Im Ballpark Graz stand der Auftakt der Österreichischen Meisterschaften im Slowpitch Softball (Mixed) ganz im Zeichen des Wetters. Sah es zunächst noch nach herrlichem Softball-Wetter und zahlreichen Homeruns aus, verdunkelte sich im Laufe des Nachmittags die Wolken über Graz-Weinzödl. Schlussendlich waren die Veranstalter gezwungen, einen Teil der Spiele auf den morgigen Freitag zu verschieben.
Ducks und Witches/Bandits mit Kantersiegen
Mehr oder weniger im Trockenen über die Bühne gingen aber heute zumindest fünf Partien, wobei die Wiener Neustadt Rubberducks und die Linz Witches & Bandits ihre Favoritenrollen untermauerten. Während die Ducks die gastgebenden Graz Dirty Sox mit 25:2 besiegten, waren die Linzer:innen mit einem 21:6 über die Traiskirchen Grashoppers ähnlich souverän. Die Niederösterreicher behielten dafür aber gegen die Stockerau Racoons 22:5 die Oberhand. Mit einem Sieg ins Turnier gestartet ist auch Pöstlingberg Ghetto Style. Die Oberösterreicher setzten sich mit 23:20 gegen die Rohrbach Crazy Geese durch. Die Burgenländer verbuchten dafür einen 15:2-Erfolg gegen die Dirty Sox, die damit bei zwei Niederlagen halten.
Die am Donnerstag nicht mehr planmäßig zur Austragung gebrachten Spiele werden am Freitagvormittag nachgeholt. Deshalb gibt’s den ersten Pitch bereits um 09:00 Uhr. Gespielt wird im Round-Robin-Format, wobei die besten zwei Teams anschließend in einem Finale (Samstag) um den Österreichischen Meistertitel kämpfen.
Durchwachsener Auftakt für die Dirty Sox aus Graz.
Der Wetter-Gott zeigt sich bei den diesjährigen Sport Austria Finals powered by Holding Graz mit den Rennrodlern gnädig. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt die spektakuläre Strecke runter vom Schlossberg dieses Mal trocken, dementsprechend rasant geht es zur Sache.
Den Sieg im Herren-Einzelsitzer holt sich wie 2022 Michael Scheikl. Der Lokalmatador knallt in beiden Läufen Laufbestzeit hin und triumphiert letztlich klar vor Thomas Sölkner und Fabian Achenrainer.
Scheikl genießt die letzte Schlossberg-Fahrt
“Obwohl ich natürlich als Top-Favorit gestartet bin, ist der erneute Staatsmeistertitel nicht selbstverständlich. Der Schlossberg ist trotzdem eine große Challenge und auch die Konkurrenz war groß. Der erste Lauf ist mir super gelungen, deswegen konnte ich den zweiten sogar etwas genießen. Als Steirer am Schlossberg zu gewinnen, ist schon ein Highlight!”, jubelte Scheikl.
Bei den Damen kürt sich Riccarda Ruetz erstmalig zur Staatsmeisterin im Rollenrodeln. Die 19-Jährige, die erst im Jänner eine schwere Verletzung (Knöchelbruch) erlitt, verweist ihre 37-jährige Teamkollegin Tina Unterberger auf den zweiten Platz, Dritte wird Naomi Thöni.
Ruetz triumphiert nach schwerer Verletzung
“Es ist überwältigend. Mein erster Staatsmeistertitel – und das nach der schweren Verletzung im Jänner! So zurückzukommen, ist umso schöner”, erklärte Ruetz, die ihren Knöchel mit einem Tape dick einpacken musste. “Vor dem Rennen war ich schon skeptisch, ob mein Knöchel hält. Im Rennen hab‘ ich aber nichts mehr gespürt, da lag der volle Fokus auf der Performance. Erst im Ziel hab‘ ich ihn dann gespürt.”
