Der Wiener Floorball Verein (WFV) hat es wieder geschafft. Vergangenen Sonntag wurden die Hauptstädter zum dritten Mal in Folge Österreichischer Staatsmeisters und entschieden eine spannende Finalserie gegen den VSV am Ende mit 3:1 für sich.
Nach einem packenden Finalspiel gegen den VSV Unihockey konnte der WFV am Sonntag in der Overtime den Sieg erringen und somit den begehrten Titel wieder nach Wien holen.
Obwohl der WFV am Samstag eine knappe 4:5-Niederlage hinnehmen musste, und die Floorball-Community auf eine Trendwende hoffte, konnten die Kärntner im letzten Spiel nicht mehr zusetzen. Die Spieler des WFV zeigten am entscheidenden Tag eine beeindruckende Leistung und sicherten sich letztendlich den 4:3-Overtimesieg, der sie zum dritten Mal in Folge zum österreichischen Staatsmeister krönte.
Dieser erneute Triumph des WFV ist ein Beweis für die harte Arbeit, das Engagement und das Talent der Spieler sowie für die herausragende Leitung des Trainerstabs. Ihr unermüdlicher Einsatz hat sich ausgezahlt und die Wiener als dominierende Kraft im österreichischen Floorball etabliert.
Begriffe wie „Pyramide“ und „Hufeisen“ werden wahrscheinlich jedem etwas sagen, bei Ausdrücken wie „Örkel“, „Doppeltor in Steigung“ oder „Favoritentöter“ wird es sicher anders aussehen. Auf dem Minigolfplatz hingegen gehören sämtliche eben erwähnten Bezeichnungen zum Alltag. Anton Ploner kennt beispielsweise den Minigolfplatz in Telfs wie seine eigene Westentasche. Der 63-Jährige, den man zweifelsohne als Urgestein bezeichnen kann, ist seit Jahrzehnten leidenschaftlicher Minigolfer, ist der Obmann seines Vereins und seit 2020 auch Präsident des Tiroler Bahnengolfsportverbandes. Aktuell sind zehn Vereine und etwas mehr als 100 Lizenzspieler:innen im Bundesland beheimatet.
Auch wenn Ploner mit seinem Team sehr viel ehrenamtliche Arbeit in den Minigolfsport steckt, sind sie seit Jahren mit einem großen Problem konfrontiert: „Wir sind zufrieden, aber es gibt immer noch Luft nach oben. Aber es ist so, dass die Jugend aktuell das Hauptproblem ist. Sie sind kaum zum Minigolf zu begeistern. Das ist aber nicht nur bei uns in Tirol so, sondern zieht sich durch ganz Österreich. Wenn man das nüchtern betrachtet, hat man dieses Thema bereits vor 15 bis 20 Jahren verabsäumt. Nun kämpfen wir seit Jahren mit dem Turnaround und haben eine Mamut-Aufgabe vor uns“, verrät der 63-Jährige.
Auch wenn viele Familien und Touristen die Minigolfanlagen aufsuchen, bleibt vereinsmäßig am Ende des Tages nicht viel hängen. „Es ist zwar immer was los, aber die Bindung fehlt. Im Endeffekt liegt es an uns Vereine uns besser zu präsentieren, die Vorzüge unserer Sportart abzubilden und die Menschen zu begeistern. In Linz, Hohenems und in Voitsberg gibt es mittlerweile kleine Leistungszentren und wir versuchen auch sehr viel in den Schulen. Aber irgendwann rennt man gegen eine Betonwand und die Vereine geben auf – das ist halt der Worst-Case. Das Problem ist, dass es in jungen Jahren sehr viel Angebote gibt, und da ziehen Trendsportarten einfach mehr“, so Ploner, der den positiven Hype in Kufstein wohlwollend zur Kenntnis nimmt.
Ähnliche Erfahrungen hat man in Telfs auch gemacht. Fünf ambitionierte Nachwuchssportler haben ein paar Jahre geprägt und waren national und international mehr als erfolgreich. Doch irgendwann haben sie sich in jungen Jahren wieder zurückgezogen, dem Minigolfsport den Rücken gekehrt und ihre Lebensprioritäten anders gesetzt. Telfs hat schon Medaillen im Minigolfsport hervorgebracht. Der Jugendweltmeister Simon Schatz und der leider im letzten Jahr verstorbene österreichische Meister und Vizeeuropameister in der Klasse der Senioren Horst Spirk stamm(t)en beispielsweise aus Telfs.
