Auf nach Norwegen! Österreichs Orientierungslauf-Elite hob am Montag Richtung Weltcup-Auftakt in Østfold ab. Ab Donnerstag treten in den süd-ost-norwegischen Wäldern rund um Våler 117 Läuferinnen und 144 Läufer in drei Weltcup-Bewerben über die Langdistanz, Mitteldistanz und in der Staffel an.
Für Österreich sind mit Sprint-Staatsmeister Jannis Bonek (Naturfreunde Wien), Vize-Meisterin Johanna Trummer (OLC Graz), Bronzemedaillengewinnerin Anika Gassner und den Mixed-Staffel-Medaillengewinner:innen Ylvi Kastner, Jasmina Gassner (alle Naturfreunde Wien), Laura Ramstein und Matthias Gröll (beide OLC Graz) gleich sieben Athlet:innen in Norwegen dabei, die im Vorjahr bei den Sport Austria Finals am Podium landeten.
Weiters am Start: Anna Gröll, Mathias Peter (beide OLC Graz), Nicolas Kastner (Naturfreunde Wien), Robert Merl (ASKÖ Hennersdorf) und Gernot Ymsén (HSV Pinkafeld. Insgesamt haben sich je 6 rot-weiß-rote Damen und Herren für den Weltcup-Auftakt qualifiziert.
Daheim im norwegischen Wald verirrt
Betreut werden die Athlet:innen von Nationalteamtrainer Radek Novotný und dessen Assistenz-Coach Martin Binder vom österreichischen Bundesheer. Die größte Herausforderung wird das hügelige norwegische Waldgebiet werden. Das weiß auch der Nationalteamtrainer: „Skandinavien in Reinkultur: kupiertes Gelände, dichte, schwer einsehbare Wälder mit wenig menschlichen Spuren.“
Selbst der norwegische Weltcup-Titelverteidiger Kasper Fosser warnt vor den Tücken seiner heimischen Wälder: „Ich habe mich, als ich noch jünger war, dort auch schon verlaufen. Ich erinnere mich an ein Nacht-Training, als meine Stirnlampe ausfiel. Da musste ich drei Kilometer im Finstern meinen Weg nach Hause suchen.“
Doch Teamtrainer Novotný ist trotz des schwierigen Geländes nach der intensiven Vorbereitungszeit von seinen Schützlingen überzeugt: „Wir haben gute Chancen – es gibt Athletinnen und Athleten bei uns im Team, die es mit der Weltelite aufnehmen können.“
Action bei den Sport Austria Finals
In 44 Tagen beginnt die dritte Auflage der Sport Austria Finals, wo am Sonntag die Orientierungslauf-Entscheidung im Knock-out-Sprint ansteht. Es ist das erste Mal, dass dieses WM-Format auf nationaler Ebene in Österreich als Meisterschaft austragen wird. Am Vormittag stehen die Qualifikationsläufe am TU Campus Graz am Programm, die Top-16 Damen und Herren schaffen es in die Finalläufe am Karmeliterplatz. Die besten Vier der jeweiligen Halbfinal-Entscheidungen kämpfen im Finale um die Medaillen. Es wird spannend, actionreich und vor allem sehr, sehr schnell.
Die Nationalteams des Österreichischen Cheerleading und Performance Cheer Verbandes (ÖCCV) zeigen zum Abschluss der ICU World Cheerleading Championships 2023 am Freitag (Ortszeit) in Orlando (USA) einmal mehr, dass sie zur absoluten Weltspitze gehören.
Zwar kommt zu den beiden Gold-Medaillen im Nachwuchs-Bereich – im Youth All Girl Median (12 bis 14 Jahre) und Junior All Girl Advanced (15-18) feierte Österreich am Donnerstag jeweils den WM-Titel – kein weiteres Edelmetall mehr dazu. Am dritten und letzten Wettkampftag zeigen die fünf Senior-Nationalteams aber durch die Bank Höchstleistungen, auf eine Sensations-Medaille fehlt schlussendlich nicht viel.
Coed-Team verpasst Bronze um 1,4 Punkte
In der Kategorie Senior Coed Elite, wo gemischte Teams aus Männern und Frauen auf der Matte stehen, verpassen die erstmals überhaupt angetretenen Österreicher:innen mit Platz vier die Medaillen-Ränge nur hauchdünn.
Die Scoresheets der Jury weisen das ÖCCV-Team schlussendlich nur 1,4 Punkte hinter Brasilien auf Rang vier aus. Gold geht an Japan, Silber an Australien. Von Enttäuschung ist bei ÖCCV-Athlet Florian Ackerl aber keine Spur: “Wir zählen zu den besten Teams der Welt und sind das beste europäische Coed-Nationalteam. Der vierte Platz macht mich stolz und lässt mich voller Vorfreude auf die kommende Season blicken.”
Beim ersten WM-Auftritt belegt das COED-Team (bestehend aus Frauen und Männern) sensationell Rang vier.
Rang sechs bei Premiere in der “Königsklasse”
Wie dünn die Luft an der Weltspitze ist, erfährt zum WM-Abschluss auch das Senior-All-Girl-Premier-Nationalteam. Die Österreicherinnen, die nach dem Weltmeistertitel der zweithöchsten Kategorie im Vorjahr nun erstmals in der sogenannten “Königsklasse” dabei sind, zeigen eine atemberaubende Routine und belegen sensationell Rang sechs. Zwischen den viertplatzierten Deutschen und dem ÖCCV-Team liegen beispielsweise schlussendlich nur 0,8 Punkte.
“Ich bin überwältigt. Wir sind nur knapp hinter der absoluten Weltelite des Cheerleadings geblieben. Unser Team feiert die Entwicklung, die uns diese tolle Punkteausbeute sowie die damit verbundene sehr gute Platzierung überhaupt erst ermöglicht hat”, sagt ÖCCV-Athletin Nathalie Denni.
Premiere in der “Königsklasse”: Am Ende gibts für die All Girl Seniors einen hervorragenden sechsten Rang.
Die Medaillen in der “Königsklasse” machen sich wie schon in den vergangenen Jahren die US-Amerikanerinnen und die Skandinavierinnen aus – mit dem besseren Ende für die Gastgeberinnen. Nach zuletzt drei Goldmedaillen für die europäische Cheerleading-Großmacht Finnland, holt sich das US-Nationalteam diesmal den Weltmeistertitel zurück. Die Finninen müssen sich mit Silber begnügen, Norwegen holt Bronze.