Unterberger, die im vergangenen Jahr Platz vier belegte, zollte ihrer Zimmernachbarin im Winter Respekt. “Riccarda ist ja mein Ziehkind und hat das super gemacht. Sie hat zwei starke Läufe runtergebracht.” Mit ihrer Leistung war die Oberösterreicherin dennoch nicht unzufrieden. “Das Rollenrodeln hab‘ ich ja eigentlich schon lange ad acta gelegt und nur für diesen Bewerb eine Ausnahme gemacht. Hier am Schlossberg zu fahren, ist einfach ein Highlight! Drum hab‘ ich meine Rollenrodel abgestaubt und mich hier runtergeschmissen. Den Vize-Staatsmeistertitel nehm‘ ich daher gerne mit.”
Und immerhin durfte Unterberger wieder im Doppelsitzer jubeln, da sie zusammen mit Scheikl ihren Staatsmeistertitel aus dem Vorjahr verteidigt. Das Routinier-Duo gewinnt knapp vor Fabian und Simon Achenrainer. Auf Platz drei landen Markus und Gabriel Trieb.
Laktakt-Party am Schöckl. 22 Kilometer, 1.200 Höhenmeter und die Ankunft am Plateau auf 1.434 Metern. Der Startschuss für den ersten Hillclimb-Bewerb im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Holding Graz erfolgte pünktlich um 10:00 Uhr in Stattegg. Vom Taktieren hielt die heimische Kletter-Rad-Elite nicht viel, sie legte gleich fulminant los und sorgte von Beginn an für ein hohes Tempo. Auf dem anspruchsvollen Kurs arbeiteten sich die Athlet:innen Kilometer für Kilometer mit einem wahren Kraftakt Richtung Gipfel und es entwickelte sich bei den Herren ein spannendes Ausscheidungsrennen. Am Ende konnte sich der Niederösterreicher Manfred Zöger bei starkem Nebel und Regen nach 1:09,05 Stunden über seinen ersten ÖSTM-Titel im Hillclimb jubeln. Platz zwei holte sich mit einem Rückstand von 29 Sekunden Christoph Spreitzhofer (1:09,34 Stunden). Martin Rauscher überquerte in 1:10,35 Stunden die Ziellinie und komplettierte mit eineinhalb Minuten Rückstand die Top-3.
„Es war wirklich ein hartes und sehr anstrengendes Rennen. Das Tempo war vom Start weg sehr hoch und ich habe mich schnell an die Spitze gesetzt, wollte den Konkurrenten einfach meinen Plan aufzwingen – das hat super funktioniert. Auf der Asphaltpassage haben wir dann alle ein wenig taktiert, ich wollte den Windschatten ausnutzen. In dieser Phase konnte ich gut Kräfte sparen und bin dann in der Steilpassage schnell in den Rhythmus gekommen. Zum Schluss habe ich gemerkt, dass es hinter mir immer leiser wird und die anderen abreißen lassen mussten. Ich habe dann voll durchgezogen“, freute sich Zöger über seinen ersten Titel bei der Österreichischen Hillclimb Staatsmeisterschaft. „Die Belastung war richtig hoch, aber als erfahrener Rennfahrer weiß man, welcher Tempo man anschlagen kann und was unrealistisch ist. In den Steilpassagen geht man immer komplett über das Limit, wenn es flacher wird, versucht man, das Laktat wieder einzufangen. Ich bin überglücklich, dass es heute geklappt hat. Es war meine erste Medaille in der Elite“, so der 33-jährige Niederösterreicher.