Apropos Tourismus, in diese Schublade wird das Minigolf ja schnell gelegt und oftmals als „Urlaubssport“ abgestempelt. „Wenn man 100 Leute fragt, kennen 95 Minigolf. Wo haben sie das letzte Mal gespielt? Natürlich im Urlaub. Daher gibt es da auch viele Tagesspieler. Telfs ist zum Beispiel kein typischer Urlaubsort, daher ‚profitieren‘ wir in manchen Bereichen eigentlich kaum“, sagt der Tiroler. Trotz seiner 63-Jahre ist er noch nicht müde und verbringt jede freie Minute am Minigolfplatz, führt die Neulinge mit viel Geduld in die Materie ein und steht mit ein paar anderen Senioren mit Rat und Tat zur Seite. Warum aber ausgerechnet Minigolf: Ich liebe diesen Sport. Das positive ist, dass wir unseren Sport bis ins hohe Alter spielen können. Das reicht von acht Jahren bis zum 90. Lebensjahr. Wir hatten lange ein Mitglied, das auch im hohen Alter konsequent seine Runden gegangen ist und immer seinen Enkel mitgebracht hat. Das war super zum Anschauen und da ging einem das Herz auf. Auch nach seinem Tod ist der Enkel bei uns noch aktiv dabei und lebt die Leidenschaft für den Minigolfsport.“
Die Freude über die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck ist demnach groß. Während es in der Vergangenheit in Tirols Landeshauptstadt sieben Minigolf-Anlagen für den Turnierbetrieb gegeben hat, ist 2024 nur noch eine übriggeblieben. Daher ist die Erwartungshaltung beim Landespräsidenten hoch: „Die Finals sind bei uns herzlich willkommen. Wir versprechen uns da sehr viel. Wir wollen uns bestmöglich präsentieren und haben ein paar Ideen. Die gilt es jetzt noch zu verfeinern. Es wird mit Sicherheit eine coole Sache.“
Kurz vorm größten Multisport-Event des Landes wird auf Ploners Vereinsanlage noch die österreichische Mannschaftsmeisterschaft ausgetragen. Das große Finale verspricht sehr viel Spannung und ist quasi das Aufwärmprogramm für die Minigolf-Elite, bevor es am Sonntag (2. Juni) auf der mobilen Anlage mitten in Innsbruck im 2vs2 wieder richtig zur Sache geht. „Unser Bewerb war bereits in Graz ein Erlebnis, das wollen wir hier wiederholen. Ich kann nur alle Sportbegeisterten herzlich einladen, bei uns vorbeizuschauen. Sie werden nicht enttäuscht werden – das kann ich versprechen!“
Ringerin Martina Kuenz hat das Olympia-Ticket für Paris haarscharf verpasst.
Die Tirolerin holt beim 1. Olympia-Qualifikationsturnier in Baku (AZE) in der Gewichtsklasse bis 76 kg den undankbaren dritten Platz. Im Kampf um den Olympia-Startplatz für Paris musste sich Kuenz im Halbfinale nur der Türkin Yasemin Adar geschlagen geben.
Besonders hoch ist die Leistung einzuschätzen, da Kuenz aufgrund einer schweren Knieverletzung mehrere Monate pausieren musste. Beim 2. Olympia-Qualifikationsturnier in Istanbul (TUR) in fünf Wochen bietet sich eine weitere Chance, drei Quotenplätze werden vergeben.
Für das Griechisch-Römisch Team lief das 1. Olympia-Qualifikationsturnier nicht nach Wunsch. Heeressportler Aker Schmid legte in der Gewichtsklasse bis 60 kg furios los und gewann sein Achtelfinale 9:0, scheiterte jedoch im Viertelfinale.
Seine beiden Teamkollegen Lukas Staudacher (bis 87 kg) und Daniel Gastl (bis 97 kg) mussten beide Auftaktniederlagen hinnehmen und schieden vorzeitig aus.
„Beim 1. Olympia-Qualifikationsturnier war das Glück nicht auf unserer Seite. Die Weltspitze ist sehr nah zusammengerückt und es entscheiden oft nur Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage“, so Sportdirektor Benedikt Ernst.
Trotz ihres jungen Alters hat Sandra Irxenmayer schon so einiges erlebt. Manche Erlebnisse streicht man schnell wieder von der eigenen Festplatte, andere bleiben im Kopf. Damit man sich allerdings schöne Momente schafft und von den guten alten Zeiten sprechen kann, ist das Hier und Jetzt entscheidend. Und genau nach diesem Grundsatz lebt die 16-jährige Niederösterreicherin und verfolgt ihre Ziele im Minigolfsport hartnäckig.
Viele Sportler:innen kommen in ihrer Karriere nicht in den Genuss eines Großevents im eigenen Land. Für den rot-weiß-roten Minigolfnachwuchs wird es Anfang August ernst. Im Minigolf-Mekka Voitsberg wird die Jugend Weltmeisterschaft ausgetragen. Nach Platz drei im Team bei den Mädchen und Platz 10 im Einzel bei der letzten Auflage 2022 hat die Niederösterreicherin auch 2024 viel vor. „Es ist immer toll, wenn du als Sportlerin im Nationalteam spielst und deine Heimat repräsentieren kannst. Das ist mein primäres Ziel. Mein Traum wäre eine Goldmedaille, da muss aber alles zusammenpassen“, gab die Athletin vom MGC Ybbstal im letzten Jahr in puncto Zielsetzung einen ersten Einblick. 2024 ist die Niederösterreicherin bezüglich ihrer Erwartungshaltung etwas zurückhaltender.
„Wir haben schon sehr viele Kaderlehrgänge und bereiten uns intensiv auf das Jahreshighlight vor. Ich versuche meine Erwartungshaltung heuer nicht zu hoch anzusetzen, nicht dass ich am Ende enttäuscht bin. Es wird aber nicht nur auf die Spielleistung angekommen, sondern auch der Faktor Glück und Motivation spielt eine sehr große Rolle. Wir werden den Bewerb auf Filz austragen. Da ich selten auf diesem Belag spiele, ist die Vorfreude sehr groß. Unser Ziel ist es, dass wir unseren Top-3-Platz verteidigen und ich im Einzel besser abschneide als beim letzten Mal“, berichtet die Schülerin der BAfEP Amstetten, die im letzten Jahr ihr Spiel auf ein höheres Leistungslevel heben konnte. Neben Bundesliga sowie Landesmeisterschaften und der Schule gab es für die 16-Jährige kaum Pausen und der Terminkalender war gut gefüllt. „Das war schon oftmals ein bisschen zu viel. Heuer habe ich etwas reduziert, damit ich auch mehr Pausen in meinem Leben habe.“ Gemeinsam mit der Wienerin Sina Munzert dürfte die niederösterreichische Zukunftshoffnung auch 2024 gesetzt sein. Die Entscheidung über die zwei verbleibenden Startplätze soll es im Juni geben.
