachtete Weltmeistertitel in der Kategorie Senior All Girl Elite, gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Premier-Kategorie. Aber nicht nur in der „Königsklasse“ des Cheerleading ist die Konkurrenz groß. „Im Performance Cheer erwartet uns große Konkurrenz aus vielen Nationen. Unser Ziel ist es, dass wir mit sauberen Routines zu den besten Ländern der Welt zählen“, so Theresia Maurer-Lelard, sportliche Leiterin der Performance-Cheer-Nationalteams.
Sowohl beim Cheerleading als auch beim Performance Cheer ist vor allem mit den starken Skandinavier:innen, sowie mit den Gastgeber:innen aus den USA zu rechnen.
Halbfinale der „Königsklasse“ am Donnerstag
Für die drei Nachwuchs-Nationalteams fällt die Entscheidung um die WM-Medaillen im Finale am Donnerstag. An diesem zweiten Wettkampftag steigen dann auch die restlichen fünf der insgesamt acht ÖCCV-Nationalteams mit ihren Semifinals ins Geschehen ein. Am Freitag, dem letzten Wettkampftag, geht es dann auch für die „Seniors“ um die Medaillen. Erstmals ist Österreich auch mit einem COED-Team – also einem gemischten Team aus Männern und Frauen – vertreten. „Wir können es kaum erwarten, die Matte zu rocken und nach der Medaille zu greifen“, so Senior-COED-Athlet Florian Ackerl.
Erstmals schickt Österreich auch ein COED-Team ins Rennen.
„Wollen der Welt zeigen, wie gut wir sind“
Die Vorfreude im rund 200 Personen umfassenden ÖCCV-Tross ist jedenfalls groß. „Wir sind froh, endlich hier zu sein und der ganzen Welt zeigen zu können, wie gut wir sind. Ich glaube, wir werden Österreich sehr stolz machen, denn wir sind richtig gut drauf“, so Youth-Nationalteam-Athletin Luna Ressi.
„Nach dem WM-Titel 2022 treten wir ab diesem Jahr im Premier-Level des Cheerleadings an. Es ist eine große Ehre, Österreich in der Königsklasse vertreten zu dürfen“, sagt Senior-All-Girl-Premier-Athletin Vivienne Moser.
Österreichs Rugby-Szene ist aus der Winterpause erwacht.
Zunächst das klare 51:7 des männlichen 15s-Nationalteams zum WM-Quali-Auftakt in Pristina gegen den Kosovo und nun – am vergangenen Wochenende – der spektakuläre erste Spieltag der Women’s 7s Series. Gerade der Auftakt zur Turnierserie der Frauen bot einen ersten echten Vorgeschmack auf die Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz.
Denn im Rahmen des Events – genauer gesagt am 8. Juni – ermittelt die weibliche Rugby-Elite im Rahmen der Multisportveranstaltung in der steirischen Landeshauptstadt ihren Staatsmeisterinnen.
Neuer Champion gesucht
Titelverteidigerinnen sind die Frauen der Spielgemeinschaft Celtics/Stade. Die Wienerinnen werden ihren Titel aber in dieser Saison nicht gemeinsam verteidigen können. Das hat einen einfachen Grund: Die Vienna Celtics und Stade Rugby Wien treten diesmal – vorausgesetzt die Qualifikation gelingt – jeweils mit einem eigenen Team an.
Es wird also definitiv einen neuen Champion geben. Auch die im Vorjahr im Finale mit 0:25 unterlegenen Kontrahentinnen von Rugby Union Donau Wien schielen wieder auf den Staatsmeister-Titel.
Die Wienerinnen von „Stade Rugby“ wollen – diesmal ohne Spielgemeinschaft – wieder nach Gold greifen.
Damen-Rugby auf dem Vormarsch
Die Qualifikation erfolgt über das Gesamt-Ranking der heimischen Women’s 7s Series. Diese erfreut sich nach einigen Jahren loser Turnierserien durch regen Zulauf mittlerweile eines waschechten Ligabetriebs.
Sechs Spieltage stehen 2022/23 auf dem Programm, Ligakoordinator Stefan Pauser zeigt sich mit der Entwicklung zufrieden. „Dass wir nunmehr einen konstanten Ligabetrieb organisieren können, zeigt die enorme Entwicklung, die der Rugby-Sport gerade bei den Damen genommen hat.“ Drei Turniere stehen auf dem Weg zu den Sport Austria Finals 2023 noch im Kalender – die bis zu zehn Vereine dürfen sich also Chancen auf die Teilnahme an den Staatsmeisterschaften ausrechnen.