Machtdemonstration einer Gipfelstürmerin
Beim Rennen der Damen gab es eine kleine Überraschung. Alina Reichert zeigte sich von ihrer besten Seite und kletterte nach einer unglaublich starken Performance zum Sieg. Die in Salzburg lebende Niederösterreicherin setzte sich am Ende eines intensiven Rennens in 1:20,02 Stunden mit einem beachtlichen Vorsprung von 5:50 Minuten vor Marlies Feichtenhofer (1:25,57) durch. Platz drei ging an Julia Sörgel, die das Rennen in 1:27,49 Stunden beendete. „Mir taugen Berge, Hillclimb ist genau meines. Es war heute eine unglaublich coole Mountainbike-Strecke, sie war technisch anspruchsvoll, war rutschig und mit vielen Wurzeln. Das Rennen hatte einen speziellen Charme, das hat mir richtig Spaß gemacht. Ich bin selbst überrascht, dass es heute so gut gegangen ist. Ich hätte mich selbst nicht zu den Favoritinnen gezählt“, erklärte Reichert und ergänzte: „Für Hillclimb war es mit 22 Kilometer richtig lange. Am Anfang war ich noch verhalten, bin aber super ins Rennen hineingekommen. Wie es nach der letzten Abfahrt wieder ins Gelände gegangen ist, habe ich gewusst, das läuft heute in meine Richtung. Ich habe gewusst, dass Marlies (Anm.: Feichtenhofer) hinter mir ist, ich konnte es aber nicht so richtig einschätzen wie knapp sie an mir dran ist. Als ich über die Ziellinie gefahren bin, war ich überglücklich!“
Olympiasieger beißt die Zähne zusammen
Neben der Premiere des Hillclimb bei den Sport Austria Finals ging auch die Classic-Tour über 55 Kilometer sozusagen außer Finals-Konkurrenz über die Bühne. Dabei kämpfte sich Christian Hoffmann, Langlauf-Olympiasieger von 2002, durch die herausfordernde Strecke und holte sich am Ende dank seinem großartigen Kämpferherz in 2:37,07 Stunden Platz zwei, 40 Sekunden hinter dem Sieger Andreas Dollinger. „Ich genieße diese Wettkämpfe immer. Im Winter bin ich ja sehr viel beim Skibergsteigen unterwegs. Nun hat für mich wieder die Radsaison begonnen. Ich habe zwar noch nicht so viele Kilometer in den Beinen, aber das erste Rennen ist immer wichtig. Es war hart, hat sich aber super angefühlt heute. Am Beginn war ich ein wenig vorsichtig, weil man sich erst zurechtfinden und mit seinen Kräften haushalten muss. Es macht einfach Spaß, daher freue ich mich schon auf die nächsten Rennen – jetzt bin ich wieder im Rennmodus“, schmunzelte der Oberösterreicher.
Beinhartes Finale bei „perfektem Rugby-Wetter“, wie die Spielerinnen im ASKÖ Sportcenter glaubhaft versicherten. In der finalen Regenschlacht setzte sich Titelverteidiger Stade Rugby Club Wien mit 20:5 gegen die Spielgemeinschaft Wombats/Melk durch.
Über Graz-Eggenberg tobte der Regensturm, auf der Tribüne die begeisterten Fans und am Rasen die Rugby-Damen, die in der olympischen 7er- statt der traditionellen 15er-Variante um den Titel kämpften.
5 Teams hatten sich über die „Women’s 7s Series“ von Rugby Austria für das Titel-Finale im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Holding Graz qualifiziert. Den direkten Weg ins Finale fanden die Titelverteidigerinnen von Stade Rugby Club Wien mit einem 22:5 gegen die Rugby Union Donau Wien.
Einen Umweg dorthin nahm die Spielgemeinschaft Wombats/Melk über Spiel 7 im Turnierbaum. Dort gelang Spielgemeinschaft, gegen Rekordmeister Rugby Union Donau Wien die Revanche für die 5:10-Niederlage aus Spiel 2. Mit einem 12:5 zog Wombats/Melk, die unter dem Teamnamen „Red Rucking Rockets“ die „Women’s 7s Series“-Gesamtwertung gewann, ins Finale ein.
Und dort ging der Underdog mit der ersten Aktion mit 5:0 gegen Stade in Führung. Doch kurz danach übernahmen die Favoritinnen das Kommando, drehten bis zur Pause das Spiel. In die letzten 7 Minuten ging Stade also mit einem Score von 10:5. Die Entscheidung fiel mit zwei „trys“ (5 Punkte für den Ball in die Endzone bringen) kurz vor Schluss – Endstand 5:20.