Im selben Monat will die 16-Jährige mit ihrem Sport-Partner Jonathan Felsleitner auch bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Innsbruck für Furore sorgen und im 2vs2-Bewerb sich im Spitzenfeld festsetzen. Das Multisport-Event spielt in Hinblick auf die nahende Heim-WM eine essentielle Rolle in der Vorbereitung.
Wenn man behauptet, Minigolf hat sich zu einer eigenen Wissenschaft entwickelt, dann liegt man wohl nicht so weit neben der Realität. Während die besten Minigolfspieler:innen der Welt in früheren Jahren mit einem Schläger und einem Ball ausgestattet waren und die 18 Bahnen ohne Schnickschnack bespielt haben, schauen die Rahmenbedingungen im Jahr 2024 doch ein wenig anders aus. So hat Irxenmayer, die in einer Minigolffamilie groß geworden ist, 300 verschiedene Bälle – zählt man die ihrer Eltern dazu sind es knapp 1.000 – zu Hause. Da stellt sich die Frage, ob man da überhaupt noch den Überblick behält? Mit dem richtigen Ball ist das Fundament geschaffen, dann geht es noch um die perfekte Linie – ein Unterfangen, dass sich in der Praxis auch nicht immer ganz einfach darstellt.
Nuancen machen den Unterschied
„Die Bälle werden schon alle eingesetzt, ob im Training oder im Turnier. Man muss aber seine Bälle sehr genau kennen, sie haben unterschiedliche Eigenschaften wie Sprunghöhe, Härte, Gewicht und Größe. Man behält so einen genauen Überblick, das ist das Um und Auf. Man kann sich das wie bei einem DJ vorstellen, der muss seine CD-Sammlung auch im Griff haben“, erklärt die 16-Jährige und ergänzt: „Vor den Turnieren präparieren wir unsere Bälle immer mit einem sehr großen Zeitaufwand. Wenn man es genau nimmt, steckt mittlerweile eine eigene Wissenschaft dahinter. Mit den richtigen Bällen kann man bei einer Bahn so viel herausholen, das merkt man erst, wenn man da voll im Thema ist. Für viele andere Sportlerinnen und Sportler ist auf den ersten Blick ein Ball ein Ball. In unserem Sport entscheiden Nuancen, da tüftelt man schon mal etwas länger.“
Schach, das königliche Spiel, fasziniert seit Jahrhunderten Menschen auf der ganzen Welt. Mit seinen komplexen Strategien und taktischen Herausforderungen bietet es eine intellektuelle Herausforderung, die Spieler:innen jeden Alters in ihren Bann zieht. Und genau so eine strategische Position eines bestimmten Gegenstandes hat in Kindestagen den Grundstein für den sportlichen Werdegang von Johannes Lerch gelegt. „Ich habe kurz vor meinem fünften Geburtstag ein Foto in unserem Wohnzimmer gesehen, wo meine Brüder sehr konzentriert dreingeschaut und etwas gespielt haben. Wie das so ist in diesem Alter, habe ich meine Mama dann mit Fragen gelöchert. Sie hat mir dann ganz ruhig erklärt, dass das Schach ist, es aber sehr kompliziert ist. Das dürfte mir egal gewesen sein, es hat mich nicht mehr losgelassen und dann bin ich schon vorm Schachbrett gesessen“, schmunzelt Lerch.