“Ich bin von den tollen Routines beeindruckt, die mit hohen Punkten belohnt wurden. Senior Coed Elite hat die Medaille nur denkbar knapp verpasst, womit mein Ziel für das kommende Jahr schon jetzt klar ist: Wir wollen nach der Medaille, wenn nicht sogar nach dem nächsten WM-Titel greifen. Senior Premiere All Girl hat mich ebenfalls besonders beeindruckt. Die geringe Punkteabstände zu den Top-Team bestätigen, dass wir zu den Besten der Welt zählen. Wir werden dies in Zukunft noch deutlicher unter Beweis stellen”, zeigt sich ÖCCV-Vorstand Petra Gruber, sportliche Leiterin der Cheerleading-Nationalteams, zufrieden.
Performance Cheer: Pom-Seniors feiern Rang 6
Neben den beiden Cheerleading-Nationalteams stehen auch die drei heimischen Performance-Cheer-Nationalteams am Freitag allesamt im Finale um die WM-Medaillen. Im Kampf um Edelmetall haben die Österreicherinnen allerdings schlussendlich das Nachsehen.
Den Medaillenrängen am nächsten kommt das Senior-Pom-Nationalteam, das als zweitbestes europäisches Team auf Platz sechs abschneidet. Gold geht an die Gastgeberinnen, vor Japan und Finnland.
Mit Rang acht (Senior Hip Hop) bzw. neun (Senior Jazz) setzen die ÖCCV-Nationalteams weitere Ausrufezeichen auf internationaler Matte.
“Es waren sehr hochkarätige und spannende Finals mit allen Top Nationen der Welt. Ins Finale zu kommen war für uns das Ziel und das haben wir geschafft. Heute haben die Tänzerinnen sowohl in Pom als auch im Jazz eine Top-Leistung gezeigt und Programme mit schwierigen Techniken, schnellen und sharpen Bewegungen und viel Leidenschaft und Energie gezeigt”, sind sich die Coaches Theresia Maurer-Lelard (Pom) und Katharina Horky (Jazz) einig. “Am Ende war es sehr knapp – und nur Kommastellen haben über die Platzierungen entschieden. Wir sind alle sehr stolz auf jede einzelne Tänzerin und ihre Leistungen.”
Rang drei im Medaillenspiegel: ÖCCV-Präsidentin zieht positives WM-Fazit
Generell darf der mehr als 200-köpfige ÖCCV-Tross mit dem Abschneiden bei den ICU World Cheerleading Championships 2023 mehr als zufrieden sein. Die beiden Goldmedaillen vom Mittwoch katapultieren die Österreicher:innen im abschließenden Medaillenspiegel bis auf Rang drei nach vorne. Nur die USA (17) und Japan (3) feierten auf der WM-Matte mehr Siege.
“Wir kommen mit zwei Weltmeister-Titeln sowie weiteren sehr guten Platzierungen nach Hause. Österreich bietet Cheerleading und Performance Cheer auf Weltklasse-Niveau. Darauf bin ich sehr stolz und freue mich, Teil dieses Erfolgs zu sein. Wir haben nach USA und Japan die meisten Siege mit von der WM-Matte genommen, der Erfolg spricht für Österreich”, so ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer.
Nun gilt es die Eindrücke und Erfahrungen zu verarbeiten. Am Dienstag (Juniors) bzw. Mittwoch (Seniors) landen die Österreicher:innen wieder in Wien-Schwechat.
Alle Highlights auf SportPass Austria und Social Media
Alle Fans der österreichischen Nationalteams können die Weltmeisterschaften noch einmal hautnah erleben. Möglich macht dies einerseits eine Kooperation von SportPass Austria und Cheerleading Austria TV. Auf cheerleading-at.tv gibt es alle Videos aus Orlando. Andererseits gewährte Team Austria auf Instagram und Facebook zahlreiche Einblicke hinter die Kulissen.
Riesenjubel bei Österreichs Nachwuchs-Cheerleaderinnen!
Die Nationalteams der Kategorien Youth All Girl Median (12 bis 14 Jahre) und Junior All Girl Advanced (15-18) brennen am zweiten Wettkampftag der ICU World Cheerleading Championships 2023 in Orlando (USA) perfekte Final-Routines in die WM-Matte und jubeln jeweils sensationell über WM-Gold.
Die ÖCCV-Youngsters stehen – wie auch schon in den Semifinals – auf den Scoresheets der Jury ganz oben und lassen Kanada und Neuseeland (Youth) bzw. Japan und Neuseeland (Junior) hinter sich. Die Freude im Lager des Österreichischen Cheerleading und Performance Cheer Verbandes (ÖCCV) kennt am Donnerstag-Abend (Ortszeit) naturgemäß keine Grenzen.
“Wir haben die Matte gerockt”
“Unser Team hat ganz Österreich stolz gemacht. Unglaublich, ich bin Weltmeisterin und das mit 13 Jahren. Was für ein tolles Gefühl, diese Ehre wird mich mein ganzes Leben begleiten”, jubelt Youth-Weltmeisterin Anna Schlick. Junior-Kollegin Lara-Sophie Ferus ist ebenso euphorisch: “Wir haben die Matte gerockt und das vor der ganzen Welt. Wir bringen Gold mit nach Österreich.”
Auch der ÖCCV-Vorstand gratuliert: “Doppel-Weltmeister im Cheerleading war ein Ziel, dass ich vor allem unseren Athletinnen und Coaches sowie der gesamten Organisation vor den Weltmeisterschaften wirklich gewünscht habe. Es dann tatsächlich zu erreichen, ist auch für unseren Sport in Österreich ein starkes Statement”, so ÖCCV-Vorstand Petra Gruber, sportliche Leiterin der Cheerleading-Nationalteams.
Pokale, Medaillen und natürlich die begehrten Championship-Ringe – das alles gab’s für die neuen Weltmeisterinnen.
Spitzenplatz auch im Junior Pom
Österreichs einziges aufgebotenes Nachwuchs-Nationalteam im Bereich Performance Cheer darf sich indes zwar nicht über Edelmetall, aber über einen starken siebenten Platz freuen.
“Trotz starker Konkurrenz konnten wir eine fehlerfreie Routine performen und haben uns somit den siebenten Platz gesichert. Wir sind enorm stolz auf jede einzelne Athletin unseres Teams, denn die Mädels haben nicht nur auf der Matte alles gegeben, sondern in jedem Training hart gearbeitet und dem hohen Druck standgehalten”, zeigt sich Junior-Pom-Coach Elisabeth Erben höchst zufrieden.
Der WM-Titel geht an die USA. Japan und Mexiko sichern sich Silber bzw. Bronze.
Nachwuchsarbeit international top
Nach Abschluss der Nachwuchs-Bewerbe steht jedenfalls fest: Österreichs Youngsters, die bei den Weltmeisterschaften mit einem Performance-Cheer- und zwei Cheerleading-Nationalteams vertreten waren, haben auf internationaler Matte ein kräftiges Ausrufezeichen gesetzt.