Stade Rugby Club Wien verteidigte damit den Titel, den sie im Vorjahr noch als Spielgemeinschaft mit Celtic geholt hatten. Kaya Fournier jubelte: „Wir haben uns den Titel wieder gesichert, wir sind wirklich stolz auf uns. Jede von uns musste im Finale noch einmal 100 Prozent geben. Dass wir im Rahmen der Sport Austria Finals soviel mediale Aufmerksamkeit bekommen und die Spiele sogar live auf ORF Sport + gelaufen sind, ist umso schöner.“
Kampfansage der Vize-Meisterinnen
Karoline Moser, Kapitänin der Vize-Meisterinnen der Spielgemeinschaft Wombats Melk, gab sich kämpferisch: „Wir haben definitiv Silber gewonnen, weil wir doch den schwereren Weg ins Finale nehmen mussten. Im letzte Jahr war es Bronze, in diesem Jahr Silber, nächstes Jahr holen wir Gold! Ende September geht die Saison wieder los!“
Den Rekordmeisterinnen von Rugby Union blieb immerhin die Bronzemedaille. „Über die freuen wir uns wirklich. Auch wenn wir uns im Spiel um den Finaleinzug leider wieder selbst zu viel Druck gemacht haben, statt kontrolliert zu spielen, wie in Spiel 2. Dann passieren uns blöde Fehler und das Wetter hat uns auch nicht in die Karten gespielt, da haben wir einige Bälle verloren“, sagte Kapitänin Dorothea Fahrwald.
Bei den Wakeboard-Staatsmeisterschaften im Rahmen der Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz gibt es die erwarteten Favoritensiege. Im Damen-Bewerb ist Top-Talent Mariella Flemme wie in den vergangenen Jahren eine Klasse für sich und triumphiert klar vor Rosa Pacher und Julia Straßer. Für die 18-jährige Flemme ist es bereits der vierte Staatsmeistertitel in Serie.
“Ich freu’ mich natürlich riesig über den erneuten Staatsmeistertitel. Es ist immer toll, wenn ich bei den Staatsmeisterschaften mein Können unter Beweis stellen kann”, will Flemme nichts von Langeweile wissen.
Dritter Titel für Pranger
Ähnlich klar wie bei den Damen gestaltet sich auch der Herren-Bewerb. Nicki Pranger hat in Abwesenheit von Titelverteidiger Stefan Hahn leichtes Spiel: Dem 20-Jährigen reicht ein starker erster Run zum Sieg, im zweiten “Glory Run” zeigt der Niederösterreicher noch ein paar Tricks fürs Publikum. Am Ende feiert er seinen insgesamt dritten Staatsmeistertitel. Zweiter wird Bernhard Ehrenhauser vor Leo Stieber.
“Obwohl Stefan (Hahn) nicht dabei war, war es ein starkes Starterfeld, weil viele gute Junge nachrücken. Deshalb bin ich froh, den Staatsmeistertitel geholt zu haben. Mir kommt die Anlage am Schwarzlsee mit den vielen Obstacles sehr entgegen und konnte meine Stärke voll ausspielen”, jubelt Pranger.
Beim Floorball-Comeback in der Bluebox ging am Donnerstag die Entscheidung des Österreichischen Floorball Verbandes über die Bühne. In einem unterhaltsamen Endspiel setzte sich der FBC Dragons im eigens für die Sport Austria Finals powered by Holding Graz initiierten Mixed-Bewerb am Ende gegen die Hot Shots Innsbruck klar mit 7:2 durch und feierte einen emotionalen Sieg.