Daraufhin hat der heute 18-Jährige mit dem Schachspielen begonnen, aber schnell war klar, dass er sich mit der Gesellschaft der Eltern zu Hause nicht mehr zufriedengeben wollte. Glücklicherweise war seine Großmutter als Lehrerin tätig, sodass der Tiroler die Rutsche zum Schulschach in der HAK Innsbruck gelegt bekommen hat. So schnell konnte Lerch nicht schauen, war er schon in einem Verein und seine Entwicklung nahm seinen Lauf. „Ich war im Schach immer schon sehr gut. Es macht einfach Spaß, wenn man besser wird und viel gewinnt. Schach hat im Vergleich zu anderen Brettspielen simple Regeln und ist vom Prinzip her einfach zu verstehen. Die Komplexität und der gewaltige Spielbaum führen dazu, dass wir immer mit neuen Situationen konfrontiert sind und Lösungen suchen müssen. Kreativität, räumliches Denken und die Vorstellungskraft helfen da unglaublich. Das fasziniert mich einfach“, so der Schüler vom Reithmanngymnasium Innsbruck, der bereits im letzten Jahr bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien in Graz mit von der Partie war. Die Vorfreude auf das Heimspiel ist dementsprechend groß: „Ich werde sowohl im Blitz- als auch im Schnellschach dabei sein. Es wird sicher ein cooles Event, auch weil ich mir sicherlich wieder andere Bewerbe anschauen werden. In Graz war ich beim Tischfußball und beim Kickboxen, das war extrem lässig.“
Lerch hat in seiner noch jungen Karriere im Schach schon sehr viel erlebt, auf einen schönsten Moment will er sich aber dennoch nicht festlegen: „So etwas ist immer schwierig. Jeder Sieg ist schön. Aber es ist schon sehr cool, wenn man sich mehrere Stunden auf eine Partie vorbereitet und man sie dann am Ende nach ein paar Stunden für sich entscheiden kann. Immer ein super Gefühl.“ Auch wenn der 18-Jährige aufgrund der bevorstehenden Matura und seinem Trainerdasein aktuell weniger selbst zum Trainieren kommt, gibt es noch eine klare Zielsetzung. „Aktuell ist meine Karriere auf ‚hold‘. Nach der Matura möchte ich wieder voll angreifen und mir den Titel ‚Internationaler Meister‘ (Anm.: IM ist der zweithöchste Titel, den ein Spieler im Schach erreichen kann) holen. Das ist mein größtes Ziel, darauf werde ich dann hinarbeiten.“
Aber damit nicht genug. Herumsitzen und nichts tun, ist wohl nicht so die große vom Tiroler Schach-Ass. Seit seiner Kindheit spielt er gerne Tennis und seit knapp eineinhalb Jahren ist Lerch auch auf dem Golfplatz aktiv. Nun kam unlängst noch eine weitere wichtige Säule dazu, das Pokerspiel. „Das gefällt mir auch, wie es viele Ähnlichkeiten zum Schach hat. Schach hat viel mit Motiven und Stellungen zu tun, das sollte man erkennen und dann umsetzen. Beim Poker ist das ähnlich, auch wenn zum Denkspiel dann zusätzlich noch der Faktor Glück eine Rolle spielt.“
Aber eines ist Fakt: Egal ob „Royal Flash“ oder „Schachmatt“, es werden die subtilen Wechselwirkungen von Täuschung und strategischem Vorgehen meisterhaft dargestellt, wobei die Figuren auf dem Schachbrett der Macht ihre Züge verfallen sind.
Der Großvater hat damit begonnen, hat die Leidenschaft an seinen Sohn weitergegeben und auch der Enkel ließ sich vom Schachsport schnell begeistern. Seit seiner Kindheit tüftelt Fabian Platzgummer vor dem Schachbrett über die richtige Strategie und wie er seine Gegner schachmatt setzen kann. „Mein Vater hat sein Interesse am Schachsport und sein Wissen früh mit mir geteilt. Schnell ist der Wunsch gewachsen, dass ich auch Turniere spielen möchte. Dadurch, dass ich schnell erfolgreich war, ist das eine zum anderen gekommen und hat den Entwicklungsprozess beschleunigt“, sagt Platzgummer.
Auch wenn es im internationalen Vergleich relativ spät war, hat der heute 33-Jährige erst mit 11 Jahren sein erstes Turnier bestritten. Schon im Folgejahr sicherte sich der Tiroler in der U12 seinen ersten Staatsmeistertitel. Ein Erlebnis, das Platzgummer bis heute in Erinnerung geblieben ist. Spätestens mit der anschließenden Teilnahme an der U12-Weltmeisterschaft, die neue Möglichkeiten eröffnet hat, war klar, dass es in eine professionale Richtung gehen könnte.
„Schach ist einfach faszinierend. Als Spieler kann ich mich mit Personen, egal ob weiblich oder männlich, aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Alters am Brett messen – das ist einfach besonders. Das erlebt man nicht in jeder Sportart, es ist bietet einfach eine super Perspektive. Egal wieviel Zeit ich mit Schach verbringe, ich werde nie alles sehen und der Lernfaktor begleitet einen bis zum Ende. Jeder Wettkampf ist spannend und anders“, berichtet der Tiroler, der bei der Hofer KG eine Managerposition innehat.
Mit einem Schachbrett vor sich entfaltet sich für viele Akteure nicht nur ein Spiel, sondern eine komplexe Kunstform, bei der neben einem umfassenden Denkprozess auch viel Kreativität gefragt ist. „Ich sehe Schach als Sport, Kunst und Wissenschaft. Diese Kombination dieser Perspektiven macht Schach für mich so reizvoll. Es gibt viele Theorien und Ansätze, die zum Erfolg führen. Speziell im strategischen Spielaufbau sehe ich meine Stärken“, verrät Platzgummer, der den Ehrgeiz und die Leidenschaft als Kern des Schaffens sieht. Je länger sich ein Spieler mit dem Spiel beschäftigt, umso besser wird er – von daher ist der Spruch „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“ gar nicht so weit hergeholt.
Seit vielen Jahren ist der 33-Jährige einer der prägenden Schachspieler in Tirol und kann auf die Erringung des Titels „Internationaler Meister“ und auf über zwanzig Landesmeistertitel in unterschiedlichen Disziplinen zurückblicken. Bereits 2011 kürte er sich mit 20 zum Staatsmeister im Blitzschach in der Allgemeinen Klasse. „Das war mein bislang größter Erfolg. Es war ein unglaubliches Gefühl. Ich bin dort als Außenseiter hingekommen und mit dem Titel zurückgefahren“, schmunzelt das Schach-Ass. Auch wenn die Trainingszeiten aufgrund privater und beruflicher Verpflichtungen in den letzten Jahren Schritt für Schritt weniger geworden sind, das Feuer brennt nach wie vor. „Wenn man den Rahmen betrachtet, bin ich mit meiner Leistung sehr zufrieden. Auch wenn ich mich momentan weniger intensiv damit auseinandersetze“, freue ich mich zweifacher amtierender Landesmeister zu sein.“
Die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien sind aber bereits als Fixpunkt im Kalender verankert. Erstmals geht es in Tirol um den Staatsmeistertitel. Ein Fakt, der dem 33-Jährigen gefällt: „Ich habe zwar nicht mehr die Praxiserfahrung, die ich schon einmal hatte, aber ich möchte – speziell im Blitzschach – vorne mitspielen. Tirol kann sich über talentierten Nachwuchs freuen, der die Konkurrenz in den nächsten Jahren immer mehr beleben wird. Wichtig ist, dass sie Rückschläge wegstecken und weitermachen. So kommen sie nach ganz oben“, findet der Tiroler schöne Schlussworte.