“Unsere Cheerleading- und Performance-Cheer-Teams haben gezeigt, dass wir in Österreich eine sensationelle Arbeit leisten. Doppel-Weltmeister und eine Top-Platzierung im Junior Pom – darauf bin ich stolz und darauf kann ganz Österreich stolz sein”, freut sich ÖCCV-Präsidentin Julia Harrer. Es sind die bislang größte Erfolge des noch jungen Verbandes, der erst vor etwas mehr als einem Monat als assoziiertes Mitglied die Aufnahme in die Sport-Austria-Familie fand.
Top-Performances lieferten auch die Performance-Cheer-Nationalteams.
Senior-Nationalteams bringen sich in Lauerstellung
Neben den Medaillen-Entscheidungen in den Nachwuchs-Bewerben standen am zweiten Wettkampftag auch die ersten Auftritte von Österreichs fünf Senior-Nationalteams am Plan.
In den Cheerleading-Kategorien Senior Coed Elite, wo auch männliche Athleten mit dabei sind, und Senior All Girl Premier, der sogenannten “Königsklasse”, sowie in den Performance-Cheer-Bewerben Senior Pom, Senior Jazz und Senior Hip Hop gelingt nach souveränen Semifinal-Routines jeweils der Final-Einzug.
Hip-Hop-Coach Susanna Germany versucht die Emotionen in Worte zu fassen: “Wir sind extrem überwältigt und so stolz über den Finaleinzug. Das Announcement kam wie aus dem Nichts, es war so ein emotionaler Moment für das gesamte Team. Morgen heißt es nochmal Vollgas geben und die Stage so richtig aufheizen. Wir sind stolz darauf, Österreich in den USA noch ein zweites Mal repräsentieren zu können.”
Theresia Maurer-Lelard, sportliche Leiterin der Performance-Cheer-Nationalteams gratuliert und ortet weitere Medaillenchancen: “Unsere Athletinnen haben heute in der Pom-Kategorie gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehören und haben mit einer Energie geladenen und präzisen Performance das Finale einer sehr starken Konkurrenz mit 20 Nationen erreicht.”
“Wir haben uns heute das erste Mal der Königsklasse des Cheerleadings gestellt und haben eine gute Routine auf die Matte gebracht. Morgen geht es ins Finale, wir können es kaum erwarten“ so Senior-All-Girl-Athletin Lena Heinricher.
Die WM-Medaillen in allen Kategorien werden am Freitag vergeben. Die erste Entscheidung fällt bereits am Vormittag (10:30 Uhr, Ortszeit), am späten Nachmittag (17:30 Uhr, Ortszeit) kürt zum Abschluss traditionell die Kategorie Senior All Girl Premier ihre Weltmeisterinnen.
Pyramiden stehen üblicherweise in Ägypten – die des Senior-All-Girl-Nationalteams allerdings derzeit in Orlando, Florida.
Follow the action – auf SportPass Austria und Social Media!
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Minigolf ist Familiensache, zumindest im Hause Gobetz. Die Faszination hat Christian Gobetz, Präsident des Österreichischen Minigolfverbandes, bereits in Kindestagen von seinem Vater mitbekommen. Diese Leidenschaft und die Passion, etwas Langfristiges aufzubauen, treiben den Steirer seit vielen Jahren an. Bei seinem Heimatverein BGC Lipizzanerheimat in Voitsberg hat er mit seinem Team im letzten Jahrzehnt ein Vorzeigeprojekt geschaffen, das als internationale Benchmark gilt.
Spielt man auf der Bahnen- und Minigolfanlage Voitsberg, so genießt man nicht nur diese besondere Sportart, sondern auch einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt Voitsberg und die Burgruine Obervoitsberg. 2014 wurde die Anlage fertiggestellt und lässt seitdem viele Minigolf-Herzen höherschlagen. Neben einer schwedischen Filzgolfanlage gibt es zudem noch das typische Miniaturgolf mit Faserzementplatten. 2018 wurde die moderne und in ihrer Art einzigartige Indoor-Halle mit einer Größe von rund 400 Quadratmetern und 18 Miniaturgolfbahnen eröffnet. Spätestens seit diesem Zeitpunkt dreht sich die rot-weiß-rote Minigolfwelt im Spitzensportbereich um die knapp 10.000 Einwohner:innen umfassende Stadtgemeinde in der Region Graz.
„Voitsberg ist im Minigolf aktuell das Nonplusultra in Österreich. Wir haben uns in den letzten Jahren zu einem Leistungszentrum entwickelt, halten sehr viele Kaderkurse bei uns ab und haben mit den drei Anlagen einen idealen Rahmen geschaffen. 2022 konnten wir fünf Großveranstaltungen bei uns austragen, darunter die Europameisterschaft in der Allgemeinen Klasse – das kann sich definitiv sehen lassen“, erklärt Gobetz voller Stolz.
In dieselbe Kerbe schlägt auch seine 18-jährige Tochter Alina: „Die Möglichkeiten, die wir hier in Voitsberg haben, sind unglaublich. Wir sind dafür sehr dankbar und wissen es zu schätzen. Es macht einfach einen großen Unterschied, ob man nur im Sommer oder das ganze Jahr über professionell trainieren kann. Minigolf ist mittlerweile eine eigene Wissenschaft, da hilft jeder Trainingsblock. Nur so kommt man weiter.“
Die beeindruckende Infrastruktur ist aber nicht nur ein Segen für die 45 Vereinsmitglieder in Voitsberg, sondern auch für die gesamte Region. Im Schnitt besuchen im Jahr knapp 3.500 begeisterte Personen die Minigolf-Metropole, darunter viele Spitzen- und zahlreiche Freizeitsportler:innen. „Für unsere Region ist der Minigolf-Sport ein essenzieller Faktor und genießt einen sehr hohen Stellenwert. Wir sind mit unserer Anlage in alle Drucksorten und Online-Aktivitäten des Tourismusverbandes konsequent eingebunden, mit dem wir seit letzter Saison eine starke Partnerschaft pflegen. In unserer Region gab es 2022 in etwa 4.000 Nächtigungen. Ein beträchtlicher Anteil resultierte von den Teilnehmer:innen unserer Veranstaltungen. Diesen Weg und die enge Verbindung wollen wir natürlich intensivieren und ausbauen. Es ist eine Win-Win-Situation“, erklärt der Obmann des BGC Lipizzanerheimat in Voitsberg.