„Ich bin überwältigt. Es war von unserer Mannschaft heute eine großartige Vorstellung. Auch wenn das Final-Ergebnis sehr klar aussieht, war es eine hochklassige Partie. Ich bin sehr stolz, dass ich mit ein paar guten Saves heute meinen Teil beitragen konnte. Es ist gerade ein richtig schönes Gefühl und genau diese Emotionen machen den Sport so speziell. Wir haben in unserem Team einen unglaublich guten Spirit, einfach ein großartiges familiäres Verhältnis“, freute sich der Kapitän der Dragons, Marco Rottensteiner, über den Sieg.
Pech hatte jedoch seine Teamkollegin Anna Steinbichler, die das Finale aufgrund einer im Halbfinale erlittenen Knieverletzung leider verpasste: „Das war natürlich sehr schade. Aber die Außenperspektive ist immer spannend. Man fiebert komplett mit, feuert die Mannschaft an und unterstützt sie, so gut es geht. Wir sind ein super Team, das sieht man an allen Ecken, auch abseits des Platzes. Man merkt, dass viele unserer Spieler auch Nachwuchsmannschaften trainieren. Das zeichnet uns aus, wir leben einfach alle für den Sport und die Werte unseres Vereins. Daher ist dieser Sieg bei unserer Premiere umso schöner.“
Großartige Plattform
Die Sport Austria Finals powered by Holding Graz ohne einen Floorball-Bewerb? Unverstellbar! Bereits zum dritten Mal präsentierte sich der Österreichische Floorball Verbandes im Herzen der Steiermark. Wenig verwunderlich, dass auch das erste Fazit erneut mehr als positiv ausfällt. „Es war ein gelungener Tag heute. Wir haben für die Sport Austria Finals im letzten Jahr einen Mixed-Bewerb ins Leben gerufen. Das hat sich definitiv bezahlt gemacht. Durch die neue Konstellation wurde auch das Niveau der Damen gehoben. Wenn man gemeinsam etwas macht, steigt auch die gegenseitige Akzeptanz. Für uns sind die Finals zu einem wichtigen Event im Jahr geworden. Speziell was medial passiert ist – wir haben einige Shootings und Bewegtbildaufnahmen gehabt und waren in vielen verschiedenen Medien prominent vertreten – ist einfach cool und hilft uns in der Zukunft. Wir können erneut eine sehr positive Bilanz ziehen und freuen uns schon auf den Location-Wechsel nach Innsbruck im kommenden Jahr“, berichtete Gerold Rachlinger, Generalsekretär des Österreichischen Floorball Verbandes.
Fulminante Aufholjagd
Der Mut zum Risiko wurde letztendlich doch noch belohnt. Nach einem klaren 0:3-Rückstand kämpften sich die Spieler:innen von TVZ Wikings gegen den UHC Linz noch ins Spiel zurück, übernahmen zunehmend das Kommando und schafften doch noch den verdienten Ausgleich. In der nervenaufreibenden Schlussphase erzwangen die Salzburger:innen ihr Glück, erzielten den Siegestreffer und holten somit Platz 3. Die Schlussoffensive der Oberösterreicher:innen, die einen großen kräftezerrenden Aufwand betrieben, blieb an diesem Tag aber unbelohnt. „Es war unglaublich knapp heute. Wir haben sehr gut begonnen und uns eine komfortable Führung erspielt. Leider konnten wir das hohe Tempo nicht halten. Wir waren personell heute eher knapp aufgestellt, daher haben uns in der Schlussphase etwas die Kräfte verlassen. Schade, aber so ist das im Sport. Wir haben unsere Teilnahme trotzdem genossen. Es ist immer toll im Rahmen so einer Veranstaltung den Saisonausklang zu bestreiten“, berichtete Olga Rüffler vom UHC Linz Mixed-Team.
Nach einjähriger Unterbrechung ist der Österreichische Fechtverband (ÖFV) in diesem Jahr wieder bei den Sport Austria Finals powered by Holding Graz vertreten. Und gleich am ersten Tag werden den Zuschauer:innen in der ASVÖ-Halle spannende Gefechte geboten.