„Wir wollen, wir können und wir tun!“ Starke Worte, die den Weg des Österreichischen Floorball Verbandes (ÖFBV) der letzten Jahre auf den Punkt bringen. Bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien (29. Mai bis 2. Juni 2024) hat sich der ÖFBV ein strategisch wichtiges Add-on einfallen lassen und für die Zukunft schon eine weitere Idee im Kopf. Die Tiroler Aushängeschilder und langjährigen Rivalen Hot Shots Innsbruck und UHC Alligator Rum brennen auf ihr Heimspiel und wollen die Plattform des Multisport-Events für sich sowie für den Floorball-Sport nutzen.
Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien ohne einen Floorball-Bewerb? Unvorstellbar! Die Vorbereitungen für die vierte Auflage, die erstmals in der Sportstadt Innsbruck über die Bühne gehen wird, laufen auf Hochtouren – und die Floorball-Community fiebert bereits einem ihrer großen Saison-Höhepunkte entgegen. Dabei stehen die Lokalmatadore Hot Shots Innsbruck und UHC Alligator Rum im Fokus.
„Eine gewisse Rivalität ist doch immer gut, das macht den Sport aus. Es hat in der Vergangenheit oftmals hitzige Duelle gegeben“, verrät Peter Trenker, langjähriger UHC Alligator Rum-Obmann. Die Vorfreude beim größten Verein in Westösterreich, der in fast allen Altersklassen ein Team stellt, könnte größer nicht sein. „Dass wir diese Veranstaltung nun vor der Haustüre haben, ist super. Wir können definitiv gut abschneiden, versprechen uns da einen weiteren Floorball-Boost in Tirol und hoffen, auch in der Medienlandschaft präsent zu sein. Das tut unserer Sportart sehr gut.“
Der Floorball-Andrang in der knapp 10.000 Einwohner:innen großen Marktgemeinde Rum ist enorm, sodass auf zusätzliche Werbemaßnahmen gänzlich verzichtet wird. Knapp 100 der 120 aktiven Spieler:innen sind Kinder und Jugendliche. Seit der Vereinsgründung 2009 steht die Nachwuchsförderung an erster Stelle und hat bis heute oberste Priorität.
„Im Lauf der Zeit sind wir draufgekommen, dass sich die Jugendlichen mit 15 Jahren schon für eine Sportart entschieden haben, daher sind wir in die Volksschulen gegangen. Das hat sich bezahlt gemacht und war die wichtige Basis unserer Erfolgsgeschichte. Die Durchlässigkeit ist vom Nachwuchs bis zu den Bundesliga-Mannschaften der Damen und Herren gegeben – das zeichnet uns aus und ist einzigartig“, sagt Trenker, der hauptberuflich als Lehrer arbeitet.
Zurücklehnen und Dinge einfach passieren lassen war noch nie seine Herangehensweise. Vielmehr wollte der Floorball-begeisterte Tiroler die Erfolgsgeschichte seines Vereins aktiv gestalten und die Floorball-Visionen in konsequenter Arbeit umsetzen. Das ist bis zum heutigen Tag eindrucksvoll gelungen.
Faktor Team als Nonplusultra
Neben dem UHC Alligator Rum spielen auch die Hot Shots Innsbruck in Tirol eine tragende Rolle im Floorball und haben den Sport in den letzten Jahren ebenso erfolgreich mitgestaltet. Im Mittelpunkt des vielschichtigen Vereinslebens stehen der Spaß sowie die Freude am Spiel und das Miteinander. Teamgeist, Geschicklichkeit, Kondition und Spieltechnik werden in jedem Training vermittelt.
„Eigentlich bin ich Soziologe, aber der Sport hat mir schnell die wichtigsten Dinge gelehrt. Es geht nicht immer darum, dass ich gegen ein Team spiele, sondern dass ich selbst ein wichtiger Teil eines Teams bin. Das macht es für mich aus. Wir sind eine interkulturelle Gruppe, die wir gerne als große Sport-Familie bezeichnen – so teilen wir unsere Leidenschaft zusammen. Wir sind alle höchst motiviert, zuversichtlich und nehmen unseren Bildungsauftrag ernst“, berichtet Hot Shots Innsbruck-Präsident Peter Egg.