Weltmeisterschaft als mögliche Initialzündung
Aber damit nicht genug, denn der passionierte Minigolfspieler will sich nicht auf der Vergangenheit ausruhen, agiert vielmehr mit Weitblick und will seinen Sport immer auf die nächste Stufe heben: „Unser Plan ist es, dass wir 2025 den Zuschlag für die Weltmeisterschaft bekommen. Das wäre ein wichtiger Schritt in Voitsberg, aber vor allem ein kräftiges Signal für den heimischen Minigolfsport. Auch die Region würde in vielen Bereichen profitieren. Die Zusage für die Austragung der Österreichischen Staatsmeisterschaften in der Allgemeinen Klasse sowie den Jugend-Bereich haben wir für dasselbe Jahr schon. Es würde sicherlich eine intensive Zeit auf uns warten, aber den Aufwand nehmen wir gerne in Kauf.“
Die Suche nach der perfekten Linie
Die erstmalige Teilnahme an den Sport Austria Finals powered by Holding Graz war für den Österreichischen Minigolfverband im letzten Jahr auf allen Linien ein voller Erfolg. Die positiven Emotionen und die Tüftelei nach dem idealen Schlag haben sich bei Teilnehmenden und Besuchenden in den Köpfen festgesetzt. Die Vorfreude auf die Finals 2023 und also die Titelentscheidungen am Karmeliterplatz im Herzen der Stadt ist groß.
„Die Sport Austria Finals sind nicht nur für unseren Verein aus Voitsberg, sondern auch den ganzen Verband eine super Plattform, wo wir Minigolf professionell präsentieren können. Unsere Premiere im letzten Jahr war das beste Event, das wir seit Langem in Österreich gehabt haben. Wir waren sehr zufrieden und echt überrascht, wie viele Menschen sich unseren Mixed-Bewerb angeschaut haben. Die Anschaffung einer mobilen Anlage mit 18 Bahnen hat sich definitiv rentiert. Die Finals werden zukünftig einen Fixpunkt in unserer Jahresplanung einnehmen, sie haben eine essenzielle Bedeutung für uns. Dadurch wollen wir mehr Leute ansprechen und zum Minigolf-Sport bringen“, so Gobetz. 2023 werden bei dem Multisport-Event in Graz wieder 20 Teams, darunter der Großteil der Kaderspieler:innen, um die perfekte Linie und den begehrten Mixed-Titel kämpfen.
Der Auftakt in die ICU World Cheerleading Championships 2023 ist mehr als geglückt!
Österreichs Cheerleading- und Performance-Cheer-Nachwuchs setzt am ersten Wettkampftag der Weltmeisterschaften in Orlando (USA) gleich ein dickes Ausrufezeichen. Bei ihren Seminfinal-Auftritten am Mittwoch-Nachmittag (Ortszeit) bringen die Youngsters des Österreichischen Cheerleading und Performance Cheer Verbandes (ÖCCV) durchgehend Top-Performances auf die Matte. Die drei Nationalteams ziehen in den Kategorien Youth All Girl Median, Junior All Girl Advanced (beide Cheerleading) und Junior Pom (Performance Cheer) souverän ins Finale ein.
Österreicherinnen trotzen der Nervosität
“Das Erreichen der Finals mit den beiden Cheerleading-Nachwuchsteams macht mich sehr stolz”, freut sich ÖCCV-Vorstand Petra Gruber, sportliche Leiterin der Cheerleading-Nationalteams, die mit großen Erwartungen nach Florida gereist ist. “Ich weiß, wie gut unsere Teams sind, aber im Cheerleading ist immer alles möglich. Umso mehr freut es mich, dass wir unsere Routines im Finale am Donnerstag erneut zeigen und nach Medaillen greifen können”, so Gruber.
Auch die Performance-Cheer-Verantwortlichen zeigen sich nach dem Final-Einzug des Junior-Pom-Teams bei deren WM-Premiere naturgemäß sehr zufrieden. “Es war heute der allererste Auftritt unserer Juniors auf der WM-Matte. Die Nervosität war hoch, aber sie haben es ganz toll gemeistert”, freut sich Head Coach Viktoria Schellenbauer. Coach Elisabeth Erben ergänzt: “Wir sind sehr stolz auf das Team, das gegen eine enorm starke Konkurrenz eine Top-Leistung gezeigt hat.”
Österreichs Cheerleading-Nachwuchs will hoch hinaus – und beweist das im WM-Semifinale.
ÖCCV-Youngsters überzeugen WM-Jury
Mit ihren Auftritten sammelten die Österreicherinnen am ersten Wettkampftag reichlich Punkte auf den Scoresheets der Jury. Zwar werden die Karten im Finale am Donnerstag (ab 18:00 Uhr, Ortszeit) neu gemischt, die hohen Punktezahlen geben jedoch Selbstvertrauen für den Kampf um WM-Edelmetall, wo die ÖCCV-Nationalteams nun zu den Mitfavoriten zählen.
“Es war unglaublich, unsere Routine auf der Worlds-Matte performen zu dürfen. Wir haben die Halle zum Beben gebracht. Im Finale werden wir nochmal zeigen, wie gut wir sind” so Youth-Cheerleaderin Sophie Beran.
“Junior”-Athletin Gloria Philippsen kann das Finale kaum noch erwarten: “Wir sind bereit, die Medaille für Österreich nach Hause zu bringen.”
Seniors wollen nachziehen
Noch bevor am Donnerstag die Medaillenentscheidungen in den Nachwuchs-Bewerben fallen, steigen auch die fünf ÖCCV-Senior-Nationalteams in die Weltmeisterschaft ein.
In den Cheerleading-Kategorien Senior Coed Elite, wo auch männliche Athleten mit dabei sind, und Senior All-Girl Premier, der sogenannten “Königsklasse”, sowie in den Performance-Cheer-Bewerben Senior Pom, Senior Jazz und Senior Hip Hop stehen am Nachmittag die Halbfinals auf dem Programm.
Follow the action – auf SportPass Austria und Social Media!
Alle Fans der österreichischen Nationalteams können bei den Weltmeisterschaften hautnah dabei sein. Möglich macht dies einerseits eine Kooperation von SportPass Austria und Cheerleading Austria TV. Auf cheerleading-at.tv gibt es täglich brandneue Videos aus Orlando. Andererseits gewährt Team Austria auf Instagram und Facebook einen Blick hinter die Kulissen.
Österreich gilt als eine der Hochburgen des Racketlon-Sports. In der Kombination aus Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis verzeichneten heimische Athlet:innen seit vielen Jahren Top-Erfolge auf internationalem Terrain. Nicht weniger als vier Einzel-, elf Doppel- und sechs Mixed-Weltmeistertitel hat Österreich im Racketlon zu Buche stehen. Dazu kommen noch drei Goldmedaillen im Teambewerb. Es überrascht deshalb nicht, dass die Racketlon Federation Austria (RFA) immer wieder innovative, neue Akzente setzt, um die Entwicklung des Sports weiter voranzutreiben.
Addition durch Subtraktion
Seit diesem Jahr veranstaltet der Verband die “BABLOAT Austrian Championships” – eine Turnierserie mit insgesamt sieben Stationen – darunter Österreichische Meisterschaften in den sogenannten “Split”-Bewerben. Dabei kommen jeweils nur drei der vier Racketlon-typischen Schlägersportarten zur Austragung. Den Anfang machten dabei die Meisterschaften in der Variante Tischtennis-Badminton-Squash, die Ende Februar in Lauterach (Vorarlberg) ausgetragen wurden.