Beim Degen-Einzel der Damen schaffen es Titelverteidigerin Elisabeth Pinggera und ihre Vorgängerin Leonore Praxmarer (Staatsmeisterin 2021) ins Finale und liefern sich dort einen spannenden Kampf. Die 20-jährige Praxmarer zwingt ihre fünf Jahre ältere Konkurrentin schließlich mit 15:11 in die Knie und kürt sich damit zum zweiten Mal zur Staatsmeisterin. Platz drei sichert sich die fünffache Staatsmeisterin Paula Schmidl, die von 2015 bis 2019 triumphierte.
Im Herren-Florett führt an Titelverteidiger Johannes Poscharnig kein Weg vorbei. Österreichs Nummer eins besiegt zuerst im Halbfinale Tobias Reichetzer (Staatsmeister 2021, Vize-Staatsmeister 2022) und ringt dann in einem spannenden Finale Moritz Lechner (Österreichs Nr. 2) mit 15:12 nieder. Für Poscharnig ist es damit Staatsmeistertitel Nr. 6 (2022, 2019, 2018, 2016, 2015). Bronze geht an Reichetzer.
Atemberaubende Akrobatik und purzelnde Rekorde gab es bei der Trampolin-Staatsmeisterschaft im Rahmen der Sport Austria Finals powered by Holding Graz. Benny Wizani (21) sprang mit Schwierigkeitsrekord zu Titelverteidigung und zehntem Gold in Folge, Amelie Wansch (17) mit persönlichen Bestleistungen zum Premieren-Titel im ersten Elite-Jahr.
Draußen tobte die Rugby-Regenschlacht, drinnen im ASKÖ Sportcenter sprang Österreichs Trampolin-Elite unter tosendem Applaus der Fans auf der vollbesetzten Tribüne fast bis unters Hallendach. Vor allem Olympia-Kandidat Benny Wizani beeindruckte mit seinen Weltklasse-Übungen.
Mit 7 Punkten Vorsprung ging der bald 22-jährige Wiener in die Titelentscheidung. Mit 60,5 Punkten sprang Wizani in der Qualifikation schon WM-Final-Niveau und stellte dabei mit einem Schwierigkeitswert von 17,4 den eigenen österreichischen Schwierigkeitsrekord ein. Im Finale blieb er souverän, siegte mit einem Gesamtscore 113,6 Punkten.
„Mein Staatsmeistertitel Nummer 9 und 10 bedeuten mir sehr viel. Vor allem hier im Rahmen der Sport Austria Finals, soviel mediale Aufmerksamkeit bekommen wir selten“, jubelte Wizani, der mit Niklas Fröschl zuvor auch den Synchronspringbewerb gewonnen hatte, beim Siegerinterview über zweimal Staatsmeisterschafts-Gold.
Dahinter geriet der Kampf um Silber und Bronze zwischen Niklas Fröschl, Martin Spatt und Georg Hopfgartner zum Zehntel-Punkte-Krimi, den Spatt (108,855 Punkte) vor seinen WAT-Wien-Teamkollegen Fröschl (108,780) und Georg Hopfgartner (105,045) hauchdünn für sich entschied.
Spannung bis zur letzten Übung gab es auch im Titel-Duell bei den Damen. Nach der Qualifikation führte Amelie Wansch, die mit persönlicher Bestleistung von 49,380 im Finale vorlegte. Titelverteidigerin Sara Hekele konnte als Quali-Zweite mit 9 Zehntel Rückstand in ihrer Final-Kür den Rückstand nicht mehr aufholen. Die Serie der 23-jährigen Salzburgerin von 5 Einzel-Titeln in Serie wurde damit ausgerechnet von ihrer 17-jährigen Synchronspring-Partnerin gestoppt. Immerhin konnte sich Hekele mit Gold im Synchronspring-Bewerb trösten.
Amelie Wansch jubelte: „Ich habe nicht damit gerechnet. Aber ich habe zweimal meinen persönlichen Rekord gebrochen, einmal in den Vorkämpfen mit 48,290 und dann die 49,380 im Finale. Ich kann es fasst nicht glauben.“
Eigentlich wollte Carina Wasle bei der World Triathlon Multisport WM 2023 auf Ibiza sowohl im Cross-Triathlon, als auch im -Duathlon wieder Edelmetall abräumen.