Sport und Innsbruck, eine bessere Kombination gibt es wohl kaum. Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien erstmals in Tirol aufschlagen und in der Olympia-Stadt von 1964 und 1976 ausgetragen werden. Ein Location-Wechsel, der auch vom 54-Jährigen wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde: „Sport ist in Tirol sehr wichtig. Wir freuen uns sehr auf das Multisport-Event und dass so viele Bewerbe und Entscheidungen an einem Ort kanalisiert werden. Wenn wir in unserer Sportart wieder eine gute Performance hinlegen, hilft uns das. Fakt ist, dass eine derartige Veranstaltung und die damit einhergehende gemeinsame Aktivität zusammenschweißt. Für Tirol ist das eine große Sache.“
Neue Akzente mit Weitblick
Aufgrund des großen Erfolgs der Floorball-Bewerbe in Graz wird es 2024 neben dem extra für die Sport Austria Finals ins Leben gerufenen Mixed- und dem Masters-Bewerb erstmals auch eine Kleinfeldmeisterschaft geben. Aufgrund der großen Meldezahl für das Kleinfeld werden in Rum bereits im Vorfeld die Plätze 9 bis 16 ausgespielt. Das große Finale steigt ebenfalls im Rahmen der „Woche der Entscheidungen“ in der Mittelschule Hötting-West. Knapp 250 Aktive und Funktionär:innen werden in Innsbruck mit von der Partie sein und den Österreichischen Floorball Verband repräsentieren.
„Heuer ist bei uns einiges los, so viel ist sicher. Die Zustimmung innerhalb unserer Community wird immer größer, daher freuen wir uns auf den neuen Austragungsort. Wir haben zwei sehr gute Vereine in Tirol und die Nachwuchsspielerinnen und -spieler haben somit ein klares Ziel vor Augen. Sie wollen in den nächsten Jahren selbst bei so einem Multisport-Event auch einmal aktiv mitwirken und sollen sich sozusagen einen Gusto holen“, verrät ÖFBV-Generalsekretär Gerold Rachlinger.
Wollen, können und tun! Starke Worte und kein reines Lippenbekenntnis. So kann das Credo des Österreichischen Floorball Verbandes kurz und knapp zusammengefasst werden. In den letzten Monaten folgten viele positive Aktivitäten und der ÖFBV nahm eine ansprechende Entwicklung. Damit aber nicht genug, das Team rund um den 52-jährigen Oberösterreicher setzt immer wieder neue Akzente.
„Wir wollen mit den Sport Austria Finals mitwachsen. Daher haben wir heuer, parallel zu unseren sportlichen Programmpunkten, auch die Delegiertenversammlung in Innsbruck angesetzt. So haben wir nicht nur die Aktiven in Innsbruck, sondern auch viele Funktionär:innen. Im nächsten Jahr wollen wir noch eine Trainerfortbildung integrieren. Man sieht, wir sind bemüht, die uns gebotene Plattform bestmöglich zu nutzen!“
Vom 05.–07. April 2024 findet das erste Olympia-Qualifikationsturnier der Ringer:innen in Baku (AZE) statt. Sportdirektor Benedikt Ernst und die beiden Bundestrainer Jenö Bodi und Georg Marchl haben nun das sechsköpfige Team für das Europa Olympia-Qualifikationsturnier nominiert.
Beim ersten von insgesamt zwei Olympia-Qualifikationsturniern in Baku (AZE) werden pro Gewichtsklasse zwei Quotenplätze vergeben. Das heißt, nur die beiden Finalisten qualifizieren sich direkt für die Olympischen Spiele 2024 in Paris.
Für die restlichen Athlet:innen besteht dann beim zweiten Olympia-Qualifikationsturnier in Istanbul (TUR) Anfang Mai, wo insgesamt drei Quotenplätze vergeben werden, die letzte Chance sich für die Olympischen Spiele 2024 zu qualifizieren.
Die mehrfache Medaillengewinnerin Martina Kuenz (bis 76kg) feiert nach ihrer schweren Knieverletzung in Baku ihr Comeback und wird alles daran setzen, um sich das begehrte Ticket für die das Olympische Highlight in Frankreich zu sichern. „Geplant ist prinzipiell nur der erste Wettkampf. Aber es ist gut zu wissen, dass es im Fall der Fälle noch eine zweite Chance gibt. Es liegt alles eng zusammen, es ist etwas tricky bei uns – aber ich habe einen Masterplan“, verrät Kuenz.
Markus Ragginger hat sich im direkten Konkurrenzkampf bis 97kg im griechisch-römischen Stil gegen Daniel Gastl durchgesetzt und entschied sich bewusst dafür den vollen Fokus auf das 2. Qualifikationsturnier, dem Welt-Qualifikationsturnier in Istanbul zu legen. Die ÖRSV-Sportabteilung nominiert daher den Tiroler für das erste Olympia-Qualifikationsturnier. „Ich sehe mich auf einem sehr guten Weg, bin gut vorbereitet. In unserer Sportart ist das leider sehr schwer, aber wir müssen die Qualifikationskriterien akzeptieren. Da gibt es wenig Spielraum für Verletzungen, man muss da einfach in Form sein und abliefern. Wenn ich bis fit bleibe, kann ich es schaffen. Davon bin ich überzeugt, das ist mein großes Ziel“, verrät Gastl
Benjamin Greil (bis 86kg Freistil) muss aufgrund einer Verletzung kurzfristig absagen. Er richtet seinen Fokus ebenfalls voll auf das Turnier der letzten Chance in der Türkei.