Der Bludenzer Emanuel Schöpf feierte dabei einen ungefährdeten Heimsieg im Herren-Einzel. Im Sommer folgen dann noch die Championships in Vösendorf (Juli), Pörtschach (September) und Schwaz (Oktober) wo der Squash-, der Badminton- und schlussendlich der Tischtennis-Schläger zuhause bleiben müssen.
2023 erfuhren die Split-Meisterschaften mit der Einführung der Doppel-Bewebe eine weitere Aufwertung. RFA-Präsident Marcel Weigl höchst selbst war es, der bei der Premiere in Lauterach gemeinsam mit Marwin Pöschl-Steiner den allerersten Doppel-Titel in der Geschichte einheimste. Der 49-Jährige ist davon überzeugt, dass die Reduktion auf drei Sportarten langfristig positive Effekte hat. “Der Racketlon-Sport erfährt durch die ‘Split’-Turniere mehr Zuspruch. Wir verzeichnen mehr Anmeldungen, weil auch Spieler:innen an den Start gehen, die aufgrund einer Schwäche in einer bestimmten Sportart sonst vielleicht zuhause bleiben würden.”
Außerdem würde sich durch den neuen Modus die Racketlon-Landkarte ausweiten, da aufgrund des geringeren infrastrukturellen Aufwandes mehr Standorte als Gastgeber für die Austragung in Frage kommen.
Marcel Weigl entwickelt als RFA-Präsident den Racketlon-Sport weiter – und greift selbst noch zu den Schlägern.
Padel statt Squash
Etwas vollkommen Neues probierte die RFA in Zusammenarbeit mit der Austrian Padel Union (APU) Mitte April im UTC LaVille in Wien. Bei den 1. Österreichischen Meisterschaften im European Racketlon Doubles wurde das Squash- gegen das Padel-Racket getauscht und damit die Variante Tischtennis-Badminton-Padel-Tennis gespielt – ausschließlich als Doppel und pro Satz nur bis 15 Punkte.
Bei der Premiere siegten Martin Bartos und Jan Port vor Weigl und Racketlon-Legende Magnus Eliasson. Vor allem der Schwede zeigte sich von der Premiere begeistert: “Ich habe diese Variante erstmals gespielt und finde es eine super Idee. Gerade Padel ist eine super Ergänzung, weil beim Racketlon-Doppel immer das Problem besteht, dass beim Squash hintereinander gespielt werden muss. (Weil nicht vier Leute gleichzeitig auf einem Squash-Court stehen können; Anm. d. Red.) Ich liebe alle Racket-Sportarten und die Innovation die mit diesem Turnier geschaffen wurde, ist wirklich großartig”, so Eliasson, für den die RFA rund um Präsident Weigl immer wieder neue Maßstäbe im internationalen Racketlon setzt.
Sport Austria Finals als Highlight
Highlight des Jahres bleiben für die gesamte Racketlon-Szene aber selbstverständlich die österreichischen Meisterschaften im “klassischen” Setup (Tischtennis-Badminton-Squash-Tennis), die zum dritten Mal in Serie im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Holding Graz stattfinden.
Titelverteidiger im Einzel ist der 42-jährige Rekordmann Michael Dickert, der nach seinem insgesamt zwölften Titel in dieser Kategorie greif. Im Vorjahr fiel die Entscheidung im Finale zuungunsten von Präsident Marcel Weigl erst durch den Entscheidungspunkt – den sogenannten “Gummiarm”.
Ob Weigl in diesem Jahr auf Revanche-Kurs geht, lässt er offen. Zu den Mitfavoriten zählt der Funktionär andere, so zum Beispiel Schöpf oder auch Florian Harca. “Sie können Dickert an einem guten Tag schlagen”, weiß der Niederösterreicher, der selbst zumindest im Doppel-Bewerb dabei sein wird.
Bahnt sich also ein Generationenduell an? Dickert nimmt die Herausforderung der jungen Garde jedenfalls an. “Ich werde mich dieses Jahr noch intensiver auf die Finals vorbereiten. Wenn ich fit genug bin, glaube ich, dass ich wieder Chancen habe, den Titel zu holen.” Das Alter spiele für ihn nur eine Nebenrolle, so der Schläger-Virtuose. “Vom Speed her bin ich einigen jüngeren Athleten sicherlich unterlegen. Aber ich zehre noch immer von meiner Erfahrung. Der Wechsel zwischen den Sportarten ist für mich leichter als für viele andere”, betont Dickert im Interview.
Nachwuchs-Talent Florian Harca fordert Legende und Serienmeister Michael Dickert.
Olsacher steigt zur Favoritin auf
Bei den Damen tritt Mehrfach-Weltmeisterin Christine Seehofer-Krenn in diesem Jahr nicht mehr an. Sie hat wie Titelverteidigerin Bettina Bugl ihre internationale Karriere beendet. Es wird also wohl eine neue Meisterin gekrönt – Irina Olsacher ist Favoritin auf Gold.
Maximal 32 Spieler bzw. 16 Spielerinnen sind in den Einzelbewerben dabei. Die Qualifikation erfolgt über das offizielle RFA-Ranking.
“Das Besondere an den Sport Austria Finals ist, dass an diesem verlängerten Wochenende die gesamte Racketlon-Community aus ganz Österreich zusammenkommt und – inklusive des Bundesliga-Teamevents – alle Bewerbe zentral an einem Ort gespielt werden”, freut sich Präsident Weigl auf den Finals-Hattrick in Graz.
Irina Olsacher ist in Abwesenheit von Seehofer-Krenn und Bugl Anwärterin auf die Gold-Medaille.
Eine Olympia-Sportart der ersten Stunde erfindet sich neu und die Sport Austria Finals powered by Holding Graz helfen dabei! Der Moderne Fünfkampf, seit 1912 im Olympiaprogramm, trägt im Rahmen der Finals mitten im Grazer Stadtzentrum zum dritten Mal in Folge seine Laserrun-Titelkämpfe aus. Zum ersten Mal stellt der Österreichische Verband für Modernen Fünfkampf dabei seine neue Teildisziplin, den Obstacle Run bei einer Mitmachstation in einem mobilen Ninja-Parcours vor.
Olympia statt Super Bowl
„Wir haben kein Wimbledon, wir haben keine Streif, wir haben keinen Super Bowl, wir haben Olympia! Der Obstacle Run passt zum Zeitgeist, weil er wie die bekannten Ninja Warrior-Fernsehshows funktioniert. Er ist trendig, spricht Fans und Jugendliche an. Unsere Ambition ist es, weiterhin im Olympiaprogramm vertreten zu sein“, sagt Österreichs bester Moderner Fünfkämpfer Gustav Gustenau (25), der im Jahr 2021 in Tokio sein Olympia-Debüt gefeiert hatte und in diesem Jahr als Titelverteidiger zu den Laserrun-Staatsmeisterschaften bei den Sport Austria Finals kommt.