Denn nach Silber bei der Wintertriathlon-Europameisterschaft und zweimal Bronze bei der Wintertriathlon-Weltmeisterschaft gehörte die Tirolerin auch in der Sommer-Ausgabe zu den heißesten Medaillen-Anwärterinnen.
Krankheit bremst Wasle aus
Doch aktuell wird die 38-Jährige von einem Infekt ausgebremst, weshalb sie auch auf den Triathlon-Bewerb verzichten muss. „Den Triathlon lasse ich aus, das wäre zu viel. Ich bin jetzt schon über eine Woche angeschlagen: Grippig, verkühlt und Probleme mit den Nasen-Nebenhöhlen. In den vergangenen Tagen ist es etwas besser geworden, aber ich merke, dass ich nicht die volle Leistung bringen kann“, erklärt eine hörbar angeschlagene Wasle.
Dennoch peilt die Rekord-Staatsmeisterin (14 Titel in Winter- und Cross-Triathlon sowie im Duathlon) im Duathlon-Bewerb am Mittwoch einen der ersten drei Plätze an. „Vorgenommen hab‘ ich mir schon, eine Medaille zu machen“, lacht Wasle, „aber es wird natürlich schwierig werden.“
Langsamer Aufbau
Die Vorbereitung war krankheitsbedingt einfach zu suboptimal. „Richtig schnelle Sachen hab‘ ich noch nicht gemacht – bei langsamen Belastungen ist es eigentlich gegangen. Ich wollte mich auch gescheit auskurieren und nicht zu früh hohe Belastungen fahren. Sonst geht es vielleicht in die falsche Richtung.“
In welche Richtung es bei der WM auf Ibiza tatsächlich geht, wird sich am Mittwoch zeigen, wenn Wasle 5,8 km Laufen, 20,9 km Radfahren und 3 km Laufen absolviert.
Etwas mehr als einen Monat vor den Sport Austria Finals 2023 powered by Holding Graz ist am letzten April-Wochenende auch die “ABBQS”, eine der renommiertesten heimischen Slowpitch-Ligen, in die neue Saison gestartet.
Der “Season Opener” am Racoonsfield, der Heimstätte der Stockerau Racoons, diente dabei gleich drei Teams als Härtetest in Richtung Finals: Neben den “Waschbären”, mischen im Juni in Graz nämlich auch die Wiener Neustadt Rubberducks und die Rohrbach Crazy Geese um den österreichischen Meistertitel mit.
“Typisch Slowpitch” – es geht zur Sache, aber immer fair und respektvoll.
“Typische Slowpitch-Atmosphäre”
Beim Blick auf die Wettervorhersage sah es zunächst so aus, als würde der Regen zum großen Spielverderber werden. Doch die Teams ließen sich von den wechselhaften Bedingungen nicht unterkriegen und zeigten gleich am ersten ABBQS-Spieltag Slowpitch Softball vom Feinsten.
Vor den Augen von ABF-Präsident Rainer Husty unterstrichen vor allem die Ducks eindrucksvoll ihre Frühform. Die Neustädter, bei denen mit Christian Scherz sogar noch ein Top-Spieler fehlte, konnten die Begegnungen mit den Geese (25:16), den Racoons (12:2) und den Wet Sox-Wanderers (21:8) allesamt für sich entscheiden.
“Slowpitch ist nicht ohne Grund die meistgespielte Baseball-Variante. Am Racoonsfield hat man gleich zu Saisonbeginn die typische Slowpitch-Atmosphäre gespürt”, unterstreicht Husty. Was er damit meint? Spektakuläre Aktionen sowie hitzige Begegnungen auf dem Feld und im Gegenzug dann die familiäre Atmosphäre im Rahmen der gemeinsamen Analyse bei einem kühlen Getränk.