Der Sportausschuss des Österreichischen Ringsportverbandes hat folgendes Team nominiert: Männer Griechisch-Römisch: Aker Schmid (bis 60kg), Lukas Staudacher (bis 87kg) und Daniel Gastl (bis 97kg) Frauen Freistil: Martina Kuenz (bis 76kg) Herren Freistil: Simon Marchl (bis 74kg) und Johannes Ludescher (bis 125kg)
Es gibt Sportarten, die einem rasch in den Sinn kommen, wird man spontan gefragt: Fußball, Skifahren, Schwimmen … doch wie sieht es mit Schach aus? Viele kennen es zwar unter Begriffen wie „Denksport“, aber offiziell als Sport – so ehrlich muss man sein – hatten viele Schach bisher gewiss nicht auf dem Radar. Anna-Lena Schnegg ist mit dem Schachsport groß geworden und hat schon viele tolle Momente erlebt, auch wenn die 25-Jährige aktuell aus Zeitgründen eine kleine Pause als aktive Spielerin einlegt. Die Musik ist nunmehr zu ihrem Lebensmittelpunkt geworden. Aber es gibt einige Synergien zwischen diesen beiden Bereichen. Welche, das verrät uns die Tirolerin im folgenden Interview.
Wann bist du mit dem Schachsport erstmals so richtig in Berührung gekommen? Anna-Lena Schnegg: Ich bin in einer klassischen Schachfamilie aufgewachsen. Meine Mutter hat sehr viel gespielt, aber auch meine zwei älteren Brüder. Da war es dann irgendwie naheliegend, dass ich selbst auch spielen will. Mit viereinhalb Jahren bin ich dann zum ersten Mal selbst vor dem Schachbrett gesessen. Das Spiel hat mich von Beginn an fasziniert. Aber ich habe dann zum Ausgleich viele Jahr nebenbei Taekwondo gemacht, die Bewegung neben einem sitzenden Sport war für mich sehr wichtig.
Du hast die Faszination angesprochen. Warum bist du dem Schachsport so lange treu geblieben? Schnegg: Schach ist einfach eine unendliche Geschichte. Egal wie oft ich am Brett gesessen bin, es passieren immer wieder neue Dinge. Das ist einfach unglaublich cool. Es gibt selten die Situation, wo ich denke, das habe ich schon alles auswendig gelernt und es läuft alles easy. Neben strategischem Denken ist auch sehr viel Kreativität gefragt. Schach hat viele unterschiedliche Facetten und lebt von den taktischen Elementen, der richtigen Strategie und dem kurz- bzw. langfristen Denken.
Das Schachspiel ist in verschiedene Phasen unterteilt. Wo siehst du deine persönlichen Stärken? Schnegg: Wenn ich ehrlich bin, war die Eröffnungsphase nie so mein Steckenpferd. Da geht es viel ums Lernen und das Reproduzieren. Mit den weißen Figuren will man sich schnell einen Vorteil holen, mit den schwarzen Figuren kämpft man immer um eine ausgeglichene Stellung. Ich denke ich war im Endspiel immer gut. Auch habe ich schnell bestimmte Muster erkannt, war taktisch sehr gut und habe viele taktische Motive gesehen. Da hilft das kreative Denken mit Sicherheit. Im Laufe der Jahre habe ich dann mehr Spaß daran gefunden, in den Partien ruhige Stellungen zu halten und die richtige Strategie anzuwenden.
Schach ist als das „Königliche Spiel“ bekannt. Hast du einen Tipp, wie sich Schach am besten erlernen lässt? Schnegg: Da gibt es natürlich viele verschiedene Herangehensweisen. Es geht, wie schon angesprochen, viel übers Lernen und Reproduzieren. Ich habe damals mit meinem Trainer sehr viel Wert darauf gelegt, meine eigenen Partien zu analysieren. Was ist gut gelaufen, was weniger gut? Welche Gedanken habe ich mir während dem Spiel gemacht? Das habe ich immer sehr ernst genommen und mir für die Nachbesprechung viel Zeit genommen. Ich würde sagen, man lernt sehr viel, wenn man sich unterschiedliche Partien ansieht, sich in Schachbüchern über gewisse Ansätze schlau macht und Beiträge dazu liest. In der heutigen Zeit ist auch das digitale Lernen ein großes Thema. Es gibt sehr viele Möglichkeiten.
Face-to-Face vs. Online. Wo bist du zu Hause? Schnegg: Ich spiele aber lieber Face-to-Face und mag es lieber, die Figuren in der Hand zu halten als nur mit einer Maus auf die Felder zu klicken. Meine Mama und mein Bruder Daniel sind im Lehrberuf und sehen, wie viel Freude die Kinder beim Schulschach haben. Das zeigt mir, dass unsere Sportart eine positive Zukunft haben wird und da viele Nachwuchsspielerinnen und -spieler nachkommen werden. In der Corona-Zeit hat die Serie „Damengambit“ unserer Sportart in die Karten gespielt und einen richtigen Online-Boom ausgelöst. Es gibt wohl kaum jemanden mehr, der mit Schachspielen nichts anfangen konnte.
Aktuell befindest du dich in einer schöpferischen Schachpause. Sehen wir dich bei den Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien wieder am Brett? Schnegg: Aktuell habe ich leider nicht mehr so viel Zeit zum Spielen. Nach der Schule habe ich viel Musik gemacht und begonnen in diese Richtung zu studieren. Es haben sich einfach die Prioritäten etwas verschoben. Die Musik hat sehr viel meiner Zeit in Anspruch genommen. Gerade jetzt, wo ich kurz vor dem Abschluss stehe, fallen halt noch viele extra Themen an. Aber ich möchte bei den Sport Austria Finals in Innsbruck zumindest im Blitzschach an den Start gehen. Das wäre dann schon wieder ein besonderes Erlebnis, bei einem großen Schachturnier im eigenen Bundesland teilzunehmen.