Präsident Herke sieht „große Chance“
In dieselbe Kerbe schlägt Gerhard Herke, Präsident des heimischen Modernen Fünfkampf-Verbandes: „Der internationale Verband UIPM hat mit dem Disziplinen-Wechsel vom Reiten zum Obstacle Run auf die Anforderungen des Internationalen Olympischen Komitees reagiert. Danach muss der fünfte Wettbewerb neben Fechten, Schwimmen und dem Laserrun aus Pistolenschießen und Laufen unter anderem weltweit zugänglich, unter allen Altersklassen populär und attraktiv für Zuschauer weltweit sein, außerdem kostengünstig und leicht verständlich. Es ist zwar schade, dass das Reiten wegfällt, aber der Hindernisparcours ist eine trendige, urbane, jugendliche Sportart. Das macht die Sache für Neueinsteiger attraktiv und das ist natürlich eine große Chance für unseren Verband.“
Die Obstacle-Trainings werden jedenfalls gut angenommen. Herke: „Wir haben derzeit zwei Trainingsstützpunkte, einen in der Südstadt, einen in Graz, mit zwei echten Experten als Trainer.“ In der Südstadt ist das Mike Mölschl, ein Ex-Zehnkämpfer und Freerunner, der auf der Bundessportakademie in Wien unterrichtet, in Graz Christoph Hesse vom ASVÖ Steiermark, ein ehemaliger Teilnehmer bei Ninja Warrior Germany. „Die beiden arbeiten nicht nur mit den Jugendlichen, sondern bilden auch unsere Trainerinnen und Trainer aus. Da weht ein frischer Wind, der uns allen guttut“, ist der Präsident überzeugt.
Vom Fünfkampf zum Sechskampf
Eine die derzeit voll in den „Genuss“ dieses Selbstfindungsprozesses einer gesamten Sportart kommt, ist Lisa Axmann, Österreichs beste Fünfkämpferin. Oder vielmehr Sechskämpferin: „Derzeit besteht mein Leben nur aus Training. Weil Reiten als Teildisziplin erst im Jahr 2024 ausläuft, trainiere ich sechs Disziplinen.“ Die 20-jährige Wiener Heeressportlerin ist neben dem Olympia-Sechzehnten Gustav Gustenau für die Europaspiele 2023 in Polen qualifiziert. Dort und bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris ist das Springreiten als Teildisziplin nach wie vor im Programm. Weil die Absolventin eines Sportgymnasiums noch bei den Junioren-Welt- und Europameisterschaften 2023 startberechtigt ist, kommt für sie der Obstacle Run on top. „Im Juni bei der Junioren-EM in Istanbul ist Premiere für diese Teildisziplin. Keiner von uns weiß so ganz genau, was da auf uns zukommt. Aber gerade diesen Übergang finde ich sehr spannend.“
Das Parcours-Design hat der internationale Verband in Form des „UIPM Obstacle Catalogue“ im Jänner 2023 online gestellt. Es besteht aus 6 fixen (Steps, Big wheel, Tilting ladders, Balance beam, Wheels, Finish walls) und 2 variablen Hindernissen aus einem Pool von je 3 (Wahl 1: 1,5 m wall, Over-under, Over-under-through; Wahl 2: Swinging globes, Rings, Monkey bars), die für den jeweilige Veranstalter zur Auswahl stehen.
„Das Training mit Mike Mölschl macht wirklich Spaß, wir arbeiten zweimal die Woche entweder im Turnsaal, der Kraftkammer oder in der Jumping Warrior Halle bei der SCS. Das geht richtig rein. Vor allem die Hände werden sehr beansprucht“, beschreibt Lisa Axmann, die sich bereits Tipps für die Handpflege bei ihren Ruderkolleg:innen in der Südstadt geholt hat.
Vorfreude auf Sport Austria Finals
Bei den Sport Austria Finals wird am Freitag, 9. Juni, der mobile Ninja-Parcours am Karmeliterplatz aufgestellt. „Da kann sich jede und jeder ausprobieren“, sagt Präsident Gerhard Herke. „Unsere Coaches, Athletinnen und Athleten werden gerne zeigen, wie es funktioniert.“ Auch Lisa Axmann plant ihre Premiere bei den Sport Austria Finals: „Im Vorjahr war leider zeitgleich die U19-EM, heuer gehen sich für mich die Laserrun-Staatsmeisterschaften quasi als Generalprobe vor der Junioren-EM aus. Und am Karmeliterplatz bin ich natürlich sehr gerne dabei!“ Wer weiß, vielleicht wird dort das nächste große Talent für Olympia 2032 entdeckt…
Bei den Sport Austria Finals powered by Holding Graz gibt es in diesem Jahr eine Premiere – Inline-Hockey kürt auf der größten Sport-Bühne des Landes seine Staatsmeister:innen und feiert ein actionreiches Finals-Debut. Bei den spannungsgeladenen Entscheidungen im Eisstadion Pachern/Hart können sich Sportbegeisterte auf Titel, Tore und Temperamente freuen.
Inline-Hockey besticht durch Schnelligkeit und Teamspirit. Sabrina Geier, Präsidentin des steirischen Landesverbands und Kapitänin der Tigers Stegersbach, bestätigt: „Wer auf der Suche nach einem schnellen Teamsport mit hoher Ereignisdichte, vielen Toren und enormer Spannung ist, ist beim Inline-Hockey genau richtig!“
In Sachen Action steht die Sportart ihrem Wintersport-Pendant Eishockey in nichts nach, auch Spielfeld und Tore haben dieselbe Größe. Unterschiede gibt es trotzdem: Inklusive Torhüter:in dürfen beim Inline-Hockey maximal fünf Spieler:innen gleichzeitig am Feld stehen und statt eines Pucks wird eine leichtere, weichere Scheibe aus Gummi als Spielobjekt verwendet. Die Inline-Hockey-Cracks sind deshalb aber nicht weniger hart im Nehmen als ihre Pendants auf Eis. Auf das Tragen eines Brutschutzes wird verzichtet, „weil die Scheibe nur blaue Flecken verursacht, aber nicht weh tut“, wie Geier behauptet.