In Graz treten jedenfalls die besten sechs Teams an. Gespielt wird im ASKÖ Sportcenter nach den Regeln der (olympischen) 7er-Rugby-Variante, also mit je sieben Spielerinnen pro Team und einer verkürzten Spielzeit von zweimal sieben Minuten.
Nationalteams wollen Ausrufezeichen setzen
Dass in diesem Jahr in Graz kein Herren-Bewerb ausgespielt wird, liegt übrigens keinesfalls am Desinteresse an den Sport Austria Finals 2023, sondern hat erfreuliche sportliche Gründe: Das Nationalteam ist zur selben Zeit in der „European Conference One“ des europäischen Rugby-Verbandes im Einsatz und peilt den Aufstieg in die nächsthöhere „European Trophy“ an. Generell wollen die Nationalteams von Rugby Austria in den europäischen Bewerben in diesem Jahr international Ausrufezeichen setzen. Den Damen ist bereits im letzten Jahr der Aufstieg in den „Trophy“-Bewerb gelungen, wo weitere Top-Platzierungen folgen sollen.
Viele dicke Ausrufezeichen wird es in jedem Fall im ASKÖ Sportcenter geben, wenn Österreichs beste Damen-Rugby-Teams im Rahmen der Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz um den Staatsmeistertitel rittern.
Der Klosterneuburger Aupark ist für zwei Dinge bekannt: Einerseits für seine zahlreichen Sport- und Erholungsmöglichkeiten. Andererseits für die im Hochsommer nicht weniger zahlreichen Gelsen-Schwärme, die sich in den Tümpel unweit der Donau bestens aufgehoben fühlen. Es dürfte klar sein, wo die „Mosquitos“, Niederösterreichs größter Ultimate-Verein, ihre Ursprünge haben und woher sich ihr Name ableitet? Gut, dann wäre das geklärt…
Im 15. Jahr nach der Vereinsgründung (2008) ist die Geschichte der Mosquitos damit aber natürlich längst nicht auserzählt.
Faszination Ultimate
„Wir waren von Anfang an ein Mixed-Verein und haben zunächst 5-gegen-5 gespielt“, erinnert sich Christopher Klambauer an die Anfänge. Es habe aber nicht allzu lange gedauert, bis man aufgrund steigender Spieler:innen-Zahlen in das übliche 7-gegen-7 gewechselt sei, betont der sportliche Leiter der Klosterneuburger. Er selbst war damals zwar noch nicht mit von der Partie, aber u.a. mit Kassierin Mario Meyer beheimatet der Verein nach wie vor so manches Gründungsmitglied. In den ersten Jahren des Bestehens erhöhte sich die Anzahl der Teams bei den Mosquitos stetig. Bei Turnieren traten die Niederösterreicher vereinzelt auch mit reinen Männer-Teams oder sogar ersten Nachwuchs-Teams an.
Generell machte sich der außerhalb der Ballungszentren Wien und Graz lange Zeit fast gänzlich unbekannte Ultimate-Sport auch in der Klosterstadt langsam aber sicher einen Namen. So gut wie jede und jeder, der sich mit der 175g schweren Flugscheibe versuchte, war begeistert. Klambauer kennt die Gründe: „Ultimate begeistert, weil alle Spieler:innen unabhängig von Alter und Geschlecht ihre individuellen Stärken in das Team einbringen können.“
Auch die vielleicht außergewöhnlichste Komponente des Ultimate hebt der der 31-Jährige besonders hervor. „Wir kommen auf jedem Leistungsniveau gänzlich ohne Schiedsrichter aus. Es gibt nie Probleme und keinerlei Unsportlichkeiten.“ Warum ist das so? „Aufgrund des Ultimate-Spirits! Wir haben nicht nur Respekt vor gegnerischen Teams, sondern hoffen sogar, dass unsere Gegenüber ihre Bestleistung abrufen. Ultimate macht allen am meisten Spaß, wenn beide Teams ein geiles Spiel abliefern.“
Zusammenhalt wird bei den Mosquitos groß geschrieben.
Der Schwarm bekommt Nachwuchs
Fünf Jahre nach der Vereinsgründung setzen die Mosquitos im Jahr 2013 dann einen Meilenstein, der massive Auswirkungen auf die Zukunft haben sollte. „Damals haben wir die richtungsweisende Entscheidung getroffen, in die Nachwuchsarbeit zu investieren“, weiß Klambauer heute.
Unter der Leitung von Jakob Salomon und unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium der Stadt entsteht zu dieser Zeit eine U15 und eine U20. „Heute sind die Spieler:innen dieser Teams unsere Stützen und bilden den Kern des Kaders“, unterstreicht Klambauer. Und dieser Kader ist mehr als nur konkurrenzfähig. Über die Sport Austria Finals 2022 und ein Ausscheidungsturnier in Tschechien schafften es die „Mücken“ im Herbst des Vorjahres erstmals zu den European Championship Finals. Bei der Endrunde gelang dem jüngsten Team des Bewerbs – der Altersschnitt lag bei unter 20 Jahren – der Vorstoß ins „Elite Eight“, also unter die besten acht Teams Europas. Das ist auch gleichbedeutend mit dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte.