Welche Synergien gibt es zwischen Musik und Schach? Schnegg: Mein Lebensmittelpunkt ist jetzt die Musik. Ich schreibe und mache viel Musik und gebe Gesangsunterricht. In der Musik ist ein hohes Maß an Kreativität gefragt. Das hilft sicherlich auch im Schach. Ich spiele vielleicht häufiger einen Zug, mit dem der Gegner nicht rechnet. Wenn somit neue Denkmuster hineingebracht werden und sich neue Ansätze finden lassen, ist das für die Gegner oft schwer und sie wissen nicht, wie sie reagieren müssen. Ich vergleiche Schach gerne mit dem Spielen von Jazzklavier: Es gibt so viele Möglichkeiten, die einem nie ausgehen. Und das macht es dann einfach sehr interessant!
Auf die heimischen Ringer:innen wartet 2024 erneut ein spannendes Sportjahr. Die Olympischen Spiele in Paris 2024 sind das klare Ziel, doch der Weg dorthin ist noch weit und steinig. Die rot-weiß-roten Athlet:innen bereiten sich gerade intensiv auf die bevorstehenden Qualifikationswettkämpfe vor, das Nervenkostüm ist bereits etwas angespannt.
Speziell für Martina Kuenz war es bislang ein Wettlauf mit der Zeit. Im vergangenen Jahr hat sich die 29-Jährige eine schwere Knieverletzung zugezogen – neben dem Kreuzband wurden auch der Meniskus, die Kapsel und die Seitenbänder stark in Mittleidenschaft gezogen. Der Traum von den Olympischen Spielen rückte zunächst in weite Ferne, doch die passionierte Ringerin kämpfte sich durch den Reha-Prozess und hat nun die fünf Ringe wieder im Visier. „Die letzten Monate sind so verlaufen, wie wir uns das vorgestellt haben. Ich bin voll in der Zeit. Die Olympischen Spiele können und werden sich ausgehen“, zeigt sich Kuenz selbstsicher. Anfang April beim europäischen Olympia-Qualifikationsturnier in Baku (AZE) wird die Tirolerin ihr internationales Comeback auf der Matte feiern. Der Traum von den Olympischen Spielen lebt wieder und soll nach all den Mühen der letzten Wochen, Monate und Jahre endlich in Erfüllung gehen. Es wäre der emotionale Höhepunkt einer beinharten Rückkehr: „Mein Weg ist vorgegeben. Ich habe mich extrem weiterentwickelt und bin stärker als vor der Verletzung. Jetzt geht es nur noch um das letzte Vertrauen, das wird kommen – da bin ich mir sicher. Eines ist Fakt: Wenn mich die anderen Mädels sehen, werden sie sicherlich überrascht sein. Mich haben sie nicht mehr am Radar.“
Im Idealfall soll es bereits beim Comeback in Aserbaidschan mit der schweren Olympia-Qualifikation klappen. So würde sich Kuenz die zweite Möglichkeit in Istanbul (TUR) im Mai ersparen und hätte in Richtung Frankreich mehr Vorlaufzeit. „Geplant ist prinzipiell nur der erste Wettkampf. Aber es ist gut zu wissen, dass es im Fall der Fälle noch eine zweite Chance gibt. Es liegt alles eng zusammen, es ist etwas tricky bei uns – aber ich habe einen Masterplan.“ Eines ist jedoch Fakt: bei den Olympischen Spielen eine Medaille zu gewinnen ist wohl einfacher, als sich für das Megaevent überhaupt zu qualifizieren. „Für Tokio habe ich die Qualifikation hauchdünn verpasst. Und dann muss man zuschauen, wie die Mädels dort eine Medaille machen, die man vorher immer besiegt hat. Das war dann schon sehr bitter und eine schmerzhafte Erfahrung für mich“, so Kuenz, die im Falle einer Qualifikation definitiv zu den Medaillenanwärterinnen im Freistil zählen würde.
Im März absolvierte Kuenz in Rom (ITA) ein internationales Trainingslager, wo sie erstmals wieder auf ihre direkten Konkurrentinnen getroffen ist und sich den letzten Feinschliff für den wichtigen Quali-Wettkampf geholt hat.
Während Daniel Gastl und Aker Schmid, die ebenfalls um das Olympia-Ticket kämpfen, die Sport Austria Finals powered by Österreichische Lotterien Ende Mai fix eingeplant haben, bleibt Teamkollegin Martina Kuenz nur die Zuschauerrolle. Und das obwohl sie fit ist. „Extrem cool, dass sich der Ringsport auf dieser Bühne erstmalig zeigen kann. Ich bin fast ein wenig neidisch, dass nur die Jungs in den Genuss kommen. Hoffentlich ändert sich das im nächsten Jahr“, erklärt die Freistilringerin, die dennoch dabei sein wird. „Ich werde ein Vorzeigefan sein und die Jungs anfeuern, das ist doch klar! Aber ich möchte mir auch andere Bewerbe ansehen, ich kenne ja viele Athlet:innen vom Olympiazentrum in Innsbruck. Es wird eine coole Sache, von der unser Sport nur profitieren kann.“ Bei Ring-Premiere im Rahmen des Multisport-Events werden 2024 in Innsbruck nur die Bewerbe der Herren im griechisch-römischen Stil ausgetragen.
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