Im dritten Anlauf hat es für die junge Sportart auf Rollen mit einem Antritt bei den Sport Austria Finals endlich geklappt – die Euphorie über die Teilnahme ist im Verband dafür umso größer. Präsidentin Geier: „Wir freuen uns sehr in diesem Jahr dabei zu sein! Graz ist eine Eishockey-Stadt, deshalb hoffen wir, dass wir viele Eishockey-Fans bei unserer Finals-Premiere begrüßen dürfen. Wir stehen als Sportart zwar noch am Anfang, aber ich bin überzeugt, dass es vielen Menschen gefallen und die Begeisterung vom Spielfeld auf die Ränge übergehen wird!“
Innovation pur, Gleichberechtigung pur
Bei seiner ersten Finals-Teilnahme setzt der Verband auf ein innovatives Konzept, das für noch mehr Spannung bei den Zuseher:innen sorgen soll. Erstmalig werden die Staatsmeisterschaften der Damen und Herren am selben Ort und zur gleichen Zeit ausgetragen – dabei werden die Partien der Damen- und Herrenteams im Turnierplan kunterbunt durcheinandergewürfelt. Die Sichtbarkeit von Frauen im Sport soll dadurch erhöht werden. Denn im österreichischen Rollsport und Inline-Skate Verband wird Gleichberechtigung großgeschrieben und die Förderung des Damensports nicht auf die leichte Schulter genommen. „Wir achten verstärkt darauf, dass unsere Damenteams mit den Herrenteams zusammenarbeiten und organisieren Bundesligaspiele so, dass sie am selben Ort stattfinden. Wir suchen immer neue Wege, wie wir den Damensport fördern können, deshalb freuen wir uns, bei den Sport Austria Finals die Staatsmeisterschaften der Damen und Herren unter einem gemeinsamen Dach austragen zu können!“, erklärt Geier.
In den Vorjahren wollte man mit dem „großen Bruder“ vom Inline-Hockey, nämlich dem Skaterhockey (Anm.: kleineres Spielfeld, Ball statt Puck) an den Start gehen – die Outdoor-Spielfläche in Graz ist jedoch nicht auf Regen ausgelegt. Kurzerhand stellte der Verband für die Sport Austria Finals auf Inline-Hockey um, das Zuseher:innen den gleichen Spannungsfaktor bietet und gleichzeitig im wetterfesten Eisstadion Pachern/Hart an der Grazer Stadtgrenze gespielt werden kann.
Hockey als Family Business
Der Name Geier ist sowohl in der Inline-Hockey-, als auch der Eishockey-Szene ein Begriff. Sabrina ist die ältere Schwester der Geier-Zwillinge Stefan und Manuel, ihres Zeichens KAC-Legenden, die im Vorjahr nach 14 erfolgreichen Saisonen beim österreichischen Eishockey-Rekordmeister ihre Karrieren beendeten. Eines ist jedenfalls klar: In dieser Familie weiß jeder, wie man mit dem Schläger umgeht.
Auch Sabrina probierte sich im Eishockey aus, bevor sie ihre Leidenschaft für Inline-Hockey bei einem gemeinsamen Ausflug mit ihren Brüdern entdeckte: „Ich spielte beim DEC Devils Graz lange Eishockey, bevor ich von einer Teamkollegin auf Inline-Hockey aufmerksam gemacht wurde. Mit meinen Brüdern bin ich dann nach Stegersbach gefahren und habe mir das angesehen – seit diesem Zeitpunkt lässt mich dieser Sport nicht mehr los.“
Ein Leben ohne den Sport ist für die Stürmerin der Tigers unvorstellbar: „Ich bin schon mein Leben lang Sportlerin, für mich ist es undenkbar damit aufzuhören. In 20 Jahren werde ich noch in der Masters Klasse (Anm.: Altersklasse 45+) spielen, ich kann einfach nicht anders“, scherzt die 39-Jährige. „Wenn meine Liebe für den Sport nicht so groß wäre, würde ich mir die Doppelbelastung als Spielerin und Verbandsfunktionärin nicht antun. Die Arbeit im Verband bereitet mir aber große Freude – und bringt mir vor allem als Spielerin einen Mehrwert.“
Für Geier gibt es unzählige Gründe den Inline-Hockey-Sport zu lieben, besonders hebt sie das Gemeinschaftsgefühl hervor: „Mein Team ist wie eine Familie und ich möchte nichts daran ändern. Gemeinsam für ein Ziel zu kämpfen, ist es, was den Sport für mich ausmacht. Ich bin eine Teamspielerin und liebe es, mit meinen Teamkameradinnen auf Torjagd zu gehen.“
Am Mittwoch erfolgt in Orlando (USA) der Startschuss zu den ICU World Cheerleading Championships 2023. Für die jüngsten der insgesamt mehr als 150 Athlet:innen des Österreichischen Cheerleading & Performance Cheer Verbandes (ÖCCV) geht es bereits am Eröffnungstag ans Eingemachte.
Nachwuchs-Nationalteams machen den Anfang
Noch bevor in der ESPN WIDE WORLD OF SPORTS am Mittwoch-Abend (Ortszeit) das feierliche Opening zelebriert wird, zeigen die Österreicher:innen in den Kategorien Junior Pom (Performance Cheer), Youth All Girl Median und Junior All Girl Advanced (beide Cheerleading) erstmals unter Wettkampfbedingungen ihre Routinen. Die Vorgabe ist jeweils klar: Der Einzug ins Finale – und sogar noch mehr: “Unser Ziel ist es, weitere Medaillen für Österreich nach Hause zu bringen“ so Petra Gruber, ÖCCV-Vorstand sowie sportliche Leiterin der Cheerleading-Nationalteams.
Riesen-Aufgebot: Nicht weniger als acht ÖCCV-Nationalteams greifen nach WM-Medaillen.
Im Vorjahr gelang unter anderem der vielbeachtete Weltmeistertitel in der Kategorie Senior All Girl Elite, gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Premier-Kategorie. Aber nicht nur in der “Königsklasse” des Cheerleading ist die Konkurrenz groß. “Im Performance Cheer erwartet uns große Konkurrenz aus vielen Nationen. Unser Ziel ist es, dass wir mit sauberen Routines zu den besten Ländern der Welt zählen”, so Theresia Maurer-Lelard, sportliche Leiterin der Performance-Cheer-Nationalteams.
Sowohl beim Cheerleading als auch beim Performance Cheer ist vor allem mit den starken Skandinavier:innen, sowie mit den Gastgeber:innen aus den USA zu rechnen.
Halbfinale der “Königsklasse” am Donnerstag
Für die drei Nachwuchs-Nationalteams fällt die Entscheidung um die WM-Medaillen im Finale am Donnerstag. An diesem zweiten Wettkampftag steigen dann auch die restlichen fünf der insgesamt acht ÖCCV-Nationalteams mit ihren Semifinals ins Geschehen ein. Am Freitag, dem letzten Wettkampftag, geht es dann auch für die “Seniors” um die Medaillen. Erstmals ist Österreich auch mit einem COED-Team – also einem gemischten Team aus Männern und Frauen – vertreten. “Wir können es kaum erwarten, die Matte zu rocken und nach der Medaille zu greifen”, so Senior-COED-Athlet Florian Ackerl.
Erstmals schickt Österreich auch ein COED-Team ins Rennen.