„Ohne konsequenter Nachwuchsarbeit wäre das unmöglich“, sagt der sportliche Leiter. Deshalb bleibe die Förderung der „Moskiddos“, so nennt der Klub seinen Nachwuchs, weiterhin im absoluten Fokus des heute auf 80 Mitglieder:innen angewachsenen Vereins. Wichtig für den auf Mixed-Bewerbe spezialisierten Verein: Die demographische Verteilung ist mit 40% Frauen und 60% Männern beinahe ausgeglichen. Im Vorstand unter Obmann Martin Fürst beläuft sich das Verhältnis auf 50:50.
Bei aller Qualität der „jungen Wilden“ dürfe man aber auch die Routiniers nicht unerwähnt lassen, meint Klambauer. „Zu unseren Stützen zählen natürlich auch erfahrene Spieler:innen, die teilweise seit der Vereinsgründung dabei sind.“ Die Klosterneuburger sind aber auch für ihre „Exporte“ bekannt. Ein paar ehemalige Akteure gehen derzeit sogar für absolute europäische Spitzenteams im Ausland auf Titeljagd.
Aktuell unterhalten die Mosquitos neben vier Erwachsenen-Teams (2x Mixed, Männer und Frauen; Anm.) auch vier Mixed-Nachwuchs-Teams (U20, U17, U15, U13; Anm.) Die U20 und die U15 haben ihre jeweiligen Divisionen gewonnen. Nur in der Altersklasse U17 ist das zuletzt nicht gelungen, die U13 bestreitet noch keine Bewerbe.
„Was die Jugendarbeit betrifft, zählen wir zu den besten Vereinen in Österreich“, ist Klambauer überzeugt. Andere Expert:innen aus der Ultimate-Szene werden ihm recht geben. Zumal der Verein auf die Expertise von „Ultimate-Guru“ Peter Scheruga zurückgreifen kann, der als Lehrer in Klosterneuburg tätig ist und laufend Schüler für den Sport begeistert.
Apropos: Mittlerweile ist auch das zweite Klosterneuburger Gymnasium auf den Ultimate-Zug aufgesprungen und bietet unverbindliche Übungen an. Alleine am Schulcup nahmen letztes Jahr 520 Kinder teil, 480 davon kamen direkt aus Klosterneuburg. Das Potenzial für neue Mitglieder:innen ist also riesig.
Vieles gelang den Klosterneuburger:innen bereits – aber alles noch nicht: Der Staatsmeister-Titel fehlt.
Sport Austria Finals: Traum von Gold
Angetrieben von der starken Nachwuchsarbeit und ersten internationalen Erfolgen hat der Verein mittlerweile Lust auf mehr: Seit 2022 gibt es auch eine eigene Discgolf-Sektion und im Ultimate-Bereich strebt man nach noch größeren Zielen.
Nach zwei zweiten (2019, 2021) und drei dritten Plätzen (2015, 2017, 2018) soll bei den Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz nun der ganz große Wurf gelingen: „Ziel ist die Goldmedaille“, so Klambauer. Mit der Konkurrenz – namentlich Catchup Graz sowie den Wienern vom Wunderteam bzw. den Zombies – haben die Mosquitos nach Platz vier im Vorjahr ohnehin noch eine Rechnung offen. Gelingen soll dies mit einem Kader, der ausschließlich aus Eigenbauspieler:innen besteht.
Dass mit den Klosterneuburgern zu rechnen ist, unterstreicht auch Eventkoordinator Nikolaus Jauk: „Mit den Mosquitos hat sich ein Fixstern am österreichischen Frisbee-Himmel etabliert, der sich gerade durch das junge dynamische Team auszeichnet und in puncto Teamgeist und Zusammenhalt seinesgleichen in Österreich sucht.“
Im Juni gilt es für die Mosquitos also, abzuliefern und den Traum vom ersten Staatsmeistertitel wahrzumachen. Die Bewerbe im ASKÖ Sportcenter seien aber unabhängig vom Ausgang wichtig für den Ultimate-Sport, bekräftigt Klambauer: „Die Finals bieten uns eine einzigartige Plattform. Wir haben sonst nirgendwo die Möglichkeit, uns auf einer derart großen Bühne zu präsentieren und vor TV-Kameras zu spielen.“
Wenn ein UFO per Definition ein „nicht identifiziertes“ oder „unbekanntes“ Flugobjekt ist, dann müsste eine Ultimate-Frisbee-Scheibe demnach ein BFO, ein „bekanntes“ Flugobjekt, sein – vor allem in Graz. Denn das 175 Gramm schwere Spielgerät aus Plastik ist in der steirischen Landeshauptstadt außerordentlich bekannt.