In den weiteren Begegnungen des ersten Spieltags unterlagen die Racoons den Wet Sox knapp 12:19. Die Gastgeber setzten sich aber dafür gegen die Geese (11:7) durch. Die Wet Sox und die Geese trennten sich 12:5.
Nationalteam-Assistant Chris Ranallo pitcht in der ABBQS.
Rubberducks unterstreichen Favoritenrolle
In der ABBQS-Tabelle liegen die Wiener Neustadt Rubberducks, die auch im Juni in Graz zu den Topfavoriten zählen, somit vorerst in Führung. Für die Konkurrenz aus Stockerau (3.) und Rohrbach (4.) bieten sich aber im Rahmen der beiden ABBQS-Spieltage im Mai noch genügend Chancen, Selbstvertrauen im Hinblick auf die Sport Austria Finals zu tanken.
Eric Red, stellvertretender Liga-Präsident und Hitting-Coach des COED-Nationalteams, zeigt sich jedenfalls mit dem Leistungsniveau in der ABBQS bereits zufrieden: “Die Liga ist als ein Versuch gestartet, eine Slowpitch-Liga im Osten von Österreich zu etablieren, wo es nicht ausschließlich um den Spaß geht, sondern auch viel Platz für Qualität und Ehrgeiz ist. Und das gelingt uns derzeit sehr gut.”
Die Rubberducks rund um Liga-Co-Präsident Eric Red präsentieren sich in starker Frühform.
“Sport Austria Finals sind eine Erfolgsgeschichte”
Nach einem erfolgreichen Saisonstart blicken alle Beteiligten bereits voller Vorfreude in Richtung Graz. “Die Sport Austria Finals sind für uns wie ein Grand Slam Turnier im Tennis. Wir können uns dort präsentieren und die Stimmung ist grenzgenial. Ich bin froh, dass wir so eine Veranstaltung in Österreich haben”, sagt Stefan Valsky, der seit der Vereinsgründung im Jahr 2010 das Trikot der Stockerau Racoons trägt und mit dem Event nur positive Erinnerungen verbindet.
Nationalteam-Assistant-Coach Christopher Ranallo, der in der ABBQS als Pitcher im Einsatz ist, hofft auf viele Fans. “Ich freue mich schon sehr, weil das Turnier ein großer Spaß wird. Außerdem ist es eine echte Chance, die Menschen außerhalb unserer Bubble für Slowpitch zu begeistern.”
“Die Sport Austria Finals sind eine Erfolgsgeschichte und haben mittlerweile Tradition”, ergänzt der ABF-Präsident.
Noch ist nicht aller Tage Abend: Für die Crazy Geese lief es nicht nach Wunsch, bis zu den Sport Austria Finals ist aber noch Zeit.
Neuer Streaming-Dienst bietet Live-Baseball aus Österreich
Husty ließ im Rahmen des ABBQS-Saisonauftakts übrigens noch mit guten Neuigkeiten aufhorchen, die vor allem die Fans des heimischen Baseball-Sports freuen dürfte.
Die vom Verband betriebene Streaming-Plattform baseballsoftball.tv zeigt in dieser Saison einen Großteil der Spiele aus der Baseball-Bundesliga live und on-demand. Die dafür notwendigen Kamerasysteme, die von den jeweiligen Heimvereinen bedient werden, sind bereits an so gut wie allen Bundesliga-Standorten installiert.
“Wir versuchen, mit den Entwicklungen der Zeit Schritt zu halten. Wichtig für eine Sportart ist, dass sie medial präsent ist und öffentlich gesehen wird. Und das schaffen wir mit baseballsoftball.tv”, sagt der ABF-Präsident. Die Softball-Bundesliga der Frauen soll übrigens ehestmöglich nachziehen.
ABF-Präsident Rainer Husty war beim Liga-Start zufrieden – und hatte Neuigkeiten im Gepäck.
Die besten Bilder vom Saisonauftakt in unserer Galerie
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