“Wollen der Welt zeigen, wie gut wir sind”
Die Vorfreude im rund 200 Personen umfassenden ÖCCV-Tross ist jedenfalls groß. “Wir sind froh, endlich hier zu sein und der ganzen Welt zeigen zu können, wie gut wir sind. Ich glaube, wir werden Österreich sehr stolz machen, denn wir sind richtig gut drauf”, so Youth-Nationalteam-Athletin Luna Ressi.
“Nach dem WM-Titel 2022 treten wir ab diesem Jahr im Premier-Level des Cheerleadings an. Es ist eine große Ehre, Österreich in der Königsklasse vertreten zu dürfen”, sagt Senior-All-Girl-Premier-Athletin Vivienne Moser.
Minigolf ist den meisten Menschen wohl eher als Urlaubsbeschäftigung bekannt und bekommt oftmals nicht den Stellenwert, den es verdient hat. Bei Thomas Lottermoser (ASKÖ Minigolfclub Bischofshofen) ist das anders. Der Salzburger steht seit seiner Kindheit voll hinter der Sportart, die für ihn seit vielen Jahren die große Leidenschaft bedeutet.
„Dass ich irgendwann beim Minigolf lande, war irgendwie naheliegend und absehbar. Mein Papa war eines der Gründungsmitglieder in Bischofshofen. Seit meinem fünften Lebensjahr war ich mit einem kleinen Schläger auf der Anlage unterwegs und habe meine ersten Erfahrungen gesammelt. Naja, und jetzt begleitet mich Minigolf seit vielen Jahren – ich möchte keinen Tag missen“, blickt Lottermoser auf seinen Start zurück. Während der 24-Jährige sich normalerweise im Sport gerne im direkten Vergleich misst, ist das beim Minigolf anders: Mit Ruhe und Konzentration werden die einzelnen Bahnen in Angriff genommen – eine Balance, die für den Erfolg unabdingbar ist.
Im Minigolf gibt es verschiedene Systeme, die zum Einsatz kommen: Eine Anlage umfasst immer 18 Bahnen und kann entweder auf Filz, Beton oder Eternit gebaut sein. Die Länge der Bahnen ist genormt, aber die Hindernisse, die ebenfalls einer Norm entsprechen müssen, können oftmals variabel eingesetzt werden. „Ich finde meine Sportart wirklich faszinierend. Das Tüfteln an der besten Linie und mein großer Ehrgeiz sind in diesem Fall eine perfekte Kombination. In meinem Sortiment habe ich knapp 300 verschiedene Bälle, die je nach Bahn zum Einsatz kommen. Man tastet sich im Training heran, sammelt Erfahrungswerte und entscheidet dann aus dem Bauch heraus. Egal welches Setup es am Ende des Tags wird, es gibt in diesem Sport immer etwas Besseres. Wir wollen Nahe an die Perfektion kommen, von dem sind wir getrieben“, erklärt Lottermoser, der nebenbei mit den Lehramtstudien Geschichte und Sport an seiner akademischen Laufbahn feilt.
Platz 3 im Europacup
„Minigolf ist ganz nett und schön, spiele ich aber nur im Urlaub!“ Mit solchen Aussagen sind die Minigolf-Sportler:innen im Alltag oftmals konfrontiert, was ihrer Freude am Sport aber keinen Abbruch tut. Lottermoser versäumt keine Chance, um für seinen Sport Werbung zu machen. Und die braucht es auch, um in den nächsten Jahren das Image der „Urlaubsbeschäftigung“ ein für alle Mal loszuwerden. Die Verantwortlichen des Österreichischen Minigolf Sport Verband zeigen seit Jahren starke Bemühungen, um im Vereinssport mehr Breite zu bekommen – somit soll die Grundlage für den Spitzensport neu gelegt werden. In Salzburg sind die professionellen Möglichkeiten allerdings noch beschränkt, Vereine zum Ausüben von Minigolf leider Mangelware. Für Lottermoser ist es mehr als ein Hobby und jeder einzelne Bewerb habe sich rückblickend gesehen ausgezahlt. Im Vergleich zu Schweden oder Deutschland herrsche allerdings aktuell eine kleine Flaute.
„2018 sind wir im Europacup mit Bischofshofen in Porto sensationell Dritter geworden. Neben den jeweiligen Staatsmeistern, darf auch der Titelverteidiger antreten – somit waren 2 schwedische und eine deutsche Mannschaft dabei. Normalerweise können wir die nicht schlagen, aber wir haben es dann geschafft. Das gab es aus österreichischer Sicht lange nicht mehr. Es war echt überraschend, aber ein cooles Erlebnis. Das war definitiv mein schönster und emotionalster Minigolf-Moment“, gibt der Salzburger, der als naturverbundener Mensch gilt und in seiner Freizeit gerne am Hochkönig seinen Kopf freibekommt, zu Protokoll.
Während im Sommer die Trainingsmöglichkeiten in Bischofshofen sehr gut sind, ist das im Winter eher schwierig – lediglich in der Stadt Salzburg gibt es eine Indoor-Anlage. Aufgrund der längeren Fahrzeiten und der zusätzlichen Kosten sind Minigolfbesuche in Salzburg aber eher selten. Somit kanalisiert sich der Trainingsbetrieb für den 24-Jährigen hauptsächlich auf die warmen Jahreszeiten.
„Ich will Weltmeister werden“
Lottermoser hat ein selbstsicheres und selbstbewusstes Auftreten, das sich auch bei seiner persönlichen Zielsetzung zeigt: „Ich will Weltmeister werden. Das habe ich seit meiner Kindheit im Kopf. Aktuell bin ich da aber noch ein großes Stück weg. In der Jugend war ich schon einmal näher dran. Aber ich bin der Überzeugung, dass man große Ziele braucht, damit man unterm Strich auch etwas Großes erreichen kann.”
Vorerst geht es einmal um den österreichischen Meistertitel. 2023 will der Salzburger erstmals an den Sport Austria Finals powered by Holding Graz teilnehmen, nachdem er sich im letzten Jahr kurzfristig für die Zuschauerrolle entschieden hatte.
„Wir haben einen Tag davor das Bundesligafinale in Voitsberg gehabt, welches wir im letzten Moment noch verloren haben. Das war extrem bitter. Ich war aber am Karmeliterplatz live dabei und habe mir bei unserer Premiere einen guten Eindruck verschaffen können. Mit der mobilen Anlage war das wirklich beeindruckend. Es war kompakt und mit den kürzeren Bahnen war es für alle eine spannende Alternative und in gewisser Weise für viele Spieler:innen Neuland. Man darf sich keine Fehler erlauben – Konzentration und Präzision ist gefragt“, erklärt der 24-Jährige, der bei der letzten Auflage des Multisport-Events in Graz 2023 hoch hinaus möchte.
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