Nicht nur deshalb, weil Ultimate wie schon 2021 und 2022 wieder im Programm der Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz steht, sondern nicht zuletzt auch deshalb, weil die Lokalmatador:innen von Catchup Graz einmal mehr als Titelverteidiger:innen ins Turnier gehen. Seit 2018 sind die Steirer:innen das Maß aller Dinge im heimischen Ultimate-Sport. Sämtliche Meistertitel gingen seither an den Verein, so auch jene bei den bisherigen zwei Auflagen der Sport Austria Finals. Mit Catchup gilt es also auch heuer wieder „mitzuhalten“.
Ultimate ist Spektakel: Zwischen jede noch so kleine Lücke wird eine Scheibe geworfen.
Zwei Qualifikationsturniere – zwei Startplätze
In der wohl fairsten Mannschaftssportart der Welt – es gibt auch in internationalen Wettbewerben keine Schiedsrichter(!) – bahnt sich im Vorfeld der Finals wieder einmal ein Gerangel um die begehrten Startplätze bei den Staatsmeisterschaften an.
Neben den Top-4-Teams der Vorjahres-Finals (Catchup Graz, Wunderteam Wien, ZomBees Wien, Mosquitos Klosterneuburg; Anm.), die automatisch qualifiziert sind, kämpfen die übrigen Vereine aus ganz Österreich in zwei aufeinander aufbauenden Qualifikationsturnieren um die letzten beiden offenen Startplätze.
Die erste Hürde ist am 29. und 30. April im niederösterreichischen Hollabrunn zu bewältigen. Teilnahmeberechtigt sind all jene Teams, die beim Österreichischen Frisbee-Sport Verband (ÖFSV) gemeldet sind und sich fristgerecht für die Vorausscheidung angemeldet haben. Bis zu 14 Mannschaften könnten um den „Aufstieg“ in die zweite Phase rittern, das wäre neuer Rekord.
Die Top-4 aus Hollabrunn qualifizieren sich für das zweite und entscheidende Qualifikationsturnier, wo sie am 20. und 21. Mai in Salzburg auf die gesetzten Innsiders Kundl und Disc-Fiction Klagenfurt treffen. Nur für die zwei besten Teams des Kräftemessens in der Mozartstadt gibt es ein Ticket für die Sport Austria Finals 2023.
Die Kärntner von Disc Fiction müssen in die Qualifikation – sind dort aber gesetzt.
„Finals haben sehr hohen Stellenwert“
Die Multisportveranstaltung in Graz genießt in der heimischen Ultimate-Szene jedenfalls einen sehr hohen Stellenwert. Nikolaus Jauk, seitens des Verbandes verantwortlich für die Koordination des Bewerbes bei den Finals, unterstreicht: „Die Finals haben für uns einen sehr hohen Stellenwert. Durch die Größe des Events ist eine Riesen Publicity gegeben. Zudem sind die Sportler:innen von der Atmosphäre begeistert.“
Auch abseits der Finals entwickelt sich Ultimate in kleinen, aber kontinuierlichen Schritten weiter. Der Europäische Verband organisiert mittlerweile eine Turnier-Serie, zu der regelmäßig auch österreichische Teams eingeladen werden. Laufend finden in Mitteleuropa außerdem quasi im Wochentakt kleinere und größere Turniere statt.
Die Anzahl der Aktiven steigt nach den Pandemie-Jahren langsam wieder an, Schulprojekte sollen dabei helfen, dass das so bleibt. Und so wandelt sich nach und nach auch das Image des Sports. „Wir kommen zunehmend weg von den Klischees, wir würden Plastikscheiben durch einen Park werfen, oder mit Hunden Frisbee spielen“, so Jauk.
Wer von Ultimate noch nicht überzeugt ist, kann sich am 10. und 11. Juni im ASKÖ Sportcenter überzeugen. Die Regeln sind einfach und schnell zu durchschauen: Für zwei siebenköpfige Teams geht es darum, die Flugscheibe durch Werfen und Fangen – ähnlich wie beim American Football – in eine Endzone zu bringen. Wer zuerst 15 Punkte erzielt, gewinnt. Da ausschließlich ein Mixed-Bewerb ausgetragen wird, stehen Frauen und Männer immer miteinander auf dem Feld. So einfach. So spannend. So fair.
Fairness pur: Auch der Mixed-Bewerb kommt – wie alle Ultimate-Verianten – ohne Schiedsrichter aus.
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